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Sonntag, November 25, 2007

Cornelia, der lesende Funke

Es ist zwar auch schon wieder eine Woche her, aber besser spät, als nie.

Letzten Sonntag war ich in Hamburg zur Lesung von Cornelia Funke. Sie hat aus "Tintentod", dem letzten Band der Tintenwelt-Trilogie gelesen.

Überraschend angenehm war, dass sie gemeinsam mit Rainer Strecker, der den Hörbüchern der Tintenwelt seine Stimme geliehen hat, gelesen hat.

Schade war, dass ihr Mikro nicht optimal eingestellt war und dieser Umstand auch nicht im Lauf der Veranstaltung geändert wurde. So musste man sich manches Mal sehr anstrengen, um sie zu verstehen, bei ihm gab es keine Probleme.

Besonders großartig war ihre Darstellung der Elinor, die viele Lacher und begeistertes Klatschen hervorrief.

Schön war auch, dass im Anschluss noch eine Fragerunde stattfand, wobei Fragen von ihrer Homepage gesammelt worden waren und nun von zwei Kindern vorgetragen wurden. So weiß man jetzt nicht nur das, was man eh schon wusste, zum Beispiel, dass sie mit ihren Kindern Ben und Anna in Los Angeles lebt, sondern auch, dass es ein Segen ist, als Schriftstellerin berühmt zu sein, denn niemand erkennt einen auf der Straße, schon gar nicht in LA, wo es vor prominenten Schauspielern nur so wimmelt. Wobei ich das Experiment tatsächlich gerne mal durchführen würde, denn ich bin mir recht sicher, sie zu erkennen - die Frau hat einfach eine so lebendige, sympathische Ausstrahlung, dass man ihr Lachen und ihre strahlenden Augen nicht vergessen kann.

Obwohl das Thaliatheater proppenvoll war, hat sie hinterher Bücher signiert, bat jedoch um Verständnis, dass pro Person nur ein Buch signiert wird und keine persönlichen Widmungen möglich sind. So habe ich nun Band 1 und 3 signieren lassen, immerhin hatte ich Andreas dabei, der netterweise eines meiner Bücher zum Signiertisch trug und die Wartezeit angenehm gelassen hinnahm.

Besonders beruhigend für mich als angehende Autorin (ich lasse das jetzt so stehen, obwohl ich finde, dass es seltsam und irgendwie ein Bisschen arrogant aussieht) ist ihre Aussage auf ihrer Homepage, dass sie selber erst mit 35 Jahren das Schreiben als ihre Berufung entdeckt hat. Für mich heißt das: Ganz ruhig, Du kannst es noch locker schaffen!
Ich muss ja gar nicht so berühmt werden wie Cornelia Funke und erst recht nicht so reich wie Joanne K. Rowling, aber eines Tages wäre es schon schön, wenigstens die Miete durch meine Texte bezahlen zu können.

Montag, März 13, 2006

Hörbar - ein Lesungsbericht

Am Samstag war es mal wieder so weit: Ich habe in bochum in der Honey Hair Bar gelesen.

Thema war diesmal "Sex und so", was wohl nicht alle im Publikum so richtig mitbekommen hatten ...

Den Auftakt machte Frauke mit einer großartigen Story über den ersten Vibratorkauf einer leicht verklemmten Mitbürgerin und hatte damit die Lacher auf ihrer Seite.

Danach kam ich mit Tango to Evora, was nicht zufällig nach dem gleichnamigen Stück von Loreena McKennitt benannt ist, welches auch im Hintergrund lief. Das Publikum war totenstill, allerdings wurde mir berichtet, dass ein Pärchen sich ab der Stelle mit den Handschellen ständig kichernd in die Seiten piekste. Vermutlich haben die beiden nur Sex, wenn sie Kinder zeugen wollen. Selbstverständlich mit Decke drüber, Licht aus und ja nicht zu vielen unanständigen Bewegungen.

Insgesamt hatten wir eine angenehme Mischung aus Texten, in denen es in den verschiedensten Varianten um Sex und Erotik ging. Ob nun die Vagina der Freundin versucht, dem Kerl klarzumachen, dass er ein Versager ist, der Geliebte buchstäblich zerfloss (nein, das war nicht meine Geschichte und auch nicht so ganz mein Fall, aber Geschmäcker sind nunmal verschieden) oder ein körperloses Alien nach Vereinigung mit einer Menschenfrau sucht, es war auf jeden Fall ein rundum gelungener Abend.

Alles in allem war der Abend kurzweilig und abwechslungsreich, und die cocktails wie immer lecker. Nur das Eis auf den Straßen war zumindest bei der Anfahrt etwas hinderlich.

Samstag, Oktober 08, 2005

Aus-Lese

So, gestern war es mal wieder so weit: Lesung in der Honey Hair Bar. Obwohl es eine weitere Veranstaltung von kurzgeschichten.de in Lahr gab, waren nicht nur die Lesenden anwesend, sondern drei weitere Mitglieder von kg.de und vierzehn "fremde" Zuhörer, was den Raum schon zu zwei Dritteln füllte.

Mir fiel etwas sehr spät auf, dass ich zwei thematisch sehr verwandte Geschichten lesen würde, ändern konnte ich es nicht mehr. So ganz zufrieden war ich mit mir, meinen Texten und meiner Vorstellung nicht, aber das es um "Herbst und Humor" ging, hat Jack meine Herbstgeschichten mit seinem Humor mehr als herausgerissen! Göttlich, dieser Performances!

Das Highlight der Vergleiche war aber eindeutig Uwes kotzende Schlange, die "wie eine untote Stola ohne Puschel" über einem Ast hängt. Wer den ganzen Text lesen will, schaue hier: Was im Garten Eden wirklich geschah

Heute fiel das Magic-Turnier wegen Übermüdung für mich aus, stattdessen war Musik hören, Lesen und Faulenzen dran. Auch mal wieder wichtig!

Wenn mir innerhalb von einer Woche noch Texte zum Thema "Spuren" beziehungsweise "Nacht" einfallen, werde ich endlich mal wieder an einem oder sogar zwei Wettbewerben teilnehmen. Mal schauen, was mein übermüdetes Gehirn so alles zustande bringen wird.