Der Zwerg meines Nachbarn mag mich irgendwie. Nicht nur, dass ich Freitag Abend freundlich gefragt wurde, ob ich mit Pizza essen mag, gestern Nachmittag wurde ich dann auch noch ins Kino entführt. Natürlich mit Papa. Und mit einem Umweg über McDonalds.
Abgesehen von einigen quietschenden Kindern (ich hatte mir die 17.45h-Vorstellung schlimmer vorgestellt) war es sehr spaßig.
Ich bin ein großer Fan der Comics und fand es etwas seltsam, dass eine Figur als Aufhänger der Story herhält, die es meines Wissens in der Vorlage gar nicht gibt, aber nun gut, ein wenig romantische Verwicklungen haben noch keinem Film geschadet.
Wie üblich haben die Gallier den Zaubertrank, die Römer das Nachsehen und Brutus schafft es mal wieder nicht, Papa Cäsar galant um die Ecke zu bringen. Am Ende verliert sogar Schumi das Wagenrennen und Brutus' Zunge leuchtet wunderbar hellblau. Das Aufgebot an Spitzensportlern wäre bestimmt noch lustiger gewesen, wenn ich sie denn gekannt hätte ...
Netter Klamauk, aber es hat auch schon bessere Asterix-Verfilmungen gegeben. Übrigens braucht Gerard Depardieu spätestens in der Übernächsten Verfilmung kein Kissen mehr unter dem Kostüm, sein Bauch wird nämlich, wie neulich erst bei Gottschalk unter Beweis gestellt, immer obelixiger.
Fazit: Netter Film, den man aber definitiv nicht im Kino sehen muss. Hin und wieder einen Blick auf Tom zu werfen war es allerdings schon wert - es geht nichts über gebannte Siebenjährige im Kino! ;-)
Sonntag, Februar 03, 2008
Samstag, Februar 02, 2008
Rezension Das einzige Kind und Allein durch die Wildnis
Ich baue gerade meinen Mount to be read ein wenig ab. Trotzdem sind da noch locker 60, 70 Bücher allein im BookCrossing-Regal, die darauf warten, von mir gelesen zu werden. *ächz*
Das einzige Kind von Anne Holt ist ein norwegischer Krimi.
Olaf ist 12 Jahre alt und kein einfaches Kind. Seine Mutter liebt ihn, kommt aber letztendlich nicht mehr mit ihm zurecht. Schließlich kommt er ins Haus Sonnenschein, ein Kinderheim in Oslo. Hier herschen strenge Regeln, etwas, das seine Mutter ihm nicht geben konnte. Olaf gefällt es hier nicht, und er droht damit, abzuhauen. Er droht auch, die Heimleiterin umzubringen.
Eines Nachts wird die Leiterin tot in ihrem Büro gefunden und Olaf ist verschwunden.
Anne Holt gelingt es, die verschiedenen Personen der Geschichte authentisch wirken zu lassen, und mehr als einer hatte ein Motiv für den Mord. Gleichzeitig beobachtet man Olaf auf seiner Flucht sowie die verschiedenen Erzieher des Heimes, man erfährt von einer Affäre der Heimleiterin und wird bis zur letzten Seite immer wieder auf neue Fährten geleitet.
Das Buch ist spannend, ein großartiges Psychogramm und ein verwickelter Krimi in einem, und ich habe es ungerne aus der Hand gelegt, bevor ich endlich fertig war.
Fazit: Ein gelungener Krimi, der für Bett, Badewanne, Zugfahrten und gemütliche Sofanachmittage gleichermaßen geeignet ist.
Anne Holt: Das einzige Kind
ISBN: 3-492-23079-2
Piper
296 Seiten
Allein durch die Wildnis von Bernard Clavel spielt in Canada. Es handelt von zwei Indianern, die seit ihrer Kindheit befreundet sind. Sie leben mit ihren Frauen in einem modernen Dorf mit Fernseher, Strom und Supermarkt, aber im Winter zieht es sie in die Weite der Taiga zur Jagd. Zum einen wegen der Fangprämie, zum anderen aber auch, weil sie sich so ihren Ahnen und der Lebensart ihres Volkes verbunden fühlen.
Ihre Reise führt sie tief in die Taiga, der Winter ist hart und es gibt wenig Wild. Als ein Carcajou (Vielfraß) auftaucht und sowohl ihre Beute aus den Fallen raubt als auch einen der Hunde tötet, macht sich Waboos auf den Weg, das Tier zu töten, während sein kranker Freund und die beiden Frauen im Wigwam zurückbleiben.
Die Reise steht gar nicht so sehr im Mittelpunkt, wie der Klappentext es einen glauben macht, vielmehr stehen die Gespräche der vier über die Veränderungen im Leben der Indianer an erster Stelle, sowie die Landschafts- und Naturbeschreibungen und die Veränderungen, die durch die Weißen herbeigeführt wurden.
Das Buch hat mir an sich gut gefallen, dass es jedoch von einem Franzosen geschrieben wurde gibt dem Buch einen moralischen Beigeschmack, der mir etwas seltsam erschien.
Fazit: Ein kurzer Einblick in das Leben der kanadischen Indianer, ein Stimmungsbild, das sich schnell liest. Kein Buch, das man gelesen haben muss, aber auch nichts, das man gelangweilt weglegt. Ebenfalls gut für Bett, Sofa oder Badewanne.
Bernard Clavel: Allein durch die Wildnis
ISBN: 3-442-72521-6
btb
152 Seiten
Das einzige Kind von Anne Holt ist ein norwegischer Krimi.
Olaf ist 12 Jahre alt und kein einfaches Kind. Seine Mutter liebt ihn, kommt aber letztendlich nicht mehr mit ihm zurecht. Schließlich kommt er ins Haus Sonnenschein, ein Kinderheim in Oslo. Hier herschen strenge Regeln, etwas, das seine Mutter ihm nicht geben konnte. Olaf gefällt es hier nicht, und er droht damit, abzuhauen. Er droht auch, die Heimleiterin umzubringen.
Eines Nachts wird die Leiterin tot in ihrem Büro gefunden und Olaf ist verschwunden.
Anne Holt gelingt es, die verschiedenen Personen der Geschichte authentisch wirken zu lassen, und mehr als einer hatte ein Motiv für den Mord. Gleichzeitig beobachtet man Olaf auf seiner Flucht sowie die verschiedenen Erzieher des Heimes, man erfährt von einer Affäre der Heimleiterin und wird bis zur letzten Seite immer wieder auf neue Fährten geleitet.
Das Buch ist spannend, ein großartiges Psychogramm und ein verwickelter Krimi in einem, und ich habe es ungerne aus der Hand gelegt, bevor ich endlich fertig war.
Fazit: Ein gelungener Krimi, der für Bett, Badewanne, Zugfahrten und gemütliche Sofanachmittage gleichermaßen geeignet ist.
Anne Holt: Das einzige Kind
ISBN: 3-492-23079-2
Piper
296 Seiten
Allein durch die Wildnis von Bernard Clavel spielt in Canada. Es handelt von zwei Indianern, die seit ihrer Kindheit befreundet sind. Sie leben mit ihren Frauen in einem modernen Dorf mit Fernseher, Strom und Supermarkt, aber im Winter zieht es sie in die Weite der Taiga zur Jagd. Zum einen wegen der Fangprämie, zum anderen aber auch, weil sie sich so ihren Ahnen und der Lebensart ihres Volkes verbunden fühlen.
Ihre Reise führt sie tief in die Taiga, der Winter ist hart und es gibt wenig Wild. Als ein Carcajou (Vielfraß) auftaucht und sowohl ihre Beute aus den Fallen raubt als auch einen der Hunde tötet, macht sich Waboos auf den Weg, das Tier zu töten, während sein kranker Freund und die beiden Frauen im Wigwam zurückbleiben.
Die Reise steht gar nicht so sehr im Mittelpunkt, wie der Klappentext es einen glauben macht, vielmehr stehen die Gespräche der vier über die Veränderungen im Leben der Indianer an erster Stelle, sowie die Landschafts- und Naturbeschreibungen und die Veränderungen, die durch die Weißen herbeigeführt wurden.
Das Buch hat mir an sich gut gefallen, dass es jedoch von einem Franzosen geschrieben wurde gibt dem Buch einen moralischen Beigeschmack, der mir etwas seltsam erschien.
Fazit: Ein kurzer Einblick in das Leben der kanadischen Indianer, ein Stimmungsbild, das sich schnell liest. Kein Buch, das man gelesen haben muss, aber auch nichts, das man gelangweilt weglegt. Ebenfalls gut für Bett, Sofa oder Badewanne.
Bernard Clavel: Allein durch die Wildnis
ISBN: 3-442-72521-6
btb
152 Seiten
Filmkritik I Am Legend
Ich bin ja kein Horrofan, aber ich mag Will Smith. Und beschützt von Ben und Constanze hab ich mich dann also an die Zombies bzw. Nachtsucher dieses Filmes gewagt.
Zu Beginn steht die Entdeckung eines Heilmittels gegen Krebs, das mit Hilfe eines Virus auf die Menschen übertragen wird.
Drei Jahre später sind 90% der Menschheit ausgestorben, der Großteil vom Rest ist zu extrem lichtempfindlichen Kreaturen mutiert, die sich von allem ernähren, was nicht schnell genug wegläuft.
Robert Neville ist der einzige Überlebende in New York City, der gegen das Virus immun ist. Und wie der Zufall es will, war er auch an der Entwicklung des Virus beteiligt.
Tagsüber streift er mit Sam, seiner Schäferhündin, durch New York, auf der Suche nach Lebensmitteln, auf der Jagd nach Hirschen, und um jeden Tag gegen Mittag am Pier zu stehen und auf weitere Überlebende zu warten. Er sendet seine Überlebensbotschaft auf allen Frequenzen, doch drei Jahre lang bleibt er allein.
Seine Wohnung hat er licht- und einbruchssicher abgeschirmt, im Keller hat er ein Labor, in dem er fieberhaft nach einem Gegenmittel sucht. Mit Hilfe von Generatoren hat er es sich bequem eingerichtet, sowohl die Wohnung als auch sein Labor sind auf hohem technischen Stand.
Eines Tages jedoch läuft Sam tagsüber in ein Gebäude, und beim Versuch, sie zu retten, stöbert er einige Mutanten auf. Sie entkommen mit knapper Not, und Robert bastelt eine Falle, um einen von ihnen zu fangen. Es gelingt ihm, und er bringt die mutierte Frau in sein Labor, um seinen Impfstoff an ihr zu testen.
Der größte Fehler, den er begeht, ist, die verbliebene Intelligenz der Kreaturen zu unterschätzen. Und so gerät er in eine Falle, die der seinen nachempfunden ist. Mit Mühe kann er sich befreien, doch für Sam kommt alle Hilfe zu spät.
Vor Schmerz und Wut rasend begibt er sich nachts nach draußen und stellt sich den Mutanten mit seinem Auto, versucht, sie zu überfahren und weiß vermutlich selbst, dass sie ihm von der Anzahl her so weit überlegen sind, dass er im Prinzip Selbstmord begeht. In letzter Sekunde flammen Scheinwerfer auf und er wird von einer jungen Frau gerettet.
Diese bringt ihn heim, und sie erzählt ihm von einer Kolonie, die es geben soll und zu der sie und ein kleiner Junge gemeinsam unterwegs sind. Robert glaubt nicht mehr an Rettung, an Kolonien und an weitere immune Überlebende und will bleiben.
In der Nacht greifen die Mutanten an, und es scheint keine Rettung für die drei Überlebenden zu geben ...
Der Film spielt mit der Spannung. Man rechnet ständig damit, dass etwas passiert, und oft genug passiert dann nichts oder zumindest nicht das, was man befürchtet hat.
Leider hat der Film auch grobe Lücken in der Erzählung, und oft genug fragt man sich, wie es jetzt dazu kommen konnte.
Alles in allem eine gute Idee mit einem akzeptablen Schluss, aber meiner Meinung nach ist auch hier einmal zu oft die Dummheit eines Menschen, der es besser wissen müsste, Hauptauslöser der Spannung. Ich mag keine dummen Blondinen, die im Dunklen in den Keller gehen und sich dann wundern, dass das Monster angreift, und leider ist auch hier dieses Motiv nicht völlig außen vorgelassen.
Auch nicht ganz unwichtig: Der Film ist weder etwas für Epileptiker noch für Menschen, die empfindlich auf wackelige Handkameraführung reagieren. Und so wichtig, dass sich Übelkeit lohnt, ist er dann doch nicht.
Fazit: Ein mittelmäßig guter Film, den man aber nicht zwingend im Kino gesehen haben muss.
Zu Beginn steht die Entdeckung eines Heilmittels gegen Krebs, das mit Hilfe eines Virus auf die Menschen übertragen wird.
Drei Jahre später sind 90% der Menschheit ausgestorben, der Großteil vom Rest ist zu extrem lichtempfindlichen Kreaturen mutiert, die sich von allem ernähren, was nicht schnell genug wegläuft.
Robert Neville ist der einzige Überlebende in New York City, der gegen das Virus immun ist. Und wie der Zufall es will, war er auch an der Entwicklung des Virus beteiligt.
Tagsüber streift er mit Sam, seiner Schäferhündin, durch New York, auf der Suche nach Lebensmitteln, auf der Jagd nach Hirschen, und um jeden Tag gegen Mittag am Pier zu stehen und auf weitere Überlebende zu warten. Er sendet seine Überlebensbotschaft auf allen Frequenzen, doch drei Jahre lang bleibt er allein.
Seine Wohnung hat er licht- und einbruchssicher abgeschirmt, im Keller hat er ein Labor, in dem er fieberhaft nach einem Gegenmittel sucht. Mit Hilfe von Generatoren hat er es sich bequem eingerichtet, sowohl die Wohnung als auch sein Labor sind auf hohem technischen Stand.
Eines Tages jedoch läuft Sam tagsüber in ein Gebäude, und beim Versuch, sie zu retten, stöbert er einige Mutanten auf. Sie entkommen mit knapper Not, und Robert bastelt eine Falle, um einen von ihnen zu fangen. Es gelingt ihm, und er bringt die mutierte Frau in sein Labor, um seinen Impfstoff an ihr zu testen.
Der größte Fehler, den er begeht, ist, die verbliebene Intelligenz der Kreaturen zu unterschätzen. Und so gerät er in eine Falle, die der seinen nachempfunden ist. Mit Mühe kann er sich befreien, doch für Sam kommt alle Hilfe zu spät.
Vor Schmerz und Wut rasend begibt er sich nachts nach draußen und stellt sich den Mutanten mit seinem Auto, versucht, sie zu überfahren und weiß vermutlich selbst, dass sie ihm von der Anzahl her so weit überlegen sind, dass er im Prinzip Selbstmord begeht. In letzter Sekunde flammen Scheinwerfer auf und er wird von einer jungen Frau gerettet.
Diese bringt ihn heim, und sie erzählt ihm von einer Kolonie, die es geben soll und zu der sie und ein kleiner Junge gemeinsam unterwegs sind. Robert glaubt nicht mehr an Rettung, an Kolonien und an weitere immune Überlebende und will bleiben.
In der Nacht greifen die Mutanten an, und es scheint keine Rettung für die drei Überlebenden zu geben ...
Der Film spielt mit der Spannung. Man rechnet ständig damit, dass etwas passiert, und oft genug passiert dann nichts oder zumindest nicht das, was man befürchtet hat.
Leider hat der Film auch grobe Lücken in der Erzählung, und oft genug fragt man sich, wie es jetzt dazu kommen konnte.
Alles in allem eine gute Idee mit einem akzeptablen Schluss, aber meiner Meinung nach ist auch hier einmal zu oft die Dummheit eines Menschen, der es besser wissen müsste, Hauptauslöser der Spannung. Ich mag keine dummen Blondinen, die im Dunklen in den Keller gehen und sich dann wundern, dass das Monster angreift, und leider ist auch hier dieses Motiv nicht völlig außen vorgelassen.
Auch nicht ganz unwichtig: Der Film ist weder etwas für Epileptiker noch für Menschen, die empfindlich auf wackelige Handkameraführung reagieren. Und so wichtig, dass sich Übelkeit lohnt, ist er dann doch nicht.
Fazit: Ein mittelmäßig guter Film, den man aber nicht zwingend im Kino gesehen haben muss.
Freitag, Februar 01, 2008
Schnelltipper
Es gibt im Internet nichts, was es nicht gibt.
Wenn man hier und da die Spuren verfolgt, die andere im Netz hinterlassen, findet man manchmal etwas Interessantes. Gerade neulich haben wir uns bei der Arbeit darüber unterhalten, wie schnell wir wohl tippen können.
Hier ist ein Test, wer es auch versuchen will, einfach anklicken. Und wer mag, postet mir sein Ergebnis. :)
361 Zeichen
Viel Spaß!
Wenn man hier und da die Spuren verfolgt, die andere im Netz hinterlassen, findet man manchmal etwas Interessantes. Gerade neulich haben wir uns bei der Arbeit darüber unterhalten, wie schnell wir wohl tippen können.
Hier ist ein Test, wer es auch versuchen will, einfach anklicken. Und wer mag, postet mir sein Ergebnis. :)
361 Zeichen
Viel Spaß!
Freitag, Januar 25, 2008
Erste Eindrücke
Meine kleine Kamera kann eine Menge.
Zum Beispiel rechteckige Flächen, die verzerrt aufgenommen wurden, begradigen.
Aus dieser Perspektive wurde es aufgenommen:

Und so sieht es dann aus, wenn man den Aufnahmemodus entsprechend einstellt und noch mal aus der gleichen Perspektive fotografiert:

Finde ich ziemlich genial, diesen Modus. Genauso wie die verschiedenen Serienbildfunktionen und die unglaubliche Auslösezeit von 0,1sec. Das macht Spaß, und da entkommt auch so schnell kein Fisch mehr. :)
Außerdem hatte ich heute meine erste Theoriestunde für den DiveCon. Spannend, auch wenn ich glaube, dass da eine Menge Arbeit in den nächsten Monaten auf mich zukommt. Neben der Theorie und der Perfektionierung der eigenen Tauchfähigkeiten kommt ja auch Tauchgangsbegleitung, eine Präsentation, Ausarbeitung eines Schnuppertauchgangs etc. pp, dazu. Und tauchen, tauchen, tauchen.
Am Ende des Sommers hab ich vermutlich Schwimmhäute und hoffentlich eine Brevetierung als DiveCon.
Zum Beispiel rechteckige Flächen, die verzerrt aufgenommen wurden, begradigen.
Aus dieser Perspektive wurde es aufgenommen:
Und so sieht es dann aus, wenn man den Aufnahmemodus entsprechend einstellt und noch mal aus der gleichen Perspektive fotografiert:
Finde ich ziemlich genial, diesen Modus. Genauso wie die verschiedenen Serienbildfunktionen und die unglaubliche Auslösezeit von 0,1sec. Das macht Spaß, und da entkommt auch so schnell kein Fisch mehr. :)
Außerdem hatte ich heute meine erste Theoriestunde für den DiveCon. Spannend, auch wenn ich glaube, dass da eine Menge Arbeit in den nächsten Monaten auf mich zukommt. Neben der Theorie und der Perfektionierung der eigenen Tauchfähigkeiten kommt ja auch Tauchgangsbegleitung, eine Präsentation, Ausarbeitung eines Schnuppertauchgangs etc. pp, dazu. Und tauchen, tauchen, tauchen.
Am Ende des Sommers hab ich vermutlich Schwimmhäute und hoffentlich eine Brevetierung als DiveCon.
BOOT
Aloha, auferstanden von den Toten ...
Gestern bin ich um 03.00h aufgestanden. Keine gute Zeit, aber ein guter Grund: um 04:06h fuhr mein Zug Richtung Düsseldorf ab. In Bordesholm stieg Ralf dazu, der mich zu dieser Tat angestiftet hat, und gemeinsam sind wir dann nach Südwesten gefahren.
Ich hab noch nie so viele riesige Motoryachten auf einem Haufen gesehen!!! Das ist beeindruckend, aber kaufen würde ich davon keine. Ein Boot muss Segel haben, damit ich es haben möchte, so einfach ist das. ;)
Dafür waren wir aber auch gar nicht gekommen, sondern für das Tauchequipment. Ich hab eine Menge Kleinkram besorgt (ein wasserdichtes Ei für den Autoschlüssel, einen neuen Blitzer, Ersatz-O-Ringe, Logbuchaufkleber etc. pp.) und sowohl nach einem Neoprenbadeanzug als auch nach einer UW-Kamera geguckt. Der Badeanzug fand sich recht schnell, leider war er etwas zu kurz für meinen Körper, so dass er an den Schultern zog. Schade, aber das ist auf Dauer extrem unangenehm, also blieb er da. Genauso wie die Waldies, lustige Schuhe aus ultraleichtem Schaum, von denen es das Modell, das es mir angetan hatte, natürlich nur bis Schuhgröße 41 gab.
Dann begegnete mir eine kleine kompakte Digitalkamera, nicht zu teuer, mit UW-Gehäuse und optional erwerbbarem externem Blitz, und ich dachte mir "das ist okay, die merke ich mir".
Tja, und dann kam der Stand mit den Sea&Sea-Kameras ... Und einem versierten, geschäftstüchtigen Verkäufer. Und nun besitze ich eine 1G mit Gehäuse und externem Blitz und stelle fest, dass mein Kleiderschrank noch ein Weilchen warten muss.
Die Kamera hat so nette Gimmicks wie:
- 10 Megapixel
- .jpg- und RAW-Format
- Korrektur eines schräg aufgenommenen Rechtecks (bsp. abfotografiertes Bild)
- optisches Kabel zur Auslösung des externen Blitzes
- eine Fülle von Aufnahmemodi
- ISO-Einstellung bis 1600
- Auslöseverzögerung von 0,1sec
- etc. pp. (Ich hab noch nicht alles gefunden, aber es immerhin geschafft, die Voreinstellung von Koreanisch wieder auf Deutsch zu setzen. hilft ungemein!)
Außerdem ist sie sehr klein und handlich und daher ideal als Hosentaschenkamera für unterwegs zu nutzen. Und es gibt ein Weitwinkelobjektiv, das man unter Wasser wechseln kann. Das hab ich aber erstmal nicht mitgenommen, das muss bis zum nächsten Urlaub warten. Ich denke aber, dass die aktuell erworbene Ausrüstung als Beginn schon super ist.
Ich hab es nicht mal mehr geschafft, zu den Segelyachten zu gehen, weil die Tauchsporthalle uns locker sieben Stunden gefangen genommen hat. Das muss ich also nächstes Jahr nachholen.
Nach zehn Stunden Messe war ich sehr platt, unser Zug führ jedoch erst um halb neun. Naja, am Bahnhof was essen und einen Kaffee trinken war auch okay. Nur dass ich erst um 02.00h wieder in Kiel war, war etwas anstrengend ... Danke aber an meinen lieben Fahrdienst, der sich trotz Fieber aus dem Bett gequält und mich abgeholt hat!
FAZIT: Anstrengend, man sollte vielleicht doch ein Bett in der Nähe suchen, aber es hat sich definitiv gelohnt!!!
Gestern bin ich um 03.00h aufgestanden. Keine gute Zeit, aber ein guter Grund: um 04:06h fuhr mein Zug Richtung Düsseldorf ab. In Bordesholm stieg Ralf dazu, der mich zu dieser Tat angestiftet hat, und gemeinsam sind wir dann nach Südwesten gefahren.
Ich hab noch nie so viele riesige Motoryachten auf einem Haufen gesehen!!! Das ist beeindruckend, aber kaufen würde ich davon keine. Ein Boot muss Segel haben, damit ich es haben möchte, so einfach ist das. ;)
Dafür waren wir aber auch gar nicht gekommen, sondern für das Tauchequipment. Ich hab eine Menge Kleinkram besorgt (ein wasserdichtes Ei für den Autoschlüssel, einen neuen Blitzer, Ersatz-O-Ringe, Logbuchaufkleber etc. pp.) und sowohl nach einem Neoprenbadeanzug als auch nach einer UW-Kamera geguckt. Der Badeanzug fand sich recht schnell, leider war er etwas zu kurz für meinen Körper, so dass er an den Schultern zog. Schade, aber das ist auf Dauer extrem unangenehm, also blieb er da. Genauso wie die Waldies, lustige Schuhe aus ultraleichtem Schaum, von denen es das Modell, das es mir angetan hatte, natürlich nur bis Schuhgröße 41 gab.
Dann begegnete mir eine kleine kompakte Digitalkamera, nicht zu teuer, mit UW-Gehäuse und optional erwerbbarem externem Blitz, und ich dachte mir "das ist okay, die merke ich mir".
Tja, und dann kam der Stand mit den Sea&Sea-Kameras ... Und einem versierten, geschäftstüchtigen Verkäufer. Und nun besitze ich eine 1G mit Gehäuse und externem Blitz und stelle fest, dass mein Kleiderschrank noch ein Weilchen warten muss.
Die Kamera hat so nette Gimmicks wie:
- 10 Megapixel
- .jpg- und RAW-Format
- Korrektur eines schräg aufgenommenen Rechtecks (bsp. abfotografiertes Bild)
- optisches Kabel zur Auslösung des externen Blitzes
- eine Fülle von Aufnahmemodi
- ISO-Einstellung bis 1600
- Auslöseverzögerung von 0,1sec
- etc. pp. (Ich hab noch nicht alles gefunden, aber es immerhin geschafft, die Voreinstellung von Koreanisch wieder auf Deutsch zu setzen. hilft ungemein!)
Außerdem ist sie sehr klein und handlich und daher ideal als Hosentaschenkamera für unterwegs zu nutzen. Und es gibt ein Weitwinkelobjektiv, das man unter Wasser wechseln kann. Das hab ich aber erstmal nicht mitgenommen, das muss bis zum nächsten Urlaub warten. Ich denke aber, dass die aktuell erworbene Ausrüstung als Beginn schon super ist.
Ich hab es nicht mal mehr geschafft, zu den Segelyachten zu gehen, weil die Tauchsporthalle uns locker sieben Stunden gefangen genommen hat. Das muss ich also nächstes Jahr nachholen.
Nach zehn Stunden Messe war ich sehr platt, unser Zug führ jedoch erst um halb neun. Naja, am Bahnhof was essen und einen Kaffee trinken war auch okay. Nur dass ich erst um 02.00h wieder in Kiel war, war etwas anstrengend ... Danke aber an meinen lieben Fahrdienst, der sich trotz Fieber aus dem Bett gequält und mich abgeholt hat!
FAZIT: Anstrengend, man sollte vielleicht doch ein Bett in der Nähe suchen, aber es hat sich definitiv gelohnt!!!
Donnerstag, Januar 10, 2008
Seife No. 1/2008: Coco II
Da meine allererste Seife langsam dem Ende zugeht (ich hab ein paar Fans gewonnen, die sie mir quasi aus den Händen reißen), habe ich nun eine zweite Cocosseife gesiedet. So nach dem Motto "nachgesiedet und doch ganz neu".
Zum einen habe ich nun ein paar Erfahrungen gemacht, was die Kombination von Fetten angeht, zum anderen wollte ich ein paar Fehler der ersten Seife vermeiden. Coco hat ja kaum geschäumt, das wollte ich gerne bei Coco II ändern. Also ist viel Reiskeimöl drin und Rizinus, außerdem Palmfett, Kokosfett (klar!), Sheabutter, Lein- und Olivenöl.
Die Lauge habe ich todesmutig wieder in der Kokosmilch angesetzt, fleißig gerührt, NaOH langsam einrieseln lassen - und siehe da, sie wurde nicht orange, sondern blieb hellgelb und homogen und war auch sonst sehr artig.
Ich habe recht kalt gearbeitet und die Duftöle vorsichtig eingearbeitet. Kokos war ja auch bei Coco kein Problem, und das Vanilla Bean, das ich anstelle des Vanille-Parfumöls verwendet habe, hielt beide Versprechen: Kein vorschnelles Andicken, keine Braunfärbung.
Vorsichtshalber hab ich noch 3 TL Titanoxid eingearbeitet, damit sie hell bleibt, ob das notwendig war, weiß ich nicht, sie ist jetzt cremefarben mit kleinen weißen Punkten - Kokosraspel.
Als Pflege-Extra hab ich Kokoscreme mit verseift, außerdem mit Pigment eine "Goldader" verlegt.
Sie durfte jetzt 24 Stunden schlafen und hat sich eben recht willig aus der Form begeben. Sie ist noch sehr ölig, bizzelt aber bereits nicht mehr und duftet toll, kein Hauch von Ammoniak wie bei Milchseifen zu Beginn oft der Fall.
Hier ein paar Impressionen:




Zum einen habe ich nun ein paar Erfahrungen gemacht, was die Kombination von Fetten angeht, zum anderen wollte ich ein paar Fehler der ersten Seife vermeiden. Coco hat ja kaum geschäumt, das wollte ich gerne bei Coco II ändern. Also ist viel Reiskeimöl drin und Rizinus, außerdem Palmfett, Kokosfett (klar!), Sheabutter, Lein- und Olivenöl.
Die Lauge habe ich todesmutig wieder in der Kokosmilch angesetzt, fleißig gerührt, NaOH langsam einrieseln lassen - und siehe da, sie wurde nicht orange, sondern blieb hellgelb und homogen und war auch sonst sehr artig.
Ich habe recht kalt gearbeitet und die Duftöle vorsichtig eingearbeitet. Kokos war ja auch bei Coco kein Problem, und das Vanilla Bean, das ich anstelle des Vanille-Parfumöls verwendet habe, hielt beide Versprechen: Kein vorschnelles Andicken, keine Braunfärbung.
Vorsichtshalber hab ich noch 3 TL Titanoxid eingearbeitet, damit sie hell bleibt, ob das notwendig war, weiß ich nicht, sie ist jetzt cremefarben mit kleinen weißen Punkten - Kokosraspel.
Als Pflege-Extra hab ich Kokoscreme mit verseift, außerdem mit Pigment eine "Goldader" verlegt.
Sie durfte jetzt 24 Stunden schlafen und hat sich eben recht willig aus der Form begeben. Sie ist noch sehr ölig, bizzelt aber bereits nicht mehr und duftet toll, kein Hauch von Ammoniak wie bei Milchseifen zu Beginn oft der Fall.
Hier ein paar Impressionen:
Dienstag, Januar 08, 2008
Filmkritik Keinohrhasen
Hurra, der erste Film 2008!
Keinohrhasen handelt von Anna, einer modisch etwas entrückten Erzieherin, und Ludo, einem mit allen Wassern gewaschenen Journalisten. Er plumpst leider buchstäblich in die Verlobungsfeier von Wladimir Klitschko und Yvonne Catterfeld und darf als Strafe 300 Sozialstunden in Annas Kindergarten ableisten.
Nur blöd, dass sich die beiden noch aus Kindertagen kennen und Anna ein wenig nachtragend ist ...
Der Film ist gespickt mit Slapstick und Situationskomik und beweist einmal mehr, dass deutsche Filme nicht doof sein müssen. Ganz und gar nicht. Jürgen Vogel mit Hinternlifting und Bello Bär sind schon witzig genug, aber vor allem sind die Darsteller allesamt einfach überzeugend, nicht zuletzt Til Schweigers kleine Tochter als Cheyenne-Blue sowie Alwara Höfels großartige Darstellung der liebenswürdigen Miriam.
Die großartige Erkenntnis, dass Männer und Frauen einfach keine Freunde sein können und Frauen sich egal, wie die Absprache lautete, spätestens nach dem fünften Mal Sex in den Kerl verlieben, ist zwar nicht neu, wird in diesem Film aber wunderbar aufgegriffen. Ob und wie Anna und Ludo sich kriegen, verrate ich aber nicht, das muss schon selber herausfinden, wer neugierig ist.
Nett auch, dass deutsche Filme nicht so prüde sind wie amerikanische, man bekommt dann doch hier und da etwas zu sehen. Tils Hintern, Nora fast ganz nackt ... ;-)
Fazit: Auf meiner Hitliste 2008 ganz oben, und es wird vermutlich schwer, den Film von dort wieder zu verdrängen.
Keinohrhasen handelt von Anna, einer modisch etwas entrückten Erzieherin, und Ludo, einem mit allen Wassern gewaschenen Journalisten. Er plumpst leider buchstäblich in die Verlobungsfeier von Wladimir Klitschko und Yvonne Catterfeld und darf als Strafe 300 Sozialstunden in Annas Kindergarten ableisten.
Nur blöd, dass sich die beiden noch aus Kindertagen kennen und Anna ein wenig nachtragend ist ...
Der Film ist gespickt mit Slapstick und Situationskomik und beweist einmal mehr, dass deutsche Filme nicht doof sein müssen. Ganz und gar nicht. Jürgen Vogel mit Hinternlifting und Bello Bär sind schon witzig genug, aber vor allem sind die Darsteller allesamt einfach überzeugend, nicht zuletzt Til Schweigers kleine Tochter als Cheyenne-Blue sowie Alwara Höfels großartige Darstellung der liebenswürdigen Miriam.
Die großartige Erkenntnis, dass Männer und Frauen einfach keine Freunde sein können und Frauen sich egal, wie die Absprache lautete, spätestens nach dem fünften Mal Sex in den Kerl verlieben, ist zwar nicht neu, wird in diesem Film aber wunderbar aufgegriffen. Ob und wie Anna und Ludo sich kriegen, verrate ich aber nicht, das muss schon selber herausfinden, wer neugierig ist.
Nett auch, dass deutsche Filme nicht so prüde sind wie amerikanische, man bekommt dann doch hier und da etwas zu sehen. Tils Hintern, Nora fast ganz nackt ... ;-)
Fazit: Auf meiner Hitliste 2008 ganz oben, und es wird vermutlich schwer, den Film von dort wieder zu verdrängen.
Montag, Januar 07, 2008
Rezension Die Vermessung der Welt
Glücklicherweise hatte meine Mutter vergessen, dass mein Vater das Buch schon hat, so hab ich es zu Weihnachten bekommen. Lesen wollte ich es eh schon lange.
Die Lebensgeschichten von Gauß und Humboldt werden in diesem Roman so genial verwoben, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Daniel Kehlmann bedient sich einer dezent ironischen und sehr präzisen Sprache, hier und da voller subtilem Humor, und er schafft es, die beiden Personen der Vergangenheit zu entreißen und äußerst menschlich mit Stärken und Schwächen darzustellen.
Während der eine sich immerzu wundert, dass alle anderen Menschen so entsetzlich langsam denken und er mit seiner Sicht auf die Welt diese durch mathematische und physikalische Erkenntnisse in ganz neue Bahnen lenkt, erobert der andere Südamerika gemeinsam mit seinem Assistenten, den er geschickt vom Ruhm fernzuhalten vermag, klettert in Höhlen und auf Berge, findet eine Verbindung zwischen Orinoco und Amazonas und begegnet den unterschiedlichsten und teilweise sehr mysteriösen Menschen.
Wenn man das Buch zur Seite legt, scheint man aus einer längst vergangenen Zeit wieder aufzutauchen, und man fragt sich, warum es nicht noch ein paar hundert Seiten dicker hätte sein können.
Fazit: Absolut empfehlenswert, obwohl es in der Presse so hochgelobt wurde und ich dann ja eher skeptisch bin.
Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt
Rowohlt
ISBN: 978-3-498-03528-0
Die Lebensgeschichten von Gauß und Humboldt werden in diesem Roman so genial verwoben, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Daniel Kehlmann bedient sich einer dezent ironischen und sehr präzisen Sprache, hier und da voller subtilem Humor, und er schafft es, die beiden Personen der Vergangenheit zu entreißen und äußerst menschlich mit Stärken und Schwächen darzustellen.
Während der eine sich immerzu wundert, dass alle anderen Menschen so entsetzlich langsam denken und er mit seiner Sicht auf die Welt diese durch mathematische und physikalische Erkenntnisse in ganz neue Bahnen lenkt, erobert der andere Südamerika gemeinsam mit seinem Assistenten, den er geschickt vom Ruhm fernzuhalten vermag, klettert in Höhlen und auf Berge, findet eine Verbindung zwischen Orinoco und Amazonas und begegnet den unterschiedlichsten und teilweise sehr mysteriösen Menschen.
Wenn man das Buch zur Seite legt, scheint man aus einer längst vergangenen Zeit wieder aufzutauchen, und man fragt sich, warum es nicht noch ein paar hundert Seiten dicker hätte sein können.
Fazit: Absolut empfehlenswert, obwohl es in der Presse so hochgelobt wurde und ich dann ja eher skeptisch bin.
Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt
Rowohlt
ISBN: 978-3-498-03528-0
Sonntag, Januar 06, 2008
Ups - Seifenunterschlagung
Da fällt mir gerade auf, dass die beiden Vorgänger gar nicht erwähnt wurden. Es gab ja noch die "verseif mal den Instant Green Chai, der schmeckt eklig"-Seife und die Orangenseife.
Das Chai-Seifchen ist mit besagtem Instant-Tee, dazu Molkepulver, Honig und viele gute Öle und Fette, außerdem habe ich farbige Tonerde zum färben genommen. Leider wurde meine wunderbare Marmorierung vom Honig verschluckt, der hat die Seife nämlich in ein gleichmäßiges Schokobraum gefärbt. So kann es kommen. Trotzdem riecht sie gut (hab PÖ African Tea verwendet, da der Tee alleine nicht genug Duft brachte), schäumt gut und ist nur ein kleines Bisschen klebrig. Nun heißt sie Ugly Kid Joe und wird hoffentlich trotzdem geliebt.
Teil 2 des Chais wird ohne Honig verseift, mal schauen, was dann passiert.

Kurz darauf entstand in den gleichen Formen die Orangenseife. Kaum Spielkram, lediglich Buttermilchpulver, viel Reiskeimöl, gelbe und rote Farbe und als Düfte Neroli, Tangerine und Orangentraum. Sie ist knallhart, schäumt großartig und macht insgesamt einen tollen Eindruck. Da ich hauptsächlich Ministückchen gesiedet habe, ist sie - genau wie die Chaiseife - eine prima Gästeseife.
Das Chai-Seifchen ist mit besagtem Instant-Tee, dazu Molkepulver, Honig und viele gute Öle und Fette, außerdem habe ich farbige Tonerde zum färben genommen. Leider wurde meine wunderbare Marmorierung vom Honig verschluckt, der hat die Seife nämlich in ein gleichmäßiges Schokobraum gefärbt. So kann es kommen. Trotzdem riecht sie gut (hab PÖ African Tea verwendet, da der Tee alleine nicht genug Duft brachte), schäumt gut und ist nur ein kleines Bisschen klebrig. Nun heißt sie Ugly Kid Joe und wird hoffentlich trotzdem geliebt.
Teil 2 des Chais wird ohne Honig verseift, mal schauen, was dann passiert.
Kurz darauf entstand in den gleichen Formen die Orangenseife. Kaum Spielkram, lediglich Buttermilchpulver, viel Reiskeimöl, gelbe und rote Farbe und als Düfte Neroli, Tangerine und Orangentraum. Sie ist knallhart, schäumt großartig und macht insgesamt einen tollen Eindruck. Da ich hauptsächlich Ministückchen gesiedet habe, ist sie - genau wie die Chaiseife - eine prima Gästeseife.
Die letzte Seife 2007
Da es ein Weihnachtsgeschenk werden sollte, konnte ich sie nicht gleich nach dem Sieden einstellen, nun aber!
Durch Constanze inspiriert habe ich eine Seife mit Lavendel-Rose-Zimt-Duft gesiedet, wobei der Zimt leider vollständig untergegangen ist. Dafür gefällt mir die Marmorierung recht gut. Es ist die erste Seife, die ich in meiner neuen Seifenform gegossen habe, und ich muss sagen: Die Investition hat sich gelohnt!
Hier also Tricolore, das neueste Seifchen:

Gesiedet habe ich sie am 16.12.2007, sie kann also noch ein Weilchen reifen, bevor sie benutzt wird. Die weißen Pünktchen sind unbeabsichtigt, ich habe noch etwas Weiß nachgeschüttet, das sich nicht mehr ganz auflösen wollte. Schadet zum Glück nicht un wird unter der Dusche oder am Waschbecken sicher auch schnell unauffällig werden.
Natürlich ist die nächste schon in Planung, unter anderem eine Salzseife fürs Gesicht und eine "Herrenseife". Und da Coco, meine erste, sich dem Ende zuneigt, werde ich eine neue Coco sieden. Da die erste ja durch Unfall mehrfach modifiziert wurde, wird die neue sicher nicht exakt gleich sein, aber cremig-duftigen Schaum und gute Pflege werde ich wohl auch wieder hinbekommen. :)
Durch Constanze inspiriert habe ich eine Seife mit Lavendel-Rose-Zimt-Duft gesiedet, wobei der Zimt leider vollständig untergegangen ist. Dafür gefällt mir die Marmorierung recht gut. Es ist die erste Seife, die ich in meiner neuen Seifenform gegossen habe, und ich muss sagen: Die Investition hat sich gelohnt!
Hier also Tricolore, das neueste Seifchen:
Gesiedet habe ich sie am 16.12.2007, sie kann also noch ein Weilchen reifen, bevor sie benutzt wird. Die weißen Pünktchen sind unbeabsichtigt, ich habe noch etwas Weiß nachgeschüttet, das sich nicht mehr ganz auflösen wollte. Schadet zum Glück nicht un wird unter der Dusche oder am Waschbecken sicher auch schnell unauffällig werden.
Natürlich ist die nächste schon in Planung, unter anderem eine Salzseife fürs Gesicht und eine "Herrenseife". Und da Coco, meine erste, sich dem Ende zuneigt, werde ich eine neue Coco sieden. Da die erste ja durch Unfall mehrfach modifiziert wurde, wird die neue sicher nicht exakt gleich sein, aber cremig-duftigen Schaum und gute Pflege werde ich wohl auch wieder hinbekommen. :)
Rezension Pandaimonion - Die Formel des Lebens
Durch eine Bekannte, die ebenfalls schreibt, nur viel mehr, strukturierter und professioneller als ich (sie hat bereits drei Romane fertig gestellt, wenn ich es recht behalten habe, hat einen Literaturagenten und arbeitet gerade auf ihre erste Romanveröffentlichung hin), bin ich an Pandaimonion - Die Formel des Lebens geraten, denn sie hat eine der enthaltenen Geschichten verfasst.
Einerseits ist das Buch eine Anthologie, andererseits zieht sich ein roter Faden durch alle Geschichten. Das macht es zu etwas Besonderem, denn man hat dadurch eine Zwischenform zwischen Roman und Kurzgeschichtensammlung in der Hand.
Es geht um die Familie Draganov, welche im 18. Jh. zufällig auf eine Formel stößt, welche Leben erschaffen und Tote wiedererwecken kann.
In den einzelnen Episoden liegt der Fokus immer auf der Person, die gerade aktuell im Besitz der Formel ist, so dass man über einen Zeitraum von 200 Jahren die Formel und die Folgen ihrer Anwendung sowie die Familiengeschichte verfolgt. Dies ist durch die verschiedenen Autoren sehr gut gelöst, es werden immer wieder Figuren und Begebenheiten aus vorigen Episoden aufgegriffen, und es scheint, als habe ein sehr guter Austausch zwischen den einzelnen Autoren stattgefunden, da sonst eine solche Verwobenheit kaum möglich wäre.
Manche der Geschichten haben mir sehr gut gefallen, andere wirkten auf mich leider etwas unlogisch und schlecht durchdacht. Auch hat hier und da das Lektorat versagt. Besonders fiel mir auf, dass der Familienname in allen Geschichten bis auf einer Draganov geschrieben wurde, der Ausreißer schreibt plötzlich Draganoff. Lautlich fast identisch, geschrieben jedoch ein so starker Stolperstein, dass ich mich frage, wie dieser vor Drucklegung nicht auffallen konnte.
Da ich daran gewöhnt bin, in Anthologien manche Geschichten mehr, andere weniger und manche gar nicht zu mögen, kann ich hier sagen: Alles in allem eine solide Geschichte, trotz der Wiederholung des Themas kommen immer wieder neue Varianten auf, so dass ich das Buch gerne von Anfang bis Ende gelesen habe.
Für alle, die auch mal wissen wollen, wie eine perfekte Schauspielerin damit zurecht kommt, nicht ganz von dieser Welt zu sein, wie eine Artistin mit den täglichen Verbrennungen eines Feuerreifens umgeht und was ein schwuler Offizier im Dritten Reich unternimmt, um nicht aufzufallen, empfehle ich diese Lektüre durchaus.
Pandaimonion - Die Formel des Lebens
Wurdack Verlag
ISBN: 3-938065-27-3
Preis: € 10,95 brutto
Einerseits ist das Buch eine Anthologie, andererseits zieht sich ein roter Faden durch alle Geschichten. Das macht es zu etwas Besonderem, denn man hat dadurch eine Zwischenform zwischen Roman und Kurzgeschichtensammlung in der Hand.
Es geht um die Familie Draganov, welche im 18. Jh. zufällig auf eine Formel stößt, welche Leben erschaffen und Tote wiedererwecken kann.
In den einzelnen Episoden liegt der Fokus immer auf der Person, die gerade aktuell im Besitz der Formel ist, so dass man über einen Zeitraum von 200 Jahren die Formel und die Folgen ihrer Anwendung sowie die Familiengeschichte verfolgt. Dies ist durch die verschiedenen Autoren sehr gut gelöst, es werden immer wieder Figuren und Begebenheiten aus vorigen Episoden aufgegriffen, und es scheint, als habe ein sehr guter Austausch zwischen den einzelnen Autoren stattgefunden, da sonst eine solche Verwobenheit kaum möglich wäre.
Manche der Geschichten haben mir sehr gut gefallen, andere wirkten auf mich leider etwas unlogisch und schlecht durchdacht. Auch hat hier und da das Lektorat versagt. Besonders fiel mir auf, dass der Familienname in allen Geschichten bis auf einer Draganov geschrieben wurde, der Ausreißer schreibt plötzlich Draganoff. Lautlich fast identisch, geschrieben jedoch ein so starker Stolperstein, dass ich mich frage, wie dieser vor Drucklegung nicht auffallen konnte.
Da ich daran gewöhnt bin, in Anthologien manche Geschichten mehr, andere weniger und manche gar nicht zu mögen, kann ich hier sagen: Alles in allem eine solide Geschichte, trotz der Wiederholung des Themas kommen immer wieder neue Varianten auf, so dass ich das Buch gerne von Anfang bis Ende gelesen habe.
Für alle, die auch mal wissen wollen, wie eine perfekte Schauspielerin damit zurecht kommt, nicht ganz von dieser Welt zu sein, wie eine Artistin mit den täglichen Verbrennungen eines Feuerreifens umgeht und was ein schwuler Offizier im Dritten Reich unternimmt, um nicht aufzufallen, empfehle ich diese Lektüre durchaus.
Pandaimonion - Die Formel des Lebens
Wurdack Verlag
ISBN: 3-938065-27-3
Preis: € 10,95 brutto
Freitag, Januar 04, 2008
Krankgeschrieben
Irgendwie huste ich mir seit Tagen die Lunge aus dem Leib, mir ist schlecht, die Ohren sind zu, die Glieder schmerzen - kurz und gut: Gestern verließ ich die Arbeit nach der Hälfte der Zeit, heute sagte der Arzt, ich solle bitte bis einschließlich Mittwoch zuhause bleiben.
Hurra, hurra, die Schule brennt? Ich bin es nicht gewohnt, so lange nichts zu tun. Erstaunlich. Aber wie ich mich kenne, liege ich eh nicht die ganze Zeit im Bett herum, zumal mit Spaziergänge und leichter Sport verschrieben wurden. Und dann lassen sich einige Bücher lesen, Geschichten schreiben und Seifen sieden. Mir wird schon etwas einfallen. Nur kalt ist mir für zwei, daher steht gleich eine schöne warme Kanne Tee auf meiner Fensterbank hinter dem Schreibtisch, damit mir die Finger beim Tippen nicht abfallen.
Ein Vorsatz für das Jahr 2008 lautet, wieder deutlich mehr und vor allem kontinuierlicher zu schreiben. Jeden Tag in irgendeiner Weise 30min aufs Schreiben und alles, was dazu gehört, verwenden. Und huch, ich habe vorgestern eine komplette Geschichte über einen etwas angestaubten Friseur mit seltsamen Marotten fertig gestellt, welche ich bei einer Ausschreibung zum Thema "Haarig" einreichen werde. Zwei Testleser durften schon ans Werk, bei drei weiteren liegt der Text, danach wird er dann fertig geschliffen und abgeschickt.
Es warten aber noch weitere Ausschreibungen, und ich hoffe, zumindest zwei weitere davon bedienen zu können, zumal mir für die eine die fertigen Texte vorliegen, ich muss sie im Prinzip nur einreichen.
Das Schreibziel des Jahres:
- Den NaNo 2007 fertig schreiben und bis zum Sommer überarbeiten
- Den Roman meines Vaters bei BoD verlegen (mir fehlt nur noch das Layout ...)
- jeden Monat eine Geschichte für das Mitmachprojekt von SchreibLust fertig stellen und einreichen
- möglichst monatlich an einer weiteren Ausschreibung teilnehmen
- endlich mal wieder ein paar Veröffentlichungen sammeln
- am NaNo 2008 teilnehmen
Tja, und langfristig mehr schreiben, weniger arbeiten. Aber da es alles andere als leicht ist, vom Schreiben wirklich zu leben, hoffe ich halt darauf, wenigstens einen Teil meines Lebensunterhaltes darüber verdienen zu können. Vielleicht 30 Stunden in der Woche regulär arbeiten, den Rest dann zum Schreiben verwenden. Und Tauchen. Und Seife sieden. Und was mir noch so einfällt. *g*
Hurra, hurra, die Schule brennt? Ich bin es nicht gewohnt, so lange nichts zu tun. Erstaunlich. Aber wie ich mich kenne, liege ich eh nicht die ganze Zeit im Bett herum, zumal mit Spaziergänge und leichter Sport verschrieben wurden. Und dann lassen sich einige Bücher lesen, Geschichten schreiben und Seifen sieden. Mir wird schon etwas einfallen. Nur kalt ist mir für zwei, daher steht gleich eine schöne warme Kanne Tee auf meiner Fensterbank hinter dem Schreibtisch, damit mir die Finger beim Tippen nicht abfallen.
Ein Vorsatz für das Jahr 2008 lautet, wieder deutlich mehr und vor allem kontinuierlicher zu schreiben. Jeden Tag in irgendeiner Weise 30min aufs Schreiben und alles, was dazu gehört, verwenden. Und huch, ich habe vorgestern eine komplette Geschichte über einen etwas angestaubten Friseur mit seltsamen Marotten fertig gestellt, welche ich bei einer Ausschreibung zum Thema "Haarig" einreichen werde. Zwei Testleser durften schon ans Werk, bei drei weiteren liegt der Text, danach wird er dann fertig geschliffen und abgeschickt.
Es warten aber noch weitere Ausschreibungen, und ich hoffe, zumindest zwei weitere davon bedienen zu können, zumal mir für die eine die fertigen Texte vorliegen, ich muss sie im Prinzip nur einreichen.
Das Schreibziel des Jahres:
- Den NaNo 2007 fertig schreiben und bis zum Sommer überarbeiten
- Den Roman meines Vaters bei BoD verlegen (mir fehlt nur noch das Layout ...)
- jeden Monat eine Geschichte für das Mitmachprojekt von SchreibLust fertig stellen und einreichen
- möglichst monatlich an einer weiteren Ausschreibung teilnehmen
- endlich mal wieder ein paar Veröffentlichungen sammeln
- am NaNo 2008 teilnehmen
Tja, und langfristig mehr schreiben, weniger arbeiten. Aber da es alles andere als leicht ist, vom Schreiben wirklich zu leben, hoffe ich halt darauf, wenigstens einen Teil meines Lebensunterhaltes darüber verdienen zu können. Vielleicht 30 Stunden in der Woche regulär arbeiten, den Rest dann zum Schreiben verwenden. Und Tauchen. Und Seife sieden. Und was mir noch so einfällt. *g*
Mittwoch, Dezember 19, 2007
Filmkritik Der Klang des Herzens
Die Kritiken, die dieser Film bekommen hat, waren eher durchwachsen. Die Story sei vorhersehbar, die schauspielerische Leistung eher mittelmäßig und alles in allem habe der Film nicht genug Tiefe. Lediglich der Soundtrack sei hörenswert.
Ich habe mir zum Glück wenige dieser Kritiken im Vorfeld angesehen und bin recht unbedarft in den Film gegangen.
Es geht um einen kleinen Jungen, der im Waisenheim lebt und felsenfest davon überzeugt ist, dass seine Eltern noch leben. Er kann sie in seinem Herzen hören, als Klang, genauso wie die ganze Welt für ihn Musik ist. Eines Tages läuft er fort und beginnt, seine Eltern in New York zu suchen.
Zwölf Jahre früher treffen der Rockmusiker Louis und die Solo-Cellistin Lyla in einer warmen Frühlingsnacht auf einem Dach zusammen, und es entspinnt sich innerhalb kürzester Zeit eine tiefe und glaubwürdige Zuneigung. Die beiden verbringen die Nacht miteinander und werden am nächsten Morgen von seinen gröhlenden Freunden auf dem Dach gefunden. Sie flieht zu ihrem strengen Vater ins Hotel und sieht Louis nie wieder.
Die Nacht war jedoch nicht folgenlos, Lyla ist schwanger. Nach einem heftigen Streit mit ihrem Vater rennt sie vor ein Auto und verliert ihr Kind.
Bede Musiker geben ihre Karrieren auf, er wird Banker, sie Musiklehrerin. Erst auf dem Sterbebett gibt ihr Vater sein Geheimnis preis: Dass er ihre Unterschrift gefälscht und ihr Kind zur Adoption freigegeben hat.
Der Rest des Filmes ist eine Aufeinanderzubewegung dieser drei Menschen, wobei Evan, der Junge, seine Musik auslebt, von dem windigen Wizard aufgegriffen wird, der mit Straßenkindern sein Geld macht und ihnen zum Ausgleich einen Unterschlupf in einem alten Theater bietet (hier fühlte ich mich sehr an Herr der Diebe von Cornelia Funke erinnert und halte es durchaus für möglich, dass dieses Buch Inspiration war) und schließlich aufgrund seines Ausnahmetalents an der Juillard School landet. Lyla sucht ihren Sohn in New York, und Louis entscheidet, endlich wieder Musik zu machen und kommt ebenfalls wieder nach New York, wo sich für ihn plötzlich einige Puzzlesteine zusammensetzen.
Die Musik ist wirklich absolut ungewöhnlich, denn die Cellokonzerte von Lyla werden gekonnt mit den Rockkonzerten von Louis zusammengeschnitten, und die Musik, die dabei herauskommt, geht unter die Haut. Am Ende freut man sich über ein angedeutetes Happy End, ist aber plötzlich irgendwie leer, weil dieser Klang vorbei ist.
Fazit: Ein Film für Menschen, die Musik lieben, die auf Klänge achten und für die Musik und Gefühl untrennbar vereint sind. Wer nur ein schönes Weihnachtsmärchen sehen will und daher den Schwerpunkt auf die Story legt, wird vielleicht enttäuscht sein, da es nur wenige Hindernisse und Stolpersteine im Film gibt.
Ich habe mir zum Glück wenige dieser Kritiken im Vorfeld angesehen und bin recht unbedarft in den Film gegangen.
Es geht um einen kleinen Jungen, der im Waisenheim lebt und felsenfest davon überzeugt ist, dass seine Eltern noch leben. Er kann sie in seinem Herzen hören, als Klang, genauso wie die ganze Welt für ihn Musik ist. Eines Tages läuft er fort und beginnt, seine Eltern in New York zu suchen.
Zwölf Jahre früher treffen der Rockmusiker Louis und die Solo-Cellistin Lyla in einer warmen Frühlingsnacht auf einem Dach zusammen, und es entspinnt sich innerhalb kürzester Zeit eine tiefe und glaubwürdige Zuneigung. Die beiden verbringen die Nacht miteinander und werden am nächsten Morgen von seinen gröhlenden Freunden auf dem Dach gefunden. Sie flieht zu ihrem strengen Vater ins Hotel und sieht Louis nie wieder.
Die Nacht war jedoch nicht folgenlos, Lyla ist schwanger. Nach einem heftigen Streit mit ihrem Vater rennt sie vor ein Auto und verliert ihr Kind.
Bede Musiker geben ihre Karrieren auf, er wird Banker, sie Musiklehrerin. Erst auf dem Sterbebett gibt ihr Vater sein Geheimnis preis: Dass er ihre Unterschrift gefälscht und ihr Kind zur Adoption freigegeben hat.
Der Rest des Filmes ist eine Aufeinanderzubewegung dieser drei Menschen, wobei Evan, der Junge, seine Musik auslebt, von dem windigen Wizard aufgegriffen wird, der mit Straßenkindern sein Geld macht und ihnen zum Ausgleich einen Unterschlupf in einem alten Theater bietet (hier fühlte ich mich sehr an Herr der Diebe von Cornelia Funke erinnert und halte es durchaus für möglich, dass dieses Buch Inspiration war) und schließlich aufgrund seines Ausnahmetalents an der Juillard School landet. Lyla sucht ihren Sohn in New York, und Louis entscheidet, endlich wieder Musik zu machen und kommt ebenfalls wieder nach New York, wo sich für ihn plötzlich einige Puzzlesteine zusammensetzen.
Die Musik ist wirklich absolut ungewöhnlich, denn die Cellokonzerte von Lyla werden gekonnt mit den Rockkonzerten von Louis zusammengeschnitten, und die Musik, die dabei herauskommt, geht unter die Haut. Am Ende freut man sich über ein angedeutetes Happy End, ist aber plötzlich irgendwie leer, weil dieser Klang vorbei ist.
Fazit: Ein Film für Menschen, die Musik lieben, die auf Klänge achten und für die Musik und Gefühl untrennbar vereint sind. Wer nur ein schönes Weihnachtsmärchen sehen will und daher den Schwerpunkt auf die Story legt, wird vielleicht enttäuscht sein, da es nur wenige Hindernisse und Stolpersteine im Film gibt.
Sonntag, Dezember 16, 2007
Diverses
Was so alles in eine Woche passt ...
Meine Schwester und mein Schwager waren Anfang der Woche hier, und wir haben nicht nur unsere beiden Tanten besucht und viel zu viel gegessen, sondern auch sonst ein paar schöne Stunden verbracht. Erstaunlich!
Mein Nachbar ist jetzt offiziell eingezogen. Naja, Baustelle ist es trotzdem noch, aber halbwegs bewohnbar.
Ich habe Urlaub gebucht. Eine Woche Safaga, vier Sterne Hotel, Tauchpaket, Halbpension. Mit einer lieben Arbeitskollegin, die wie ich völlig dem Tauchvirus verfallen ist. Ich bin mir sicher, dass es wunderbar wird und hoffe, dass ich bis dahin eine neue UW-Kamera besitzen werde. Leider hat es mit dem Lottogewinn ja nicht geklappt. ;-)
Von Freitag bis heute waren zwei der drei "Barbie Divers" vom Ägypten-Urlaub hier. Ich hab die Mädels seit Ostern nicht mehr gesehen, das war lang! Und schön, dass wir uns endlich mal wieder getroffen haben, auch wenn ich hin und wieder das Gefühl hatte, dass wir doch in recht unterschiedlichen Welten leben. Aber nicht unterschiedliche genug, um nicht doch einige schöne Stunden zusammen zu verbringen und schon mal das nächste Treffen geplant zu haben. Ich soll Karneval nach Köln. Karneval. Ich. Köln. Ich muss betrunken gewesen sein, als ich zugesagt habe.
Dann ist da noch ein neues Seifchen, das in meiner neuen Form schlummert. Bin sehr gespannt, ob es hält, was ich mir davon verspreche.
Und außerdem habe ich im Laufe der letzten Monate endlich mal herausgefunden, wo mein grundlegendes Problem liegt. und lerne so nach und nach, mich damit zu arrangieren beziehungsweise es in den Griff zu bekommen. Hoffe ich zumindest, denn dauerhaft bin ich kein erstrebenswerter Zustand. Und nun soll das kommen, was ich nie wollte: Medikamente. Ich bin sehr gespannt und ein wenig ängstlich. Aber absetzen kann man das Zeug ja hoffentlich schnell, wenn es nicht klappt.
Um das Geheimnis in drei Buchstaben zu lüften: ADS.
Meine Schwester und mein Schwager waren Anfang der Woche hier, und wir haben nicht nur unsere beiden Tanten besucht und viel zu viel gegessen, sondern auch sonst ein paar schöne Stunden verbracht. Erstaunlich!
Mein Nachbar ist jetzt offiziell eingezogen. Naja, Baustelle ist es trotzdem noch, aber halbwegs bewohnbar.
Ich habe Urlaub gebucht. Eine Woche Safaga, vier Sterne Hotel, Tauchpaket, Halbpension. Mit einer lieben Arbeitskollegin, die wie ich völlig dem Tauchvirus verfallen ist. Ich bin mir sicher, dass es wunderbar wird und hoffe, dass ich bis dahin eine neue UW-Kamera besitzen werde. Leider hat es mit dem Lottogewinn ja nicht geklappt. ;-)
Von Freitag bis heute waren zwei der drei "Barbie Divers" vom Ägypten-Urlaub hier. Ich hab die Mädels seit Ostern nicht mehr gesehen, das war lang! Und schön, dass wir uns endlich mal wieder getroffen haben, auch wenn ich hin und wieder das Gefühl hatte, dass wir doch in recht unterschiedlichen Welten leben. Aber nicht unterschiedliche genug, um nicht doch einige schöne Stunden zusammen zu verbringen und schon mal das nächste Treffen geplant zu haben. Ich soll Karneval nach Köln. Karneval. Ich. Köln. Ich muss betrunken gewesen sein, als ich zugesagt habe.
Dann ist da noch ein neues Seifchen, das in meiner neuen Form schlummert. Bin sehr gespannt, ob es hält, was ich mir davon verspreche.
Und außerdem habe ich im Laufe der letzten Monate endlich mal herausgefunden, wo mein grundlegendes Problem liegt. und lerne so nach und nach, mich damit zu arrangieren beziehungsweise es in den Griff zu bekommen. Hoffe ich zumindest, denn dauerhaft bin ich kein erstrebenswerter Zustand. Und nun soll das kommen, was ich nie wollte: Medikamente. Ich bin sehr gespannt und ein wenig ängstlich. Aber absetzen kann man das Zeug ja hoffentlich schnell, wenn es nicht klappt.
Um das Geheimnis in drei Buchstaben zu lüften: ADS.
Samstag, Dezember 08, 2007
Filmkritik Der Goldene Kompass
Es scheint ja seit der Herr der Ringe-Trilogie Pflicht zu sein, dass vor Weihnachten ein Fantasy-Film in die Kinos kommt. Vorzugsweise einer, der nach einer Fortsetzung schreit.
Weder Narnia noch Eragon haben es bisher zur Fortsetzung gebracht, und das finde ich auch nicht so tragisch.
Dieses Jahr nun kommt der erste Teil der Trilogie His Dark Materials in die Kinos. Leider kenne ich die Bücher noch nicht, habe mich aber dennoch ins Kino begeben, zumal Constanze mir mit großen Augen versicherte, dass die Bücher ganz toll sind und wir den Film zusammen schauen müssten. Gerne!
Die Geschichte spielt in einer Parallelwelt, die der unseren ähnlich ist und doch wieder nicht. Die technische Entwicklung ist anders verlaufen als in unserer Welt, so dass es zwar Fahrzeuge gibt, deren Antrieb ist jedoch anders als der unserer Autos oder Flugzeuge. Es macht alleine schon Spaß, sich diese wunderbaren Konstruktionen anzuschauen.
Die Städte sehen ein wenig aus wie futuristische Visionen aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert - und wenn man genau hinschaut, findet man Gebäude aus den unterschiedlichsten Teilen unserer Welt in einer Stadt vereint.
Der größte Unterschied ist wohl die Seele der Menschen. Während wir in unserer Welt diese als Teil von uns betrachten, der unsichtbar in uns lebt, sind die Seelen der Menschen in dieser Welt Manifestationen in Tiergestalt, die außerhalb des Körpers ihres Menschen existieren. Sie können sich ein Stück weit von ihrem Menschen entfernen, aber das Band zwischen ihnen ist so stark, dass jeder den Schmerz des anderen spürt.
Lyra ist ein etwa dreizehnjähriges Mädchen, das als Waise in einem Internat aufwächst, in dem zugleich ihr Onkel lebt. Sie ist phantasievoll und neugierig und hat ihren eigenen Kopf. Sie träumt davon, eines Tages in das Reich der Eisbären zu reisen, das weit im Norden liegt und hin und wieder von ihrem Onkel besucht wird.
Als Mrs Coulter auftaucht und ihr anbietet, sie als ihre Assistentin mit in den Norden zu nehmen, ist Lyra glücklich. Der Internatsleiter gibt ihr einen besonderen Gegenstand mit: einen goldenen Kompass. Es heißt, dass er demjenigen, der ihn richtig lesen kann, immer die Wahrheit sagt. Er hat nur eine Bedingung: Sie soll ihn immer bei sich tragen und Mrs Coulter nichts davon sagen, dass sie ihn hat.
Natürlich geht das nicht lange gut, und plötzlich ist Lyra auf der Flucht und gerät mitten hinein in ein Abenteuer, bei dem sie sich plötzlich vor der Aufgabe sieht, ein Laboratorium zu sabotieren, in dem schreckliche Experimente mit Kindern unternommen werden. Sie trifft eine Hexe und einen Panzer-Eisbären, und nicht immer sind Freund und Feind sofort zu erkennen.
Und dann ist da noch der Staub, leuchtende Materie, von deren Existenz kaum jemand etwas weiß und die eine geheimnisvolle Verbindung in andere Welten zu sein scheint ...
Die Geschichte ist voller wunderbarer Ideen, die teilweise bekannt, teilweise neu sind und gemeinsam eine völlig neue Welt ergeben. Ich hatte nicht einen Moment im Film, in dem mir langweilig war oder in dem sich die Handlung hinzog, hier und da hätte es meiner Meinung nach noch ausführlicher sein können, und alles in allem kann ich sagen, dass hier ein wunderschöner Film entstanden ist, der hoffentlich mit der Verfilmung des zweiten und dritten Bandes fortgesetzt wird.
Gerade die Hauptdarstellerin, Dakota Blue Richards, macht den Film zu etwas Besonderem. sie spielt ihre Rolle so überzeugend, als hätte sie schon immer in dieser Welt gelebt, und man kann nur hoffen, dass sie nicht so verheizt wird wie viele andere "Teenie-Stars" vor ihr.
Fazit: Angucken!
Weder Narnia noch Eragon haben es bisher zur Fortsetzung gebracht, und das finde ich auch nicht so tragisch.
Dieses Jahr nun kommt der erste Teil der Trilogie His Dark Materials in die Kinos. Leider kenne ich die Bücher noch nicht, habe mich aber dennoch ins Kino begeben, zumal Constanze mir mit großen Augen versicherte, dass die Bücher ganz toll sind und wir den Film zusammen schauen müssten. Gerne!
Die Geschichte spielt in einer Parallelwelt, die der unseren ähnlich ist und doch wieder nicht. Die technische Entwicklung ist anders verlaufen als in unserer Welt, so dass es zwar Fahrzeuge gibt, deren Antrieb ist jedoch anders als der unserer Autos oder Flugzeuge. Es macht alleine schon Spaß, sich diese wunderbaren Konstruktionen anzuschauen.
Die Städte sehen ein wenig aus wie futuristische Visionen aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert - und wenn man genau hinschaut, findet man Gebäude aus den unterschiedlichsten Teilen unserer Welt in einer Stadt vereint.
Der größte Unterschied ist wohl die Seele der Menschen. Während wir in unserer Welt diese als Teil von uns betrachten, der unsichtbar in uns lebt, sind die Seelen der Menschen in dieser Welt Manifestationen in Tiergestalt, die außerhalb des Körpers ihres Menschen existieren. Sie können sich ein Stück weit von ihrem Menschen entfernen, aber das Band zwischen ihnen ist so stark, dass jeder den Schmerz des anderen spürt.
Lyra ist ein etwa dreizehnjähriges Mädchen, das als Waise in einem Internat aufwächst, in dem zugleich ihr Onkel lebt. Sie ist phantasievoll und neugierig und hat ihren eigenen Kopf. Sie träumt davon, eines Tages in das Reich der Eisbären zu reisen, das weit im Norden liegt und hin und wieder von ihrem Onkel besucht wird.
Als Mrs Coulter auftaucht und ihr anbietet, sie als ihre Assistentin mit in den Norden zu nehmen, ist Lyra glücklich. Der Internatsleiter gibt ihr einen besonderen Gegenstand mit: einen goldenen Kompass. Es heißt, dass er demjenigen, der ihn richtig lesen kann, immer die Wahrheit sagt. Er hat nur eine Bedingung: Sie soll ihn immer bei sich tragen und Mrs Coulter nichts davon sagen, dass sie ihn hat.
Natürlich geht das nicht lange gut, und plötzlich ist Lyra auf der Flucht und gerät mitten hinein in ein Abenteuer, bei dem sie sich plötzlich vor der Aufgabe sieht, ein Laboratorium zu sabotieren, in dem schreckliche Experimente mit Kindern unternommen werden. Sie trifft eine Hexe und einen Panzer-Eisbären, und nicht immer sind Freund und Feind sofort zu erkennen.
Und dann ist da noch der Staub, leuchtende Materie, von deren Existenz kaum jemand etwas weiß und die eine geheimnisvolle Verbindung in andere Welten zu sein scheint ...
Die Geschichte ist voller wunderbarer Ideen, die teilweise bekannt, teilweise neu sind und gemeinsam eine völlig neue Welt ergeben. Ich hatte nicht einen Moment im Film, in dem mir langweilig war oder in dem sich die Handlung hinzog, hier und da hätte es meiner Meinung nach noch ausführlicher sein können, und alles in allem kann ich sagen, dass hier ein wunderschöner Film entstanden ist, der hoffentlich mit der Verfilmung des zweiten und dritten Bandes fortgesetzt wird.
Gerade die Hauptdarstellerin, Dakota Blue Richards, macht den Film zu etwas Besonderem. sie spielt ihre Rolle so überzeugend, als hätte sie schon immer in dieser Welt gelebt, und man kann nur hoffen, dass sie nicht so verheizt wird wie viele andere "Teenie-Stars" vor ihr.
Fazit: Angucken!
Samstag, Dezember 01, 2007
NaNo-Bericht #9
Das ist mein Schreibkalender.
Für jeden Tag, an dem ich mindestens 1667 Wörter geschrieben habe, habe ich ein kleines Herz aufgeklebt, für jeden, an dem ich mindestens 2500 Wörter geschafft habe, ein mittleres. Das große habe ich mir für das Erreichen der 50.000 aufgehoben, und wie man sieht, habe ich es gestern dann wirklich aufkleben dürfen.
Mittwoch wollte ich aufgeben. Donnerstag war ich mir auch noch nicht so sicher, aber da ich meine Schicht von Freitag auf Sonntag verschieben konnte, war ich Donnerstag Abend wieder guter Hoffnung, es zu schaffen.
Um 22.41h war es so weit: Nach 11.037 Wörtern habe ich meinen Text hochgeladen und wurde als offizieller Gewinner identifiziert. Wow, was für ein Gefühl!
Und jetzt gehe ich mit den weiteren Kieler NaNos feiern, schauen wir mal, ob wir heute wieder mehr als zwei sein werden ...
Freitag, November 30, 2007
NaNo-Bericht #7
Uffz.
44.180 Wörter sind geschafft. Jetzt gehe ich einkaufen, dann esse ich und dann schreibe ich noch mal an die 1.500 Wörter, bevor der Kater zu einem Es wird. Hoffentlich kann ich mit einem kastrierten Kater genauso entspannt weiterschreiben wie mit zwei hungrigen Katzen, denn der Kleine darf ja vor der OP nichts fressen, und aus Solidarität muss Alice mithungern. Bevor sie mich anfallen und filetieren, gehe ich jetzt erstmal.
Ich schaffe das, ich bin mir ganz sicher!
Und nächstes Jahr schreibe ich etwas kontinuierlicher, versprochen! Erinnert mich bitte gelegentlich daran, okay? Danke.
44.180 Wörter sind geschafft. Jetzt gehe ich einkaufen, dann esse ich und dann schreibe ich noch mal an die 1.500 Wörter, bevor der Kater zu einem Es wird. Hoffentlich kann ich mit einem kastrierten Kater genauso entspannt weiterschreiben wie mit zwei hungrigen Katzen, denn der Kleine darf ja vor der OP nichts fressen, und aus Solidarität muss Alice mithungern. Bevor sie mich anfallen und filetieren, gehe ich jetzt erstmal.
Ich schaffe das, ich bin mir ganz sicher!
Und nächstes Jahr schreibe ich etwas kontinuierlicher, versprochen! Erinnert mich bitte gelegentlich daran, okay? Danke.
Mittwoch, November 28, 2007
NaNo-Bericht #6
36.104 Wörter.
Hoffnungslos hinterher, man soll ja auch nicht acht Tage nicht schreiben, aber vielleicht schaffe ich es ja noch. Zumindest die 40.000 will ich knacken. Also, ab ins Bett mit mir und morgen fröhlich weiterschreiben! *gähn*
Hoffnungslos hinterher, man soll ja auch nicht acht Tage nicht schreiben, aber vielleicht schaffe ich es ja noch. Zumindest die 40.000 will ich knacken. Also, ab ins Bett mit mir und morgen fröhlich weiterschreiben! *gähn*
Sonntag, November 25, 2007
Cornelia, der lesende Funke
Es ist zwar auch schon wieder eine Woche her, aber besser spät, als nie.
Letzten Sonntag war ich in Hamburg zur Lesung von Cornelia Funke. Sie hat aus "Tintentod", dem letzten Band der Tintenwelt-Trilogie gelesen.
Überraschend angenehm war, dass sie gemeinsam mit Rainer Strecker, der den Hörbüchern der Tintenwelt seine Stimme geliehen hat, gelesen hat.
Schade war, dass ihr Mikro nicht optimal eingestellt war und dieser Umstand auch nicht im Lauf der Veranstaltung geändert wurde. So musste man sich manches Mal sehr anstrengen, um sie zu verstehen, bei ihm gab es keine Probleme.
Besonders großartig war ihre Darstellung der Elinor, die viele Lacher und begeistertes Klatschen hervorrief.
Schön war auch, dass im Anschluss noch eine Fragerunde stattfand, wobei Fragen von ihrer Homepage gesammelt worden waren und nun von zwei Kindern vorgetragen wurden. So weiß man jetzt nicht nur das, was man eh schon wusste, zum Beispiel, dass sie mit ihren Kindern Ben und Anna in Los Angeles lebt, sondern auch, dass es ein Segen ist, als Schriftstellerin berühmt zu sein, denn niemand erkennt einen auf der Straße, schon gar nicht in LA, wo es vor prominenten Schauspielern nur so wimmelt. Wobei ich das Experiment tatsächlich gerne mal durchführen würde, denn ich bin mir recht sicher, sie zu erkennen - die Frau hat einfach eine so lebendige, sympathische Ausstrahlung, dass man ihr Lachen und ihre strahlenden Augen nicht vergessen kann.
Obwohl das Thaliatheater proppenvoll war, hat sie hinterher Bücher signiert, bat jedoch um Verständnis, dass pro Person nur ein Buch signiert wird und keine persönlichen Widmungen möglich sind. So habe ich nun Band 1 und 3 signieren lassen, immerhin hatte ich Andreas dabei, der netterweise eines meiner Bücher zum Signiertisch trug und die Wartezeit angenehm gelassen hinnahm.
Besonders beruhigend für mich als angehende Autorin (ich lasse das jetzt so stehen, obwohl ich finde, dass es seltsam und irgendwie ein Bisschen arrogant aussieht) ist ihre Aussage auf ihrer Homepage, dass sie selber erst mit 35 Jahren das Schreiben als ihre Berufung entdeckt hat. Für mich heißt das: Ganz ruhig, Du kannst es noch locker schaffen!
Ich muss ja gar nicht so berühmt werden wie Cornelia Funke und erst recht nicht so reich wie Joanne K. Rowling, aber eines Tages wäre es schon schön, wenigstens die Miete durch meine Texte bezahlen zu können.
Letzten Sonntag war ich in Hamburg zur Lesung von Cornelia Funke. Sie hat aus "Tintentod", dem letzten Band der Tintenwelt-Trilogie gelesen.
Überraschend angenehm war, dass sie gemeinsam mit Rainer Strecker, der den Hörbüchern der Tintenwelt seine Stimme geliehen hat, gelesen hat.
Schade war, dass ihr Mikro nicht optimal eingestellt war und dieser Umstand auch nicht im Lauf der Veranstaltung geändert wurde. So musste man sich manches Mal sehr anstrengen, um sie zu verstehen, bei ihm gab es keine Probleme.
Besonders großartig war ihre Darstellung der Elinor, die viele Lacher und begeistertes Klatschen hervorrief.
Schön war auch, dass im Anschluss noch eine Fragerunde stattfand, wobei Fragen von ihrer Homepage gesammelt worden waren und nun von zwei Kindern vorgetragen wurden. So weiß man jetzt nicht nur das, was man eh schon wusste, zum Beispiel, dass sie mit ihren Kindern Ben und Anna in Los Angeles lebt, sondern auch, dass es ein Segen ist, als Schriftstellerin berühmt zu sein, denn niemand erkennt einen auf der Straße, schon gar nicht in LA, wo es vor prominenten Schauspielern nur so wimmelt. Wobei ich das Experiment tatsächlich gerne mal durchführen würde, denn ich bin mir recht sicher, sie zu erkennen - die Frau hat einfach eine so lebendige, sympathische Ausstrahlung, dass man ihr Lachen und ihre strahlenden Augen nicht vergessen kann.
Obwohl das Thaliatheater proppenvoll war, hat sie hinterher Bücher signiert, bat jedoch um Verständnis, dass pro Person nur ein Buch signiert wird und keine persönlichen Widmungen möglich sind. So habe ich nun Band 1 und 3 signieren lassen, immerhin hatte ich Andreas dabei, der netterweise eines meiner Bücher zum Signiertisch trug und die Wartezeit angenehm gelassen hinnahm.
Besonders beruhigend für mich als angehende Autorin (ich lasse das jetzt so stehen, obwohl ich finde, dass es seltsam und irgendwie ein Bisschen arrogant aussieht) ist ihre Aussage auf ihrer Homepage, dass sie selber erst mit 35 Jahren das Schreiben als ihre Berufung entdeckt hat. Für mich heißt das: Ganz ruhig, Du kannst es noch locker schaffen!
Ich muss ja gar nicht so berühmt werden wie Cornelia Funke und erst recht nicht so reich wie Joanne K. Rowling, aber eines Tages wäre es schon schön, wenigstens die Miete durch meine Texte bezahlen zu können.
Samstag, November 17, 2007
NaNo-Bericht #5
22.562 Wörter.
Okay, ich hinke hinterher, aber es geht noch immer voran. Langsam wird es ein Tauchroman, was ja prinzipiell nicht verkehrt ist. ;-)
Vorhin war Treffen der Kieler NaNos. Unsere Männer haben uns versetzt - ich gehe davon aus, dass sie vor lauter Schreiben den Termin vergessen haben. ;-) Wir beiden Mädels hatten aber trotzdem jede Menge Spaß und werden uns sicher auch am 01.12. köstlich amüsieren beim "Thank God it's over"-Treffen. ;-)
Alles in allem ist es eine hervorragende Idee, den inneren Kritiker oben auf den Schrank zu setzen, damit er sich raushält, nur ein grobes Konzept zu haben und einfach zu schauen, was dabei herauskommt, und schließlich einfach zu schreiben.
Ich habe insgesamt 6 Tage nichts geschrieben und gestern ganze 22 Wörter, aber wenn ich ab sofort jeden Tag im Schnitt 2106 Wörter schaffe, dann bin ich wieder im Soll. Und auch, wenn ich mich morgen in HH bei Cornelia Funke herumtreibe und daher gar nicht zum Schreiben komme, glaube ich fest daran, dass ich es schaffen kann. Weil ich es will.
Okay, ich hinke hinterher, aber es geht noch immer voran. Langsam wird es ein Tauchroman, was ja prinzipiell nicht verkehrt ist. ;-)
Vorhin war Treffen der Kieler NaNos. Unsere Männer haben uns versetzt - ich gehe davon aus, dass sie vor lauter Schreiben den Termin vergessen haben. ;-) Wir beiden Mädels hatten aber trotzdem jede Menge Spaß und werden uns sicher auch am 01.12. köstlich amüsieren beim "Thank God it's over"-Treffen. ;-)
Alles in allem ist es eine hervorragende Idee, den inneren Kritiker oben auf den Schrank zu setzen, damit er sich raushält, nur ein grobes Konzept zu haben und einfach zu schauen, was dabei herauskommt, und schließlich einfach zu schreiben.
Ich habe insgesamt 6 Tage nichts geschrieben und gestern ganze 22 Wörter, aber wenn ich ab sofort jeden Tag im Schnitt 2106 Wörter schaffe, dann bin ich wieder im Soll. Und auch, wenn ich mich morgen in HH bei Cornelia Funke herumtreibe und daher gar nicht zum Schreiben komme, glaube ich fest daran, dass ich es schaffen kann. Weil ich es will.
Ostsee bei Nacht
Gestern Mittag pünktlich zum Feierabend rief die Tauchschule an, meine Lampe sei da.
Nachdem der freundliche ebay-Verkäufer sich vermutlich noch immer die Hände reibt, weil er den Schrott an mich losgeworden ist und ich zu blöd war, rechtzeitig Alarm zu schreien, habe ich mir in einem Anfall von "wenn ich dieses Jahr noch tauchen will, brauche ich Licht!" eine Lampe bestellt. Niegelnagelneu und ohne Macken, die schon in der Tauchschule sehr bewährte Metalsub. Klein, handlich, hell.
Gestern Nachmittag hab ich sie dann abgeholt und zuhause aufgeladen. Das ging erstaunlich fix, nach einer guten Stunde sagte das Ladelämpchen "börps" und leuchtete freundlich grün. Leuchtmittel eingebaut, Lampe zugeschraubt, Sachen gepackt.
Kurz vor acht kam Ralf an um mich abzuholen, und wir sind nach Surendorf gefahren. Leider war die unter Tauchern berühmt-berüchtigte Schrank unten, und da wir beide keine große Lust verspürten, all unsere Sachen ein paar hundert Meter weit zu schleppen, sind wir kurzentschlossen zu meinem Hausriff gefahren, nach Strande. Ralf war dort eh noch nie tauchen, also war es für ihn eine Premiere.
Es hat was, wenn man sich in / an einem VW-Bus umziehen kann anstatt neben einem winzigen Toyota. Trotzdem wollte ich wie üblich erstmal nicht aus meinen Klamotten raus. Ging dann aber. Rein in die Anzüge, zwischendurch einen Schluck Tee trinken, aufrödeln, checken, ob wir alles haben, ab zum Strand.
Die ersten Schritte waren warm, dann kam das kalte Wasser in die Schuhe. Brrr! Mein Anzug ist ja - vor allem mit der Eisweste drüber - recht gut isoliert und gegen Wassereinbrüche gewappnet, so dass es eine Weile dauerte, bis sich das Wasser den Weg durch zwei Reißverschlüsse bis zum Bauch gebahnt hatte. Dann war es erstmal eisig.
Wir sind bis zur Mole geschwommen und dort abgetaucht. An der Mole entlang im Zeitlupenverfahren, denn es gab jede Menge zu sehen. Diverse Fische, von denen ich leider längst nicht alle identizifieren kann (ich brauche dringend einen Fischfüherer!), Würfelquallen, Seesterne, Krebse, Muschelbänke, eine Seenelke. Von den Fischen konnte ich immerhin einen Aal und mehr als eine Aalmutter identifizieren, dann waren da noch welche, die sehr nach Steinfischen aussahen - aber gibt es die in der Ostsee? Ich weiß es nicht. Dazu noch ein paar gestreifte Fische und einer, der bunt schillerte und der Form nach eine Forelle war, aber das kann halt auch wieder nicht stimmen, ich war schließlich im Saltwasser.
Besonders hübsch ist auch der Bewuchs, der teilweise rot, teilweise grün ist. Gerade, wenn diese beiden Pflanzen nebeneinander wachsen, ergeben sich wunderhübsche Muster, die man nur im Schein der Lampe so gut wahrnimmt, auch bei Tage ohne Lampe fallen diese Farben aufgrund der Filterung durch das Wasser nicht so extrem auf.
Weil es so einen Spaß macht, sind wir auch in die Spundwand geschwommen, und ich kann mit Fug und Recht sagen: Ich habe Tarieren gelernt. Habe weder mit meinen Geräten noch mit meinen Flossen das Sediment aufgewirbelt, und auch hier konnten wir wieder beide die wunderbare Unterwasserwelt hautnah erleben.
Aus der Spundwand raus und noch ein Stück weiter die Mole entlang. Der Tauchgang war unglaublich entspannt, ich habe endlich mal wieder sehr wenig Luft verbraucht und mich einfach nur wohlgefühlt. Nach 35min wurde mir dann doch langsam kalt, so dass ich mich fürs Umdrehen entschieden habe.
Nach insgesamt 57min sind wir aufgetaucht, im Wasser waren wir weit über einer Stunde.
Es hat Spaß gemacht, das Wetter war perfekt und mit Ralf tauche ich sicherlich bald wieder. Nicht nur wegen des großen Autos und der freundlichen Tee-Spende, sondern auch, weil wir unter Wasser gut harmonieren, etwa die gleiche Geschwindigkeit haben und praktischerweise in entgegengesetzte Richtungen driften (ich habe einen Linksdrall, er einen nach rechts, also können wir gut nebeneinenader schwimmen und halten grob die Richtung).
8°C Wassertemperatur sind vielleicht nicht ideal, aber auszuhalten.
Und meine Lampe brennt und brennt und brennt. Hab sie brav zuhause im Waschbecken ausbrennen lassen, da hatte sie noch fast 30min auf höchster Stufe. Braves Lämpchen und mit Sicherheit eine gute Investition.
Vielleicht hätte ich doch noch in die Wanne fallen sollen, denn es dauerte doch eine Weile, bis mir warm genug war zum Einschlafen, aber das merke ich mir dann einfach fürs nächste Mal.
Nachdem der freundliche ebay-Verkäufer sich vermutlich noch immer die Hände reibt, weil er den Schrott an mich losgeworden ist und ich zu blöd war, rechtzeitig Alarm zu schreien, habe ich mir in einem Anfall von "wenn ich dieses Jahr noch tauchen will, brauche ich Licht!" eine Lampe bestellt. Niegelnagelneu und ohne Macken, die schon in der Tauchschule sehr bewährte Metalsub. Klein, handlich, hell.
Gestern Nachmittag hab ich sie dann abgeholt und zuhause aufgeladen. Das ging erstaunlich fix, nach einer guten Stunde sagte das Ladelämpchen "börps" und leuchtete freundlich grün. Leuchtmittel eingebaut, Lampe zugeschraubt, Sachen gepackt.
Kurz vor acht kam Ralf an um mich abzuholen, und wir sind nach Surendorf gefahren. Leider war die unter Tauchern berühmt-berüchtigte Schrank unten, und da wir beide keine große Lust verspürten, all unsere Sachen ein paar hundert Meter weit zu schleppen, sind wir kurzentschlossen zu meinem Hausriff gefahren, nach Strande. Ralf war dort eh noch nie tauchen, also war es für ihn eine Premiere.
Es hat was, wenn man sich in / an einem VW-Bus umziehen kann anstatt neben einem winzigen Toyota. Trotzdem wollte ich wie üblich erstmal nicht aus meinen Klamotten raus. Ging dann aber. Rein in die Anzüge, zwischendurch einen Schluck Tee trinken, aufrödeln, checken, ob wir alles haben, ab zum Strand.
Die ersten Schritte waren warm, dann kam das kalte Wasser in die Schuhe. Brrr! Mein Anzug ist ja - vor allem mit der Eisweste drüber - recht gut isoliert und gegen Wassereinbrüche gewappnet, so dass es eine Weile dauerte, bis sich das Wasser den Weg durch zwei Reißverschlüsse bis zum Bauch gebahnt hatte. Dann war es erstmal eisig.
Wir sind bis zur Mole geschwommen und dort abgetaucht. An der Mole entlang im Zeitlupenverfahren, denn es gab jede Menge zu sehen. Diverse Fische, von denen ich leider längst nicht alle identizifieren kann (ich brauche dringend einen Fischfüherer!), Würfelquallen, Seesterne, Krebse, Muschelbänke, eine Seenelke. Von den Fischen konnte ich immerhin einen Aal und mehr als eine Aalmutter identifizieren, dann waren da noch welche, die sehr nach Steinfischen aussahen - aber gibt es die in der Ostsee? Ich weiß es nicht. Dazu noch ein paar gestreifte Fische und einer, der bunt schillerte und der Form nach eine Forelle war, aber das kann halt auch wieder nicht stimmen, ich war schließlich im Saltwasser.
Besonders hübsch ist auch der Bewuchs, der teilweise rot, teilweise grün ist. Gerade, wenn diese beiden Pflanzen nebeneinander wachsen, ergeben sich wunderhübsche Muster, die man nur im Schein der Lampe so gut wahrnimmt, auch bei Tage ohne Lampe fallen diese Farben aufgrund der Filterung durch das Wasser nicht so extrem auf.
Weil es so einen Spaß macht, sind wir auch in die Spundwand geschwommen, und ich kann mit Fug und Recht sagen: Ich habe Tarieren gelernt. Habe weder mit meinen Geräten noch mit meinen Flossen das Sediment aufgewirbelt, und auch hier konnten wir wieder beide die wunderbare Unterwasserwelt hautnah erleben.
Aus der Spundwand raus und noch ein Stück weiter die Mole entlang. Der Tauchgang war unglaublich entspannt, ich habe endlich mal wieder sehr wenig Luft verbraucht und mich einfach nur wohlgefühlt. Nach 35min wurde mir dann doch langsam kalt, so dass ich mich fürs Umdrehen entschieden habe.
Nach insgesamt 57min sind wir aufgetaucht, im Wasser waren wir weit über einer Stunde.
Es hat Spaß gemacht, das Wetter war perfekt und mit Ralf tauche ich sicherlich bald wieder. Nicht nur wegen des großen Autos und der freundlichen Tee-Spende, sondern auch, weil wir unter Wasser gut harmonieren, etwa die gleiche Geschwindigkeit haben und praktischerweise in entgegengesetzte Richtungen driften (ich habe einen Linksdrall, er einen nach rechts, also können wir gut nebeneinenader schwimmen und halten grob die Richtung).
8°C Wassertemperatur sind vielleicht nicht ideal, aber auszuhalten.
Und meine Lampe brennt und brennt und brennt. Hab sie brav zuhause im Waschbecken ausbrennen lassen, da hatte sie noch fast 30min auf höchster Stufe. Braves Lämpchen und mit Sicherheit eine gute Investition.
Vielleicht hätte ich doch noch in die Wanne fallen sollen, denn es dauerte doch eine Weile, bis mir warm genug war zum Einschlafen, aber das merke ich mir dann einfach fürs nächste Mal.
Mittwoch, November 14, 2007
Schaurig schön
Es ist wieder so weit: Die Villa Fernsicht in Raisdorf ist im Gruselfieber.
Letzten Mittwoch wollten Ben und ich erst essen, dann gruseln, es wurde eher gruseliges Essen draus.
Merke: Der Service und die Küche sind ihr Geld nicht wert, das Grusellabyrinth ist es aber immer wieder.
1. Akt (Mittwoch, 07.11.2007):
19:20h war ich bei Ben, 19:40h holten wir unsere Gruselkarten ab, vorbestellt war der Tisch für 20:00h, das Labyrinth für 21:30h. Wir wurden gefragt, ob wir uns auch schon um 21:10h gruseln würden, ich bat um Bedenkzeit, da ich mich dunkel an die Langsamkeit des Service' aus dem letzten Jahr erinnerte.
19:45h: Wir werden an unseren Tisch geleitet. Die Atmosphäre ist gruselig, gedämmtes Licht, Spinnendeko, Fledermäuse, geschminkte Kellner, Blut als Aperitif (Kirschsaft mit Selters, lecker).
20:00h: Nach einigen Entscheidungsschwierigkeiten bestellen wir unser Essen. Merke: Offiziell sind wir gerade erst angekommen, wir haben also quasi noch immer Vorsprung. Ich esse Rhakans Fluch oder so etwas, jedenfalls versteckt sich hinter den gruseligen Namen meist ein leckeres Gericht. Ben nimmt einen Scheiterhaufen.
20:05h: Wir bekommen unsere Getränke. Da ich noch fahren muss, trinke ich brav ein Bitter Lemon.
20:20h: Mein Magen knurrt. Die anderen Gäste um uns herum sind schon länger da und bekommen ihre Gerichte bzw. haben sie schon. Es riecht lecker.
20:30h: Ich überlege, ob die Kellnerin essbar ist.
20:35h: Wir bekommen unser Essen, meins hat Paprikabeine und Tomatenaugen. Theoretisch haben wir noch 35min bis zum Gruseln - oder aber 55, wenn wir uns nicht auf den früheren Zeitpunkt einlassen.
20:36h: Meine Gruselinos sind heiß und lecker, mein Steak ist zumindest gut warm und recht lecker, die Rahmsauce ist warm, der Kürbis kalt. Gehört der so? Nein. Aber wenn ich das reklamiere, können wir uns das Gruseln abschminken.
20:40h: Die Kellnerin fragt, ob alles gut ist, ich erwähne den kalten Kürbis und meine Bedenken wegen der Zeit, sie nimmt mein Essen und sagt, das ginge nicht und es würde schnell gehen. Ben isst weiter, weil er sonst auch kaltes Essen hat, das will ja keiner.
20:45h: Die Kellnerin hält Wort und kommt mit meinem Essen zurück. Der Kürbis ist frisch, die Gruselinos auch, das Fleisch ist meins. Ich schneide ein Stück meines nun leider etwas zähen Fleisches ab, nehme eine Gruselino und etwas Kürbis. Alles ist heiß, wie es sein soll, leider ist der Kürbis nun roh. Egal, ich hab so viel auf dem Teller, dass ich es eh unmöglich aufessen kann, also esse ich die weichen Stücke und lasse den Rest liegen.
20:50h: Ein Diener des Labyrinths fragt, wie es uns geht, Ben sagt gut, er sagt "das habe ich befürchtet". Ich vergesse, mit dem Nachtisch zu liebäugeln, hätte aber gerne ein Bier. Als die Kellnerin mal wieder vorbeischaut, bestellen wir jeder noch eines.
21:00h: wir bekommen weitere 10 Minuten Aufschub und bestellen noch jeder einen Espresso. Meine Erkältung und meine Stimmung haben sich zu einer Masse vermischt, die mir sagt: Vergiss das Gruseln, geh ins Bett.
21:10h: Ben tauscht die Karten, wir zahlen und fahren nach Hause. Gruseln fällt aus, dafür werde ich erstmal latent krank.
2. Akt (Mittwoch, 14.11.2007):
18:35h: Ich hole Ben ab.
18:45h: wir parken und tauschen die Freikarten gegen echte. Dann stehen wir erstmal am Feuer und wärmen uns. Ich hab eine lustige Mütze auf dem Kopf, die nicht schön ist, aber die Ohren wärmt.
19:00h: Wir werden gebeten, uns einzureihen.
19:10h: Es geht los. Wir werden Rekruten der Firma "Wächter & Co." und müssen ein lebendiges Spukhaus von seinen untoten Bewohnern befreien. Es ist stockfinser und ständig frage ich mich, ob die Hand auch wirklich Ben gehört. Ja, tut sie.
In den kommenden anderthalb Stunden lernen wir einige gruselige Bewohner des Hauses kennen, manche tot, manche nicht so sehr, werden fast deren Abendessen, entkommen durch die Küche, müssen immer wieder unseren Weg durch das sich verändernde Labyrinth finden und schaffen es schließlich, dank eines netten Bibliothekars, in dessen heiligen Hallen ich mich sehr gerne noch ausgiebig umgesehen hätte, das Herz des Hauses zu finden, Rhakans Fluch zu bannen und kurz vor dem totalen Zusammenbruch des Hauses daraus zu entkommen.
Abgesehen davon, dass die Mädels, die mit uns in der Gruppe waren, mir etwas zu albern waren und ich fand, dass man im Vergleich zu den Vorjahren deutlich mehr Zeit im Labyrinth anstatt mit dem Lösen kniffliger Aufgaben verbracht hat, war es wie immer ein Spaß, der sich gelohnt hat.
FAZIT: Nicht beim Essen gruseln, nur gruseln und zuhause essen! ;-)
Mit einem "kleinen" Umweg (zu mir, PostCard holen, zur Packstation, Katzenstreu und -futter holen, wieder zu mir zum Ausladen und schließlich wieder zu Ben) setze ich Ben zuhause ab. Wir sitzen vielleicht drei Minuten im Auto vor seiner Tür, als er "o Scheiße" sagt und fix aussteigt. Es brennt hinter uns. Im Rennen alarmiere ich die Feuerwehr, es handelt sich beim Brandherd um einen kleinen Schuppen im Garten des Kinder- und Jugendzentrums "Lug ins Land". Wir stehen dort und sehen zu, wie es abbrennt, ein paar weitere Menschen kommen, einige alarmieren erneut die Feuerwehr, wir stehen und warten.
Es dauert vielleicht zehn Minuten, bis das Häuschen weitestgehend runtergebrannt und die Polizei eingetroffen ist. Unsere Personalien werden aufgenommen, die Feuerwehr trudelt ein und schießt mit Spatzen auf Kanonen. Oder so. Jedenfalls dauert der ganze Spuk vom Beginn bis zum Ende etwa 30min, und dann ist da nur noch ein dampfender Haufen verkohltes Holz und Laub.
Schon seltsam, so etwas zu sehen. Es war nur eine kleine Hütte, das Haus stand weit genug entfernt und der Baum darüber ist nur etwas angekohlt - aber unter anderen Bedingungen hätte das auch anders ausgehen können. Oder, wenn nicht zufällig sofort jemand dort gewesen wäre.
Letzten Mittwoch wollten Ben und ich erst essen, dann gruseln, es wurde eher gruseliges Essen draus.
Merke: Der Service und die Küche sind ihr Geld nicht wert, das Grusellabyrinth ist es aber immer wieder.
1. Akt (Mittwoch, 07.11.2007):
19:20h war ich bei Ben, 19:40h holten wir unsere Gruselkarten ab, vorbestellt war der Tisch für 20:00h, das Labyrinth für 21:30h. Wir wurden gefragt, ob wir uns auch schon um 21:10h gruseln würden, ich bat um Bedenkzeit, da ich mich dunkel an die Langsamkeit des Service' aus dem letzten Jahr erinnerte.
19:45h: Wir werden an unseren Tisch geleitet. Die Atmosphäre ist gruselig, gedämmtes Licht, Spinnendeko, Fledermäuse, geschminkte Kellner, Blut als Aperitif (Kirschsaft mit Selters, lecker).
20:00h: Nach einigen Entscheidungsschwierigkeiten bestellen wir unser Essen. Merke: Offiziell sind wir gerade erst angekommen, wir haben also quasi noch immer Vorsprung. Ich esse Rhakans Fluch oder so etwas, jedenfalls versteckt sich hinter den gruseligen Namen meist ein leckeres Gericht. Ben nimmt einen Scheiterhaufen.
20:05h: Wir bekommen unsere Getränke. Da ich noch fahren muss, trinke ich brav ein Bitter Lemon.
20:20h: Mein Magen knurrt. Die anderen Gäste um uns herum sind schon länger da und bekommen ihre Gerichte bzw. haben sie schon. Es riecht lecker.
20:30h: Ich überlege, ob die Kellnerin essbar ist.
20:35h: Wir bekommen unser Essen, meins hat Paprikabeine und Tomatenaugen. Theoretisch haben wir noch 35min bis zum Gruseln - oder aber 55, wenn wir uns nicht auf den früheren Zeitpunkt einlassen.
20:36h: Meine Gruselinos sind heiß und lecker, mein Steak ist zumindest gut warm und recht lecker, die Rahmsauce ist warm, der Kürbis kalt. Gehört der so? Nein. Aber wenn ich das reklamiere, können wir uns das Gruseln abschminken.
20:40h: Die Kellnerin fragt, ob alles gut ist, ich erwähne den kalten Kürbis und meine Bedenken wegen der Zeit, sie nimmt mein Essen und sagt, das ginge nicht und es würde schnell gehen. Ben isst weiter, weil er sonst auch kaltes Essen hat, das will ja keiner.
20:45h: Die Kellnerin hält Wort und kommt mit meinem Essen zurück. Der Kürbis ist frisch, die Gruselinos auch, das Fleisch ist meins. Ich schneide ein Stück meines nun leider etwas zähen Fleisches ab, nehme eine Gruselino und etwas Kürbis. Alles ist heiß, wie es sein soll, leider ist der Kürbis nun roh. Egal, ich hab so viel auf dem Teller, dass ich es eh unmöglich aufessen kann, also esse ich die weichen Stücke und lasse den Rest liegen.
20:50h: Ein Diener des Labyrinths fragt, wie es uns geht, Ben sagt gut, er sagt "das habe ich befürchtet". Ich vergesse, mit dem Nachtisch zu liebäugeln, hätte aber gerne ein Bier. Als die Kellnerin mal wieder vorbeischaut, bestellen wir jeder noch eines.
21:00h: wir bekommen weitere 10 Minuten Aufschub und bestellen noch jeder einen Espresso. Meine Erkältung und meine Stimmung haben sich zu einer Masse vermischt, die mir sagt: Vergiss das Gruseln, geh ins Bett.
21:10h: Ben tauscht die Karten, wir zahlen und fahren nach Hause. Gruseln fällt aus, dafür werde ich erstmal latent krank.
2. Akt (Mittwoch, 14.11.2007):
18:35h: Ich hole Ben ab.
18:45h: wir parken und tauschen die Freikarten gegen echte. Dann stehen wir erstmal am Feuer und wärmen uns. Ich hab eine lustige Mütze auf dem Kopf, die nicht schön ist, aber die Ohren wärmt.
19:00h: Wir werden gebeten, uns einzureihen.
19:10h: Es geht los. Wir werden Rekruten der Firma "Wächter & Co." und müssen ein lebendiges Spukhaus von seinen untoten Bewohnern befreien. Es ist stockfinser und ständig frage ich mich, ob die Hand auch wirklich Ben gehört. Ja, tut sie.
In den kommenden anderthalb Stunden lernen wir einige gruselige Bewohner des Hauses kennen, manche tot, manche nicht so sehr, werden fast deren Abendessen, entkommen durch die Küche, müssen immer wieder unseren Weg durch das sich verändernde Labyrinth finden und schaffen es schließlich, dank eines netten Bibliothekars, in dessen heiligen Hallen ich mich sehr gerne noch ausgiebig umgesehen hätte, das Herz des Hauses zu finden, Rhakans Fluch zu bannen und kurz vor dem totalen Zusammenbruch des Hauses daraus zu entkommen.
Abgesehen davon, dass die Mädels, die mit uns in der Gruppe waren, mir etwas zu albern waren und ich fand, dass man im Vergleich zu den Vorjahren deutlich mehr Zeit im Labyrinth anstatt mit dem Lösen kniffliger Aufgaben verbracht hat, war es wie immer ein Spaß, der sich gelohnt hat.
FAZIT: Nicht beim Essen gruseln, nur gruseln und zuhause essen! ;-)
Mit einem "kleinen" Umweg (zu mir, PostCard holen, zur Packstation, Katzenstreu und -futter holen, wieder zu mir zum Ausladen und schließlich wieder zu Ben) setze ich Ben zuhause ab. Wir sitzen vielleicht drei Minuten im Auto vor seiner Tür, als er "o Scheiße" sagt und fix aussteigt. Es brennt hinter uns. Im Rennen alarmiere ich die Feuerwehr, es handelt sich beim Brandherd um einen kleinen Schuppen im Garten des Kinder- und Jugendzentrums "Lug ins Land". Wir stehen dort und sehen zu, wie es abbrennt, ein paar weitere Menschen kommen, einige alarmieren erneut die Feuerwehr, wir stehen und warten.
Es dauert vielleicht zehn Minuten, bis das Häuschen weitestgehend runtergebrannt und die Polizei eingetroffen ist. Unsere Personalien werden aufgenommen, die Feuerwehr trudelt ein und schießt mit Spatzen auf Kanonen. Oder so. Jedenfalls dauert der ganze Spuk vom Beginn bis zum Ende etwa 30min, und dann ist da nur noch ein dampfender Haufen verkohltes Holz und Laub.
Schon seltsam, so etwas zu sehen. Es war nur eine kleine Hütte, das Haus stand weit genug entfernt und der Baum darüber ist nur etwas angekohlt - aber unter anderen Bedingungen hätte das auch anders ausgehen können. Oder, wenn nicht zufällig sofort jemand dort gewesen wäre.
Dienstag, November 06, 2007
NaNo-Bericht #4
Uffz. Ich habe vor einer knappen Stunde das erste Viertel erreicht. And still writing.
Ich schreibe wie im Wahn. Ich habe keine Lust mehr, zu prüfen, ob es gut ist, es muss raus, überarbeiten kann ich im Dezember. Oder besser im Januar, wenn der Text ein wenig gelegen hat und gereift ist.
ich muss um halb sieben aufstehen, aber das ist egal. Morgen gehe ich mich gruseln in der Villa Fernsicht, da bleibt kaum Zeit zum Schreiben, zumal ich zwischen Arbeit und Spaß noch meine Tauchflasche füllen lassen muss - nachdem Doreen der Meinung war, die Luft ist zu kalt zum Tauchen (verabredet war Freitag Nachmittag), hat Ralf es irgendwie geschafft, mich zu einem Nachttauchgang am Freitag Abend zu überreden. Nun brauche ich Luft und eine Lampe. Mal sehen, ob mir morgen eine bis Samstag geliehen wird, ohne dass ich drei Tage bezahlen muss. Meine freundliche Art und das Versprechen, mal wieder Kekse zu backen, könnte helfen. ;-)
Aktueller word count: 13.155. Still writing. Whisky ist ein prima Treibstoff, wenn man ihn in Maßen einsetzt.
Ich schreibe wie im Wahn. Ich habe keine Lust mehr, zu prüfen, ob es gut ist, es muss raus, überarbeiten kann ich im Dezember. Oder besser im Januar, wenn der Text ein wenig gelegen hat und gereift ist.
ich muss um halb sieben aufstehen, aber das ist egal. Morgen gehe ich mich gruseln in der Villa Fernsicht, da bleibt kaum Zeit zum Schreiben, zumal ich zwischen Arbeit und Spaß noch meine Tauchflasche füllen lassen muss - nachdem Doreen der Meinung war, die Luft ist zu kalt zum Tauchen (verabredet war Freitag Nachmittag), hat Ralf es irgendwie geschafft, mich zu einem Nachttauchgang am Freitag Abend zu überreden. Nun brauche ich Luft und eine Lampe. Mal sehen, ob mir morgen eine bis Samstag geliehen wird, ohne dass ich drei Tage bezahlen muss. Meine freundliche Art und das Versprechen, mal wieder Kekse zu backen, könnte helfen. ;-)
Aktueller word count: 13.155. Still writing. Whisky ist ein prima Treibstoff, wenn man ihn in Maßen einsetzt.
Sonntag, November 04, 2007
NaNo-Bericht #3
Erkältung? Regelschmerzen? Gegen Ersteres hilft ein heißes Bad und Hühnersuppe, gegen Letzteres Paracetamol, das ich hoffentlich bald wiederfinde.
Aber eigentlich ist das alles egal, denn ich habe 10.057 Wörter! Keine Ahnung, woher die alle gekommen sind, aber sie haben versprochen, dass dort, woher sie kommen, noch ganz viele sind, und die werden sich in den nächsten Tagen und Wochen auf den Weg zu mir machen!
Wenn ich in dem Tempo weiterschreiben sollte, bin ich am 20.11. fertig. Zumindest habe ich dann die Mindestwortzahl erreicht, ob der Roman damit vollständig erzählt ist, sei dahingestellt. Aber ich finde es sehr tröstlich, dass ich jetzt ein kleines Polster vor mir herschieben kann - und niemand verbietet mir, früher fertig zu sein, das ist besonders toll!
Vor drei Jahren war ich am 30.11. fertig, der Roman jedoch unvollendet und ich habe ihn auch nie wieder angesehen.
Vor zwei Jahren habe ich bei ca. 10.000 Wörtern nach knapp zwei Wochen aufgegeben, weil ich das Gefühl hatte, mir eine großartige Idee zu zerstören.
Letztes Jahr habe ich nach knapp 15.000 Wörtern und ungefähr einer Woche aufgegeben, weil ich das Gefühl hatte, ohne jede Intention zu schreiben.
Dieses Jahr habe ich einen groben Plot und tausend Ideen und bin wild entschlossen, fertig zu werden. Noch wilder entschlossen bin ich, das Geschriebene am Ende in eine sinnvolle Form zu bringen und ihm im Laufe der kommenden Monate einen Feinschliff aufzulegen. Wer weiß, vielleicht darf es ja sogar irgendwann irgendwer lesen. ;-)
Aber eigentlich ist das alles egal, denn ich habe 10.057 Wörter! Keine Ahnung, woher die alle gekommen sind, aber sie haben versprochen, dass dort, woher sie kommen, noch ganz viele sind, und die werden sich in den nächsten Tagen und Wochen auf den Weg zu mir machen!
Wenn ich in dem Tempo weiterschreiben sollte, bin ich am 20.11. fertig. Zumindest habe ich dann die Mindestwortzahl erreicht, ob der Roman damit vollständig erzählt ist, sei dahingestellt. Aber ich finde es sehr tröstlich, dass ich jetzt ein kleines Polster vor mir herschieben kann - und niemand verbietet mir, früher fertig zu sein, das ist besonders toll!
Vor drei Jahren war ich am 30.11. fertig, der Roman jedoch unvollendet und ich habe ihn auch nie wieder angesehen.
Vor zwei Jahren habe ich bei ca. 10.000 Wörtern nach knapp zwei Wochen aufgegeben, weil ich das Gefühl hatte, mir eine großartige Idee zu zerstören.
Letztes Jahr habe ich nach knapp 15.000 Wörtern und ungefähr einer Woche aufgegeben, weil ich das Gefühl hatte, ohne jede Intention zu schreiben.
Dieses Jahr habe ich einen groben Plot und tausend Ideen und bin wild entschlossen, fertig zu werden. Noch wilder entschlossen bin ich, das Geschriebene am Ende in eine sinnvolle Form zu bringen und ihm im Laufe der kommenden Monate einen Feinschliff aufzulegen. Wer weiß, vielleicht darf es ja sogar irgendwann irgendwer lesen. ;-)
Die Welt ist ein Kühlschrank
Nein, nicht, weil es inzwischen so kalt geworden ist, obwohl das auch zutrifft.
Ich lese gerade "Mit dem Kühlschrank durch Irland" und hatte gestern eine Begegnung der dritten Art.
Tony Hawks, der mit einem Kühlschrank einmal rund Irland trampen soll, sitzt in Bunbeg fest bei dem Versuch, nach Tory Island zu kommen. Er hat es geschafft, sich ausgerechnet die drei Tage auszusuchen, an denen die Fähre im Dock liegt, und nun versucht der ganze Ort, die Royal Air Force zu bewegen, ihn mit dem Hubschrauber rüberzubringen.
Die einzigen anderen Gäste im Hotel sind ein irisch-deutsches Ehepaar, das zum Kanufahren hergekommen ist.
Es klingt zu absurd, ist aber wahr: Exakt diese beiden Menschen waren jahrelang Mitglieder des gleichen Kanuvereins wie meine Eltern, und exakt zu dieser Irin, die inzwischen wieder in ihrer Heimat lebt, werden Heike und ich eventuell im kommenden Jahr fahren.
An alle Leser, die meine Eltern kennen (man weiß ja nie, wer wirklich alles mitliest): Bitte erzählt ihnen nichts von diesem Zufall, denn ich möchte, dass sie es selber herausfinden. Schließlich ist bald Weihnachten, und ich glaube, dieses Buch ist eine gute Vorbereitung auf den Urlaub ... ;-)
Das Leben ist ein Kühlschrank, und wir sind mittendrin! Guten Tag, ich bin der Käse.
Ich lese gerade "Mit dem Kühlschrank durch Irland" und hatte gestern eine Begegnung der dritten Art.
Tony Hawks, der mit einem Kühlschrank einmal rund Irland trampen soll, sitzt in Bunbeg fest bei dem Versuch, nach Tory Island zu kommen. Er hat es geschafft, sich ausgerechnet die drei Tage auszusuchen, an denen die Fähre im Dock liegt, und nun versucht der ganze Ort, die Royal Air Force zu bewegen, ihn mit dem Hubschrauber rüberzubringen.
Die einzigen anderen Gäste im Hotel sind ein irisch-deutsches Ehepaar, das zum Kanufahren hergekommen ist.
Es klingt zu absurd, ist aber wahr: Exakt diese beiden Menschen waren jahrelang Mitglieder des gleichen Kanuvereins wie meine Eltern, und exakt zu dieser Irin, die inzwischen wieder in ihrer Heimat lebt, werden Heike und ich eventuell im kommenden Jahr fahren.
An alle Leser, die meine Eltern kennen (man weiß ja nie, wer wirklich alles mitliest): Bitte erzählt ihnen nichts von diesem Zufall, denn ich möchte, dass sie es selber herausfinden. Schließlich ist bald Weihnachten, und ich glaube, dieses Buch ist eine gute Vorbereitung auf den Urlaub ... ;-)
Das Leben ist ein Kühlschrank, und wir sind mittendrin! Guten Tag, ich bin der Käse.
Samstag, November 03, 2007
NaNo-Bericht #2
Wir schreiben einen Roman. Okay, wir schreiben viele Romane.
Ich habe inzwischen 7278 Wörter erreicht und liege damit über dem Mindestwert von 5001 Wörtern, die ich bis heute erreicht haben müsste.
Das Gute: Ich habe nicht das Gefühl, dass mir der Stoff ausgeht.
Auch gut: Ich kann auch im halbkranken Zustand schreiben.
Mal sehen, wohin es mich morgen bringt. Derzeit ist meine Protagonistin auf Tobago, aber ich wäre nicht die chaosqueen, wenn ich nicht meine Romane auch im totalen Chaos schreiben würde, so habe ich eine Datei für Zwischengedanken, eine für hypothetische Dialoge und eine für Erinnerungen. Eine Einleitung habe ich auch noch, und ich denke, es kommen noch einige weitere Teile dazu.
Im Dezember werde ich dann all diese Fragmente in eine mehr oder weniger sinnvolle, wenn auch mit Absicht nicht chronologische Reihenfolge bringen.
Für die Orte außerhalb Deutschlands, die in meinem Roman auftauchen, gibt es eine wichtige Regel: Ich muss schon mal dort gewesen sein. Alles andere ist ohne sehr umfangreiche Recherche unglaubwürdig, und selbst mit Recherche fehlt einem doch oft das Gespür dafür, was geht und was nicht. Und sei es nur, dass man einen Club in einem reinen Wohngebiet ansiedelt, oder vierspurige Straßen legt, wo keine sind. Nicht wichtig, aber für Ortsansässige eben doch der Hinweis, dass der Autor nie vor Ort gewesen ist. Das will ich mir und meinen Lesern ersparen.
Hier übrigens ein Bild meines Co-Autors:

Ich bin sehr gespannt, wann er einen Beitrag zum Roman leistet, indem er über die Tasten läuft - und wann er mich in den Wahnsinn treibt, weil er mit seiner Pfote den Ausschaltknopf betätigt. Nahe genug daran liegt er ja.
Ich habe inzwischen 7278 Wörter erreicht und liege damit über dem Mindestwert von 5001 Wörtern, die ich bis heute erreicht haben müsste.
Das Gute: Ich habe nicht das Gefühl, dass mir der Stoff ausgeht.
Auch gut: Ich kann auch im halbkranken Zustand schreiben.
Mal sehen, wohin es mich morgen bringt. Derzeit ist meine Protagonistin auf Tobago, aber ich wäre nicht die chaosqueen, wenn ich nicht meine Romane auch im totalen Chaos schreiben würde, so habe ich eine Datei für Zwischengedanken, eine für hypothetische Dialoge und eine für Erinnerungen. Eine Einleitung habe ich auch noch, und ich denke, es kommen noch einige weitere Teile dazu.
Im Dezember werde ich dann all diese Fragmente in eine mehr oder weniger sinnvolle, wenn auch mit Absicht nicht chronologische Reihenfolge bringen.
Für die Orte außerhalb Deutschlands, die in meinem Roman auftauchen, gibt es eine wichtige Regel: Ich muss schon mal dort gewesen sein. Alles andere ist ohne sehr umfangreiche Recherche unglaubwürdig, und selbst mit Recherche fehlt einem doch oft das Gespür dafür, was geht und was nicht. Und sei es nur, dass man einen Club in einem reinen Wohngebiet ansiedelt, oder vierspurige Straßen legt, wo keine sind. Nicht wichtig, aber für Ortsansässige eben doch der Hinweis, dass der Autor nie vor Ort gewesen ist. Das will ich mir und meinen Lesern ersparen.
Hier übrigens ein Bild meines Co-Autors:
Ich bin sehr gespannt, wann er einen Beitrag zum Roman leistet, indem er über die Tasten läuft - und wann er mich in den Wahnsinn treibt, weil er mit seiner Pfote den Ausschaltknopf betätigt. Nahe genug daran liegt er ja.
Filmkritik Ratatouille und Irina Palm
Ich hinke hoffnungslos hinterher mit meinen Filmkritiken, aber ich versuche mal, ein wenig aufzuholen.
Ratatouille
Der neuestes Film aus dem Hause Pixar. Abgesehen von meiner liebsten Schreibtischlampe (nein, es ist kein Zufall, dass ich ein ganz ähnliches Modell zuhause habe) hatte der Film noch eine kleine Überraschung im Vorfeld: Einen Vorfilm.
Der arme kleine Außerirdische muss lernen, einen Menschen per Fangstrahl aus dem Bett ins Raumschiff zu bugsieren und wieder zurückzubringen. Leider besteht die Steuerung aus einer schier unübersichtlichen Fülle von Hebeln, und alle drei Beteiligten - Fahrlehrer, Fahrschüler und Mensch - müssen so einiges erleiden, bis am Ende alles gut wird, weil der Fahrlehrer Erbarmen zeigt und eingreift. Abfliegen darf dann wieder der Kleine - ob das so gut war?
Ich hab mich köstlich amüsiert und war da schon den Lachtränen nah. Guter Einstieg!
Der Hauptfilm hat mir ebenfalls einige Lachtränen in die Augen getrieben. Eine Ratte, die sich zum Koch berufen fühlt und dank der Barmherzigkeit eines schofeligen Küchenhilfen so nach und nach ans Ziel kommt, ist ja auch nicht alltäglich. Dass man nebenbei lernt, wie eine Ratte einen Menschen fernsteuert, dass tote Köche gute Ratgeber abgeben und dass Ratten fliegen können, macht auch Spaß. Alles in allem eine nette Geschichte, eine süße Idee und wie üblich bei Pixar wirklich hammermäßig gute Animationen.
Ich hab viel Spaß gehabt und mich köstlich amüsiert, auch wenn es nicht unbedingt der beste Pixar-Film war.
Irina Palm
Maggies Enkel ist schwer krank, und nur eine Operation im fernen Melbourne kann den Jungen noch retten. Doch das Geld der Eltern ist aufgebraucht, Maggie selbst hat alles inklusive ihrem Haus verkauft, um den Krankenhausaufenthalt zu bezahlen, und es scheint so, als gäbe es keine Rettung für den Jungen.
Als Maggie ruhelos durch London wandert, sieht sie ein Schild: "Hostessen gesucht". Sie geht in das zwielichtige Etablissement und ist zunächst vom Angebot entsetzt: Sie soll in einer kleinen Kabine sitzen, die ein rundes Loch in der Wand hat, und soll den Männern, die ihr bestes Stück hineinschieben, Erleichterung verschaffen. Nach anfänglichem Zögern kommt sie am nächsten Tag zurück und wird eingearbeitet.
Zunächst ist sie angewidert, doch nach und nach findet sie sich ein in ihr Leben als "wichsende Witwe". In der einen Hand ein Buch, in der anderen einen Schwanz, so sitzt sie Tag für Tag in ihrer Kabine, vor der die Männer Schlange stehen. Doch ihre Freundinnen und auch ihr Sohn fragen sich, was sie plötzlich so beschäftigt und spionieren ihr nach ...
Der Film hat seine wirklich witzigen Momente, ist aber alles in allem eher nachdenklich gehalten. Es ist nicht alles gut, was Maggie alias "Irina Palm" macht, und sie erkennt, dass man Freunde genauso schnell verliert, wie man sie gewonnen hat. Aber sie macht auch eine Entwicklung durch von der eher unterwüfigen Witwe hin zur selbstbewussten reifen Frau, und es macht Freude, ihr dabei zuzusehen.
Der Film hat kein überzuckertes Hollywood-Ende, sondern überlässt es der Phantasie des Zuschauers, wie es ausgeht, was mir ebenfalls gut gefallen hat.
Alles in allem definitiv ein sehenswerter, ruhiger Film.
Ratatouille
Der neuestes Film aus dem Hause Pixar. Abgesehen von meiner liebsten Schreibtischlampe (nein, es ist kein Zufall, dass ich ein ganz ähnliches Modell zuhause habe) hatte der Film noch eine kleine Überraschung im Vorfeld: Einen Vorfilm.
Der arme kleine Außerirdische muss lernen, einen Menschen per Fangstrahl aus dem Bett ins Raumschiff zu bugsieren und wieder zurückzubringen. Leider besteht die Steuerung aus einer schier unübersichtlichen Fülle von Hebeln, und alle drei Beteiligten - Fahrlehrer, Fahrschüler und Mensch - müssen so einiges erleiden, bis am Ende alles gut wird, weil der Fahrlehrer Erbarmen zeigt und eingreift. Abfliegen darf dann wieder der Kleine - ob das so gut war?
Ich hab mich köstlich amüsiert und war da schon den Lachtränen nah. Guter Einstieg!
Der Hauptfilm hat mir ebenfalls einige Lachtränen in die Augen getrieben. Eine Ratte, die sich zum Koch berufen fühlt und dank der Barmherzigkeit eines schofeligen Küchenhilfen so nach und nach ans Ziel kommt, ist ja auch nicht alltäglich. Dass man nebenbei lernt, wie eine Ratte einen Menschen fernsteuert, dass tote Köche gute Ratgeber abgeben und dass Ratten fliegen können, macht auch Spaß. Alles in allem eine nette Geschichte, eine süße Idee und wie üblich bei Pixar wirklich hammermäßig gute Animationen.
Ich hab viel Spaß gehabt und mich köstlich amüsiert, auch wenn es nicht unbedingt der beste Pixar-Film war.
Irina Palm
Maggies Enkel ist schwer krank, und nur eine Operation im fernen Melbourne kann den Jungen noch retten. Doch das Geld der Eltern ist aufgebraucht, Maggie selbst hat alles inklusive ihrem Haus verkauft, um den Krankenhausaufenthalt zu bezahlen, und es scheint so, als gäbe es keine Rettung für den Jungen.
Als Maggie ruhelos durch London wandert, sieht sie ein Schild: "Hostessen gesucht". Sie geht in das zwielichtige Etablissement und ist zunächst vom Angebot entsetzt: Sie soll in einer kleinen Kabine sitzen, die ein rundes Loch in der Wand hat, und soll den Männern, die ihr bestes Stück hineinschieben, Erleichterung verschaffen. Nach anfänglichem Zögern kommt sie am nächsten Tag zurück und wird eingearbeitet.
Zunächst ist sie angewidert, doch nach und nach findet sie sich ein in ihr Leben als "wichsende Witwe". In der einen Hand ein Buch, in der anderen einen Schwanz, so sitzt sie Tag für Tag in ihrer Kabine, vor der die Männer Schlange stehen. Doch ihre Freundinnen und auch ihr Sohn fragen sich, was sie plötzlich so beschäftigt und spionieren ihr nach ...
Der Film hat seine wirklich witzigen Momente, ist aber alles in allem eher nachdenklich gehalten. Es ist nicht alles gut, was Maggie alias "Irina Palm" macht, und sie erkennt, dass man Freunde genauso schnell verliert, wie man sie gewonnen hat. Aber sie macht auch eine Entwicklung durch von der eher unterwüfigen Witwe hin zur selbstbewussten reifen Frau, und es macht Freude, ihr dabei zuzusehen.
Der Film hat kein überzuckertes Hollywood-Ende, sondern überlässt es der Phantasie des Zuschauers, wie es ausgeht, was mir ebenfalls gut gefallen hat.
Alles in allem definitiv ein sehenswerter, ruhiger Film.
Freitag, November 02, 2007
Tiger sind nicht wasserscheu
Ich hab mich eben gemütlich mit Buch in die Wanne verkrochen, was natürlich bei meinen Stubentigern zu einer gewissen Neugier führt. Beide saßen mal hier, mal da auf dem Wannenrand, haben ihren Schwanz ins Wasser gehängt und sich ansonsten benommen.
Kurz vor Schluss meinte Mango dann, er müsse auf dem Rand an der Wand entlangbalancieren - ja richtig, das ist Alice vor einigen Monaten auch nicht gut bekommen. Mango ist allerdings quasi komplett ins Wasser gefallen, glücklicherweise waren meine Beine unter ihm, so dass ich ihn auffangen und aus dem Wasser heben konnte. Er war auch nur ein bisschen verdutzt und gar nicht entsetzt, lag sicher auch daran, dass das Wasser gerade Körpertemperatur erreicht hatte.
Hab ihn dann auf die Badematte gesetzt und notdürftig mit den Handtuch getrocknet, fand er aber nicht so gut. Allerdings ist er auch nur bis vor die Badezimmertür abgehauen und hat sich dann doch wieder reinlocken und abtrocknen lassen.
Leider kein Foto, er ist schon fast wieder trocken - und ich fühle mich in dem Verdacht bestätigt, keinen normalen Kater, sondern einen Bonsai-Tiger zu beherbergen.
Kurz vor Schluss meinte Mango dann, er müsse auf dem Rand an der Wand entlangbalancieren - ja richtig, das ist Alice vor einigen Monaten auch nicht gut bekommen. Mango ist allerdings quasi komplett ins Wasser gefallen, glücklicherweise waren meine Beine unter ihm, so dass ich ihn auffangen und aus dem Wasser heben konnte. Er war auch nur ein bisschen verdutzt und gar nicht entsetzt, lag sicher auch daran, dass das Wasser gerade Körpertemperatur erreicht hatte.
Hab ihn dann auf die Badematte gesetzt und notdürftig mit den Handtuch getrocknet, fand er aber nicht so gut. Allerdings ist er auch nur bis vor die Badezimmertür abgehauen und hat sich dann doch wieder reinlocken und abtrocknen lassen.
Leider kein Foto, er ist schon fast wieder trocken - und ich fühle mich in dem Verdacht bestätigt, keinen normalen Kater, sondern einen Bonsai-Tiger zu beherbergen.
Donnerstag, November 01, 2007
NaNo-Bericht #1
Es ist gerade mal halb zehn am 1.11. und ich habe schon fast meinen Mindest-Wordcount. Muss ich allerdings auch, denn in einer Stunde muss ich los und bin erst gegen 20.30h wieder hier.
Aber es läuft, und zwar besser, als ich vermutet hatte. Kurzer Einstieg, dann die erste Episode angefangen, und nun bin ich quasi zum Tauchen auf Tobago und schreibe, schreibe, schreibe. Gut tut es, vor allem, weil ich noch das Gefühl habe, dass es kein allzu platter Mist ist. Aber das kann ja noch kommen, der Monat ist lang.

Mal sehen, ob ich es schaffe, am Ende das Gewinnder-Bildchen hochzuladen. Bitte fleißig mitfiebern und Daumen drücken!
Aber es läuft, und zwar besser, als ich vermutet hatte. Kurzer Einstieg, dann die erste Episode angefangen, und nun bin ich quasi zum Tauchen auf Tobago und schreibe, schreibe, schreibe. Gut tut es, vor allem, weil ich noch das Gefühl habe, dass es kein allzu platter Mist ist. Aber das kann ja noch kommen, der Monat ist lang.
Mal sehen, ob ich es schaffe, am Ende das Gewinnder-Bildchen hochzuladen. Bitte fleißig mitfiebern und Daumen drücken!
Mittwoch, Oktober 31, 2007
Oops, I'll do it again
Ich hab mir geschworen, dass letztes Jahr das letzte Mal NaNo war, aber der Sog war stärker.
Ich werde auch dieses Jahr wieder versuchen, 50.000 Wörter in 30 Tagen zu schreiben. und vielleicht wieder nach 10.000 Wörtern verzweifeln und aufgeben. Vielleicht aber auch nicht.
Der Unterschied: Dieses Jahr habe ich weder einen auf die Schnelle gestrickten Plot aus dem Ärmel gezaubert, noch versuche ich, etwas, das ich seit Jahren schreiben will, in diesen engen Zeitrahmen zu stopfen.
Dieses Jahr schreibe ich eine Art Tagebuch mit Zukunftsperspektiven, eine Story, die auf eigenen Erfahrungen basiert, sich aber nicht notwendigerweise ausschließlich daran hält, und die ich "Lola rennt"-mäßig mit diversen potentiellen Fortgängen versehen will.
Ich habe nicht den Anspruch, dass irgendjemand außer mir den Text jemals lesen soll, was mir den Druck nimmt, verdammt gut zu sein. Eigentlich will ich nur mit Möglichkeiten und der Sprache spielen und so endlich mal wieder warm werden mit dem Schreiben an sich. Meine kreative Pause hat lang genug gedauert, ich habe Anfang Oktober die erste und einzige Geschichte dieses Jahres fertiggestellt, hoffe aber, dass es nicht dabei bleibt.
Und ja, ich habe quasi an zwei Ausschreibungen teilgenommen: Die Oktobergeschichte habe ich für das Schreiblust-Mitmach-Projekt verfasst und dort hochgeladen, die Ergebnisse der Auswertung kommen heute Abend oder morgen. Bin gespannt, wo ich mich befinde, ich hoffe auf gutes Mittelfeld.
Außerdem habe ich sehr spontan eine vor knapp zwei Jahren geschriebene Geschichte beim Lions Club Hamburg eingereicht, dort war gestern Einsendeschluss für die Ausschreibung zum Thema "Kreuzungen". Viel Hoffnung mache ich mir nicht, aber wer weiß ...
Ich werde auch dieses Jahr wieder versuchen, 50.000 Wörter in 30 Tagen zu schreiben. und vielleicht wieder nach 10.000 Wörtern verzweifeln und aufgeben. Vielleicht aber auch nicht.
Der Unterschied: Dieses Jahr habe ich weder einen auf die Schnelle gestrickten Plot aus dem Ärmel gezaubert, noch versuche ich, etwas, das ich seit Jahren schreiben will, in diesen engen Zeitrahmen zu stopfen.
Dieses Jahr schreibe ich eine Art Tagebuch mit Zukunftsperspektiven, eine Story, die auf eigenen Erfahrungen basiert, sich aber nicht notwendigerweise ausschließlich daran hält, und die ich "Lola rennt"-mäßig mit diversen potentiellen Fortgängen versehen will.
Ich habe nicht den Anspruch, dass irgendjemand außer mir den Text jemals lesen soll, was mir den Druck nimmt, verdammt gut zu sein. Eigentlich will ich nur mit Möglichkeiten und der Sprache spielen und so endlich mal wieder warm werden mit dem Schreiben an sich. Meine kreative Pause hat lang genug gedauert, ich habe Anfang Oktober die erste und einzige Geschichte dieses Jahres fertiggestellt, hoffe aber, dass es nicht dabei bleibt.
Und ja, ich habe quasi an zwei Ausschreibungen teilgenommen: Die Oktobergeschichte habe ich für das Schreiblust-Mitmach-Projekt verfasst und dort hochgeladen, die Ergebnisse der Auswertung kommen heute Abend oder morgen. Bin gespannt, wo ich mich befinde, ich hoffe auf gutes Mittelfeld.
Außerdem habe ich sehr spontan eine vor knapp zwei Jahren geschriebene Geschichte beim Lions Club Hamburg eingereicht, dort war gestern Einsendeschluss für die Ausschreibung zum Thema "Kreuzungen". Viel Hoffnung mache ich mir nicht, aber wer weiß ...
Donnerstag, Oktober 25, 2007
ebay
Ein kleiner Erfahrungsbericht - möge er als Warnung dienen.
Ich habe bisher sehr gute Erfahrungen mit ebay gemacht, auch mit gebrauchter Ware. Da ich mir einfach keine Tauchlampe für schlappe € 400,00 leisten konnte, aber eine brauchte, hab ich mal bei ebay gestöbert und eine gefunden, die "ca. 14 Tauchgänge und leichte Gebrauchsspuren hat, aber einwandfrei in Ordnung ist". Cool, da hab ich mitgeboten. Und die Lampe für etwas über € 200,00 inkl. Versand erstanden.
Das Schätzchen kam an, sah top in Ordnung aus (Gebrauchsspuren waren da, aber eben wirklich nur solche, also minimale Kratzer auf der Oberfläche) und leuchtete auch brav.
Aufgeladen, weggelegt. Da sich mein nächster Tauchgang, für den ich eine Lampe brauchte, etwas hinauszögerte, hab ich schließlich - entgegen meiner inneren Stimme - eine positive Bewertung abgegeben.
Tja, und dann ist das Schätzchen abgesoffen, ich glaube, ich hab davon berichtet.
Dann hab ich den Verkäufer angeschrieben, der sich ziemlich zurückhaltend und nach einigen Mails sehr pissig benahm - ich solle ihn nicht verarschen, die Bilder stammten nie und nimmer von seiner Lampe, etc. pp. bla bla. Hat mir nen Sonntag versaut, ich lasse mich ungerne als Lügner darstellen.
Also den Schlichtungspunkt angeklickt, nach zehn Tagen war er noch immer der Meinung, das ginge ihn nichts an.
Nächstert Schritt: ebay-Käuferschutz. hingeschrieben, gewartet, Formular ausgefüllt und per Post (!) abgeschickt, gewartet. Dann kam eine Antwort: Aufgrund der vorgenommenen positiven Bewertung gehe man davon aus, dass der Fall abgeschlossen sei, im Übrigen könne man bei positiven Bewertungen eh keinen Anspruch anmelden.
Ja hallo, wozu brauche ich den Scheiß denn dann?!
Zurückgeschrieben, dass ich das ganz und gar nicht wie vorausgesetzt nachvollziehen könne und Verständnis habe ich auch nicht. Hab noch mal ein Bild angehängt.

Gestern kamen dann zwei Kundenzufriedenheits-Feedbackmails, eine davon habe ich mal spaßeshalber ausgefüllt.
Heute dann von einer anderen Sachbearbeiterin die erneute Ablehnung, man könne nicht, bla bla, positivie Bewertung, Richtlinien, bla bla.
Noch eine gepfefferte Mail, mal sehen, wer mir darauf antwortet (wenn überhaupt).
Falls hier Anwälte anwesend sind, die meinen, ich hätte eine Chance, meine Kohle von volker-privat zurückzubekommen, bitte gerne auf mich zukommen.
Und allen ebay-Käufern sei davon abgeraten, von diesem Mitglied etwas zu kaufen - denn ist es kaputt, macht er sich aus dem Staub und schiebt euch die Schuld in die Schuhe. Herzerfrischendes Kerlchen!
Ich habe bisher sehr gute Erfahrungen mit ebay gemacht, auch mit gebrauchter Ware. Da ich mir einfach keine Tauchlampe für schlappe € 400,00 leisten konnte, aber eine brauchte, hab ich mal bei ebay gestöbert und eine gefunden, die "ca. 14 Tauchgänge und leichte Gebrauchsspuren hat, aber einwandfrei in Ordnung ist". Cool, da hab ich mitgeboten. Und die Lampe für etwas über € 200,00 inkl. Versand erstanden.
Das Schätzchen kam an, sah top in Ordnung aus (Gebrauchsspuren waren da, aber eben wirklich nur solche, also minimale Kratzer auf der Oberfläche) und leuchtete auch brav.
Aufgeladen, weggelegt. Da sich mein nächster Tauchgang, für den ich eine Lampe brauchte, etwas hinauszögerte, hab ich schließlich - entgegen meiner inneren Stimme - eine positive Bewertung abgegeben.
Tja, und dann ist das Schätzchen abgesoffen, ich glaube, ich hab davon berichtet.
Dann hab ich den Verkäufer angeschrieben, der sich ziemlich zurückhaltend und nach einigen Mails sehr pissig benahm - ich solle ihn nicht verarschen, die Bilder stammten nie und nimmer von seiner Lampe, etc. pp. bla bla. Hat mir nen Sonntag versaut, ich lasse mich ungerne als Lügner darstellen.
Also den Schlichtungspunkt angeklickt, nach zehn Tagen war er noch immer der Meinung, das ginge ihn nichts an.
Nächstert Schritt: ebay-Käuferschutz. hingeschrieben, gewartet, Formular ausgefüllt und per Post (!) abgeschickt, gewartet. Dann kam eine Antwort: Aufgrund der vorgenommenen positiven Bewertung gehe man davon aus, dass der Fall abgeschlossen sei, im Übrigen könne man bei positiven Bewertungen eh keinen Anspruch anmelden.
Ja hallo, wozu brauche ich den Scheiß denn dann?!
Zurückgeschrieben, dass ich das ganz und gar nicht wie vorausgesetzt nachvollziehen könne und Verständnis habe ich auch nicht. Hab noch mal ein Bild angehängt.
Gestern kamen dann zwei Kundenzufriedenheits-Feedbackmails, eine davon habe ich mal spaßeshalber ausgefüllt.
Heute dann von einer anderen Sachbearbeiterin die erneute Ablehnung, man könne nicht, bla bla, positivie Bewertung, Richtlinien, bla bla.
Noch eine gepfefferte Mail, mal sehen, wer mir darauf antwortet (wenn überhaupt).
Falls hier Anwälte anwesend sind, die meinen, ich hätte eine Chance, meine Kohle von volker-privat zurückzubekommen, bitte gerne auf mich zukommen.
Und allen ebay-Käufern sei davon abgeraten, von diesem Mitglied etwas zu kaufen - denn ist es kaputt, macht er sich aus dem Staub und schiebt euch die Schuld in die Schuhe. Herzerfrischendes Kerlchen!
Montag, Oktober 15, 2007
Der Wald rief
Gestern war ein wunderschöner Oktobertag - so hätte der Sommer sein sollen, nur halt wärmer.
eine glückliche Fügung wollte es, dass eine Freundin genauso Sehnsucht nach etwas frischer Luft um die Nase hatte, also sind wir gemeinsam ins Projensdorfer Gehölz gefahren und haben Sauerstoff konsumiert.
Irgendwann fiel mir dann auch wieder ein, dass ich meine Kamera dabei habe, so dass noch ein paar schöne Fotos entstanden sind, die ich euch hier nicht vorenthalten will:




Nun starte ich sonnenbetankt in eine neue Arbeitswoche - und ja, auch vom neuen Gebäude gibt es bald noch ein paar Bilder.
eine glückliche Fügung wollte es, dass eine Freundin genauso Sehnsucht nach etwas frischer Luft um die Nase hatte, also sind wir gemeinsam ins Projensdorfer Gehölz gefahren und haben Sauerstoff konsumiert.
Irgendwann fiel mir dann auch wieder ein, dass ich meine Kamera dabei habe, so dass noch ein paar schöne Fotos entstanden sind, die ich euch hier nicht vorenthalten will:


Nun starte ich sonnenbetankt in eine neue Arbeitswoche - und ja, auch vom neuen Gebäude gibt es bald noch ein paar Bilder.
Frank geht ran!
Nein, nicht so, wie ihr jetzt alle denkt! Frank ist der Bruder von Peter - das war der, der netterweise 30min lang unsere Telefongespräche zahlt. Zu finden vor einigen Monaten in meinem Blog.
Frank hingegen wimmelt all die nervigen Anrufer ab, die man nicht haben will. Versicherungsvertreter, Gewinnspiele etc.
Das klappt zwar nicht mehr mit denjenigen, die meine Nummer schon haben, aber für die Zukunft ist das eine gute Idee. Einfach Franks Rufnummer in Formulare eintragen, die zwingend eine Nummer erfordern (und bei denen man sicher ist, dass man nicht doch irgendwann mal einen Rückruf benötigt), und schon sagt eine freundliche Stimme dem Anrufer, dass der Anruf nicht erwünscht ist.
Nettes Prinzip! Und hier geht es zu Franks Seite.
Frank hingegen wimmelt all die nervigen Anrufer ab, die man nicht haben will. Versicherungsvertreter, Gewinnspiele etc.
Das klappt zwar nicht mehr mit denjenigen, die meine Nummer schon haben, aber für die Zukunft ist das eine gute Idee. Einfach Franks Rufnummer in Formulare eintragen, die zwingend eine Nummer erfordern (und bei denen man sicher ist, dass man nicht doch irgendwann mal einen Rückruf benötigt), und schon sagt eine freundliche Stimme dem Anrufer, dass der Anruf nicht erwünscht ist.
Nettes Prinzip! Und hier geht es zu Franks Seite.
Sonntag, Oktober 14, 2007
Bücherberg
Ich bin ja begeisterte BookCrosserin, und habe nun seit ein paar Wochen auch meine Aktivitäten wieder aufgenommen. War beim Kieler MeetUp im Oktober, habe zwei Bücher mehr dort gelassen als nach Hause mitgenommen und bin auch hin und wieder im Forum aktiv.
Tja, und in einem Anfall von "cool, so kann ich zumindest mal wieder ein Buch loswerden" habe ich mich wohl bei der Herbstlotterie angemeldet, die eine andere BookCrosserin ansgelobt hat.
Idee: Jeder, der mitmacht, stellt ein Buch zur Verfügung, aus allen Teilnehmern werden drei Gewinner ausgelost, die sich dann den Bücherberg teilen dürfen.
Es kam, wie es kommen musste: Eben schaue ich in mein Mailpostfach, da heißt es: "Du hast bei meiner Lotterie gewonnen!" - Hä? Ach ja, da war ja was ...
Nun werden demnächst also sage und schreibe 40 Bücher nach und nach bei mir eintrudeln. Wie gut, dass ich bei der Packstation angemeldet bin, dann bricht wenigstens mein Postbote nicht zusammen. *g*
Wenn ich auf nichts mehr reagiere, sucht mich im Wohnzimmer oder auf dem Balkon, ich lese ...
Tja, und in einem Anfall von "cool, so kann ich zumindest mal wieder ein Buch loswerden" habe ich mich wohl bei der Herbstlotterie angemeldet, die eine andere BookCrosserin ansgelobt hat.
Idee: Jeder, der mitmacht, stellt ein Buch zur Verfügung, aus allen Teilnehmern werden drei Gewinner ausgelost, die sich dann den Bücherberg teilen dürfen.
Es kam, wie es kommen musste: Eben schaue ich in mein Mailpostfach, da heißt es: "Du hast bei meiner Lotterie gewonnen!" - Hä? Ach ja, da war ja was ...
Nun werden demnächst also sage und schreibe 40 Bücher nach und nach bei mir eintrudeln. Wie gut, dass ich bei der Packstation angemeldet bin, dann bricht wenigstens mein Postbote nicht zusammen. *g*
Wenn ich auf nichts mehr reagiere, sucht mich im Wohnzimmer oder auf dem Balkon, ich lese ...
Mittwoch, Oktober 10, 2007
Dienstag, Oktober 09, 2007
Eine Art Nachruf
Schlechte Neuigkeiten verbreiten sich schnell.
Gestern erfuhren wir bei der Arbeit so nach und nach, dass ein Kollege letzte Woche verstorben sei.
Wir haben eine Zeit lang gemeinsam in der Hotline gearbeitet, bis ich in eine andere Abteilung kam. Seit er ebenfalls die Abteilung gewechselt hat, haben wir uns kaum noch gesehen. Und doch - seit ich weiß, dass er tot ist, sehe ich sein Gesicht vor mir und höre seine Stimme, als stünde er neben mir.
Nein, viel hatten wir nicht miteinander zu tun, aber er war mir sympathisch. Und dass er mit Mitte 40 starb, kurz vor einer lebenswichtigen OP, stimmt mich seltsam nachdenklich.
Danke für Deine Art und Deine freundlichen, aufmunternden Worte, Michael.
Gestern erfuhren wir bei der Arbeit so nach und nach, dass ein Kollege letzte Woche verstorben sei.
Wir haben eine Zeit lang gemeinsam in der Hotline gearbeitet, bis ich in eine andere Abteilung kam. Seit er ebenfalls die Abteilung gewechselt hat, haben wir uns kaum noch gesehen. Und doch - seit ich weiß, dass er tot ist, sehe ich sein Gesicht vor mir und höre seine Stimme, als stünde er neben mir.
Nein, viel hatten wir nicht miteinander zu tun, aber er war mir sympathisch. Und dass er mit Mitte 40 starb, kurz vor einer lebenswichtigen OP, stimmt mich seltsam nachdenklich.
Danke für Deine Art und Deine freundlichen, aufmunternden Worte, Michael.
Mittwoch, Oktober 03, 2007
Sehr beruhigend
Es ist immer gut zu wissen, in einem sicheren Gebäude zu leben. Oder in einem solchen zu arbeiten.
Unsere Türen bei der Arbeit zum Beispiel sind so gut gesichert, dass man sie nur von einer Seite aufbekommt. Das wäre ein prima Sicherheitsaspekt, wenn man sie beispielsweise nur von innen öffnen könnte. Warum um alles in der Welt aber Türen auf einem Gang so konzipiert sein müssen, dass man sie vom dazwischen liegenden Treppenhaus (und den Küchen sowie dem Raucherhof, btw.) aus nicht öffnen kann, weiß der Geier. Oder der Architekt. Oder der Techniker, der gestern versuchte, die automatische Türöffnung zu aktivieren. Bisher erfolglos, denn die Kabel hängen noch immer saft- und kraftlos vom Türrahmen herunter, dafür wurden die Türen wenigstens blockiert. Danke schön.
Auch sehr hübsch und irgendwie beruhigend sind unsere Feuermelder, ich habe mal einen abgelichtet (mit meinem Handy, verzeiht mir die Bildqualität):

Leider nicht im Bilde, aber nicht minder vertrauenerweckend: Der Sicherungskasten mit dem deutlichen Hinweis, dass dieser seit dem 28.09. in Betrieb ist und Lebensgefahr besteht, wenn man ihn öffnet. Es versteht sich von selbst, dass er sich direkt neben der Tür zu unserem Büro befindet ...
Ich glaube, morgen nehme ich mal meine Kamera mit zur Arbeit.
Wirklich hübsch sind unsere Flure:

Der Blick nach rechts.

Der Blick nach links.
In weiter Ferne befinden sich die Fahrstühle. Auf dem ersten Bild noch der Rand einer der besagten Türen, die zweite ist in Bild zwei zu sehen, der erste Durchgang frontal. Links die Türen zum Automatenraum (Kaffee, kalte Getränke, Chips und Naschkram), zum Treppenhaus (oben, unten, Parkdeck, Büros, nur kein Ausgang) und zur Küche (Wasserspender, Mikrowelle, nicht angeschlossener Wasserhahn).
Kleine Anekdote am Rande: Die kalten Getränke sind 10ct teurer als im alten Haus bei gleichem Inhalt, dafür aber in Glas- statt in PET-Flaschen. Dafür ist die Rittersport 10ct günstiger, ich komme der Ritterrente also erschreckend näher.
Das wollte ich gar nicht erzählen, sondern: Der Kaffeeautomat ist bereit, die Stärke des Kaffees zu regeln, sofern man weder Milch noch Zucker will. Dann nämlich spuckt er ungeachtet der gewählten Stärke eine leicht bräunlich eingefärbte Flüssigkeit aus, bei der man bis zum Grund sehen kann. Nicht lecker.
Und der Naschiautomat hat keine Lichtschranke. Hängt die Ware, ist das Geld weg. Das war früher auch besser. immerhin hab ich ihn heute überlistet, indem ich zweimal das gleiche Fach gewählt habe. Erst war das Geld weg und keine Chips da, dann waren zwei Tüten Chips da. Macht unterm Strich +/- Null. Na gut.
Aber wenigstens haben alle Automaten wunderschöne indirekte Knöpfe. Rote Leuchten hinter schwarzem Glas. Ein Bisschen wie das LG Chocolate: Hübsch, aber unpraktisch.
Mehr Bilder gibt es morgen. Oder zumindest in en nächsten Tagen, sobald ich einen Streifzug durchs Haus gemacht habe.
Unsere Türen bei der Arbeit zum Beispiel sind so gut gesichert, dass man sie nur von einer Seite aufbekommt. Das wäre ein prima Sicherheitsaspekt, wenn man sie beispielsweise nur von innen öffnen könnte. Warum um alles in der Welt aber Türen auf einem Gang so konzipiert sein müssen, dass man sie vom dazwischen liegenden Treppenhaus (und den Küchen sowie dem Raucherhof, btw.) aus nicht öffnen kann, weiß der Geier. Oder der Architekt. Oder der Techniker, der gestern versuchte, die automatische Türöffnung zu aktivieren. Bisher erfolglos, denn die Kabel hängen noch immer saft- und kraftlos vom Türrahmen herunter, dafür wurden die Türen wenigstens blockiert. Danke schön.
Auch sehr hübsch und irgendwie beruhigend sind unsere Feuermelder, ich habe mal einen abgelichtet (mit meinem Handy, verzeiht mir die Bildqualität):
Leider nicht im Bilde, aber nicht minder vertrauenerweckend: Der Sicherungskasten mit dem deutlichen Hinweis, dass dieser seit dem 28.09. in Betrieb ist und Lebensgefahr besteht, wenn man ihn öffnet. Es versteht sich von selbst, dass er sich direkt neben der Tür zu unserem Büro befindet ...
Ich glaube, morgen nehme ich mal meine Kamera mit zur Arbeit.
Wirklich hübsch sind unsere Flure:
Der Blick nach rechts.
Der Blick nach links.
In weiter Ferne befinden sich die Fahrstühle. Auf dem ersten Bild noch der Rand einer der besagten Türen, die zweite ist in Bild zwei zu sehen, der erste Durchgang frontal. Links die Türen zum Automatenraum (Kaffee, kalte Getränke, Chips und Naschkram), zum Treppenhaus (oben, unten, Parkdeck, Büros, nur kein Ausgang) und zur Küche (Wasserspender, Mikrowelle, nicht angeschlossener Wasserhahn).
Kleine Anekdote am Rande: Die kalten Getränke sind 10ct teurer als im alten Haus bei gleichem Inhalt, dafür aber in Glas- statt in PET-Flaschen. Dafür ist die Rittersport 10ct günstiger, ich komme der Ritterrente also erschreckend näher.
Das wollte ich gar nicht erzählen, sondern: Der Kaffeeautomat ist bereit, die Stärke des Kaffees zu regeln, sofern man weder Milch noch Zucker will. Dann nämlich spuckt er ungeachtet der gewählten Stärke eine leicht bräunlich eingefärbte Flüssigkeit aus, bei der man bis zum Grund sehen kann. Nicht lecker.
Und der Naschiautomat hat keine Lichtschranke. Hängt die Ware, ist das Geld weg. Das war früher auch besser. immerhin hab ich ihn heute überlistet, indem ich zweimal das gleiche Fach gewählt habe. Erst war das Geld weg und keine Chips da, dann waren zwei Tüten Chips da. Macht unterm Strich +/- Null. Na gut.
Aber wenigstens haben alle Automaten wunderschöne indirekte Knöpfe. Rote Leuchten hinter schwarzem Glas. Ein Bisschen wie das LG Chocolate: Hübsch, aber unpraktisch.
Mehr Bilder gibt es morgen. Oder zumindest in en nächsten Tagen, sobald ich einen Streifzug durchs Haus gemacht habe.
Montag, Oktober 01, 2007
Wenn ich mich umdrehe, kann ich das Meer sehen
Erste Eindrücke vom neuen Arbeitsplatz:
Das Büro riecht noch neu, nach Teppichkleber und Farbe. Aber es ist ruhiger, obwohl wir mit ca 50 Leuten dort sitzen.
Wenn ich mich umdrehe, kann ich das Meer sehen. Na gut, nur einen kleinen Teil der Kieler Förde, etwa auf Höhe von Mönkeberg, aber immerhin.
Es gibt Latte Macchiato im Automaten. Es ist sogar Milchschaum obendrauf, der Rest schmeckt aber wie üblich nach Automatenkaffee. Na gut.
Der Colaautomat spuckt nun 0,5l-Glasflaschen aus statt wie bisher 0,5l-PET-Flaschen. Der Luxus von Glas kostet 10 Cent mehr. Frechheit, auch wenn die Getränke langsamer schal werden und länger kühl bleiben.
Der Süßigkeitenautomat ist etwas eigenwillig mit der Herausgabe der Ware, gutes Zureden und Streicheln der magischen Knöpfe hilft aber.
Wenn man nach 20.00h Feierabend hat, kann man noch schnell im Bahnhof einkaufen, der liegt eh auf dem Weg.
Die neuen Telefone verraten einem nicht eindeutig, ob man korrekt angemeldet ist.
Das neue Gebäude ist neu. So neu, dass hier und da noch Kabel aus der Wand hängen. Ansonsten ist es aber ganz hübsch.
Um 14.00h legt die ColorLine ab, um 19.30h die StenaLine. Beide sagen das laut und deutlich an - irgendwann werden wir unsere Uhren danach stellen.
Das Büro riecht noch neu, nach Teppichkleber und Farbe. Aber es ist ruhiger, obwohl wir mit ca 50 Leuten dort sitzen.
Wenn ich mich umdrehe, kann ich das Meer sehen. Na gut, nur einen kleinen Teil der Kieler Förde, etwa auf Höhe von Mönkeberg, aber immerhin.
Es gibt Latte Macchiato im Automaten. Es ist sogar Milchschaum obendrauf, der Rest schmeckt aber wie üblich nach Automatenkaffee. Na gut.
Der Colaautomat spuckt nun 0,5l-Glasflaschen aus statt wie bisher 0,5l-PET-Flaschen. Der Luxus von Glas kostet 10 Cent mehr. Frechheit, auch wenn die Getränke langsamer schal werden und länger kühl bleiben.
Der Süßigkeitenautomat ist etwas eigenwillig mit der Herausgabe der Ware, gutes Zureden und Streicheln der magischen Knöpfe hilft aber.
Wenn man nach 20.00h Feierabend hat, kann man noch schnell im Bahnhof einkaufen, der liegt eh auf dem Weg.
Die neuen Telefone verraten einem nicht eindeutig, ob man korrekt angemeldet ist.
Das neue Gebäude ist neu. So neu, dass hier und da noch Kabel aus der Wand hängen. Ansonsten ist es aber ganz hübsch.
Um 14.00h legt die ColorLine ab, um 19.30h die StenaLine. Beide sagen das laut und deutlich an - irgendwann werden wir unsere Uhren danach stellen.
Nächtliche Abenteuer
Eigentlich bin ich gestern mit dem Vorsatz, auszuschlafen (um halb acht werde ich ja allerspätestens von der hungrigen Meute geweckt, egal, wann ich arbeiten muss), gegen halb elf ins Bett gegangen. Hat ein Weilchen gedauert, bis ich eingeschlafen war, aber okay.
Gegen drei war ich dann wach, weil irgendwo ganz dicht an der Hörschwelle ein Summen zu hören war, ziemlich ähnlich einem Staubsauger.
Nun habe ich eine Nachbarin, die bereits bewiesen hat, dass sie durchaus in der Lage ist, morgens um halb eins ihre Wohnung zu saugen, also hatte ich sie im Verdacht. Als das Geräusch nach ein paar Minuten nicht aufhörte, zog ich Hose und Pulli über und lauschte im Treppenhaus, von oben kam jedoch nichts. Na gut, also wieder in Bett, Decke in die Ohren, denn bekanntlich dringen gerade Geräusche, die so leise sind, besonders gut zu einem durch, hat man sie erst einmal wahrgenommen.
Das nächste Geräusch, das mich weckte, war ein Klingeln an der Wohnungstür. Ich gucke auf die Uhr: kurz vor sechs. Ich dreh mich um, es klingelt wieder. Also Bademantel übergeworfen, Schlafzimmertür auf - da steht mein Nachbar von unten in der geöffneten Wohnungstür und entschuldigt sich erstmal für sein Eindringen. Die Tür stand offen, und meine Katze sei im Treppenhaus.
"Rot oder schwarz?", frage ich, während ich meinen Schlüssel greife. "Rot", sagt er. Mango ist also der Flüchtling. Anderthalb Treppen weiter unten sitzt der Kleine völlig verängstigt auf die oberste Stufe gekuschelt und schaut mich an. Ich nehme ihn hoch - sein Herz rast - und bedanke mich beim Nachbarn, während ich den Ausreißer wieder nach Hause bringe. Und die Tür sehr gut hinter mir dicht mache. Beim Schließen von außen hatte ich bemerkt, dass sie sich sehr schlecht schließen lässt, obwohl ich sie nicht einfach nur zugezogen, sondern extra den Schlüssel im Schloss gedreht habe, um keinen Lärm zu machen.
Alice ist netterweise in der Wohnung geblieben, ihrer Haltung war deutlich anzumerken, dass ihr die offene Tür alles andere als geheuer war. Nach ein paar Streicheleinheiten und einer Knabberstange sind alle wieder glücklich und ich falle zurück in mein Bett. Viel geschlafen habe ich allerdings nicht mehr.
Gegen drei war ich dann wach, weil irgendwo ganz dicht an der Hörschwelle ein Summen zu hören war, ziemlich ähnlich einem Staubsauger.
Nun habe ich eine Nachbarin, die bereits bewiesen hat, dass sie durchaus in der Lage ist, morgens um halb eins ihre Wohnung zu saugen, also hatte ich sie im Verdacht. Als das Geräusch nach ein paar Minuten nicht aufhörte, zog ich Hose und Pulli über und lauschte im Treppenhaus, von oben kam jedoch nichts. Na gut, also wieder in Bett, Decke in die Ohren, denn bekanntlich dringen gerade Geräusche, die so leise sind, besonders gut zu einem durch, hat man sie erst einmal wahrgenommen.
Das nächste Geräusch, das mich weckte, war ein Klingeln an der Wohnungstür. Ich gucke auf die Uhr: kurz vor sechs. Ich dreh mich um, es klingelt wieder. Also Bademantel übergeworfen, Schlafzimmertür auf - da steht mein Nachbar von unten in der geöffneten Wohnungstür und entschuldigt sich erstmal für sein Eindringen. Die Tür stand offen, und meine Katze sei im Treppenhaus.
"Rot oder schwarz?", frage ich, während ich meinen Schlüssel greife. "Rot", sagt er. Mango ist also der Flüchtling. Anderthalb Treppen weiter unten sitzt der Kleine völlig verängstigt auf die oberste Stufe gekuschelt und schaut mich an. Ich nehme ihn hoch - sein Herz rast - und bedanke mich beim Nachbarn, während ich den Ausreißer wieder nach Hause bringe. Und die Tür sehr gut hinter mir dicht mache. Beim Schließen von außen hatte ich bemerkt, dass sie sich sehr schlecht schließen lässt, obwohl ich sie nicht einfach nur zugezogen, sondern extra den Schlüssel im Schloss gedreht habe, um keinen Lärm zu machen.
Alice ist netterweise in der Wohnung geblieben, ihrer Haltung war deutlich anzumerken, dass ihr die offene Tür alles andere als geheuer war. Nach ein paar Streicheleinheiten und einer Knabberstange sind alle wieder glücklich und ich falle zurück in mein Bett. Viel geschlafen habe ich allerdings nicht mehr.
Freitag, September 28, 2007
Aus-Lese
Ich habe im Urlaub in Schweden diverse Bücher gelesen und wollte schon längst meine Rezensionen hier einstellen.
Da meine Firma gerade umzieht und wir dementsprechend heute frei haben, hab ich endlich mal ein wenig Zeit.
The Legend von Kathleen Givens
Das Buch verspricht eine geniale Verbindung von Geschichte und Romantik. Es geht um die Kampfe der Williamites gegen die Jacobites, um die Legende eines Highland-Clans und die Liebe zwischen einem Highlander und einer Lady aus dem Lowlands. Alles in allem genug Stoff für einen guten historischen Roman mit einer Prise Sex und viel Romantik.
Leider hat die Autorin ein paar der einfachsten Grundregeln des Schreibens nicht beachtet. So wird alles mit Adjektiven der Superlative zugekleistert, der Held ist groß, muskulös, sehr gut aussehend und natürlich immer heldenhaft, die Widersacher sind böse in jeder Hinsicht und alles ist romantisch überzuckert. Die Gefühle der Figuren bleiben oberflächlich, Konflikte werden sehr schnell aufgelöst und spannenden Szenen wird ihr Potential genommen, indem man die Auflösung schon mal vorausschickt.
Alles in allem eine grauenhaft vorhersehbare Geschichte, deren Überflüssigkeit auch nicht mehr vom schottischen Lokalkolorit herausgerissen werden kann - so ziemlich der einzige Grund, warum ich es überhaupt zuende gelesen habe.
Fazit: Ein Buch, das man nicht gelesen haben muss.
Wertung: *
Ich bin dann mal weg von Hape Kerkeling
Hape wandert und wandert und wandert auf dem Jakobsweg und hält sich dabei für immens witzig. Zum Ausdruck bringt er dies vor allem durch eine Überzahl an Ausrufezeichen, die wie mit einem Salzstreuer in den Text verteilt wurden, und natürlich durch jede Menge recht zweifelhaften Hape-Humors, der oft mit dem "Du musst jetzt aber lachen"-Holzhammer daherkommt. Zum einen lache ich ungern auf Kommando, zum anderne finde ich, dass das Thema des Buches nicht unbedingt voller Pointen stecken muss.
Obwohl er immer wieder betont, wie sehr seine Füße schmerzen und wie unglaublich anstrengend der Weg ist, vermittelt das Buch diesen Eindruck nicht wirklich und ich vermute, dass dies am allgemein eher flapsigen Tonfall liegt.
Hier und da begegnen einem sympathische Mitreisende und vor dem geistigen Auge entstehen Bilder, die Fernweh wecken - daran sind sicherlich nicht zuletzt auch die sparsam eingestreuten aber dafür gut gewählten Fotos Schuld.
Zum Ende hin nehmen die Ausrufezeichen ab und der ernsthafte Tonfall zu, so dass ich unterm Strich sagen kann: Gern gelesen, auch wenn das Buch nicht hält, was Freunde und Pressestimmen versprachen.
Fazit: Nette Reiselektüre, etwas zu hochgelobt.
Wertung: ***
Die Selbstmordschwestern von Jeffrey Eugenides
Fünf Schwestern begehen im Laufe eines guten Jahres Selbstmord und werden von den Jungs aus der Nachbarschaft in dieser Zeit beobachtet. Der Bericht in wir-Form und in der Retrospektive gehalten enthält Widersprüche und Mutmaßungen, wie es in der Realität selbstverständlich wäre. Dass dieser Stil konsequent durchgehalten wird, ist definitiv ein Pluspunkt des Buches, das große Manko ist in meinen Augen jedoch, dass man kaum etwas über die Mädchen und ihre Motive erfährt. So sind zwar am Ende die Mädchen alle tot, der Leser wartet jedoch bis dahin geradezu sensationslüstern auf ihr Ableben und hat kaum eine Chance der Identifikation, so dass man mitleidslos und ohne Anteilnahme das Buch zur Seite legt und sich fragt, worin wohl die Intention des Autors bestanden haben mag.
Fazit: Keine schlechte Idee, leider keine grandiose Umsetzung.
Bewertung: **
Gefährliche Geliebte von Haruki Murakami
Nach Kafka am Strand mein zweites Buch von ihm und ebenso beeindruckend. Weniger verwirrend, weniger mystisch, aber nicht weniger gut.
In ruhigen, eindringlichen Worten erzählt Murakami von einer Liebe, die stärker ist als alle Konventionen und am Ende doch zum Scheitern verurteilt. Und doch könnte diese eine Liebe genau das sein, was den Ich-Erzähler den Wert des Lebens und seiner Ehe schätzen lässt. Alles in allem ein Buch, das nicht nacherzählt werden kann, sondern das man lesen und nachempfinden muss.
Fazit: Murakami at his best. Ein Buch, das unter die Haut geht, Fragen aufwirft, die jeder für sich beantworten muss und Trost spendet, obwohl es kein Happy End hat.
Bewertung: *****
Das Jahr des Hasen von Arto Paasilinna
Zwei Männer fahren einen Hasen an. Der eine sucht das Tier, der andere fährt unterdessen einfach weg. Fortan reist Vatanen mit dem Hasen kreuz und quer durch Finnland und erlebt dabei allerlei Skurriles. Er lebt in einer einsamen Hütte als Holzfäller, betrinkt sich inmitten eines Waldbrandes, verliert mehrfach alles, was er besitzt und kommt doch immer wieder irgendwie voran - nicht zuletzt, weil er aufgrund seines Hasen schnell einen Bonus bei den Leuten hat, denen er begegnet.
Ein Buch, das man gut mal eben so lesen kann und das, auch wenn der finnische Humor einem hin und wieder unerschlossen bleibt, Spaß macht.
Fazit: Keine weltbewegende, aber doch unterhaltsame Lektüre für zwischendurch.
Bewertung: ***
Da meine Firma gerade umzieht und wir dementsprechend heute frei haben, hab ich endlich mal ein wenig Zeit.
The Legend von Kathleen Givens
Das Buch verspricht eine geniale Verbindung von Geschichte und Romantik. Es geht um die Kampfe der Williamites gegen die Jacobites, um die Legende eines Highland-Clans und die Liebe zwischen einem Highlander und einer Lady aus dem Lowlands. Alles in allem genug Stoff für einen guten historischen Roman mit einer Prise Sex und viel Romantik.
Leider hat die Autorin ein paar der einfachsten Grundregeln des Schreibens nicht beachtet. So wird alles mit Adjektiven der Superlative zugekleistert, der Held ist groß, muskulös, sehr gut aussehend und natürlich immer heldenhaft, die Widersacher sind böse in jeder Hinsicht und alles ist romantisch überzuckert. Die Gefühle der Figuren bleiben oberflächlich, Konflikte werden sehr schnell aufgelöst und spannenden Szenen wird ihr Potential genommen, indem man die Auflösung schon mal vorausschickt.
Alles in allem eine grauenhaft vorhersehbare Geschichte, deren Überflüssigkeit auch nicht mehr vom schottischen Lokalkolorit herausgerissen werden kann - so ziemlich der einzige Grund, warum ich es überhaupt zuende gelesen habe.
Fazit: Ein Buch, das man nicht gelesen haben muss.
Wertung: *
Ich bin dann mal weg von Hape Kerkeling
Hape wandert und wandert und wandert auf dem Jakobsweg und hält sich dabei für immens witzig. Zum Ausdruck bringt er dies vor allem durch eine Überzahl an Ausrufezeichen, die wie mit einem Salzstreuer in den Text verteilt wurden, und natürlich durch jede Menge recht zweifelhaften Hape-Humors, der oft mit dem "Du musst jetzt aber lachen"-Holzhammer daherkommt. Zum einen lache ich ungern auf Kommando, zum anderne finde ich, dass das Thema des Buches nicht unbedingt voller Pointen stecken muss.
Obwohl er immer wieder betont, wie sehr seine Füße schmerzen und wie unglaublich anstrengend der Weg ist, vermittelt das Buch diesen Eindruck nicht wirklich und ich vermute, dass dies am allgemein eher flapsigen Tonfall liegt.
Hier und da begegnen einem sympathische Mitreisende und vor dem geistigen Auge entstehen Bilder, die Fernweh wecken - daran sind sicherlich nicht zuletzt auch die sparsam eingestreuten aber dafür gut gewählten Fotos Schuld.
Zum Ende hin nehmen die Ausrufezeichen ab und der ernsthafte Tonfall zu, so dass ich unterm Strich sagen kann: Gern gelesen, auch wenn das Buch nicht hält, was Freunde und Pressestimmen versprachen.
Fazit: Nette Reiselektüre, etwas zu hochgelobt.
Wertung: ***
Die Selbstmordschwestern von Jeffrey Eugenides
Fünf Schwestern begehen im Laufe eines guten Jahres Selbstmord und werden von den Jungs aus der Nachbarschaft in dieser Zeit beobachtet. Der Bericht in wir-Form und in der Retrospektive gehalten enthält Widersprüche und Mutmaßungen, wie es in der Realität selbstverständlich wäre. Dass dieser Stil konsequent durchgehalten wird, ist definitiv ein Pluspunkt des Buches, das große Manko ist in meinen Augen jedoch, dass man kaum etwas über die Mädchen und ihre Motive erfährt. So sind zwar am Ende die Mädchen alle tot, der Leser wartet jedoch bis dahin geradezu sensationslüstern auf ihr Ableben und hat kaum eine Chance der Identifikation, so dass man mitleidslos und ohne Anteilnahme das Buch zur Seite legt und sich fragt, worin wohl die Intention des Autors bestanden haben mag.
Fazit: Keine schlechte Idee, leider keine grandiose Umsetzung.
Bewertung: **
Gefährliche Geliebte von Haruki Murakami
Nach Kafka am Strand mein zweites Buch von ihm und ebenso beeindruckend. Weniger verwirrend, weniger mystisch, aber nicht weniger gut.
In ruhigen, eindringlichen Worten erzählt Murakami von einer Liebe, die stärker ist als alle Konventionen und am Ende doch zum Scheitern verurteilt. Und doch könnte diese eine Liebe genau das sein, was den Ich-Erzähler den Wert des Lebens und seiner Ehe schätzen lässt. Alles in allem ein Buch, das nicht nacherzählt werden kann, sondern das man lesen und nachempfinden muss.
Fazit: Murakami at his best. Ein Buch, das unter die Haut geht, Fragen aufwirft, die jeder für sich beantworten muss und Trost spendet, obwohl es kein Happy End hat.
Bewertung: *****
Das Jahr des Hasen von Arto Paasilinna
Zwei Männer fahren einen Hasen an. Der eine sucht das Tier, der andere fährt unterdessen einfach weg. Fortan reist Vatanen mit dem Hasen kreuz und quer durch Finnland und erlebt dabei allerlei Skurriles. Er lebt in einer einsamen Hütte als Holzfäller, betrinkt sich inmitten eines Waldbrandes, verliert mehrfach alles, was er besitzt und kommt doch immer wieder irgendwie voran - nicht zuletzt, weil er aufgrund seines Hasen schnell einen Bonus bei den Leuten hat, denen er begegnet.
Ein Buch, das man gut mal eben so lesen kann und das, auch wenn der finnische Humor einem hin und wieder unerschlossen bleibt, Spaß macht.
Fazit: Keine weltbewegende, aber doch unterhaltsame Lektüre für zwischendurch.
Bewertung: ***
Montag, August 20, 2007
Kirsch-Vanille-Traum
Ich hab endlich mal wieder gesiedet. Das Ergebnis trocknet noch auf meinem Küchenschrank und riecht verführerisch nach Kirschen und Vanille.
Siehe hier:



Ich hatte mir etwas mehr Marmorierung vorgestellt, da war ich zu zaghaft, und von den goldenen Glitzerpigmenten sieht man auch nichts, aber ansonsten gefällt sie mir recht gut.
6% Überfettung, viel Reiskeimöl, dazu Shea, Kakaobutter, Rizinus und noch ein paar andere, es sollte sich also eine Seife mit feinem, weichem Schaum entwickeln. Ich bin gespannt!
Und natürlich hab ich den Kopf schon wieder voller neuer Ideen ...
Siehe hier:
Ich hatte mir etwas mehr Marmorierung vorgestellt, da war ich zu zaghaft, und von den goldenen Glitzerpigmenten sieht man auch nichts, aber ansonsten gefällt sie mir recht gut.
6% Überfettung, viel Reiskeimöl, dazu Shea, Kakaobutter, Rizinus und noch ein paar andere, es sollte sich also eine Seife mit feinem, weichem Schaum entwickeln. Ich bin gespannt!
Und natürlich hab ich den Kopf schon wieder voller neuer Ideen ...
Filmkritik The Simpsons - der Film
Es ist ja immer so eine Sache, eine Fernsehserie in einen Spielfilm zu verwandeln, zumal dann, wenn es eine Serie mit kurzen Folgen ist. Oft hat der Film Längen, die Story würde auch in 23min passen und wurde einfach entsprechend plattgewalzt, und hinterher denkt man sich, dass man sich das auch hätte sparen können.
Im Simpsons-Film jagt ein Gag den nächsten, und seit ich gehört habe, dass "Spiderschwein" die legendäre "Helga" auf Festivals abgelöst haben soll, bin ich mir sicher, dass Springfield überall ist.
Der Film ist Roadmovie, Endzeitszenario, Familiendrama, Liebesgeschichte und Actionfilm in einem, und wer schon immer mal Maggies erstes Wort hören wollte, sollte unbedingt hineingehen!
Ich habe mich köstlich amüsiert und mich gefragt, wo denn die Zeit geblieben ist, als er vorbei war - knapp 90min kommen einem hier tatsächlich vor wie eine ganz normale Folge der Simpsons. Keine Längen, sondern eine rasant erzählte Story voller Gags und Einfälle, die ich hier verschweige, um niemandem den Spaß zu nehmen.
Fazit: Die Simpsons-Schmiede voll in ihrem Element!
Im Simpsons-Film jagt ein Gag den nächsten, und seit ich gehört habe, dass "Spiderschwein" die legendäre "Helga" auf Festivals abgelöst haben soll, bin ich mir sicher, dass Springfield überall ist.
Der Film ist Roadmovie, Endzeitszenario, Familiendrama, Liebesgeschichte und Actionfilm in einem, und wer schon immer mal Maggies erstes Wort hören wollte, sollte unbedingt hineingehen!
Ich habe mich köstlich amüsiert und mich gefragt, wo denn die Zeit geblieben ist, als er vorbei war - knapp 90min kommen einem hier tatsächlich vor wie eine ganz normale Folge der Simpsons. Keine Längen, sondern eine rasant erzählte Story voller Gags und Einfälle, die ich hier verschweige, um niemandem den Spaß zu nehmen.
Fazit: Die Simpsons-Schmiede voll in ihrem Element!
Sonntag, August 19, 2007
Und es gibt sie wirklich!
Die Rede ist von der Inger Klit, denn heute habe ich es erneut gewagt, am Sonntag zu absolut unchristlicher Zeit aufzustehen (nicht mal mehr Mönche stehen vor 05.00h auf, da bin ich mir fast ganz sicher!), um mit Diether nach Kappeln und von dort mit einer Horde lustiger Leute auf der Wiking die Schlei herunterzufahren. Zunächst sah alles gut aus für die Stentrans, aber da der Wind dann doch gut auffrischte, ging es erneut zur Inger Klit.
Meine neue (bei ebay gebraucht gekaufte) Lampe durfte mit nach unten, und gemeinsam mit Diether und Charlotte ging es dann zum Wrack. Die Sich war viel, viel besser als vor vier Wochen, heute hätte man tatsächlich keine Lampe haben müssen, für die hübschen Farben der Seenelken (Orange-Rosa in allen Abstufungen) war es aber definitiv von Vorteil.
Der erste Tauchgang dauerte 34 Minuten in einer Maximaltiefe von 22,3 Metern und war noch etwas unstrukturiert, da wir davon ausgingen, dass mittschiffs nur noch Sand zu erkennen ist, da das Schiff tief im Boden eingesunken ist. Umso erstaunter waren wir, als nicht nur die Ladeluken sehr deutlich erkennbar waren, sondern die Bordwand vom Heck bis zum Bug, so dass wir tatsächlich das komplette Wrack abtauchen konnten. Einzig die Strömung von achtern Backbord war etwas anstrengend, und natürlich der Betrieb am Wrack, denn wir waren mit gut 20 Tauchern unterwegs, die zum Glück brav Buddyteam für Buddyteam runter sind, aber Verkehr war eben nach wie vor genug im Wasser.
Meine Lampe ist toll. Sie brennt und brennt und brennt und geht auch nicht mehr aus, wenn Wasser drin ist. Genau. Ich hab echt ein Händchen für technische Geräte unter Wasser. Ich hab sie dann im Maskeneimer ausbrennen lassen, weil der Schalter nicht mehr funktionierte. Und wie das Wasser reingekommen ist, weiß ich noch immer nicht, denn raus will es nun auch nicht mehr. Morgen kommt sie zur Tauchschule, vielleicht lässt sich ja was retten. Der Verkäufer von ebay hat eine Nachricht, mal sehen, ob er sich meldet.
Für den zweiten Tauchgang (32min bei 22,9m Maximaltiefe) hatten wir dann noch Dario dabei, und zu viert (ich hatte zum Glück noch eine Lampe im BDC geliehen) hatten wir sehr viel Licht, Diether hatte die Kamera dabei und trotz der vielen Taucher und einigen aufgewirbelten Sediments hatten wir noch immer Sichtweiten von ca. 5m. Wir hatten genug Zeit, einzelne Details in Ruhe anzuschauen, und sogar ein paar Dorsche kamen, um zu gucken, wer da ihre Ruhe stört.
Alles in allem ein sehr angenehmer Tag auf See, was immer wieder wie ein kleiner Urlaub ist. Ich bin mit Sicherheit im September noch mal dabei - dann entweder mit einer neuen eigenen, einer reparierten eigenen oder einer geliehenen Lampe. Man weiß ja nie!
Meine neue (bei ebay gebraucht gekaufte) Lampe durfte mit nach unten, und gemeinsam mit Diether und Charlotte ging es dann zum Wrack. Die Sich war viel, viel besser als vor vier Wochen, heute hätte man tatsächlich keine Lampe haben müssen, für die hübschen Farben der Seenelken (Orange-Rosa in allen Abstufungen) war es aber definitiv von Vorteil.
Der erste Tauchgang dauerte 34 Minuten in einer Maximaltiefe von 22,3 Metern und war noch etwas unstrukturiert, da wir davon ausgingen, dass mittschiffs nur noch Sand zu erkennen ist, da das Schiff tief im Boden eingesunken ist. Umso erstaunter waren wir, als nicht nur die Ladeluken sehr deutlich erkennbar waren, sondern die Bordwand vom Heck bis zum Bug, so dass wir tatsächlich das komplette Wrack abtauchen konnten. Einzig die Strömung von achtern Backbord war etwas anstrengend, und natürlich der Betrieb am Wrack, denn wir waren mit gut 20 Tauchern unterwegs, die zum Glück brav Buddyteam für Buddyteam runter sind, aber Verkehr war eben nach wie vor genug im Wasser.
Meine Lampe ist toll. Sie brennt und brennt und brennt und geht auch nicht mehr aus, wenn Wasser drin ist. Genau. Ich hab echt ein Händchen für technische Geräte unter Wasser. Ich hab sie dann im Maskeneimer ausbrennen lassen, weil der Schalter nicht mehr funktionierte. Und wie das Wasser reingekommen ist, weiß ich noch immer nicht, denn raus will es nun auch nicht mehr. Morgen kommt sie zur Tauchschule, vielleicht lässt sich ja was retten. Der Verkäufer von ebay hat eine Nachricht, mal sehen, ob er sich meldet.
Für den zweiten Tauchgang (32min bei 22,9m Maximaltiefe) hatten wir dann noch Dario dabei, und zu viert (ich hatte zum Glück noch eine Lampe im BDC geliehen) hatten wir sehr viel Licht, Diether hatte die Kamera dabei und trotz der vielen Taucher und einigen aufgewirbelten Sediments hatten wir noch immer Sichtweiten von ca. 5m. Wir hatten genug Zeit, einzelne Details in Ruhe anzuschauen, und sogar ein paar Dorsche kamen, um zu gucken, wer da ihre Ruhe stört.
Alles in allem ein sehr angenehmer Tag auf See, was immer wieder wie ein kleiner Urlaub ist. Ich bin mit Sicherheit im September noch mal dabei - dann entweder mit einer neuen eigenen, einer reparierten eigenen oder einer geliehenen Lampe. Man weiß ja nie!
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