Sonntag, August 19, 2007

Und es gibt sie wirklich!

Die Rede ist von der Inger Klit, denn heute habe ich es erneut gewagt, am Sonntag zu absolut unchristlicher Zeit aufzustehen (nicht mal mehr Mönche stehen vor 05.00h auf, da bin ich mir fast ganz sicher!), um mit Diether nach Kappeln und von dort mit einer Horde lustiger Leute auf der Wiking die Schlei herunterzufahren. Zunächst sah alles gut aus für die Stentrans, aber da der Wind dann doch gut auffrischte, ging es erneut zur Inger Klit.

Meine neue (bei ebay gebraucht gekaufte) Lampe durfte mit nach unten, und gemeinsam mit Diether und Charlotte ging es dann zum Wrack. Die Sich war viel, viel besser als vor vier Wochen, heute hätte man tatsächlich keine Lampe haben müssen, für die hübschen Farben der Seenelken (Orange-Rosa in allen Abstufungen) war es aber definitiv von Vorteil.

Der erste Tauchgang dauerte 34 Minuten in einer Maximaltiefe von 22,3 Metern und war noch etwas unstrukturiert, da wir davon ausgingen, dass mittschiffs nur noch Sand zu erkennen ist, da das Schiff tief im Boden eingesunken ist. Umso erstaunter waren wir, als nicht nur die Ladeluken sehr deutlich erkennbar waren, sondern die Bordwand vom Heck bis zum Bug, so dass wir tatsächlich das komplette Wrack abtauchen konnten. Einzig die Strömung von achtern Backbord war etwas anstrengend, und natürlich der Betrieb am Wrack, denn wir waren mit gut 20 Tauchern unterwegs, die zum Glück brav Buddyteam für Buddyteam runter sind, aber Verkehr war eben nach wie vor genug im Wasser.

Meine Lampe ist toll. Sie brennt und brennt und brennt und geht auch nicht mehr aus, wenn Wasser drin ist. Genau. Ich hab echt ein Händchen für technische Geräte unter Wasser. Ich hab sie dann im Maskeneimer ausbrennen lassen, weil der Schalter nicht mehr funktionierte. Und wie das Wasser reingekommen ist, weiß ich noch immer nicht, denn raus will es nun auch nicht mehr. Morgen kommt sie zur Tauchschule, vielleicht lässt sich ja was retten. Der Verkäufer von ebay hat eine Nachricht, mal sehen, ob er sich meldet.

Für den zweiten Tauchgang (32min bei 22,9m Maximaltiefe) hatten wir dann noch Dario dabei, und zu viert (ich hatte zum Glück noch eine Lampe im BDC geliehen) hatten wir sehr viel Licht, Diether hatte die Kamera dabei und trotz der vielen Taucher und einigen aufgewirbelten Sediments hatten wir noch immer Sichtweiten von ca. 5m. Wir hatten genug Zeit, einzelne Details in Ruhe anzuschauen, und sogar ein paar Dorsche kamen, um zu gucken, wer da ihre Ruhe stört.

Alles in allem ein sehr angenehmer Tag auf See, was immer wieder wie ein kleiner Urlaub ist. Ich bin mit Sicherheit im September noch mal dabei - dann entweder mit einer neuen eigenen, einer reparierten eigenen oder einer geliehenen Lampe. Man weiß ja nie!

Freitag, Juli 27, 2007

Matrix PingPong

Mein Gehirn ist gerade runtergefahren, daher stelle ich mal wieder lustigen Spielkram rein:

Matrix PingPong

Ansonsten versuche ich gerade, mein Gehirn mit dem Wissen des PADI Rescue Diver Manuals zu füllen, aber ich glaube, ich hab genug gelesen und werde morgen dann einfach mal ins Wasser gehen. Hab ja eine fähige Tauchlehrerin, die notfalls auch mal als Personal Coach zur Motivationsspritze greift. Hab ich vorhin dringend gebraucht, danke Yvonne! :-)

Bald darf auch ich sagen: "Ich bin PADI Rescue Diver, darf ich Ihnen helfen?" ;-)

Montag, Juli 23, 2007

Gerüchten zufolge war da ein Wrack

Gestern morgen bin ich um 04:45h aufgestanden. Genau. Am Sonntag.

Um 05:15h stand mein Tauchpartner vor der Tür, und nachdem wir dann meine Sachen (Box, Flasche, Blei) in seinem Auto verstaut hatten, ging es ab nach Kappeln.

Um Punkt 06:00h standen wir an der Wiking, gemeinsam mit einer Handvoll weiterer Taucher, während der Skipper und das Baltic Dive Center noch auf sich warten ließen. Okay, wir waren auch ganz schön früh, das Schiff sollte erst um 06:30h ablegen.

Nach und nach trudelten die anderen ein, der Skipper ebenfalls und wir konnten an Bord gehen. Toll, wie viele Flaschen man so braucht, wenn 26 Leute zwei Tauchgänge machen wollen! Muskeltraining war also inklusive.

Um 06:35h legten wir ab, um die Brückenöffnung um 06:45h zu erwischen. Kaum waren die Leinen los, kamen noch drei Autos mit Tauchern, die dann kurzerhand angewiesen wurden, auf der anderen Seite der Brücke am Hafen zu warten. Die Wiking fuhr rüber und machte in einem spannenden Manöver etwas schräg fest, so dass das gesamte Equipment an Bord gehoben werden musste. Und schon wieder stand ich an vorderster Front und hab die Sachen entgegen genommen - schon gut, wenn man mal gesegelt ist und schwindelfrei auf der Reeling stehen kann - na gut, nicht wirklich auf der reeling, aber einen fuß links und einen rechts der Reeling auf der Bordwand.

Als auch die Nachzügler eingeladen worden waren, ging es schleiabwärts und dann Richtung Norden in die Flensburger Förde zur Inger Klit. Aufgrund des doch recht starken Windes war das im Vergleich zur Sten Trans die bessere Wahl, denn dort hätten wir mit Strömung und Welle zu kämpfen gehabt.

Nach Einteilung der Buddyteams, Verzichtserklärung auf Schadenersatz im Falle von Tod und anderen Widrigkeiten und einer Einweisung in die örtlichen Gegebenheiten machten wir uns nach und nach fertig und gingen runter. Die beiden "Chefs" Oli und Matthias als erste, um das Schiff am Wrack zu befestigen und so zugleich eine Orientierungshilfe beim Abstieg zu liefern. Als Matthias feststellte, dass Diether und ich keine Lampen haben, meinte er nur, wir würden kaum etwas zu sehen bekommen, aber die Aufbauten könne man schon ganz gut erkennen, wenn man von unten nach oben schaut. Naja, man muss halt selber sehen.

Der Abstieg war schon spannend, denn die Leine ging steil nach unten - und führte uns dann wieder an die Oberfläche, weil andere Taucher beim Aufstieg sie mal eben mitgenommen hatten. Es war also relativ viel Spiel drin. Nach erneutem Versuch ging es abwärts, wurde etwas kälter (aber im 7mm Semidry plus Eisweste durchaus erträglich) und dann stockdunkel. Die Sicht war eh extrem schlecht (maximale Sichtweite 1m, aber das auch nur in Oberflächennähe) und ein Algenblütenteppich hat dann wirklich das letzte Licht geschluckt.

Das Wrack haben wir gefunden - ich bin am Ende der leine dagegen geschwommen. Gesehen hab ich nur kurz etwas, als ich etwa 30cm mit der Nase davor war. Ohne Lampe in einem unbekannten, dunklen Tauchgebiet die Leine verlassen? No way. Also kurz gewartet, ob sich das Auge noch gewöhnt und dann den Aufstieg eingeleitet.

Unser erster Tauchgang führte uns in eine Tiefe von 21,6m und dauerte 14 Minuten.

Da ich fest entschlossen war, es noch mal zu versuchen, haben wir uns mit Christian zusammengetan, der zwei Lampen hat und beschlossen, es nach dem Mittagessen erneut zu versuchen.

Da nichts ekliger ist, als in einen nassen Neoprenanzug einzusteigen, habe ich meinen angelassen und wurde zum Dank für die Hilfe am Morgen von der "netten" Dame aus der Zuspätkommergruppe angemault, ich solle gefälligst die Kajüte nicht volltropfen. Der Maat (was auch immer er wirklich war, halt Mädchen für alles an Bord) meinte nur, es gäbe keine Regel, dass man nicht nass drinnen sein düfe und ich könne mich gerne hinsetzen. Draußen war die Atmosphäre trotz Regen aber wesentlich angenehmer, so dass ich meine Suppe dann dort verputzt habe.

Beim zweiten Tauchgang hatte ich nun eine Lampe, Diether sollte ohne Lampe in die Mitte. Das gleiche Spiel: Abstieg (blöderweise hatte ich weder die Lampe noch die größere Flasche bedacht und nun eindeutig zu viel Blei) am Seil, Wrack durch Gegenschwimmen gefunden. Kurzer Lagecheck - ja, wir haben Lampen, nein, sie haben keine große Leuchtkraft, nein, das Wrack sehen wir nach wie vor nur, wenn wir direkt dran sind (was nicht so gut ist, da es scharfe Kanten aufweist), also auch diesen Tauchgang abgebrochen. Immerhin 22,6m und 15 Minuten.

Gelernt habe ich daraus, dass meine allernächste Investition eine gute Lampe ist und dass Tauchgänge sogar Spaß machen können, wenn man das eigentliche Ziel nicht erreicht. Klar wäre ich gerne länger unten gewesen und hätte auch gerne etwas gesehen, aber allein die Tatsache, mal wieder unter Wasser gewesen zu sein und Tarierung, Druckausgleich etc. zu üben, war fein und hat wirklich Spaß gemacht.

Der nette Nebeneffekt war dann, dass abgesehen von der Meckerliese und ihrem Anhang einige wirklich nette Taucher an Bord waren und sich so nach und nach wohl eine Gruppe bildet von Leuten, die gerne zusammen tauchen gehen und auf unkomplizierten Spaß unter Wasser stehen. Die Meisten aus dieser Gruppe haben zwischen 20 und 40 TG, einige an die 80, alle haben mindestens den AOWD, es passt also recht gut.

Auch, wenn das Wetter nicht gut mitgespielt hat, ich nichts gesehen habe und der Tag viel zu früh angefangen hat, war das ein wunderbarer Tag und ich werde mit Sicherheit in vier Wochen erneut mitfahren. Dann mit Lampe und vielleicht ja zur Sten Trans.

Mittwoch, Juli 18, 2007

Mango

Wie Alice in ihrem Blog schon vermerkt hat, haben wir einen Neuzugang in der "Familie".

Mango ist sieben Wochen alt, rot getigert und ein ziemlicher Frechdachs. Derzeit will er unbedingt mitschreiben, was ich ihm besser nicht gestatte, sonst sieht es so aus: rezttttttt88888888888888888888888888888888888eeeeeeeeeeeh - genau, das versteht kein Mensch! ;)

zur Strafe, weil ich ihn immer von der Tastatur nehme, beißt er mir gerade in den Arm, aua!

hier mal ein kleiner Einblick, ist er nicht süß? ;)

Samstag, Juli 14, 2007

Jesus loves you ...

Das ist mit Sicherheit eine sehr positive Aussage, die Christen aller Welt vereint.

Was im Namen dieser Religion weltweit unternommen wird, ist oft weniger schön. Und manchmal gibt es Vereinigungen, die unter dem Deckmäntelchen der christlichen Werte und Normen das oberste Gebot ihrer Religion missachten: Toleranz und Nächstenliebe.

Anders kann ich mir nicht erklären, dass es Internetseiten gibt, auf denen moderne Musik pauschal als "vom Satan zur Verführung der jungen Seelen" gemacht erklärt wird, auf denen Aufklärung als Ursache für Schwangerschaften unter Jugendlichen angeführt wird und auf denen natürlich gleichgeschlechtliche Ehen / Partnerschaften als ein Gräul angesehen werden.

Wenn es nicht so unglaublich anstrengend wäre, weil mit Sicherheit viele Menschen weise nicken und sagen: "Das war schon immer meine Meinung!", dann könnte man es ja einfach als Satire lesen.

Kinder in Gefahr ist eine solche Seite, auf der man übrigens nur konsumieren, nicht aber diskutieren kann. Schade eigentlich, wovor haben die Macher Angst? Dass andere die besseren Argumente haben und ihnen die Absurdität ihrer Behauptungen vor Augen führen? Immerhin teilen sie mit, dass es in Amerika endlich Unterricht zur Enthaltsamkeit gibt - da frage ich mich doch allen Ernstes, was zuerst da war: Die vielen schwangeren Jugendlichen oder die mangelnde Aufklärung?

Ich werde mich jetzt noch ein Bisschen daran ergötzen, dass die BRAVO an allem Schuld ist und selbstverständlich meinen Kindern später nicht erlauben, Kondome oder die Pille zu benutzen, denn das ist ja auch wieder die Quelle allen Übels ...

Mittwoch, Juli 11, 2007

Es war einmal ...

... eine wunderschöne Prinzessin, die in einem etwas chaotischen Schloss lebte und den ganzen Tag Besseres zu tun hatte, als aufzuräumen.

Als sie dann Königin wurde, nannte man sie deshalb auch "chaosqueen". da ihre einzige Untertanin mit Streicheleinheiten und Futter sehr zufrieden war, war das aber kein zu großes Problem, und Diplomaten aus anderen Ländern fanden in ihrem Schloss immer ein freies Plätzchen zum Sitzen.

Eines Tages kam ein König in einem Schafspelz vorbei, wärmte sie in der Nacht, half ihr, das Chaos in ihrem Schloss und ihrem Herzen zu sortieren und reichte ihr seine Hand und sein Herz, um fortan gemeinsam mit ihr durchs Leben zu wandeln.

Als Pfand gab sie ihm ihr Herz und bat darum, dass er es pfleglich behandeln möge, was er mit großem Ernst versprach.

Es hätte alles sehr schön werden können, wäre da nicht noch die Königin der Schafe gewesen, die ihren Gemahl nicht ziehen lassen wollte. Kurzerhand ließ sie eine Beraterin anrücken, die ihm Kopf und Herz wieder an den rechten Fleck rücken sollte.

Unsere Königin war derweil auf einer weiten Reise, um diplomatische Beziehungen mit den Bewohnern eines anderen Landes aufzunehmen, mit Trollen, Elchen und Fichten.

Während draußen die Welt im Regen unterging, verzehrte sich ihr Herz vor Angst, denn eine kleine Stimme flüsterte ihr ein, dass die Königin der Schafe und ihre Beraterin Erfolg haben würden. Und so war nicht nur das Wetter trüb, sondern auch die Seele der kleinen Königin.

Als die Chaoskönigin wieder in ihrem Reich ankam, fand sie es leer und verwaist vor, und ihre Angst wurde zu Gewissheit.

Sie konnte es nicht glauben, doch sie konnte ihrem König nicht böse sein, denn er hatte erkannt, dass Weglaufen keine Lösung ist und wollte sich seinen Herausforderungen stellen.

Fortan saß die Königin in ihrem Schloss und schaute jeden Tag in die Ferne, in der Hoffnung, am Horizont ein Schaffell aufblitzen zu sehen.

Und wenn sie nicht gestorben ist, dann wartet sie noch heute. Und auch morgen. Und mit Sicherheit auch noch nächste Woche. Geduld ist zwar nicht ihre Stärke, aber Beharrlichkeit.

Montag, Juni 25, 2007

Herbert live

Gerade zurück vom Grönemeyer-Konzert aus HH. Ein paar Eindrücke, bevor sie durch den Urlaub verflogen sind:

Der Mann hat eine Power, die beneidenswert ist. Er hopst und springt wie ein Gummiball auf der Bühne herum und kann dabei auch noch singen. Für alle, die es noch immer nicht glauben: Ja, er kann wirklich singen. Macht er hin und wieder auch, aber sein Markenzeichen ist nun mal das Nuscheln. ;)

Die Auswahl der Songs war eine gute Mischung aus Klassikern und neuem Album, wobei mir ein paar meiner persönlichen Highlights gefehlt haben, aber da ich nicht mit Sicherheit sagen kann, dass er gerade nicht mehr spielt, weil ich nach der dritten Zugabe entschieden habe, dass es ganz schlau sein könnte, abzufahren, bevor alle auf die Idee kommen, mag es also sein, dass er sie doch gespielt hat. (Wer bis hierhin den Faden im Satz nicht verloren hat, ist gut!)

Die Sicht war aus dem C-Block ("Ist das hier C5?" - Hätten wir von jedem, der das gefragt hat, einen Euro genommen, hätten wir Sprit und Verpflegung wieder draußen gehabt) phänomenal, die Akkustik war da oben etwas anstrengend, da das Dach weitestmöglich ausgefahren war und dementsprechend den Schall gefangen hat. Seine mit Sicherheit sehr klugen Zwischentexte hat man daher leider auch nicht immer verstanden, aber doch so viel, dass sich ein Blick und am besten eine virtuelle Unterschrift auf Deine Stimme gegen Armut lohnt. Werde ich gleich mal machen.

Nett auch, dass NDR2 noch ein Bisschen Grönemeyer zum Ausklang gespielt hat, das hat mir die letzten Kilometer, die ich wieder alleine gefahren bin, doch sehr versüßt.

Obwohl das Konzert wirklich klasse war, muss ich feststellen, dass es für mich anscheinend nicht mehr wirklich funktioniert, laute Musik mit vielen anderen Menschen zu hören. Unterm Strich stelle ich immer fest, dass ich irgendwie abwesend bin, die Musik lieber in bester Qualität genieße und mich zu schnell von reinplappernden und rauchenden Mitmenschen ablenken lasse. Vielleicht ist einfach die Euphorie weg, die man als Teenager hat, wenn man endlich mal auf ein Konzert darf, aber vielleicht war mein Kopf auch insgesamt einfach zu beschäftigt.

Samstag, Juni 23, 2007

Ich bin nicht Dan Brown ...

Oder: 101 reasons to stop writing.

Amüsant, teilweise sehr, sehr wahr und vor allem durchaus hilfreich, wenn man wie ich anscheinend gerade mal wieder in einer Schaffenskrise steckt. Ich habe nicht den Ansatz einer sinnvollen Kurzgeschichte in mir, und mein Roman hält seit Monaten Dornröschenschlaf.

Vielleicht gibt der Urlaub etwas Aufschwung, wenn nicht, mache ich mir aber keine Sorgen. Meine Muse ist halt sehr beschäftigt, aber eines Tages wird sie sich an mich erinnern, und dann wird sie mich küssen ... yeah!

Nach(t)denklich

Es gibt Tage, an denen ticken die Uhren ein Bisschen anders, Der Mond wirkt runder als sonst und die Nachtluft flüstert einem ein, dass man noch lange nicht müde ist.

An manchen dieser Tage führt der Griff zu Stift und Papier (oder Laptop mit Tastatur) zu akzeptablen Ergebnissen literarischer Art, an anderen füllt sich der Schädel einfach nur mit Gedanken und leert sich nicht wieder.

Mein Kopf kreist derzeit um Köln und die Frage, ob das Leben es tatsächlich manchmal einfach nur gut mit einem meint. Eigentlich gehört so viel Glück verboten, und daher kann es doch gar nicht wahr sein ... Oder doch? Aber ist es denn wahr? Sitze ich nicht schon wieder unter einer rosarot getönten Glasglocke, welche ich nicht anheben mag, um die Realität nicht zu sehen?

Oder ist es genau andersherum, glaube ich nur mal wieder, dass ich so viel Gutes nicht verdient habe und kann daher nicht fassen, dass es die Glasglocke gar nicht gibt?

Ich bin verwirrt, umso mehr, als ich die nächsten zwei Wochen kaum Gelegenheit haben werde, herauszufinden, was wirklich ist. ich hoffe jedoch, dass ich es bald danach wissen werde. Und dass ich mich in absehbarer Zeit und in Ruhe nach einem Job in Köln umsehen kann.

Wer einen übrig hat, darf sich gerne melden.

Ganz nebenbei ist mir gerade ein Drucker zugelaufen, und nun habe ich endlich die ersten Bilder für meine Fotowand ausgedruckt. Es ist halt doch einfacher, spontan zu entscheiden, welches Bild man in welcher Größe haben möchte. Und die Qualität ist erstaunlich gut, keine Streifen, keine auslaufenden Farben. Danke schön! ;)

Das Chaos in der Wohnung ist noch nicht weg, aber ich musste mir heute einfach einen fast tatenlosen Tag gönnen. Naja, immerhin habe ich Wäsche gewaschen, zwei Kartons auf den Dachboden gebracht, ein paar Kleinigkeiten besorgt und eine Tasche abgeholt, die ich morgen vor dem Grönemeyer-Konzert in Hamburg bei einem Bekannten abliefern soll. Mal schauen, ob ich den Weg finde. ;)

Morgen sind dann weitere Kleinigkeiten dran wie Abwaschen, ein oder zwei Kisten entleeren, leere Kisten nach oben bringen, offensichtlichen Müll entsorgen (dazu gehören unter anderem jahrelang gehortete und gehütete VHS-Cassetten), ein oder zwei weitere Maschinen Wäsche waschen, das Bad putzen und das Auto saubermachen. Und dann bekomme ich Besuch, fahre nach HH zu Herbert und wieder hierher und Montag dann mit einem Autowechsel in HH nach Schweden.

Eigentlich ist das Leben gerade sehr, sehr schön.

Coole Comics

Hin und wieder findet man beim Surfen wahre Perlen im Internet.

Zum Beispiel den Comic "Der Tod und das Mädchen". Man sollte schon eine gute Stunde Zeit mitbringen, um ihn sich in Ruhe anzuschauen, oder halt immer mal wieder einen Abschnitt. Aber Achtung: Suchtgefahr!
Ich hab es jedenfalls nicht geschafft, zwischendrin aufzuhören.

Hier ist der Link: Der Tod und das Mädchen

Ein weiteres Highlight ist sicher Nina, bei der man auch mal zwischendrin Pause machen kann, weil die Strips zwar aufeinander aufbauen, aber doch eigenständig sind.

Ich wünsche viel Spaß beim Anschauen und Lesen!

Sonntag, Juni 17, 2007

Well done

Ich fühle mich derzeit wie ein mäßig gutes Stück Fleisch, dass man vor dem Braten durchgeklopft hat, damit es genießbar wird.
Nein, hier kommen jetzt keine Spanking-Erfahrungen, ich hab einfach nur so viele blaue Flecken und Muskelkater vom Umzug, dass ich fix und alle bin.

Der "Hauptteil" (dachte ich), ist ja schon eine Weile her, aber die Entsorgung des Chaos aus der alten Wohnung inklusive alter PVC-Böden von meinen Vormietern war doch anstrengender und umfangreicher, als erhofft.

Nun hab ich das Auto voll mit Dingen, die hauptsächlich zum Recyclinghof und teilweise in meine Wohnung wollen und noch ein paar restliche Dinge im Keller, die ich Montag hole.

Die Woche über kümmere ich mich dann um alles, was in meiner Wohnung noch sinnlos herumsteht, dann hab ich erstmal Urlaub, und dann wird der Dachboden in Angriff genommen. Schließlich will ich beim nächsten Umzug nicht mehr so viel sinnloses Zeug mit mir herumschleppen.

Wann genau der ansteht, weiß ich nicht, aber wenn sich nicht noch gravierende Dinge in meinem Leben ändern (ich gebe zu, dass das hin und wieder vorkommt, aber frau wird ja älter, weiser und beständiger), dann wird er wohl ins nähere Umland von Köln gehen. Lange habe ich mich gewehrt, meine Freiheit aufzugeben, aber irgendwie ist mir in Ägypten ein Mann zugelaufen, bei dem ich mir vorstellen kann, dass wir es dauerhaft recht gut miteinander aushalten können. Ich bin ja von meinem Harmonietrip so weit geheilt, dass ich nicht mehr beim kleinsten Streit glaube, nun bricht alles zusammen, also sehe ich positiv in die Zukunft.

Was diese bringt, erzähle ich euch dann hier.

Jetzt erstmal ein paar nicht mehr ganz aktuelle Biler vom Zustand der Wohnung während und kurz nach der Umzugszeit (sobald die Kisten weg sind, gibt es auch neue, vermutlich aber erst nach dem Urlaub):

Schlafzimmer, noch nicht wirklich fertig:


Essecke im Wohnzimmer, auch noch nicht fertig:


Wonhzimmer, andere Ecke, auch noch nicht fertig:


Flur, ebenfalls unfertig:


So, dies sind ein paar erste Eindrücke, es sieht inzwischen schon deutlich anders aus, aber nach wie vor nicht wirklich fertig.

Erwähnte ich schon, dass ich eine Badewanne und einen Balkon habe? ;-)

Freitag, Mai 25, 2007

30, 3, 300

Da bin ich wieder.

Inzwischen bin ich 30 geworden, und die Welt dreht sich ganz normal weiter.

3 Zimmer hat meine neue Wohnung, und so langsam sieht es richtig gut hier aus!

300 hab ich nuelich im Kino gesehen, dazu schreib ich später mehr.

Eigentlich wollte ich nur kurz vermerken: Ja, ich lebe noch, ja, ich hab wieder Internet, nein, ich bin nicht beim Tauchen ertrunken! *g*

Später mehr, muss ins Bett.

Sonntag, April 15, 2007

Moving Chaos

Sooo, nun hab ich also meine Traumwohnung gefunden, seit einer guten Woche auch die Schlüssel in der Hand und seit vier Tagen streiche ich. *ächz*

Das sieht dann ungefähr so aus:



Und da ich ein Bisschen Farbe ins Spiel bringen will, sieht es im Wohnzimmer inzwischen so aus:



An das Gelb kommen viele Bilder unterschiedlicher Größe in schwarz lackierten Rahmen. Zur Zeit überlege ich, ob ich dem spontanen Einfall eines meiner Helfer folge und noch einen schwarz lackierten Rahmen aus Leisten drumherum setze. Schick wäre es bestimmt!

Ich versuche, in den nächsten Tagen den Stand der Dinge mitzuteilen, heute ist erstmal der Umzug einer Freundin dran, evtl. noch Streichen meines Flures, sofern der Umzug nicht zu lange dauert und ich noch einen Helfer finde.

Und jetzt werde ich mal wieder eine Kiste packen und mitnehmen, mein Geschirr ist größtenteils schon drüben. Jeden Tag etwas erinzupacken hat den unglaublichen Vorteil, dass man am Ende beim "großen" Umzug nicht mehr so viel Kram hat.

Montag, März 19, 2007

Nettes Spielzeug!

Man findet beim Stöbern ja manchmal schicke Dinge. Manchmal auch gänzlich Unnütze, die man trotzdem haben muss, aber das hier ist was anderes.

Wer schon immer mal ein wirklich schickes Auto mit innovativem Design à la "Minority Report" und Consorten haben wollte, das außerdem wenig Sprit frisst und den Nachbarn vor Neid grün hinter den Gartenzaum kippen lässt, dem sei folgender Link empfohlen:

Loremo

1,5 Liter auf 100km klingt wirklich gut, und wenn es das Schnuckelchen in Rot gibt, fange ich einfach schon mal an zu sparen. :-)

Kleine Korrektur, weil ich mich beim Verbrauch vertan hab.

Dienstag, März 13, 2007

Neues aus der Schreibwerkstatt #6

Flora lebt.

1283 Wörter bisher, gut vier Seiten, und noch immer nicht das Gefühl, nur Mist zu schreiben.

Wenn ich es schaffe, jeden Tag eine Seite zu schreiben, sollte ich irgendwann im Sommer ans Ziel kommen. Schön wäre es.

Allerdings gehört zum Schreiben auch Recherche, Analyse und viel harte Kleinarbeit. Ein Buch über die Gestaltung von Figuren liegt im ToRead-Stapel, mindestens eines zum Thema Plot sollte sich noch dazu gesellen. Dann schaffe ich es vielleicht, endlich weiter als bis zum Ende des ersten Kapitels zu kommen.

Wie gut, dass meine Whisky-Vorräte so unerschöpflich sind, denn auch, wenn ich nicht Hemingway und Bukowski nacheifern will, muss ich doch zugeben, dass das Zeug irgendwie eine magische Auswirkung hat.

Na denn: Prost!

Sonntag, März 11, 2007

Peter zahlt

Man findet ja immer wieder interessante Dinge im Netz. Zum Beispiel kosntenlose Angebote. Dieses hier ist besonders spannend:

Auf Peter zahlt gibt man seine Rufnummer und die des gewünschten Gesprächspartners ein. Kurz darauf klingelt das eigene Telefon, und man wird verbunden. Das Gespräch wird nach 30min unterbrochen, man kann aber sofort neu beginnen. Und es kostet nichts. einzige Bedingung: Man muss seinen Rechner solange laufen lassen, weil dort die Werbung gezeigt wird, mit der der Spaß finanziert wird. Aber es gibt ja schnurlose Telefone, also muss man nicht zwingend zugucken.

Ich teste gleich mal und berichte dann.

Können Pinguine fliegen?

Can Penguins Fly?

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Samstag, März 10, 2007

Neues aus der Schreibwerkstatt #5

Ich grüble seit nunmehr drei Jahren an einem Jugendroman herum. Ich weiß, worum es geht, kenne meine Protagonistin und weiß auch, was ihr passiert und wohin ich grob will mit der Geschichte. Trotzdem bin ich immer wieder daran gescheitert, es aufzuschreiben.

Seit dem letzten NaNo hab ich Ulysses, ein geniales kleines Programm zum Schreiben von umfangreicheren Texten, denn man kann Konzept, Personenbeschreibungen und Rohfassung prima nebeneinander stehen haben und sehr leicht hin und her wechseln.

In Ägypten habe ich mal wieder die ersten Sätze für Flora geschrieben, und jetzt wird es Zeit, nach und nach mehr hinzuzufügen. Für gedrückte Daumen, Inspirationspartikel oder einfach nur gutes Zureden bin ich immer dankbar, auch wenn ich weiterhin daran festhalte, nichts über den Inhalt zu verraten, solange ich noch am Text arbeite. Oder zumindest nicht zu viel und definitiv keine Details.

300 Wörter bisher, und noch gefallen sie mir. Aber die Kosmetik verschiebe ich eh auf später, sonst werde ich wieder nicht weit kommen. Wenigstens das habe ich vom NaNo gelernt: Erst schreiben, dann denken, dann überarbeiten.

Ägypten - Reisebericht Teil 2

Am 28.02. habe ich einen hübschen Tauchgang mit Kerstin gemacht, irgendwann am Nachmittag, mit Kamera. Wir sind auf 29,4m abgetaucht, eine Tiefe, die im Roten Meer kaum auffällt, weil das Wasser warm und klar ist. Ganz anders also als 30m in Hemmoor, der größte Unterschied zu 10m im Roten Meer ist der Luftverbrauch.
Insgesamt waren wir eine gute halbe Stunde unten, haben uns in Ruhe umgesehen und hatten einen ruhigen Tauchgang. Kerstin, die Kiemenfrau, hatte wie immer noch gut 100bar Luft übrig, ich vermute, dass sie einfach nicht atmet. Für den nächsten TG hatten wir abgesprochen, dass ich ihren Oktopus nehme, damit wir beide mehr vom TG haben.


Leider verstecken die sich immer oder schwimmen gerade dann so, dass man nur die schmale Seite sieht, wenn man abdrückt. Aber eigentlich ist das ein ganz toller gelb-schwarzer Fsch!


Ich hab Nemo gefunden! :-)

Abends folgte ein weiterer Nachttauchgang, den Kerstin und ich alleine absolviert haben, weil sonst keiner wollte. War auch wieder schön, vor allem, wenn man darüber nachdenkt, dass neben einem einfach die Weite des Meeres beginnt. Ich musste einfach mal hineinleuchten und gucken, ob auch keiner guckt. ;-)

Leider wieder ohne Kamera, daher kann ich kein Bild von unserer Entdedckung reinstellen: Wir haben einen Oktopus getroffen. Der saß gemütlich in der Wand unter einem Stein und beäugte uns skeptisch. Leider hat er sich recht schnell im Licht zusammengekrochen und kam nicht mehr recht heraus, aber trotzdem war es ein tolles Erlebnis, ihn recht nah zu sehen.

Da Isabell noch immer keinen Druckausgleidch machen konnte, haben wir Mädels, Axel und Andre uns entschieden, am nächsten Tag nicht mit zum Elphinstone-Reef zu fahren, sondern am Hausriff zu bleiben. Einen Tag später hätte es dann eigentlich klappen sollen ...

Am nächsten Morgen haben die Tapferen Vier (Kerstin, Nadja, Andre und Axel) einen Early Morning Dive unternommen, während wir so langsam aufgewacht sind. Ich hatte ja noch ein paar Tage vor mir, an denen ich ebenfalls bei Sonnenaufgang hätte reinhüpfen können.

Mittags, als ich gerade mit Kerstin los wollte zum Tauchen, kam Monika und rief allgemeines Tauchverbot aus. Der Seegang war zu stark, so dass man zwar vom Jettie ins Wasser springen konnte, aber leider nicht mehr gefahrlos über die Leiter auf dem Riffdach raus kam. Also hatten wir einen unfreiwilligen Pool-Tag, an dem wir zu spät erfahren haben, dass eine Ausfahrt mit dem Jeep zu einer geschützten Bucht möglich gewesen wäre. Nun ja, man kann nicht alles haben, und so habe ich wenigstens ein Bisschen Sonne gesammelt, zunächst in Form eines dezenten Sonnenbrands.

Der Blick vom Pool war immerhin auch schön:


Axel, Isabell und Kerstin. Alle irgendwie bei ihren Lieblingsbeschäftigungen ... *g*


Georg, Michael und Gerd (?), im hintergrund das Haupthaus, oben die Terrasse des Restaurants.


Der Pool, im hintergrund die provisorische Tauchbasis.


Blick vom Pool (knapp rechts außerhalb des Bildes) über das Meer. Ja, man hat im Pool wirklich das Gefühl, ins Meer hinausschwimmen zu können!

Nachmittags haben wir dann ein paar der kulinarischen Köstlichkeiten getestet, Sweet Lips und Das Philadelphia Experiment - leckere Süßigkeiten aus Bananen, Crêpes, Nutella, Honig, Butter und Philadelphia. Nicht alles auf dem gleichen Teller, aber alles lecker!

Weitere kulinarische und tauchende Highlights folgen.

Freitag, März 09, 2007

Element of Crime live

So, nun hab ich auch mein letztes Weihnachtsgeschenk eingelöst und war beim EoC-Konzert in der Trauma.

Abgesehen davon, dass einige Menschen wohl meinen, ruhige Stücke sind die Hintergrundgeräuschkulisse für ihre Gespräche und der Typ neben uns vielleicht seine frisch gebackene und völlig EoC-unwissende Freundin besser doch erst zuhause mit der Musik bekannt gemacht hätte, war es wirklich schön!

Nach wie vor liebe ich die Texte, die Musik, die gesamte Stimmung und muss sagen, dass es Sven Regener gut steht, zwischen den Songs auch mal was zu sagen. Vor fünf Jahren ist er damit noch etwas spärlicher umgegangen. Nur was damals in Bistensee passiert ist, hat er bis auf ein paar Andeutungen nicht verraten. Wer es weiß, darfs mir gerne in mein Blog schreiben.

Zu wenig Sauerstoff in der Luft, dafür zwei Stunden tolle Musik - und obwohl wir seitlich auf der Empore standen, war die Akkustik noch akzeptabel, nur den Lightjockey hätte ich gerne gelyncht, wenn er mal wieder volles Flutlicht ins Publikum geschossen hat. Aua, wir sind doch auch nur Menschen und haben empfindliche Augen!

Finger weg von meiner Paranoia
die war mir immer lieb und teuer


Ich singe mich dann mal Richtung Bett. *träller*

Dienstag, März 06, 2007

Ägypten - Reisebericht Teil 1

Bin wieder da. Aber ich sollte nicht mit dem Ende anfangen.

Am Montag, den 26.02. um 04.00h klingelte mein Wecker. Doofe Zeit, guter Grund, also bin ich brav aufgestanden, habe das dargebotene Glas frisch gepressten Orangensafts dankend angenommen und mich von Heike zum Flughafen fahren lassen. Eltern sind wirklich eine tolle Erfindung!

Am Flughafen hatte ich Dank vorabend-Check-In nicht mehr so viel Stress, nur mein armes kleines Duschgel musste mich verlassen, weil sein Etikett nicht mehr lesbar war. Leb wohl, "California Dreaming" aus Danielas Soap Shop, Du hattest diesen wunderbar fruchtigen Duft, den ich nun nie wieder riechen werde ...

Der erste Flug ging nach München, wo ein Teil meiner Gruppe in den zhweiten Flieger mit einsteigen sollte, allerdings ist es etwas schwierig, Menschen zu erkennen, die man noch nie im Leben gesehen hat, und so blieb ich bis Marsa Alam weiterhin allein.

Dort angekommen brauchte es eine Weile, bis ich mein Visum hatte und durch die Passkontrolle war, dafür kam dann mein Gepäck recht zügig, und vor dem Flughafen stand Monika von der Tauchschule des Hotels mit einem Schild mit dem unverkennbaren Schriftzug "The Oasis" und einigen weiteren Tauchern, so auch Uli, dem Veranstalter, der mich erstmal nicht erkannte und mir noch immer ein Bier dafür schuldet. Das wird dann wohl beim Nachtreffen eingelöst.

Die Fahrt zum Hotel war warm und eng. Die Busse sind etwas kleiner als der übliche VW-Bus, dafür sind vier Reihen à 3 Sitzen hinten und vorne zwei Sitze neben dem Fahrer. Berührungsängste sollte man besser nicht haben.

Nach einer knappen halben Stunde waren wir im Hotel angekommen, wo das Gepäck mit kleinen Zetteln für die Zimmernummern bzw. die Tauchbasis versehen wurde, so dass die dienstbaren Geister des Hotels es dorthin bringen konnte, während wir mit eisgekültem Hibiskustee begrüßt und in die Geplfogenheiten der Anlage eingewiesen wurden.

Monika am Flughafen war die erste Überraschung, die zweite war Harry. Laut Internet wurde das Hotel von Andy und Mila aus Deutschland betrieben, diese waren aber etwa zwei wochen vorher gegangen und durch Rudi und Monika in der Tauchbasis sowie Harry als Hotelmanager ersetzt. Die laut einiger Berichte sehr herzliche Gastfreundschaft strahlten auch diese drei aus. Harry versicherte uns, dass wir mit Anliegen aller Art zu ihm kommen könnten, er sei morgens der erste, der wach sei und abends der Letzte, der die Bar verließe. Ich habe normalerweise nicht getestet, wer vor mir wach ist, aber zumindest die ständige Bereitschaft, mit einem strahlenden Lächeln unsere Wünsche zu erfüllen und die Anwesenheit bis spät in die Nacht kann ich bestätigen.

Das Hotel gleicht einem kleinen, am Hang gelegenen Dorf. Jedes Zimmer ist ein kleines Chalet, jedes sowohl von außen als auch von innen ein Unikat. So hat nur Nr. 23 eine Badewanne (und ich natürlich nicht Nr. 23), ein anderes hat die Toilette auf einem Thron, wir hatten das Bad teilweise in den Wohnraum integriert, nur die Toilette und die Dusche waren durch Milchglasscheiben abgetrennt. Zunächst gewöhnungsbedürftig, nach kurzer Zeit aber schon völlig normal.

Den Nachmittag haben wir am und im Pool verbracht, wobei man sagen muss, dass die Luft mit 20-24°C wirklich angenehm war, der Pool jedoch ungeheizt und daher sehr erfrischend. An manch heißem Nachmittag war es aber wirklich eine Wohltat, hineinzuspringen!

Abends haben wir dann gemeinsam getafelt - wir hatten einen langen Tisch mit 24 Plätzen für uns und haben so manchen anderen Gast im Hotel das Fürchten gelehrt, besonders als wir planten, wer mit wem zu welcher Zeit den Check-Dive am nächsten Morgen macht. Nun ja, wer einsamen Urlaub will, muss sich eben eine Hütte mieten, dafür war selbst dieses Hotel zu klein.

Der nächste Morgen war die Geburtsstunde der Barbie Divers. Isabell, mit der ich mir das Zimmer teilte, Kerstin, Nadja und ich waren gemeinsam für den Check Dive eingeteilt, um halb neun ging es los. Anpellen, Blei in die Taschen, Equipment in die Boxen und schon haben die Boys es zum Jettie geschleppt, wo wir dann ebenfalls zu Fuß hingelatscht sind, um endlich angerödelt ins heiß ersehnte Nass zu springen.

Im Wasser kurz Blei geprüft und nachgelegt, dann gemeinsam auf ca. acht Meter abgetaucht und alle einmal die Maske gelupft und wieder ausgeblasen sowie den Regulator aus dem Mund genommen und wieder angelegt. Monika war mit uns zufrieden, und so durften wir dann zu viert das Hausriff erkunden. Isabell blieb auf etwa zehn Metern Tiefe, da sie Probleme mit dem Druckausgleich hatte, wir anderen gingen auf gut 15 Meter runter und sind ein Stück gegen die leichte Strömung geschwommen, um dann mit ihr wieder zum Jettie zurückzukehren.

Das Hausriff ist für ägyptische Verhältnisse nicht spektakulär. aber zumindest hübsch anzuschauen und nett bewohnt. Es gibt keine Großfische, und auch die ortsansässige Schildkröte hat sich nur selten gezeigt, aber Kleinfisch kann auch sehr reizvoll sein, genauso wie Korallen und bunte Muscheln.

Nachdem wir auch den Ausstieg über die abenteuerlich angebrachte Leiter direkt an der Riffkante überstanden hatten, haben wir uns erstmal am Pool erholt, bevor wir nachmittags zu dritt erneut abgetaucht sind. Isabell wollte lieber ihre Ohren schonen und abends den zweiten Versucht wagen.

Nachmittags hatte ich dann auch die Kamera dabei, welche zum Glück wasserdicht war, so dass ich ein paar schöne Aufnahmen machen konnte. Wie üblich, wenn man nur den Kamera-internen Blitz verwendet, sind die Bilder sehr blaustichig, aber für einen Eindruck reicht es.


Der Blick von der Terrasse


Die Riffkante im Licht


Leider hat er sich nicht vorgestellt


Nah genug für Farbe im Spiel

Am Abend gab es dann noch einen Nachttauchgang, den ich wieder ohne Kamera begangen habe, da ich fand, es reicht, eine Lampe am Arm baumeln zu haben. Meine kleine von Lidl reicht, um gesehen zu werden, ist aber definitiv nicht hell genug, um das Riff auszuleuchten. Für fünf Euro kann man vermutlich auch nicht so viel erwarten. Aber bald ist ja Geburtstag, und dann weiß ich wenigstens, was ich mir wünschen kann. Wenn viele zusammenlegen, könnte es ja für was Ordentliches reichen.

So weit Teil 1, bald geht es weiter.

Samstag, Februar 24, 2007

Up and Away

Quasi heute gehts los, denn wie üblich fährt die Chaosqueen nicht auf direktem Wege, sondern mit leichten Schlenkern. So führt mich mein Weg heute nach Hessen, morgen nach Hamburg und Montag über München nach Marsa Alam. Das ist mal wieder Sightseeing vom Feinsten! :-)

Nur die Frage, ob ich jetzt auch wirklich alles habe, beschäftigt mich noch ...

Tauchequipment, Klamotten, Badeanzug, Schlafanzug ... Die Buchungsbestätigung will noch ausgedruckt werden und die Wegbeschreibung nach Hessen ebenfalls, mein Duschgel etc. brauche ich noch (hätte ich gewusst, dass sich der Heizungsableser so verspätet, wäre ich erst duschen gegangen), Schuhe und Jacke ziehe ich an ... Eigentlich sollte ich alles haben. Mal sehen.

Alice verreist ebefalls, und zwar zu Ben. Sie ist schon ganz aufgeregt. ;-)

Mittwoch, Februar 21, 2007

Sportlich #2

Eigentlich bin ich ja eine verhinderte Leistungssportlerin.

Schauen wir mal auf meine bisherige "Karriere":
- KiBoTu vom 6. bis 12. Lebensjahr (und nein, ich kann noch immer weder einen Handstand noch einen Aufschwung)
- Schachclub ca. vom 7. bis zum 9. Lebensjahr (ich verliere noch immer ständig meine Dame)
- Schwimmverein ca. vom 8. bis 10. Lebensjahr (ich saufe nicht ab, kann aber weder Kraul noch Delphin)
- Reitunterricht vom 11. bis 15. Lebensjahr (irgendwie haben die Viecher nach wie vor keinen Respekt vor mir)
- Tanzen vom Anfängerkurs bis zum GoldStar mit 15/16, zwei Unitanzkurse, nochmal vom Bronze bis zum GoldPlus mit Mitte 20 (Ich erinnere mich grob an ein paar Schritte und Figuren)
- Joggen seit fünf Jahren sporadisch (am Ende des Sommers schaffe ich meistens ca. 40min)
- Tauchen seit anderthalb Jahren (und das seit fünf Monaten sehr kontinuierlich, immerhin)

Und nun das: Mein Körper, meine Third-Life-Crisis, mein Tauchlehrer und mein gesunder Menschenverstand sagten mir, ich müsse etwas tun für meine Fitness. Wie der Zufall es will, hat meine Firma ein Abkommen mit einem der schönsten Fitnessstudios in Kiel, und zufällig tobt Ben auch dort herum. Also hab ich mich vor vier Wochen brav angemeldet und bin nun zwei- bis viermal die Woche dort.
Mit einem iPod Shuffle im Ohr machts richtig Spaß und ich merke, dass da irgendwo Muskeln sein sollten, wo es jetzt ziept und zwickt. Also, es kann nur besser werden! :)

Die wundersame Auswirkung eines Heizungsablesers

Montag flatterte mir ein gelbes Kärtchen ins Haus: Der Heizungsableser kommt. Samstag, 09.00h. Ich dreh mich so im Kreis herum und denke "ob er wohl an die Heizkörper herankommen muss?"

Das Ende vom Lied: In meinem Wohnzimmer sitzen nun ca 15 Stapel mit Papieren, die in ihre Ordner wollen. Und im Arbeitszimmer kommt man wieder gefahrlos bis zur Heizung.

Wenn der sich jetzt jede Woche anmeldet, ist meine Wohnung bis zum Umzug perfekt aufgeräumt! *g*

Ach ja, einsortieren muss ich das ja auch alles noch. Na, dann gehe ich mal die zugehörigen Ordner suchen.

Sonntag, Februar 18, 2007

I moved my blog

Wie ihr am vorigen Eintrag schon erkennen könnt, kann ich meine Einträge nun kategorisieren. Das hat den einfachen Grund, dass Blogger zu Google umgezogen ist und alles neuer, besser schöner und trotzdem genauso wie vorher ist.

Da ich meine Filmkritik nicht mehr unter der alten Version posten konnte, hab ich ab sofort eine neue Identität. An sich bleibt aber alles beim Alten.

Filmkritik Blood Diamond

Spontan ins Kino zu gehen, ist immer wieder eine feine Sache. Und wenn man nicht weiß, was läuft, guckt man halt, was angeboten wird.

"Blood Diamond" wollten wir eh beide sehen, passte prima.

Der Film lässt einem das Popcorn im Halse stecken bleiben. Weil es teilweise unerträglich realistisch ist, wenn der Bürgerkrieg in Sierra Leone gezeigt wird. Kinder, die eigentlich in die Schule, an den Strand, aufs Fußballfeld oder zum Aushelfen in Vaters Fischerhütte gehören, bekommen Gewehre in die Hand gedrückt und die Information eintrichtert, wer der Feind ist, auf wen sie zu schießen haben. Alkohol, laute Musik und Drogen inklusive.

Sehr sehr überrascht war ich von Leonardo DiCaprio. Bisher ein Milchbubi, mit dem ich nicht viel anfangen konnte (Ausnahme ist Departed, zu dem ich wohl versäumt habe, eine Kritik zu schreiben), ist er mit diesem Film vielleicht endlich erwachsen geworden. Mir scheint es jedenfalls so, und er macht sich sehr gut in der Rolle des weißen Mannes aus Rhodesien, der ebenfalls zu früh Soldat wurde und nun als Diamantenschmuggler sein Geld verdient.

Auch Djimon Hounsou und Jennifer Connelly sind in ihren Rollen sehr überzeugend, so wie die ganze Story. Ich habe lange keinen Film mehr gesehen, der mich von Anfang bis Ende so gefesselt hat, mit all seinen Facetten. Selbst die stillen Szenen waren unglaublich eindringlich, und als der Film vorbei war, ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, dass er Überlänge hat - aber nur, weil es plötzlich so unglaublich spät war.

Worum es geht, ist eignetlich schnell gesagt: In Sierra Leone werden Diamanten abgebaut und über die Grenze geschmuggelt, um sie legal von hier aus auf den Diamantenmarkt zu bringen. Das Geld, das damit gemacht wird, finanziert den Bürgerkrieg. Der Fischer Solomon Vandy wird von den Rebellen verschleppt, um Diamanten zu suchen. unter Einsatz seines Lebens versteckt er einen taubeneigroßen rosafarbenen Diamanten, bevor er selber im Gefängnis landet.
Hier erfährt Danny Archer, ein Schmuggler, von dem Stein. Er beschließt, Solomon aus dem Gefängnis zu holen, damit dieser ihn zum Stein bringt. Die Journalistin Maddie Bowen will herausfinden, wer mit den Diamanten in Amerika und Europa das Geld verdient und hängt sich an die beiden dran.
So haben alle drei das gleiche Ziel, aber völlig unterschiedliche Beweggründe. Solomon will seine Familie finden, Danny will den Stein, Maddie ihre Story. Was sich daraus entspinnt ist eine hochspannende und teils zutiefst tragsische Geschichte, nicht zuletzt, weil der Hintergrund des Films real ist.

Mein Fazit: Unbedingt ansehen!

Dienstag, Februar 13, 2007

Moving Chaos

Noch nicht ganz spruchreif, aber so ziemlich: Ich ziehe um. Mit Alice, ohne Chaos. Ob ich dann nur noch Queen bin?

Eine hübsche gar nicht so kleine Wohnung hat es mir angetan. Badewanne, Balkon, gerade Wände und Parkett. Genug Platz, um Bücherwände zu stellen und trotzdem noch Bilder aufzuhängen. Platz für einen Kleiderschrank, Platz im Keller oder auf dem Dachboden, um Koffer, Tauchequipment etc. aus dem Weg zu haben. Platz.
Genug Zeit, um das Chaos hier zu lassen und nur mitzunehmen, was sinnvoll ist. Nicht nur Nützliches, aber nichts Überflüssiges, Unbrauchbares. Immerhin ist die Wohnung dort sofort bezugsfrei und hier hab ich offiziell eine Kündigungsfrist bis zum Jahresende. Was nicht heißt, dass ich das voll ausnutze, Ende April will ich komplett in der neuen Wohnung sein.

Einer von vielen Schritten, um vielleicht endlich geordneter zu leben. Immerhin beginnt bald mein viertes Lebensjahrzehnt. Klingt noch älter als 30, auch wenn es das Gleiche bedeutet.

Und wer weiß, was sich noch alles ändert? Irgendwie scheint mein Dornröschenschlaf vorbei zu sein. Aufregend und beruhigend zugleich.

Samstag, Februar 10, 2007

Song of the moment

Lacrimosa - Alleine zu zweit

Am Ende der Wahrheit
Am Ende des Lichts
Am Ende der Liebe
Am Ende - da stehst Du
Nichts hat überlebt
Wir haben schweigend uns schon lange getrennt
Und mit jedem Tag 'wir'
Wuchs die Lüge unserer Liebe
Und je weiter wir den Weg zusammen gingen
Desto weiter haben wir uns voneinander entfernt

Einsam - Gemeinsam
Wir haben verlernt uns neu zu suchen
Die Gewohnheit vernebelt
Die Trägheit erstickt
Der Hochmut macht trunken
Und die Nähe treibt zur Flucht

Tanz - mein Leben - Tanz
Tanz mit mir
Tanz mit mir noch einmal in den
Puren Rausch der nackten Liebe

Und wenn ich ihn so sehe
Wenn ich sie erlebe
Wenn ich uns betrachte
Etwas hat überlebt
Und wenn ich Kraft und Hoffnung fände
Wenn ich selbst noch den Glauben an uns hätte
Wenn ich sie/ihn erreichen könnte
Sie/ihn noch einmal für mich hätte
Wenn die Basis - unser Fundament
Wenn wir uns noch einmal
Neu entdecken würden
Wenn sie/er nur wollte
Ich will!

Mittwoch, Januar 31, 2007

Schreib(un)lust made by Erkältung

Da ist es wieder, dieses Gefühl, als wolle eine Geschichte aus mir heraus, sie klopf und pocht im Kopf herum, der Bauch grummelt ein wenig im Takt (nein, ich hab keine Blähungen, danke der Nachfrage!), die innere Unruhe stellt sich ein. Eigentlich alles prima, nur ... Das Thema fehlt.

Mal wieder eine hoffnungslos hoffnungslose Geschichte über das unendliche Thema der unerfüllbaren Liebe? Och nö, eigentlich hat die Welt davon genug. Ein paar Gedanken für meinen Jugendroman wälzen? Mache ich täglich, allerdings findet kaum etwas davon den Weg aufs Papier.

Stöbern, welche Ausschreibungen auf mich warten? Das könnte helfen.

Und wer weiß, vielleicht hilft es ja, dass mein Kopf gerade nur auf einem Viertel der üblichen Leistung läuft, denn manche meiner Geschichten habe ich selber erst nach ihrer Fertigstellung gelesen und war erstaunt über das, was passiert, wenn man nicht denkt.

Wie auch immer, ich werde mal prüfen, ob meine Kreativität zu mir zurückkehrt.

Dienstag, Januar 30, 2007

Ägypten!

Manchmal lohnen sich Netzwerke. Oder auch nur kleine, schnuckelige Mailinglisten, in denen fast nie etwas los ist.

Anfang Januar habe ich eine Anfrage gestellt, ob jemand im Februar Zeit und Lust hat, mit mir 7-10 Tage Tauchurlaub zu machen. Zunächst kam nichts, dann eine verhaltene Zusage aus München, und dann das Angebot, mit einer Gruppe von 25 weiteren Tauchern unterschiedlichster Ausbildungsstufen Ende Februar / Anfang März eine Woche nach Marsa Alam zu fliegen.

Das ging so ratz fatz, dass ich gerade mal kurz Luft schnappen konnte, bevor ich zugesagt habe.

Sieben Tage vor Ort, davon fünf Tage lang so viel Tauchen, wie Lunge, Nullzeit und Tageslicht hergeben. Ohne Aufpreis. Ein Luxus-Zimmer (mit einer anderen Mitreisenden in meinem Alter zusammen), Frühstück, Transport, Flasche, Luft und Blei inklusive.

Und weil das ganze ohne eine funktionierende Unterwasserkamera unmöglich ist, Canon für meine Digitalkamera leider kein UW-Gehäuse gebaut hat (die Schweine!) und ich nicht ohne Beweismöglichkeit Delphine, Haie oder Rochen treffen möchte, hab ich gerade bei ebay eine kleine IXUS samt UW-Gehäuse und drei kleinen Speicherkarten für wenig Geld erstanden.

Jetzt müssen nur noch die kommenden vier Wochen schnell vergehen, damit ich nicht vor Vorfreude platze!

Und danach gibt es dann ein paar Beweisbilder. Versprochen!

Donnerstag, Januar 25, 2007

Elefant versenden

Man sollte häufiger in anderen Blogs stöbern. Danke, Juvi! ;)

Falls sich jemand fragt, wie um alles in der Welt man einen Elefanten übers Internet verschickt - die Russen haben eine Lösung. Und nein, man muss kein Russisch können, um diesen Film zu verstehen (obwohl es dann vermutlich noch lustiger wäre):

Elefant versenden

Viel Spaß und gute Nacht!

Filmkritik Eragon

Ich schulde meinem Blog noch ein paar Filmkritiken. Ich stelle die einfach mal in willkürlicher Reihenfolge hier rein:

Von Eragon hatte ich mir ein hübsches Fantasy-Spektakel im Stil des Herrn der Ringe erwartet. Diese Erwartung wurde zugleich erfüllt und enttäuscht.

Positiv: Die Landschaftsaufnahmen sind ebenso atemberaubend wie im Herrn der Ringe, der Drache ist wirklich knuffig und sehr gut animiert, die Special Effects sind okay und nicht plump.

Leider hört das Lob hier fast schon auf.
Der Held ist ein lahmarschiger, nichts begreifender Milchbubi, der immer nur eines kann: Garantiert nicht auf das hören, was ihm geraten wird. Dadurch gerät er in jede Menge Schwierigkeiten, aus denen er wie von Zauberhand immer unbeschadet und als strahlender Sieger wieder herauskommt.
Sein Gefährte, stark an Aragorn angelehnt und mit Abstand die charismatischste Figur im Film, bekommt leider nicht halb so viel Raum, wie ihm zustünde und verstirbt dann auch noch, bevor es richtig losgehen kann (ich fühlte mich an "flieht, ihr Narren"-Gandalf erinnert).
Immer wieder taucht geniales Konfliktpotential auf und verpufft einfach im Raum. Der Magier ist so mächtig, dass er Eragon mit einem Blick vernichten kann? Macht nichts, der Kleine rennt trotzdem in die Höhle des Löwen und streckt den Kerl mit einem Pfeil nieder.
Der Sohn des Verräters will ihm den Weg zu den Rebellen (warum hab ich hier Star Wars im Kopf?) zeigen? Klar, vertrau ihm halt. Passiert schon nichts, am Ende wird er Dich beschützen und Dir Dein Leben retten (was auch so kommt).
Eragon hat keinen Bock auf sein Schicksal? So ein Zufall, hatte Frodo auch nicht - und konnte dabei genauso emotionslos gucken. Dass am Ende beiden die Macht ein wenig zu Kopf steigt, ist sicher auch nur eine versehentliche Parallele. Und Eragon hat den zusätzlichen Bonus, dass ihm alle immer die Kartoffeln aus dem Feuer holen.

Davon gibt es noch jede Menge mehr, und ich hab wirklich bedauert, dass man eine eigentlich nicht schlechte Geschichte ständig so sehr beschneidet, dass ihr jede Dynamik fehlt. Statt 90 hätte der Film gerne 120 Minuten lang sein und dafür sein Konfliktpotential ausschöpfen können.

Fazit: Ich werde vermutlich Teil 2 und 3 nicht im Kino sehen, dafür ist mir mein Geld zu schade. Und dass Sienna Guillory eine wirklich hübsche Prinzessin abgibt, reicht für mich nicht, um Teil 2 mit Spannung zu erwarten.

Freitag, Januar 19, 2007

2007 - es rennt und rennt und rennt ...

Genau einen Monat ist mein letzter Eintrag her. Dazwischen liegen Weihnachten, einige Fressgelage, eine wunderschöne Silvesterfeier und noch so einiges mehr.

Ich bin in das Jahr eingetreten, in dem ich 30 werde, suche nach einer neuer Wohnung (mit Badewanne, geraden Wänden und Auslauf für Alice) und noch immer nach mir selbst.

Die Prophezeiung, die ich vor etwa einem Jahr ausgesprochen habe, dass sich einiges im Jahr 2006 ändern wird, ist mit Sicherheit eingetreten, auch wenn manche Veränderungen nicht ganz so deutlich sind wie vermutet. Aber immerhin habe ich die Abteilung gewechselt, mein Studium an den Nagel gehängt, Alice bekommen, einige negative Umstände überwunden, neue Menschen kennengelernt, etwas gefunden, das mir so viel Spaß macht, dass ich mir vorstellen kann, einen Job draus zu machen - und meinem inneren Schweinehund den Kampf angesagt.

Dank einem lieben Menschen habe ich heute das wohl schafste Blog des Universums gefunden und will es euch nicht vorenthalten: Knuddel
Ist es nicht knuffig?

Alice zerlegt übrigens gerade mein Sofa und will mir damit wohl sagen, dass ich mich endlich auch mal wieder um ihr Blog kümmern soll. Mache ich, aber nicht mehr heute Nacht, ich gehöre dringend ins Bett. Sagen mein Kopf, meine Nase und die Tatsache, dass ich morgen um zehn arbeiten soll ...

Dienstag, Dezember 19, 2006

200 Dinge ... Update nach einem Jahr

Ihr erinnert euch an die 200 Dinge, die man mal gemacht haben muss?

Kaum ein Jahr später bin ich weiser, erfahrener und fürchterlich romantisch - und das mir!!!

Hier sind die aktuellen Zahlen (insgesamt habe ich 96 Punkte erreicht):

Abenteuer: 3,6
Bildung: 5,0
Crazy: 5,4
Happiness: 3,3
Körper: 3,3
Liebe / Partnerschaft: 5,6
Natur: 6,8
Reisen: 2,5
Romantik: 10,0
Selfmade: 2,4
Sex: 5,5
Soziales: 4,3
Sport: 3,8
Technik: 5,0
Tiere: 0,9
Verbotenes: 6,0

Und für alle, die es wissen wollen, hier noch mal der Link: 200 Dinge

Sonntag, November 19, 2006

AOWD!

Die Mehrarbeit ist erträglich, schlafen kann ich schließlich auch im Dezember. Nur Alice ist da etwas anderer Meinung, aber langsam einigen wir uns.

So ganz nebenbei habe ich am vergangenen Sonntag in Hemmoor meinen letzten TG für den AOWD erledigt und nun seit Mittwoch mein vorläufiges Brevet.

Das heißt, dass ich jetzt nachts, tief und noch so einiges mehr tauchen darf. Da man das aber von einem oder zwei Tauchgängen natürlich nicht *schnipp* sofort kann, heißt das vor allem: Üben, üben, üben.

Das Gefühl, den Kurs nun geschafft zu haben, ist trotzdem fein. Und nachher sitze ich im Schwimmbad und tariere, was das Zeug hält. Leider ohne Britta, die mit gebrochenem Jochbein zuhause hockt und sich vermutlich noch immer fragt, wieso sie sich breitschlagen ließ, einen Sport außerhalb des Wassers zu versuchen (Squash).

Als nächstes kümmere ich mich mal darum, den Rescue-Diver zu machen. Ist zum einen sinnvoll, zum anderen die Grundlage für weitere Ausbildung. Es kann nie schaden, etwas in der Tasche zu haben, womit man "notfalls" auch Geld verdienen kann. Falls meinem aktuellen Arbeitgeber noch weitere lustige Änderungen einfallen.

Mittwoch, November 15, 2006

Mehrarbeit

Überall jammern die Leute, dass sie keine Arbeit finden, dass ihre Stellen um 30% gekürzt werden etc.

Insofern habe ich es eigentlich ganz gut getroffen. Unterm Strich ist es jedoch so, dass ich vermutlich die einzige Betroffene in der Firma bin, die sagen kann: Naja, das pack ich schon.

Hintergrund: Am Montag abend, kurz vor sechs, ging eine Mail der Geschäftsleitung bei uns ein, dass wir ab sofort für einen Monat 40% Mehrarbeit leisten müssen. Dies sei eine Arbeitsanweisung und werde - bei erreichen der 40% - entsprechend höher vergütet. Abgesegnet vom Betriebsrat, hieb- und stichfest.

Natürlich klingt das erstmal gar nicht schlecht, mehr Geld vor Weihnachten etc.

Ärgerlich ist nur, dass alle Abteilungen das abarbeiten müssen, was in einer Abteilung aufgelaufen ist, das heißt, wir alle bekommen eine kurze Einarbeitung und dann gehts los. Dass das eh schon die Abteilung ist, der die geringste Sorgfalt unterstellt wird, wird sich dadurch wohl kaum verbessern.

Ich arbeite derzeit 25 Wochenstunden in dieser Firma. Das heißt, dass ich jetzt auf etwas über 35 Wochenstunden kommen muss. Netto. Zuzüglich Pausen etc. also knapp 40 Stunden. So schnell hat man einen Vollzeitjob.

Andere, die jetzt schon auf 40 Stunden sind, müssen 4 wochen lang 56 Nettostunden hinlegen, also mindestens 62 Bruttostunden (und das auch nur, wenn sie Nichtraucher sind, die Raucher können wohl eher mit 66 Bruttostunden rechnen). Das sind mal eben sechs Tage à 11 Stunden in der Firma. Vier Wochen, in denen außer Arbeiten, Essen, Fahrtzeit und Schlafen nichts mehr geht.

Beziehungen? Kann man noch irgendwie halten.
Haustiere? Katzen beschäftigen sich notfalls allein, Hunde brauchen eine Dogsitter.
Kinder? Tja, hier beginnt das Problem. Viele von uns haben Kinder, manche sind alleinerziehend oder haben Partner, die aufgrund von Ausbildung, Studium oder Job ebenfalls kaum zuhause sind. Das Geld, das man mehr verdient, geht in solchen Fällen vermutlich komplett für die Kinderbetreuung drauf.

Ob es das wert war, sehen wir in vier Wochen. Wenn dann die Abteilung, die wir unterstützen, dauerhaft einen aktuellen Arbeitsstand auch ohne unsere Unterstützung halten kann, hat es zumindest firmenintern etwas gebracht. da ich daran aber nicht glaube, stelle ich mich schon mal drauf ein, alle paar Wochen einen solchen Marathon erledigen zu müssen.

Ob ich nun freiwillig auf 30 oder gar 35 Stunden normaler Arbeitszeit hochgehe, kann ich auch nicht sagen - 56 Stunden packe ich nicht. Klingt arrogant, ist aber nicht so gemeint. 56 Stunden an diesem Arbeitsplatz könnten alles, was ich psychisch in diesem Jahr erreicht habe, wieder zunichte machen. Und massive Winterdepresionen auslösen.

No thanks.

Montag, November 13, 2006

Hemmoor #2

Eigentlich sollte ich gestern gemütlich am Kieler Leuchtturm das Wrack der Brake erkunden, leider wurde der Tauchgang wegen zu viel Seegangs abgesagt. Ich muss noch sehr müde und beeinflussbar gewesen sein, als Yorck fragte, ob ich heute mit nach Hemmoor fahre. Ich hab nämlich nach kurzem Überlegen, ob ich es rechtzeitig zum Essen und Gruseln in die Villa Fernsicht schaffe, zugestimmt.

In Kiel hat es geregnet, unterwegs auch, in Hemmoor schien die Sonne, als wir ankamen. Ab zum Einstieg drei, Umziehen, Hagelschauer aussitzen, rein ins Vergnügen. Ich hatte einen anderen Trockenanzug als beim letzten Mal (andere Größe), die Halsmanschette saß enger und zusätzlich hatte ich noch das hübsche blaube Würgeband drum. Und sechs Kilo Blei.

Der erste TG ging zum Rüttler runter, allerdings nicht ganz auf 30m, sondern zunächst zum LKW auf 20m und dann bis auf 27m runter zum unteren Einstieg in den Trichter. Der Abstieg war angenehm langsam und mein Trocki dicht, hurra! So konnte ich wunderbar damit tarieren und habe heute zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder den perfekten Schwebezustand erreicht.

Die Sicht war toll, der TG durch den Trichter ein Erlebnis (welches ich ja letztesmal aus Panikgründen ausgelassen hatte) und die Schwärme von Regenbogenforellen, die wir sahen, waren ein wunderbares Bonbon nebenher.

Zwischendrin warm einmummeln, lauwarmen Tee trinken (merke: Auch Stahlkannen können kaputtgehen), kurz den zweiten Tauchplatz besichtigen und dann wieder in den Trocki zwängen und rein ins Vergnügen. Diesmal gab es für mich Nitrox, womit ich jetzt meine 5 TG für den AOWD zusammen habe und demnächst mal den Papierkram fürs Brevet erledige.

Wir sind runter zum Flugzeug, was ziemlich genial ist. Ein alter Segelflieger, der auf ca. 18m aufgehängt ist und quasi frei schwebt. Hier von hier aus dann weiter an der Abbruchkante entlang, zur Straße und von dort mit Nils gemeinsam zurück, weil wir beide wenig Luft hatten. Der Rest kam aber kurz nach uns raus, so viel haben wir nicht verpasst.

Aufgrund der Tatsache, dass mein Anzug hielt, war ich trocken und warm und einfach sehr, sehr entspannt, als ich wieder rauskam.

Solche Tauchgänge, auch wenn der November etwas frisch ist, sind eine wunderbare Erinnerung, wieso ich so unglaublich gerne tauche. Nicht, weil Panik in 30m so toll ist, sondern weil Entspannung in 20m einfach wunderbar ist. ;-)

Wer weiß, vielleicht bin ich in zwei Jahren ja doch Tauchlehrerin. Lust hätte ich schon, fragt sich nur, was Geld und Zeit dazu sagen.

Freitag, November 03, 2006

Novemberschreiben?

Da bin ich. Übermüdet, mit den ersten 6.819 Wörtern in der Tasche und einem sehr lustigen Maildialog hinter mir, den ich euch nicht vorenthalten will. Vielleicht hat ja noch jemand Lust, den Damen und Herren ein paar Fragen zu stellen.

Den NaNoWriMo gibt es seit 1999, gegründet wurde er von Chris Baty in Californien. Seit 2000 findet er jährlich im November statt. November ist NaNo-Monat.

Nun gibt es seit kurzem ein Projekt "Novemberschreiben" in der Schweiz. Die Sätze, die dort zur Werbung genommen werden, klingen fast genauso wie die auf der NaNo-Seite, nur halt auf Deutsch. Zufall? Aber warum dann auch exakt 50.000 Wörter in 30 Tagen, warum auch im November? Und warum nicht der leisteste Hinweis auf deren Seite oder in den Foren? Und warum soll ich fürs Novemberschreiben teure Kurse in Anspruch nehmen, wenn ich die Motivation beim Nano kostenlos haben kann?

All diese Fragen habe ich mir gestellt. Also hab ich mich im Forum angemeldet und folgendes gepostet (Thread-Titel war "NaNoWriMo"):

Ich bin doch etwas erstaunt, dieses Forum zu finden, gibt es doch seit 1999 das weltweite Projekt NaNoWriMo, welches sich großer Beliebtheit erfreut und nach den gleichen Regeln spielt wie das Novemberschreiben.

Meine Frage: Warum muss es das doppelt geben? Und wieso braucht man kostenpflichtige Seminare? Und warum findet man hier nichts über den NaNoWriMo, der doch so offensichtlich Pate stand?

Nun ja, das erste ist ja jedem selber überlassen, aber ein Hinweis darauf, dass man dieses Projekt an das des Herrn Chris Baty aus California, USA, angelehnt hat, wäre doch schön! :)

Herzliche Grüße
chaosqueen


als ich mich einen Tag später wieder einloggen wollte, bekam ich folgende Anzeige:

Du wurdest von diesem Forum verbannt.
Kontaktiere den Administrator, um mehr Informationen zu erhalten.


Interessant. Da hab ich wohl einen wunden Punkt getroffen. Also hab ich geschaut, wie ich den Administrator kontaktieren kann, festgestellt, dass deren Forum kein Impressum hat und mich an deren allgemeine Kontaktadresse gewandt.

Folgende Mail habe ich verschickt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Erstaunen las ich eben folgende Nachricht, als ich versuchte, mich in Ihrem Forum erneut einzuloggen:

"Du wurdest von diesem Forum verbannt.
Kontaktiere den Administrator, um mehr Informationen zu erhalten."

Da ich leider anscheinend keine Möglichkeit habe, dies direkt auf der Startseite des Forums zu tun, kontaktiere ich Sie nun per E-Mail mit der bitte, um Aufklärung, gegen welche Regel ich verstoßen habe.

Mit freundlichen Grüßen
XXX (chaosqueen)


Die Antwort kam recht rasch, ich hab sie heute morgen dann gelesen:

Guten Abend Frau XXX
Vielen Dank für Ihr E-Mail.
Wie bereits im nanowrimo-Forum erwähnt, haben die Organisatoren des Novemberschreibens direkt mit Chris Baty Kontakt aufgenommen.
Chris Baty hat uns zurückgeschrieben:
"..möchte ich betonen, dass ich es wunderbar finde, dass du eine Roman-in-einem-Monat-Veranstaltung leitest. In den sieben Jahren, seit ich mit NaNoWriMo zu tun habe, sehe ich immer wieder, wie ein fester Termin und eine unterstützende Gemeinschaft wahre Wunder für Autoren bewirken können. Ich bin sicher, dass das für dich auch der Fall sein wird.."
Wir vom Novemberschreiben sind in bestem Einvernehmen mit Chris Baty und verstehen die Aufruhr nicht. Nehmen Sie doch bitte direkt mit ihm Kontakt auf.
Freundliche Grüsse
Frau YYY


Nun ja, man kann ja mal aus lauter Müdigkeit und wegen der vielen Anfragen die eigentliche Frage übersehen. Also hab ich noch eine Mail geschrieben:

Liebe Frau YYY,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!

Nur verstehe ich noch immer nicht, warum ich aus ihrem Forum verbannt wurde. Weniger denn je zuvor.

Warum wird der NaNoWriMo bei Ihnen nirgendwo erwähnt und warum wird man aus dem Forum verbannt, wenn man danach fragt?

Das kommt mir nach wie vor suspekt vor. Sie haben Zugriff auf unser Forum und können lesen, worüber diskutiert wird. Dass ihr Forum und Ihre Veranstaltung mit kommentarlosem Löschen von Usern nicht an Popularität gewinnt, sollte Ihnen doch klar sein.

Eine Begründung meiner Löschung fehlt mir nach wie vor und würde mich nach wie vor interessieren.

Chris Baty wird mir die Frage wohl nicht beantworten können, auch wenn Sie mir empfehlen, direkt mit Ihnen Kontakt aufzunehmen.

Freundliche Grüße
XXX


Und dann kam dies:

Liebe Frau XXX
Bei uns kann auch jeder im Forum lesen, worüber diskutiert wird. Nachdem uns Jassanja nahegelegt hat, wir sollen nanowrimo nicht im gleichen Atemzug wie Novemberschreiben erwähnen, halten wir uns strikte daran. Wir wollen keinen Aerger.
Das hier ist eine Angelegenheit zwischen Chris Baty und Novemberschreiben. Und diese wurde geregelt.
Freundlichst - Frau YYY


Mal abgesehen davon, dass Jassanja darum gebeten hatte, dass es doch nett gewesen wäre, Chris Baty erst darauf hinzuweisen, dass man ein vergleichbares Projekt plant, bevor man es heimlich laufen lässt und dann nicht mal aufs Original verweist, war das noch immer nicht die Antwort auf meine Frage. So richtig ernst genommen fühlte ich mich nicht mehr. Also noch mal, eventuell ist man in der Schweiz etwas langsamer, ist ja auch noch immer früh am Morgen:

Liebe Frau YYY,

langsam glaube ich, Sie wollen mich absichtlich missverstehen.

Ich habe in Ihrem forum gefragt, wieso es keinen hinweis auf den NaNoWriMo gibt.

Ihre Reaktion war, meinen Account zu löschen.

Das nenne ich weder Meinungsfreiheit noch Recht zum Lesen.

DAFÜR möchte ich noch immer eine Erklärung. Ich habe weder gehetzt noch mich sonst irgendwie ungebührlich verhalten, sondern einfach eine Frage gestellt. Wenn das ein Grund ist, mich von ihrem Forum zu verweisen, fühle ich mich in meiner Meinungsfreiheit arg eingeschränkt.

Und Jassanja sagt etwas anderes - laut Chris Baty sollte klargestellt werden, dass es sich um ein Konkurrenzprodukt handelt. Dass NaNo nirgends erwähnt wird, war nicht das Ziel der Nachfrage.

Verwunderte Grüße
XXX


Es war wohl zu erwarten, dort wird halt ein Angriff gesehen, wo keiner ist (oder zumindest keiner geplant war) und sofort geschossen, bevor man nach Freund oder Feind fragt, ist ja auch einfacher (man beachte nebenher, dass ich in meiner ersten Mail NaNo mit keiner Silbe erwähnt habe, sie wusste also sehr genau, dass ich wegen meiner Anfrage zum NaNo gelöscht wurde und schafft es nicht, dies einzugestehen):

Liebe Frau XXX
Glauben Sie mir, wir hätten es uns auch anders gewünscht. Wir wollen keinen Aerger und dabei bleibt es. Sie können sich an Chris Baty wenden und er wendet sich dann an uns. Damit ist für uns das Thema erledigt. Wir verhandeln nur mit ihm direkt.
Alles Gute - Frau YYY
PS: Sie haben meine Version gehört und die von Jassanja. Es bleibt Ihnen übelassen, was Sie glauben wollen.


*seufz*

eines ist klar, von Menschen, die weder denken noch lesen können, würde ich mir nicht das Schreiben beibringen lassen. Und schon gar nicht gegen Geld.

Meine nicht mehr freundliche Antwort:

Noch mal zum Mitlesen:

ICH WURDE FÜR IHR FORUM GESPERRT, DAS HAT NICHT CHRIS BATY ZU VERANTWORTEN SONDERN IHR ADMINISTRATOR UND DAHER WILL ICH VON IHNEN EINE AANTWORT!!!

HERRGOTTNOCHMAL, BISHER DACHTE ICH, AUCH IN DER SCHWEIZ WÜRDE MAN DEUTSCH VERSTEHEN.


So, und nun gehe ich duschen und dann frage ich mal Chris Baty, wieso ich vom Novemberschreiben gelöscht wurde. Bin mal gespannt, ob er sich mit dem Kindergarten auseinandersetzen will.

Dienstag, Oktober 24, 2006

Filmkritik Step Up

Man sollte doch keine despektierlichen Bemerkungen über Männer in seinem Blog machen ... Nun ja, die Herausforderung stand und ich habe sie angenommen, so dass wir nun auch diesen Film gesehen haben. Sehr schön!

Eigentlich ist es einfach nur ein weiterer Teenie-Tanzfilm, aber da mir Save the Last Dance sehr gut gefallen hat, konnte es eigentlich keine Katastrophe werden (ich gebe es zu: Tief in meinem Inneren bin ich immer noch das kleine, von Ballettänzerinnen faszinierte Mädchen).

Die Story ist schnell erzählt: Ein paar Jugendliche randalieren in einer Kunstschule, werden erwischt, und der, der nicht fliehen kann (Tyler), muss zur Wiedergutmachung 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit in ebendieser Schule absolvieren. Dabei lernt er Nora kennen, die gerade einen neuen Tanzpartner sucht. Nach anfänglicher Skepsis, ob ausgerechnet einer, der nicht zur Schule gehört, es schaffen kann, lässt sie sich darauf ein.

Natürlich bleibt nicht alles eitel Sonnenschein, die beiden zerstreiten sich, seine Freunde wenden sich von ihm ab und erst eine Tragödie im Freundeskreis öffnet ihm die Augen für das, was wirklich wichtig ist: Für seine Ziele zu kämpfen.

Mir hat der Film gut gefallen, weil die Story zwar nicht neu, aber schön erzählt war, weil man jede Menge schöne Menschen beim Tanzen beobachten konnte und weil netterweise am Ende Raum für eigene Interpretationen offen blieb.

Wer nicht grundsätzlich das Kettensägenmassaker braucht, um sich im Kino zu amüsieren, sondern auch mal einfach nur Bilder, Musik und eine gute Prise Humor auf sich wirken lassen kann, dem sei der Film ans Herz gelegt.

Montag, Oktober 23, 2006

Lasst Bücher reisen

Dank einem Hinweis im Forum des NaNoWriMo habe ich mich wieder daran erinnert, dass es so etwas Geniales wie BookCrossing gibt.

Jeder, der ein Buch in Umlauf bringen möchte, registriert zunächst sich auf der Seite und dann das entsprechende Buch. Das Buch bekommt eine BCID, welche man auf einen hübschen Einkleber schreibt und diesen bitte auch ins Buch klebt.
Im Journal des Buches macht man gleichzeitig einen ersten Eintrag und teilt mit, ob das Buch gerade verfügbar, unterwegs, noch zu lesen oder nicht mehr zu haben ist.

Und dann steht der Reise des Buches nichts mehr im Wege. Man kann es persönlich weitergeben, an einem öffentlichen Ort freigeben, einen Tauschring damit beginnen ...

Das Spannende: Jeder Finder hat die Möglichkeit, einen Eintrag zu dem entsprechenden Buch zu machen. Wann und wo er es gefunden hat, wie es ihm gefallen hat und ob er es weiterreisen lässt oder behält (das ist nämlich durchaus erlaubt und erwünscht, auch wenn es vorrangig um "books in the wild" geht).

Ich habe gestern mal alle Bücher, die ich doppelt habe, registriert, dazu noch eines, das bei mir einfach falsch aufgehoben ist. So nach und nach werde ich also im Kieler Raum Bücher freilassen. Hinweise gibt es dazu dann auf der Bookcrossing-Seite - sucht entweder nach chaosqueen01 oder nach Büchern im Raum Kiel.

Sonntag, Oktober 22, 2006

Veni Vidi Vici

Ich bin toll.

Okay, das wisst ihr alle längst, aber ich muss es gerade noch mal loswerden.

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere, dass ich vor einigen Monaten Probleme mit meinem WLAN hatte (ich weiß nicht, ob ich es gebloggt habe, aber Gerüchten zufolge lesen das hier auch Menschen, die mich live und in Farbe kennen). Erst kam mein iBook nicht mehr ins Netz, dann passte der WEP-Schlüssel nicht mehr, dann kam mein PC nicht mehr in die Konfiguration des Routers und letztendlich ließ sich der nicht mal resetten. *gnarf*

Gestern Abend packte mich endlich mal wieder der Ehrgeiz - erstens, weil das unverschlüsselte Netz eines meiner Nachbarn doch etwas langsam ist, und zweitens, weil ich immer ein latent schlechtes Gewissen habe, wenn ich seines mitbenutze.

Ich glaube, ich habe drei Stunden gebastelt, geflucht und Daten von A nach B übertragen. Der Router ließ wieder mit sich reden, der PC kam online - nur das iBook nicht.

Schnell herbeigerufene Hilfe in einem meiner Lieblingsforen war zwar in vielen Punkten wirklich hilfreich, schaffte es aber letztendlich auch nicht, mich zu retten, bevor ich mit dem Kopf auf der Tastatur eingeschlafen bin. Okay, ich habe es noch gerade so ins Bett geschafft.

Jetzt eben nach dem Aufstehen ließ es mir keine Ruhe. Ich wollte nicht zur Arbeit und das hier halbfertig liegen lassen. Also eine neue Methode:

Die MAC-Adressen meiner beiden Rechner herausgefunden (die vom iBook hatte ich gestern schon und auch eingetragen, nützte aber nix), in die entsprechende Freigabeliste eingetragen, gut. Denkste. Der PC mag noch immer nicht kabellos ins Netz, das iBook zunächst auch nicht.

Und dann plötzlich, nachdem ich einfach noch mal den Suchlauf gestartet habe, war mein Netz da. Zugänglich, in voller Lautstärke.

Ich bin drin!

Nein, Bobbele, so einfach ist das nicht, aber das Gefühl, den Drachen besiegt zu haben, ist gut!

Nun muss ich nur den PC neu starten, dann sollte es da eigentlich auch gehen. Und wenn nicht, ist es nicht so schlimm, ich bin eh mehr am iBook online. *g*

Dass ich heute Nacht geträumt habe, einem Hünen in Rüstung alleine mit einem kleinen Damenschwert gegenüberzustehen, dürfte eine eindeutige Deutung zulassen. ;) Ach ja, ich hab gesiegt, aber nur, weil ich das Pergament, das er so dringend suchte, in den Mund gesteckt und angedroht habe, zu schlucken. Merke: Unkonventionelle Lösungen führen zum Ziel. :)

Dienstag, Oktober 17, 2006

NaNo again

Ja, meine Freunde, ich wollte dieses Jahr nicht am National Novel Writing Month teilnehmen, weil ich vor zwei Jahren einen grottigen Text verfasst habe, der die Bezeichnung "Roman" nicht verdient, und weil ich letztes Jahr eine Menge Veränderungen in meinem Leeben hervorgerufen habe, die ohne NaNo vielleicht anders verlaufen wären. Natürlich auch, weil ich weiß, dass man in 30 Tagen keinen vollwertigen Roman schreiben kann, und weil ich Freunde habe, die mich hin und wieder sehen möchten. Alles gute Gründe dagegen.

Heute morgen kam der eine gute Grund dafür durch die Tür spaziert: Ein Plot. eine Idee, vielmehr, denn der Plot wird sich wohl beim Schreiben entwickeln. Nun hab ich den Salat, einen Protagonisten, der geschrieben werden will, eine gute Fee, die eine Botschaft verkünden und ein paar Orte, die dringend schreibend besucht sein wollen.

Wenn ihr mich im November sucht, bin ich am Schreibtisch. Wenn ich bei ICQ away bin, meine ich das ernst. Und wenn ich auf Telefonanrufe und Klingeln nicht reagiere, hilft vielleicht ein Pop-Up-Fenster auf meinem Rechner mit dem Hinweis, dass es ein Leben außerhalb des NaNo gibt, welches gerade zu mir will.

Das Tolle ist: Dieses Jahr habe ich nicht den Ehrgeiz, den Plot vorher zu kennen. Mein Prot hat 30 Tage, so wie ich. Schauen wir mal, was er in diesen Tagen alles erlebt.

Sonntag, Oktober 15, 2006

Filmkritik Der Teufel trägt Prada

Geh mit einem Mann ins Kino und er guckt garantiert keinen Tanzfilm mit Dir! ;)

Zur Wahl standen: Das Parfum, Step Up und Der Teufel trägt Prada.
Da er keinen Tanzfilm wollte und ich mir zum einen noch immer nicht sicher bin, ob ich Das Parfum nicht zuerst mal lesen will, zum anderen mein Sinn nicht nach allzu schwerer Kost stand, haben wir uns auf den Film mit dem geringsten Nährwert geeinigt.

Die Vorschau fand ich ja extrem nichtssagend, aber eine Kollegin fand den Film nicht schlecht, also rein.

Story: Andrea (genannt Andie) kommt frisch vom College und will Journalistin werden. Der einzige Job, den sie bekommt, ist zweite Assistentin bei Runway, dem angesagtesten Modemagazin der Welt. Und das, wo sie doch keinen Plan von Mode hat. Aber den Willen, ein Jahr durchzuhalten, weil ihr das Tür und Tor öffnet.
Die Story ist vorhersehbar, die Wandlung vom hässlichen Entlein (das Mädel ist bildhübsch und nicht mal durch einen kartoffelsackartigen blauen Synthetikpullover zu entstellen) zum strahlenden Schwan (teilweise in eindeutig zu abgefahrenen Klamotten) inbegriffen. Der Witz des Filmes liegt in den Dialogen und den Seitenhieben auf die Modebranche, und das macht ihn tatsächlich zu einem akzeptablen Streifen, in dem man sich weder langweilt noch genervt an den Kopf fasst.

FAZIT: Kein Film für Leute, die am liebsten unverständliche Mysterythriller mit französischem Einschlag gucken, aber gutes Popcornkino mit angenehmem Unterhaltungswert.

Dienstag, Oktober 10, 2006

Crazy World

Ich sitze nichts ahnend auf meinem Sofa, als mein Telefon klingelt. Ich gehe ran, die Leitung ist tot. Während ich noch überlege, ob mein AB schon rangegangen ist oder nicht, klingelt es wieder, diesmal ist jemand dran.

Er sagt, ich solle mich nicht wundern, er heiße Philip und sei gerade aus Wolfsburg nach Kiel gezogen. Nun hätte er einfach wild Zahlen in sein Telefon getippt und wolle mal wissen, wie spontan die Kieler so sind.

Aus dieser seltsamen Situation hat sich ein ganz witziges Gespräch entwickelt, übers Weggehen, Sport und Haustiere. Mal sehen, ob es demnächst einen neuen Taucher im BDC gibt - anrufen und nach nem Kurs fragen wollte er zumindest mal.

Fazit: Es gibt immer jemanden auf der Welt, der noch durchgeknallter ist als Du! :)

Montag, Oktober 09, 2006

Panik in 30 Meter Tiefe - AOWD 3+4

Gestern waren wir in Hemmoor am Kreidesee zum Tauchen.

Erster Tauchgang
Da wir einen Tieftauchgang gemacht haben und das Ding einfach schweinekalt ist, im Trockenanzug. Diese haben wir Samstag schon mal in der Ostsee gestestet, dank eines Klettbandes am Hals lief mir da nicht so viel Wasser durch die zu weite Halsmanschette - leider war das Klettband unauffindbar, so dass ich gestern ziemlich nass geworden bin. *brrr*

Tja, Anziehen, 2kg weniger Gewicht als am Tag zuvor, da Süßwasser bekanntlich schlechter trägt als Salzwasser, dafür aber je 500g Blei an den Füßen, damit diese nicht so viel Auftrieb haben. An der Oberfläche war noch alles gut, der Abstieg war gelinde gesagt rasant. 30 Meter in die Tiefe an einem Seil hinab - ich hab mich weder in die Waagerechte bugsieren können noch mit dem Anzug tarieren, da die Luft wirklich sofort am Hals wieder austrat und das Wasser rein wollte. Kalt.

Unten angekommen saßen wir im Kreis, mein Körper fühlte sich an, wie in einen Eisblock eingefroren. Die Hände und Lippen waren nicht mehr zu gebrauchen, alles einfach nur kalt. Mein Gehirn funktionierte immerhin noch etwas, die lustige Übung "schreibe Deinen Namen rückwärts" habe ich hinbekommen, mein Luftverbrauch war in diesem knappen zehn Minuten, die wir dort unten saßen, sehr gering (für die Tiefe, hab 40 bar in acht Minuten verbraucht, manch anderer 70 bar in fünf Minuten).

Dann ging es in den Rüttler, zunächst in eine der Luftblasen, die sich dort halten. Und da begann dann mein persönliches Drama. Schon auf dem Weg in den Rüttler stellte ich fest, wie viel Blei ich dabei habe. Im Rüttler dann versucht, mithilfe des Jackets genug Auftrieb zu bekommen, um an der Oberfläche zu schwimmen - keine Chance. Ich war mir sicher, das Jacket weitestmöglich aufgeblasen zu haben, blieb aber doch nicht oben. Dass auch andere das Problem hatten und daher immer mal wieder eine Halt suchende Hand einen anderen runterdrückte, war auch nicht prima. Ich also nach hinten, wo Divemaster Björn als Backup war, hab ihn aber leider im Schummerlicht mit Maske etc. nicht gut erkannt. An der Wand festgehalten und gemerkt, dass ich heftig hyperventiliere. Der Gedanke, dass ich 30m Wasser über dem Kopf habe und diese nicht mal eben so auftauchen kann, machte alles nicht unbedingt besser.

Björn bekam sehr schnell mit, dass etwas nicht stimmt und fragte nach, ich konnte vor lauter Hyperventilation nicht sprechen, habe mich dann aber so weit beruhigt, dass ich ihm sagen konnte, dass ich mich nicht oben halten kann. Er hat mich beruhigt, nachgefragt, und meine Luft kontrolliert. hier hab ich in zwei bis drei Minuten plötzlich 50 bar weggelutscht. Als es einigermaßen wieder ging, langsam hoch zur Oberkannte des Rüttlers, die Enten angeguckt, die dort auf dem Geländer sitzen (eine Plastikente, ein Quietscheentchen), den LKW betrachtet (inklusive Fahrer) und dann langsam hoch. Der Aufstieg war anstrengend, weil ich nach wie vor gegen das Blei ankämpfen musste, aber es ging. Als ich noch 20bar hatte, hab ich auf seinen Octopus gewechselt, wir sind dann mit Sicherheitsstopp nach oben, hier reichte meine Luft dann auch wieder, um das Jacket zu füllen und mich oben zu halten.

Fazit des ersten Tauchgangs:
Eine Stickstoffnarkose bemerkt man eigentlich erst hinterher. Ich war mir sicher, noch logisch zu denken, aber wohl doch recht verlangsamt, denn sonst hätte ich bedacht, dass ich dort unten viermal so viel Luft brauche, um das Jacket zu füllen, das Ventil also auch viermal so lange drücken muss wie an der Oberfläche. Dann hätte es vermutlich geklappt und ich wäre wesentlich entspannter durch den Tauchgang gegangen.
Dafür weiß ich jetzt, dass es einen heftigen Unterschied macht, ob man in der Karibik auf 30m runter geht oder in einem kalten norddeutschen Kreidesee. Und ich weiß, dass ich Grenzen habe. Die ich nun, nachdem ich sie erreicht habe, besser einschätzen kann, so dass ich beim nächsten Mal hoffentlich nicht so schnell in Panik verfalle.

Zweiter Tauchgang
Den zweiten Tauchgang haben wir von Einstieg 1 aus gemacht. Hier geht man einfach gemütlich mit seinem Equipment die Straße hinab ins Wasser, bis es tief genug zum Abtauchen ist. Ich hatte drei Kilo weniger Blei (je eins aus den Taschen raus und das Fußblei weggelassen), war am Anfang noch immer schlecht zu tarieren, ging dann aber. Dass mein Schlauch von Anzug erstmal ab war und ich gar nicht mehr damit tarieren konne, wurde zum Glück schnell behoben, aber die Luft schoss eh raus, also hab ich es kaum noch damit versucht.

Wir sind bis zu einer Stahlplattform, haben dort noch mal die Rolle geübt, mit der man sich wieder austariert, wenn zu viel Luft in den Füßen ist, sind dann zum Segelboot und weiter an der Steilküste. Geiles Gefühl, wenn es plötzlich unter einem quasi ins Bodenlose geht - die Wand fällt hier fast 60m ab. An der Steilküste entlang, dann langsam durch den gefluteten Wald zurück. Sehr bizarr, zwischen kahlen Ästen hindurchzutauchen. Hier begann meine Tarierung, besser zu werden. Zurück zur Straße, ein paar von uns haben dann noch eine Extrarunde gedreht, am Förderband vorbei und dann zu Einstieg 0.

Unterwegs begegneten uns Regenbogenforellen, kleine gestreifte Fische und welche mit orangen Flossenspitzen, leider war keiner von uns in der Lage, diese näher zu bestimmen. Aber hübsch waren sie! ;-)

EDIT: Die Seite des Sees behauptet, die gestreiften seien Zander und die anderen entweder Rotfedern oder Flussbarsche - leider weiß ich nicht mehr, ob sie auch Streifen hatten oder nur orange Flossen.

Fazit Tauchgang 2
Maximale Tiefe: 15m. ehr viel angenehmer, guter Luftverbrauch, bessere Tarierung. Und viel wärmer, obwohl ich diesmal deutlich nasser geworden bin.

Alles in allem ein toller Tag, den ich mit passendem Equipment bei Gelegenheit gerne wiederhole. Nicht gerade bei Eis und Schnee, aber vielleicht doch noch dieses Jahr. Mal sehen.

Zum Stöbern, See samt Skizze betrachten etc: Kreideseetaucher

Sonntag, Oktober 08, 2006

Klein, schwarz-weiß, fusselig

Alice (Codename: Lila) ist da. Und bringt Leben in meine Bude und Rhythmus in mein Leben. Vermutlich fängt sie gleich meine Finger auf der Tastatur - autsch, soeben geschehen.

Richtig geraten: Meine neue Mitbewohnerin ist eine Katze. Gut sechs Monate alt, verfressen, verspielt und unglaublich verschmust.

Lieblingsplätze: Mein Schoß, mein Bett (wenn ich drin liege), meine CD-Türme (ich muss sie dringend an der Wand festschrauben!), mein Bücherregal, Fensterbretter.

Lieblingsfutter: Alles, was aus Dosen, Pappschachteln und raschelnden Tüten kommt. Wenn es nach ihr ginge, wanderte alles Essen in dieser Wohnung in ihren Magen, aber zum Glück hab ich noch das Hauptentscheidungsrecht. Nur nicht mehr über meine Bewegungsfreiheit und meinen Schlaf - die kleine Tyrannin kann sehr laut werden, wenn man nicht um vier Uhr morgens aufspringt und sie füttert. Bisher hab ich mich aber dagegen noch durchgesetzt, Fressen gibt es frühestens um sieben. *gähn*

Die ersten Eindrücke, der Rest der Bilder ist in der Kamera, diese im Nebenzimmer und ich gerade durch 2,8kg Lebendschnurrgewicht behindert. ;)





Mehr folgt dann so nach und nach in den nächsten Tagen - die süßesten Sachen kann man nur immer so schlecht fotografieren, weil man das kleine Monster dabei meist auf dem Schoß sitzen hat. ;)

Donnerstag, Oktober 05, 2006

Live on Stage: Naked Raven

Ich komme gerade von einem kleinen aber feinen Konzert im Kieler Kulturforum. Eine meiner absoluten Lieblingsbands hat es mal wieder nach Kiel geschafft (es hatte schon immer Vorteile, nicht mainstream zu sein). Naked Raven aus Australien.

Ein wunderbarer Abend, der mir mal wieder gezeigt hat, wie wichtig Musik im Leben ist. Und wie verbindend.

Auch die Tatsache, dass die Mitglieder der Band nach dem Konzert nicht einfach verschwanden, sondern vorne am CD-Stand waren und man sich nett und ausführlich mit ihnen unterhalten konnte, war ein absolutes Plus. Dass sie nun mein Wohnzimmer beschallen, ist ein würdiger Abschluss des Abends.

Nun fehlt mir leider doch noch ein Album in meiner Sammlung.

Sollte man viel häufiger machen, so etwas. :)

Mehr? Hier: Naked Raven

Mittwoch, Oktober 04, 2006

Gathering IV

Das jährliche Treffen von kurzgeschichten.de fand vergangenes Wochenende unter dem Motto "Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren" statt.

Da ich dort regelmäßig mein Herz verliere, weil diese Stadt einfach etwas hat, das ich schwer in Worte fassen kann - abgesehen von einem wunderbaren Menschen, für dessen Freundschaft ich immer wieder von Herzen dankbar bin -, habe ich es diesmal einfach vom rechten aufs linke Neckarufer verlegt. Direkt oberhalb des Schlosses hatten wir eine nette kleine "Hütte", in der wir zwei Tage lang nach Herzenslust die Seele baumeln ließen.

Es gab leckeres Chili (wahlweise Ratatouille für die nicht vorhandenen Vegetarier) am Samstag Abend, sonst die gute alte Selbstverpflegung - für mich fielen zum Frühstück irgendwie immer die Reste in den Chipstüten an (und Sonntag ein großer Teller voll kaltem Chili, weil es keine Mikrowelle gab und ich nicht 15l Essen auf einmal heiß machen wollte).

Endlich habe ich auch mal das Schloss von Nahem gesehen, definitiv beeindruckend - selbst im zerstörten Zustand ist es noch riesig, und man kann sich gut vorstellen, wie feudal das Leben hier einmal war. Leider auch, wie dreckig es den Bauern im Tal gegangen sein dürfte.

Ein paar Impressionen in willkürlicher Reihenfolge:


Ohne geht es nicht: Das Lagerfeuer.


El Horni mit den zwei Grazien


Alternative Betten


Lucutus von Borg, Herrchen des Maskottchens Drago (leider nirgens im Bild)


Heidelberg von der Schlossterrasse aus betrachtet. Da auch noch Heidelberger Herbst war, waren die Gassen hoffnungslos verstopft (ich hab mich am Samstag Nachmittag nach unten getraut).

Da auch dieses Jahr die vielschichtigen Verwandschaftsverhältnisse von La Familia nicht geklärt werden konnten, noch immer nicht jeder weiß, wer gemeint ist, wenn man eine Flasche, ein Knicklicht und buntes Licht sieht und Drago es nach wie vor nicht geschafft hat, das Grundstück umzugraben, gibt es im nächsten Jahr eine Fortsetzung. Bei mir, genauer: Von mir organisiert, irgendwo in der Nähe Kiels an der Ostsee. Das wird ein Spaß! :)

NACHTRAG: Heute, am 05.10.2006 hat mir unser Webmaster gründlich den Spaß am Organisieren verdorben. Wo immer das Gathering V stattfinden wird, ich mag es nicht mehr organisieren. Sorry for that.