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Montag, November 10, 2008

NaNo 2008 - Bericht #1

Ja, ich schreibe mal wieder. Zum ersten Mal bewege ich mich im Bereich Fantasy, und ich muss sagen: Es macht Spaß.

Mein Wordcount hängt zwar etwas hinterher, aber noch bin ich guten Mutes, ihn wieder einzufangen. Meine Ideen purzeln beim Schreiben in meinen Kopf, meine Charaktere gewinnen nach und nach an Tiefe, für einen "first draft" erscheint mir das bisher Geschriebene nicht so schlecht zu sein. Natürlich bedarf es einer sehr gründlichen Überarbeitung, wenn der Rohbau steht, aber immerhin schreibe ich und habe Spaß daran. Prokrastination inklusive, aber das gehört nun einmal dazu.

Derzeitige Wörteranzahl: 12.151. Ich habe noch zwei Stunden, muss kurz einkaufen und hoffe, dass ich vor der Arbeit wenigstens noch 1.500 bis 2.000 Wörter schaffe. Tschakka!

Freitag, Februar 01, 2008

Schnelltipper

Es gibt im Internet nichts, was es nicht gibt.

Wenn man hier und da die Spuren verfolgt, die andere im Netz hinterlassen, findet man manchmal etwas Interessantes. Gerade neulich haben wir uns bei der Arbeit darüber unterhalten, wie schnell wir wohl tippen können.

Hier ist ein Test, wer es auch versuchen will, einfach anklicken. Und wer mag, postet mir sein Ergebnis. :)

361 Zeichen

Speedtest



Viel Spaß!

Freitag, Januar 04, 2008

Krankgeschrieben

Irgendwie huste ich mir seit Tagen die Lunge aus dem Leib, mir ist schlecht, die Ohren sind zu, die Glieder schmerzen - kurz und gut: Gestern verließ ich die Arbeit nach der Hälfte der Zeit, heute sagte der Arzt, ich solle bitte bis einschließlich Mittwoch zuhause bleiben.

Hurra, hurra, die Schule brennt? Ich bin es nicht gewohnt, so lange nichts zu tun. Erstaunlich. Aber wie ich mich kenne, liege ich eh nicht die ganze Zeit im Bett herum, zumal mit Spaziergänge und leichter Sport verschrieben wurden. Und dann lassen sich einige Bücher lesen, Geschichten schreiben und Seifen sieden. Mir wird schon etwas einfallen. Nur kalt ist mir für zwei, daher steht gleich eine schöne warme Kanne Tee auf meiner Fensterbank hinter dem Schreibtisch, damit mir die Finger beim Tippen nicht abfallen.

Ein Vorsatz für das Jahr 2008 lautet, wieder deutlich mehr und vor allem kontinuierlicher zu schreiben. Jeden Tag in irgendeiner Weise 30min aufs Schreiben und alles, was dazu gehört, verwenden. Und huch, ich habe vorgestern eine komplette Geschichte über einen etwas angestaubten Friseur mit seltsamen Marotten fertig gestellt, welche ich bei einer Ausschreibung zum Thema "Haarig" einreichen werde. Zwei Testleser durften schon ans Werk, bei drei weiteren liegt der Text, danach wird er dann fertig geschliffen und abgeschickt.

Es warten aber noch weitere Ausschreibungen, und ich hoffe, zumindest zwei weitere davon bedienen zu können, zumal mir für die eine die fertigen Texte vorliegen, ich muss sie im Prinzip nur einreichen.

Das Schreibziel des Jahres:
- Den NaNo 2007 fertig schreiben und bis zum Sommer überarbeiten
- Den Roman meines Vaters bei BoD verlegen (mir fehlt nur noch das Layout ...)
- jeden Monat eine Geschichte für das Mitmachprojekt von SchreibLust fertig stellen und einreichen
- möglichst monatlich an einer weiteren Ausschreibung teilnehmen
- endlich mal wieder ein paar Veröffentlichungen sammeln
- am NaNo 2008 teilnehmen

Tja, und langfristig mehr schreiben, weniger arbeiten. Aber da es alles andere als leicht ist, vom Schreiben wirklich zu leben, hoffe ich halt darauf, wenigstens einen Teil meines Lebensunterhaltes darüber verdienen zu können. Vielleicht 30 Stunden in der Woche regulär arbeiten, den Rest dann zum Schreiben verwenden. Und Tauchen. Und Seife sieden. Und was mir noch so einfällt. *g*

Samstag, Dezember 01, 2007

NaNo-Bericht #9



Das ist mein Schreibkalender.

Für jeden Tag, an dem ich mindestens 1667 Wörter geschrieben habe, habe ich ein kleines Herz aufgeklebt, für jeden, an dem ich mindestens 2500 Wörter geschafft habe, ein mittleres. Das große habe ich mir für das Erreichen der 50.000 aufgehoben, und wie man sieht, habe ich es gestern dann wirklich aufkleben dürfen.

Mittwoch wollte ich aufgeben. Donnerstag war ich mir auch noch nicht so sicher, aber da ich meine Schicht von Freitag auf Sonntag verschieben konnte, war ich Donnerstag Abend wieder guter Hoffnung, es zu schaffen.

Um 22.41h war es so weit: Nach 11.037 Wörtern habe ich meinen Text hochgeladen und wurde als offizieller Gewinner identifiziert. Wow, was für ein Gefühl!

Und jetzt gehe ich mit den weiteren Kieler NaNos feiern, schauen wir mal, ob wir heute wieder mehr als zwei sein werden ...

Freitag, November 30, 2007

NaNo-Bericht #7

Uffz.

44.180 Wörter sind geschafft. Jetzt gehe ich einkaufen, dann esse ich und dann schreibe ich noch mal an die 1.500 Wörter, bevor der Kater zu einem Es wird. Hoffentlich kann ich mit einem kastrierten Kater genauso entspannt weiterschreiben wie mit zwei hungrigen Katzen, denn der Kleine darf ja vor der OP nichts fressen, und aus Solidarität muss Alice mithungern. Bevor sie mich anfallen und filetieren, gehe ich jetzt erstmal.

Ich schaffe das, ich bin mir ganz sicher!

Und nächstes Jahr schreibe ich etwas kontinuierlicher, versprochen! Erinnert mich bitte gelegentlich daran, okay? Danke.

Sonntag, November 25, 2007

Cornelia, der lesende Funke

Es ist zwar auch schon wieder eine Woche her, aber besser spät, als nie.

Letzten Sonntag war ich in Hamburg zur Lesung von Cornelia Funke. Sie hat aus "Tintentod", dem letzten Band der Tintenwelt-Trilogie gelesen.

Überraschend angenehm war, dass sie gemeinsam mit Rainer Strecker, der den Hörbüchern der Tintenwelt seine Stimme geliehen hat, gelesen hat.

Schade war, dass ihr Mikro nicht optimal eingestellt war und dieser Umstand auch nicht im Lauf der Veranstaltung geändert wurde. So musste man sich manches Mal sehr anstrengen, um sie zu verstehen, bei ihm gab es keine Probleme.

Besonders großartig war ihre Darstellung der Elinor, die viele Lacher und begeistertes Klatschen hervorrief.

Schön war auch, dass im Anschluss noch eine Fragerunde stattfand, wobei Fragen von ihrer Homepage gesammelt worden waren und nun von zwei Kindern vorgetragen wurden. So weiß man jetzt nicht nur das, was man eh schon wusste, zum Beispiel, dass sie mit ihren Kindern Ben und Anna in Los Angeles lebt, sondern auch, dass es ein Segen ist, als Schriftstellerin berühmt zu sein, denn niemand erkennt einen auf der Straße, schon gar nicht in LA, wo es vor prominenten Schauspielern nur so wimmelt. Wobei ich das Experiment tatsächlich gerne mal durchführen würde, denn ich bin mir recht sicher, sie zu erkennen - die Frau hat einfach eine so lebendige, sympathische Ausstrahlung, dass man ihr Lachen und ihre strahlenden Augen nicht vergessen kann.

Obwohl das Thaliatheater proppenvoll war, hat sie hinterher Bücher signiert, bat jedoch um Verständnis, dass pro Person nur ein Buch signiert wird und keine persönlichen Widmungen möglich sind. So habe ich nun Band 1 und 3 signieren lassen, immerhin hatte ich Andreas dabei, der netterweise eines meiner Bücher zum Signiertisch trug und die Wartezeit angenehm gelassen hinnahm.

Besonders beruhigend für mich als angehende Autorin (ich lasse das jetzt so stehen, obwohl ich finde, dass es seltsam und irgendwie ein Bisschen arrogant aussieht) ist ihre Aussage auf ihrer Homepage, dass sie selber erst mit 35 Jahren das Schreiben als ihre Berufung entdeckt hat. Für mich heißt das: Ganz ruhig, Du kannst es noch locker schaffen!
Ich muss ja gar nicht so berühmt werden wie Cornelia Funke und erst recht nicht so reich wie Joanne K. Rowling, aber eines Tages wäre es schon schön, wenigstens die Miete durch meine Texte bezahlen zu können.

Samstag, November 17, 2007

NaNo-Bericht #5

22.562 Wörter.

Okay, ich hinke hinterher, aber es geht noch immer voran. Langsam wird es ein Tauchroman, was ja prinzipiell nicht verkehrt ist. ;-)

Vorhin war Treffen der Kieler NaNos. Unsere Männer haben uns versetzt - ich gehe davon aus, dass sie vor lauter Schreiben den Termin vergessen haben. ;-) Wir beiden Mädels hatten aber trotzdem jede Menge Spaß und werden uns sicher auch am 01.12. köstlich amüsieren beim "Thank God it's over"-Treffen. ;-)

Alles in allem ist es eine hervorragende Idee, den inneren Kritiker oben auf den Schrank zu setzen, damit er sich raushält, nur ein grobes Konzept zu haben und einfach zu schauen, was dabei herauskommt, und schließlich einfach zu schreiben.

Ich habe insgesamt 6 Tage nichts geschrieben und gestern ganze 22 Wörter, aber wenn ich ab sofort jeden Tag im Schnitt 2106 Wörter schaffe, dann bin ich wieder im Soll. Und auch, wenn ich mich morgen in HH bei Cornelia Funke herumtreibe und daher gar nicht zum Schreiben komme, glaube ich fest daran, dass ich es schaffen kann. Weil ich es will.

Dienstag, November 06, 2007

NaNo-Bericht #4

Uffz. Ich habe vor einer knappen Stunde das erste Viertel erreicht. And still writing.

Ich schreibe wie im Wahn. Ich habe keine Lust mehr, zu prüfen, ob es gut ist, es muss raus, überarbeiten kann ich im Dezember. Oder besser im Januar, wenn der Text ein wenig gelegen hat und gereift ist.

ich muss um halb sieben aufstehen, aber das ist egal. Morgen gehe ich mich gruseln in der Villa Fernsicht, da bleibt kaum Zeit zum Schreiben, zumal ich zwischen Arbeit und Spaß noch meine Tauchflasche füllen lassen muss - nachdem Doreen der Meinung war, die Luft ist zu kalt zum Tauchen (verabredet war Freitag Nachmittag), hat Ralf es irgendwie geschafft, mich zu einem Nachttauchgang am Freitag Abend zu überreden. Nun brauche ich Luft und eine Lampe. Mal sehen, ob mir morgen eine bis Samstag geliehen wird, ohne dass ich drei Tage bezahlen muss. Meine freundliche Art und das Versprechen, mal wieder Kekse zu backen, könnte helfen. ;-)

Aktueller word count: 13.155. Still writing. Whisky ist ein prima Treibstoff, wenn man ihn in Maßen einsetzt.

Sonntag, November 04, 2007

NaNo-Bericht #3

Erkältung? Regelschmerzen? Gegen Ersteres hilft ein heißes Bad und Hühnersuppe, gegen Letzteres Paracetamol, das ich hoffentlich bald wiederfinde.

Aber eigentlich ist das alles egal, denn ich habe 10.057 Wörter! Keine Ahnung, woher die alle gekommen sind, aber sie haben versprochen, dass dort, woher sie kommen, noch ganz viele sind, und die werden sich in den nächsten Tagen und Wochen auf den Weg zu mir machen!

Wenn ich in dem Tempo weiterschreiben sollte, bin ich am 20.11. fertig. Zumindest habe ich dann die Mindestwortzahl erreicht, ob der Roman damit vollständig erzählt ist, sei dahingestellt. Aber ich finde es sehr tröstlich, dass ich jetzt ein kleines Polster vor mir herschieben kann - und niemand verbietet mir, früher fertig zu sein, das ist besonders toll!

Vor drei Jahren war ich am 30.11. fertig, der Roman jedoch unvollendet und ich habe ihn auch nie wieder angesehen.

Vor zwei Jahren habe ich bei ca. 10.000 Wörtern nach knapp zwei Wochen aufgegeben, weil ich das Gefühl hatte, mir eine großartige Idee zu zerstören.

Letztes Jahr habe ich nach knapp 15.000 Wörtern und ungefähr einer Woche aufgegeben, weil ich das Gefühl hatte, ohne jede Intention zu schreiben.

Dieses Jahr habe ich einen groben Plot und tausend Ideen und bin wild entschlossen, fertig zu werden. Noch wilder entschlossen bin ich, das Geschriebene am Ende in eine sinnvolle Form zu bringen und ihm im Laufe der kommenden Monate einen Feinschliff aufzulegen. Wer weiß, vielleicht darf es ja sogar irgendwann irgendwer lesen. ;-)

Samstag, November 03, 2007

NaNo-Bericht #2

Wir schreiben einen Roman. Okay, wir schreiben viele Romane.

Ich habe inzwischen 7278 Wörter erreicht und liege damit über dem Mindestwert von 5001 Wörtern, die ich bis heute erreicht haben müsste.

Das Gute: Ich habe nicht das Gefühl, dass mir der Stoff ausgeht.

Auch gut: Ich kann auch im halbkranken Zustand schreiben.

Mal sehen, wohin es mich morgen bringt. Derzeit ist meine Protagonistin auf Tobago, aber ich wäre nicht die chaosqueen, wenn ich nicht meine Romane auch im totalen Chaos schreiben würde, so habe ich eine Datei für Zwischengedanken, eine für hypothetische Dialoge und eine für Erinnerungen. Eine Einleitung habe ich auch noch, und ich denke, es kommen noch einige weitere Teile dazu.
Im Dezember werde ich dann all diese Fragmente in eine mehr oder weniger sinnvolle, wenn auch mit Absicht nicht chronologische Reihenfolge bringen.

Für die Orte außerhalb Deutschlands, die in meinem Roman auftauchen, gibt es eine wichtige Regel: Ich muss schon mal dort gewesen sein. Alles andere ist ohne sehr umfangreiche Recherche unglaubwürdig, und selbst mit Recherche fehlt einem doch oft das Gespür dafür, was geht und was nicht. Und sei es nur, dass man einen Club in einem reinen Wohngebiet ansiedelt, oder vierspurige Straßen legt, wo keine sind. Nicht wichtig, aber für Ortsansässige eben doch der Hinweis, dass der Autor nie vor Ort gewesen ist. Das will ich mir und meinen Lesern ersparen.

Hier übrigens ein Bild meines Co-Autors:



Ich bin sehr gespannt, wann er einen Beitrag zum Roman leistet, indem er über die Tasten läuft - und wann er mich in den Wahnsinn treibt, weil er mit seiner Pfote den Ausschaltknopf betätigt. Nahe genug daran liegt er ja.

Donnerstag, November 01, 2007

NaNo-Bericht #1

Es ist gerade mal halb zehn am 1.11. und ich habe schon fast meinen Mindest-Wordcount. Muss ich allerdings auch, denn in einer Stunde muss ich los und bin erst gegen 20.30h wieder hier.

Aber es läuft, und zwar besser, als ich vermutet hatte. Kurzer Einstieg, dann die erste Episode angefangen, und nun bin ich quasi zum Tauchen auf Tobago und schreibe, schreibe, schreibe. Gut tut es, vor allem, weil ich noch das Gefühl habe, dass es kein allzu platter Mist ist. Aber das kann ja noch kommen, der Monat ist lang.



Mal sehen, ob ich es schaffe, am Ende das Gewinnder-Bildchen hochzuladen. Bitte fleißig mitfiebern und Daumen drücken!

Mittwoch, Oktober 31, 2007

Oops, I'll do it again

Ich hab mir geschworen, dass letztes Jahr das letzte Mal NaNo war, aber der Sog war stärker.

Ich werde auch dieses Jahr wieder versuchen, 50.000 Wörter in 30 Tagen zu schreiben. und vielleicht wieder nach 10.000 Wörtern verzweifeln und aufgeben. Vielleicht aber auch nicht.

Der Unterschied: Dieses Jahr habe ich weder einen auf die Schnelle gestrickten Plot aus dem Ärmel gezaubert, noch versuche ich, etwas, das ich seit Jahren schreiben will, in diesen engen Zeitrahmen zu stopfen.
Dieses Jahr schreibe ich eine Art Tagebuch mit Zukunftsperspektiven, eine Story, die auf eigenen Erfahrungen basiert, sich aber nicht notwendigerweise ausschließlich daran hält, und die ich "Lola rennt"-mäßig mit diversen potentiellen Fortgängen versehen will.

Ich habe nicht den Anspruch, dass irgendjemand außer mir den Text jemals lesen soll, was mir den Druck nimmt, verdammt gut zu sein. Eigentlich will ich nur mit Möglichkeiten und der Sprache spielen und so endlich mal wieder warm werden mit dem Schreiben an sich. Meine kreative Pause hat lang genug gedauert, ich habe Anfang Oktober die erste und einzige Geschichte dieses Jahres fertiggestellt, hoffe aber, dass es nicht dabei bleibt.

Und ja, ich habe quasi an zwei Ausschreibungen teilgenommen: Die Oktobergeschichte habe ich für das Schreiblust-Mitmach-Projekt verfasst und dort hochgeladen, die Ergebnisse der Auswertung kommen heute Abend oder morgen. Bin gespannt, wo ich mich befinde, ich hoffe auf gutes Mittelfeld.

Außerdem habe ich sehr spontan eine vor knapp zwei Jahren geschriebene Geschichte beim Lions Club Hamburg eingereicht, dort war gestern Einsendeschluss für die Ausschreibung zum Thema "Kreuzungen". Viel Hoffnung mache ich mir nicht, aber wer weiß ...

Mittwoch, Juli 11, 2007

Es war einmal ...

... eine wunderschöne Prinzessin, die in einem etwas chaotischen Schloss lebte und den ganzen Tag Besseres zu tun hatte, als aufzuräumen.

Als sie dann Königin wurde, nannte man sie deshalb auch "chaosqueen". da ihre einzige Untertanin mit Streicheleinheiten und Futter sehr zufrieden war, war das aber kein zu großes Problem, und Diplomaten aus anderen Ländern fanden in ihrem Schloss immer ein freies Plätzchen zum Sitzen.

Eines Tages kam ein König in einem Schafspelz vorbei, wärmte sie in der Nacht, half ihr, das Chaos in ihrem Schloss und ihrem Herzen zu sortieren und reichte ihr seine Hand und sein Herz, um fortan gemeinsam mit ihr durchs Leben zu wandeln.

Als Pfand gab sie ihm ihr Herz und bat darum, dass er es pfleglich behandeln möge, was er mit großem Ernst versprach.

Es hätte alles sehr schön werden können, wäre da nicht noch die Königin der Schafe gewesen, die ihren Gemahl nicht ziehen lassen wollte. Kurzerhand ließ sie eine Beraterin anrücken, die ihm Kopf und Herz wieder an den rechten Fleck rücken sollte.

Unsere Königin war derweil auf einer weiten Reise, um diplomatische Beziehungen mit den Bewohnern eines anderen Landes aufzunehmen, mit Trollen, Elchen und Fichten.

Während draußen die Welt im Regen unterging, verzehrte sich ihr Herz vor Angst, denn eine kleine Stimme flüsterte ihr ein, dass die Königin der Schafe und ihre Beraterin Erfolg haben würden. Und so war nicht nur das Wetter trüb, sondern auch die Seele der kleinen Königin.

Als die Chaoskönigin wieder in ihrem Reich ankam, fand sie es leer und verwaist vor, und ihre Angst wurde zu Gewissheit.

Sie konnte es nicht glauben, doch sie konnte ihrem König nicht böse sein, denn er hatte erkannt, dass Weglaufen keine Lösung ist und wollte sich seinen Herausforderungen stellen.

Fortan saß die Königin in ihrem Schloss und schaute jeden Tag in die Ferne, in der Hoffnung, am Horizont ein Schaffell aufblitzen zu sehen.

Und wenn sie nicht gestorben ist, dann wartet sie noch heute. Und auch morgen. Und mit Sicherheit auch noch nächste Woche. Geduld ist zwar nicht ihre Stärke, aber Beharrlichkeit.

Samstag, Juni 23, 2007

Ich bin nicht Dan Brown ...

Oder: 101 reasons to stop writing.

Amüsant, teilweise sehr, sehr wahr und vor allem durchaus hilfreich, wenn man wie ich anscheinend gerade mal wieder in einer Schaffenskrise steckt. Ich habe nicht den Ansatz einer sinnvollen Kurzgeschichte in mir, und mein Roman hält seit Monaten Dornröschenschlaf.

Vielleicht gibt der Urlaub etwas Aufschwung, wenn nicht, mache ich mir aber keine Sorgen. Meine Muse ist halt sehr beschäftigt, aber eines Tages wird sie sich an mich erinnern, und dann wird sie mich küssen ... yeah!

Dienstag, März 13, 2007

Neues aus der Schreibwerkstatt #6

Flora lebt.

1283 Wörter bisher, gut vier Seiten, und noch immer nicht das Gefühl, nur Mist zu schreiben.

Wenn ich es schaffe, jeden Tag eine Seite zu schreiben, sollte ich irgendwann im Sommer ans Ziel kommen. Schön wäre es.

Allerdings gehört zum Schreiben auch Recherche, Analyse und viel harte Kleinarbeit. Ein Buch über die Gestaltung von Figuren liegt im ToRead-Stapel, mindestens eines zum Thema Plot sollte sich noch dazu gesellen. Dann schaffe ich es vielleicht, endlich weiter als bis zum Ende des ersten Kapitels zu kommen.

Wie gut, dass meine Whisky-Vorräte so unerschöpflich sind, denn auch, wenn ich nicht Hemingway und Bukowski nacheifern will, muss ich doch zugeben, dass das Zeug irgendwie eine magische Auswirkung hat.

Na denn: Prost!

Samstag, März 10, 2007

Neues aus der Schreibwerkstatt #5

Ich grüble seit nunmehr drei Jahren an einem Jugendroman herum. Ich weiß, worum es geht, kenne meine Protagonistin und weiß auch, was ihr passiert und wohin ich grob will mit der Geschichte. Trotzdem bin ich immer wieder daran gescheitert, es aufzuschreiben.

Seit dem letzten NaNo hab ich Ulysses, ein geniales kleines Programm zum Schreiben von umfangreicheren Texten, denn man kann Konzept, Personenbeschreibungen und Rohfassung prima nebeneinander stehen haben und sehr leicht hin und her wechseln.

In Ägypten habe ich mal wieder die ersten Sätze für Flora geschrieben, und jetzt wird es Zeit, nach und nach mehr hinzuzufügen. Für gedrückte Daumen, Inspirationspartikel oder einfach nur gutes Zureden bin ich immer dankbar, auch wenn ich weiterhin daran festhalte, nichts über den Inhalt zu verraten, solange ich noch am Text arbeite. Oder zumindest nicht zu viel und definitiv keine Details.

300 Wörter bisher, und noch gefallen sie mir. Aber die Kosmetik verschiebe ich eh auf später, sonst werde ich wieder nicht weit kommen. Wenigstens das habe ich vom NaNo gelernt: Erst schreiben, dann denken, dann überarbeiten.

Mittwoch, Januar 31, 2007

Schreib(un)lust made by Erkältung

Da ist es wieder, dieses Gefühl, als wolle eine Geschichte aus mir heraus, sie klopf und pocht im Kopf herum, der Bauch grummelt ein wenig im Takt (nein, ich hab keine Blähungen, danke der Nachfrage!), die innere Unruhe stellt sich ein. Eigentlich alles prima, nur ... Das Thema fehlt.

Mal wieder eine hoffnungslos hoffnungslose Geschichte über das unendliche Thema der unerfüllbaren Liebe? Och nö, eigentlich hat die Welt davon genug. Ein paar Gedanken für meinen Jugendroman wälzen? Mache ich täglich, allerdings findet kaum etwas davon den Weg aufs Papier.

Stöbern, welche Ausschreibungen auf mich warten? Das könnte helfen.

Und wer weiß, vielleicht hilft es ja, dass mein Kopf gerade nur auf einem Viertel der üblichen Leistung läuft, denn manche meiner Geschichten habe ich selber erst nach ihrer Fertigstellung gelesen und war erstaunt über das, was passiert, wenn man nicht denkt.

Wie auch immer, ich werde mal prüfen, ob meine Kreativität zu mir zurückkehrt.

Freitag, November 03, 2006

Novemberschreiben?

Da bin ich. Übermüdet, mit den ersten 6.819 Wörtern in der Tasche und einem sehr lustigen Maildialog hinter mir, den ich euch nicht vorenthalten will. Vielleicht hat ja noch jemand Lust, den Damen und Herren ein paar Fragen zu stellen.

Den NaNoWriMo gibt es seit 1999, gegründet wurde er von Chris Baty in Californien. Seit 2000 findet er jährlich im November statt. November ist NaNo-Monat.

Nun gibt es seit kurzem ein Projekt "Novemberschreiben" in der Schweiz. Die Sätze, die dort zur Werbung genommen werden, klingen fast genauso wie die auf der NaNo-Seite, nur halt auf Deutsch. Zufall? Aber warum dann auch exakt 50.000 Wörter in 30 Tagen, warum auch im November? Und warum nicht der leisteste Hinweis auf deren Seite oder in den Foren? Und warum soll ich fürs Novemberschreiben teure Kurse in Anspruch nehmen, wenn ich die Motivation beim Nano kostenlos haben kann?

All diese Fragen habe ich mir gestellt. Also hab ich mich im Forum angemeldet und folgendes gepostet (Thread-Titel war "NaNoWriMo"):

Ich bin doch etwas erstaunt, dieses Forum zu finden, gibt es doch seit 1999 das weltweite Projekt NaNoWriMo, welches sich großer Beliebtheit erfreut und nach den gleichen Regeln spielt wie das Novemberschreiben.

Meine Frage: Warum muss es das doppelt geben? Und wieso braucht man kostenpflichtige Seminare? Und warum findet man hier nichts über den NaNoWriMo, der doch so offensichtlich Pate stand?

Nun ja, das erste ist ja jedem selber überlassen, aber ein Hinweis darauf, dass man dieses Projekt an das des Herrn Chris Baty aus California, USA, angelehnt hat, wäre doch schön! :)

Herzliche Grüße
chaosqueen


als ich mich einen Tag später wieder einloggen wollte, bekam ich folgende Anzeige:

Du wurdest von diesem Forum verbannt.
Kontaktiere den Administrator, um mehr Informationen zu erhalten.


Interessant. Da hab ich wohl einen wunden Punkt getroffen. Also hab ich geschaut, wie ich den Administrator kontaktieren kann, festgestellt, dass deren Forum kein Impressum hat und mich an deren allgemeine Kontaktadresse gewandt.

Folgende Mail habe ich verschickt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Erstaunen las ich eben folgende Nachricht, als ich versuchte, mich in Ihrem Forum erneut einzuloggen:

"Du wurdest von diesem Forum verbannt.
Kontaktiere den Administrator, um mehr Informationen zu erhalten."

Da ich leider anscheinend keine Möglichkeit habe, dies direkt auf der Startseite des Forums zu tun, kontaktiere ich Sie nun per E-Mail mit der bitte, um Aufklärung, gegen welche Regel ich verstoßen habe.

Mit freundlichen Grüßen
XXX (chaosqueen)


Die Antwort kam recht rasch, ich hab sie heute morgen dann gelesen:

Guten Abend Frau XXX
Vielen Dank für Ihr E-Mail.
Wie bereits im nanowrimo-Forum erwähnt, haben die Organisatoren des Novemberschreibens direkt mit Chris Baty Kontakt aufgenommen.
Chris Baty hat uns zurückgeschrieben:
"..möchte ich betonen, dass ich es wunderbar finde, dass du eine Roman-in-einem-Monat-Veranstaltung leitest. In den sieben Jahren, seit ich mit NaNoWriMo zu tun habe, sehe ich immer wieder, wie ein fester Termin und eine unterstützende Gemeinschaft wahre Wunder für Autoren bewirken können. Ich bin sicher, dass das für dich auch der Fall sein wird.."
Wir vom Novemberschreiben sind in bestem Einvernehmen mit Chris Baty und verstehen die Aufruhr nicht. Nehmen Sie doch bitte direkt mit ihm Kontakt auf.
Freundliche Grüsse
Frau YYY


Nun ja, man kann ja mal aus lauter Müdigkeit und wegen der vielen Anfragen die eigentliche Frage übersehen. Also hab ich noch eine Mail geschrieben:

Liebe Frau YYY,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!

Nur verstehe ich noch immer nicht, warum ich aus ihrem Forum verbannt wurde. Weniger denn je zuvor.

Warum wird der NaNoWriMo bei Ihnen nirgendwo erwähnt und warum wird man aus dem Forum verbannt, wenn man danach fragt?

Das kommt mir nach wie vor suspekt vor. Sie haben Zugriff auf unser Forum und können lesen, worüber diskutiert wird. Dass ihr Forum und Ihre Veranstaltung mit kommentarlosem Löschen von Usern nicht an Popularität gewinnt, sollte Ihnen doch klar sein.

Eine Begründung meiner Löschung fehlt mir nach wie vor und würde mich nach wie vor interessieren.

Chris Baty wird mir die Frage wohl nicht beantworten können, auch wenn Sie mir empfehlen, direkt mit Ihnen Kontakt aufzunehmen.

Freundliche Grüße
XXX


Und dann kam dies:

Liebe Frau XXX
Bei uns kann auch jeder im Forum lesen, worüber diskutiert wird. Nachdem uns Jassanja nahegelegt hat, wir sollen nanowrimo nicht im gleichen Atemzug wie Novemberschreiben erwähnen, halten wir uns strikte daran. Wir wollen keinen Aerger.
Das hier ist eine Angelegenheit zwischen Chris Baty und Novemberschreiben. Und diese wurde geregelt.
Freundlichst - Frau YYY


Mal abgesehen davon, dass Jassanja darum gebeten hatte, dass es doch nett gewesen wäre, Chris Baty erst darauf hinzuweisen, dass man ein vergleichbares Projekt plant, bevor man es heimlich laufen lässt und dann nicht mal aufs Original verweist, war das noch immer nicht die Antwort auf meine Frage. So richtig ernst genommen fühlte ich mich nicht mehr. Also noch mal, eventuell ist man in der Schweiz etwas langsamer, ist ja auch noch immer früh am Morgen:

Liebe Frau YYY,

langsam glaube ich, Sie wollen mich absichtlich missverstehen.

Ich habe in Ihrem forum gefragt, wieso es keinen hinweis auf den NaNoWriMo gibt.

Ihre Reaktion war, meinen Account zu löschen.

Das nenne ich weder Meinungsfreiheit noch Recht zum Lesen.

DAFÜR möchte ich noch immer eine Erklärung. Ich habe weder gehetzt noch mich sonst irgendwie ungebührlich verhalten, sondern einfach eine Frage gestellt. Wenn das ein Grund ist, mich von ihrem Forum zu verweisen, fühle ich mich in meiner Meinungsfreiheit arg eingeschränkt.

Und Jassanja sagt etwas anderes - laut Chris Baty sollte klargestellt werden, dass es sich um ein Konkurrenzprodukt handelt. Dass NaNo nirgends erwähnt wird, war nicht das Ziel der Nachfrage.

Verwunderte Grüße
XXX


Es war wohl zu erwarten, dort wird halt ein Angriff gesehen, wo keiner ist (oder zumindest keiner geplant war) und sofort geschossen, bevor man nach Freund oder Feind fragt, ist ja auch einfacher (man beachte nebenher, dass ich in meiner ersten Mail NaNo mit keiner Silbe erwähnt habe, sie wusste also sehr genau, dass ich wegen meiner Anfrage zum NaNo gelöscht wurde und schafft es nicht, dies einzugestehen):

Liebe Frau XXX
Glauben Sie mir, wir hätten es uns auch anders gewünscht. Wir wollen keinen Aerger und dabei bleibt es. Sie können sich an Chris Baty wenden und er wendet sich dann an uns. Damit ist für uns das Thema erledigt. Wir verhandeln nur mit ihm direkt.
Alles Gute - Frau YYY
PS: Sie haben meine Version gehört und die von Jassanja. Es bleibt Ihnen übelassen, was Sie glauben wollen.


*seufz*

eines ist klar, von Menschen, die weder denken noch lesen können, würde ich mir nicht das Schreiben beibringen lassen. Und schon gar nicht gegen Geld.

Meine nicht mehr freundliche Antwort:

Noch mal zum Mitlesen:

ICH WURDE FÜR IHR FORUM GESPERRT, DAS HAT NICHT CHRIS BATY ZU VERANTWORTEN SONDERN IHR ADMINISTRATOR UND DAHER WILL ICH VON IHNEN EINE AANTWORT!!!

HERRGOTTNOCHMAL, BISHER DACHTE ICH, AUCH IN DER SCHWEIZ WÜRDE MAN DEUTSCH VERSTEHEN.


So, und nun gehe ich duschen und dann frage ich mal Chris Baty, wieso ich vom Novemberschreiben gelöscht wurde. Bin mal gespannt, ob er sich mit dem Kindergarten auseinandersetzen will.

Dienstag, Oktober 17, 2006

NaNo again

Ja, meine Freunde, ich wollte dieses Jahr nicht am National Novel Writing Month teilnehmen, weil ich vor zwei Jahren einen grottigen Text verfasst habe, der die Bezeichnung "Roman" nicht verdient, und weil ich letztes Jahr eine Menge Veränderungen in meinem Leeben hervorgerufen habe, die ohne NaNo vielleicht anders verlaufen wären. Natürlich auch, weil ich weiß, dass man in 30 Tagen keinen vollwertigen Roman schreiben kann, und weil ich Freunde habe, die mich hin und wieder sehen möchten. Alles gute Gründe dagegen.

Heute morgen kam der eine gute Grund dafür durch die Tür spaziert: Ein Plot. eine Idee, vielmehr, denn der Plot wird sich wohl beim Schreiben entwickeln. Nun hab ich den Salat, einen Protagonisten, der geschrieben werden will, eine gute Fee, die eine Botschaft verkünden und ein paar Orte, die dringend schreibend besucht sein wollen.

Wenn ihr mich im November sucht, bin ich am Schreibtisch. Wenn ich bei ICQ away bin, meine ich das ernst. Und wenn ich auf Telefonanrufe und Klingeln nicht reagiere, hilft vielleicht ein Pop-Up-Fenster auf meinem Rechner mit dem Hinweis, dass es ein Leben außerhalb des NaNo gibt, welches gerade zu mir will.

Das Tolle ist: Dieses Jahr habe ich nicht den Ehrgeiz, den Plot vorher zu kennen. Mein Prot hat 30 Tage, so wie ich. Schauen wir mal, was er in diesen Tagen alles erlebt.

Montag, September 04, 2006

Wie war das noch mit den Kommata?

Aus aktuellem Anlass (ich bin nicht nachtragend, aber rechthaberisch!) eine nette Spielerei, mit der man sein grammatikalisches, rechtschreibendes (?) und sprachliches Wissen testen kann:

Zwiebel-Test

Viel Spaß! Ich hab übrigens 51 Punkte erreicht, wer toppt mich?