Da bin ich wieder, das volle Chaos. ;)
Dass ich "ein bisschen chaotisch" bin, weiß ich nicht erst seit gestern. Aber dass ich in meinem Arbeitszimmer nicht mehr arbeiten kann, weil alles vollgestellt ist, ist nicht mehr schön. Und dass in der Vorweihnachtszeit mein Wohnzimmer zum Arbeitszimmer wurde und jetzt irgendwie wie ein Papierkrieg-Schlachtfeld aussieht, macht es nicht besser. Von der Ablage im Flur reden wir mal nicht ...
Vor ein paar Tagen bin ich mal sehenden Auges durch die Wohnung gegangen und dachte, dass der Begriff Messie irgendwie passt. Ich sammel keinen Müll im eigentlichen Sinne, aber ich horte irgendwie tausend Dinge, die ich gar nicht wirklich brauche, nicht beachte, und die mich belasten.
Und dass ich es nicht aus eigener Kraft schaffe, das in den Griff zu bekommen, habe ich auch immer wieder bewiesen. Aber warum? Ich beschloss, mir einen schlauen Ratgeber zu kaufen, geplant war eigentlich "Aufräumen mit dem inneren Schweinehund", aber das gab es nicht vor Ort. Dafür griff ich nach "Magic Cleaning" von Marie Kondo, begann zu lesen, hörte nicht mehr auf ... Und habe eine Erkenntnis getroffen: Solange "aufräumen" lediglich bedeutet, alles Hab und Gut hin und her zu räumen und in Kisten und Kästen zu verstauen, wird es nie ordentlich sein. All das Zeug, das man nicht mehr benutzt, muss raus. Egal, ob es mal ein Lieblingsshirt oder ein Geschenk der Erbtante war, egal, ob es teuer war (und nie benutzt wurde) oder schöne Erinnerungen daran hängen. Wenn es nicht mehr glücklich macht, ist es Ballast und belastet nicht nur die Wohnung, sondern auch die Seele.
So Marie Kondo.
Und ich gebe ihr Recht.
Ich, die ich Bücher horte wie Gollum den Ring, habe plötzlich den Gedanken gefasst, mich von all den Büchern zu trennen, die ich nie wieder lesen werde. Und das sind viele. Natürlich dürfen auch welche bleiben, eben die, die mich glücklich machen. Aber brauche ich noch meine Bücher aus dem Studium? Werde ich mir jemals wieder die mittelhochdeutschen Deklinationen anschauen? Muss ich Medizinbücher hier haben, wenn ich keine zwei Semester Medizin studiert habe? Und all die Reiseführer, die seit 15 Jahren veraltet sind, brauche ich die wirklich?
Genauso wie all die Krimis, die ich nie wieder lese, weil ich mir dummerweise merken kann, wer der Mörder war und sie daher nicht noch einmal lese? Vermutlich wird sich jemand anders darüber mehr freuen als ich - und wenn er das Buch dann ebenfalls weitergibt, ist viel mehr gewonnen, als wenn es bei mir verstaubt und nicht mehr beachtet wird.
Marie Kondo spricht allen Dingen eine "Seele" zu. Die Gegenstände möchten uns glücklich machen und sind selber unglücklich, wenn sie vernachlässigt werden. Und genau so soll man auch ausmisten: Was nicht glücklich macht, wird verabschiedet, man bedankt sich für die gemeinsame Zeit und legt es weg. Ob in den Müll, die Altkleidersammlung oder zu BookCrossing, ist letztendlich jedem selber überlassen, Hauptsache, die Dinge finden nicht klammheimlich ihren Weh zurück in den Schrank.
Sie gibt eine feste Reihenfolge vor: Klamotten, Bücher, Papiere, Kleinkram, wobei hierunter auch CDs und DVDs, Geschirr und Küchengeräte, Bastelutensilien und vieles mehr fallen.
Ich habe vorhin mit Oberteilen und Jacken begonnen und nun fünf prall gefüllte Tüten aussortiert. Davon kommt eine zum Second Hand-Laden und der Rest in die Altkleidersammlung. Und ich bin erleichtert, weil wieder Platz im Schrank ist, ich habe nur nichts mehr anzuziehen. :D
Ziel für heute: Mit den Klamotten fertig zu werden. Man soll übrigens alle Gegenstände einer Kategorie aus allen Bereichen zusammentragen, nur die Wäsche, die gerade auf der Leine oder im Wäschekorb ist, ist ausgenommen, denn die zieht man ja offenkundig eh noch an.
Tschakka, ich gehe dann mal an Hosen, Röcke und Kleider. Und ich stelle fest, dass ich mich im Flur schon viel wohler fühle, seit ich gestern einiges an Kartons und Kisten weggeräumt (und entsorgt) habe und heute die Garderobe befreit habe. Da hängt jetzt nur noch der Schuhanzieher und der Mantel, den ich aktuell trage. Hübsch!
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Mittwoch, Dezember 25, 2013
Mittwoch, Februar 21, 2007
Die wundersame Auswirkung eines Heizungsablesers
Montag flatterte mir ein gelbes Kärtchen ins Haus: Der Heizungsableser kommt. Samstag, 09.00h. Ich dreh mich so im Kreis herum und denke "ob er wohl an die Heizkörper herankommen muss?"
Das Ende vom Lied: In meinem Wohnzimmer sitzen nun ca 15 Stapel mit Papieren, die in ihre Ordner wollen. Und im Arbeitszimmer kommt man wieder gefahrlos bis zur Heizung.
Wenn der sich jetzt jede Woche anmeldet, ist meine Wohnung bis zum Umzug perfekt aufgeräumt! *g*
Ach ja, einsortieren muss ich das ja auch alles noch. Na, dann gehe ich mal die zugehörigen Ordner suchen.
Das Ende vom Lied: In meinem Wohnzimmer sitzen nun ca 15 Stapel mit Papieren, die in ihre Ordner wollen. Und im Arbeitszimmer kommt man wieder gefahrlos bis zur Heizung.
Wenn der sich jetzt jede Woche anmeldet, ist meine Wohnung bis zum Umzug perfekt aufgeräumt! *g*
Ach ja, einsortieren muss ich das ja auch alles noch. Na, dann gehe ich mal die zugehörigen Ordner suchen.
Samstag, Juni 03, 2006
Entchaotisierung #4
Manchmal muss man einfach etwas tun, ohne lange nachzudenken. Und falls man das nicht kann, sollte man sich vorher einen Plan machen und diesen in kleine Häppchen unterteilen, die überschaubar sind. Arbeitseinheiten von maximal 30min Länge sind ideal, wenn man davon acht bis zehn auf einen freien Tag legt, kann man fast nebenbei eine Menge schaffen.
Das ist die Theorie, und so weit ist es einfach. Nur mit der Umsetzung hapert es bekanntlich bei mir reichlich. Aber nun gut, heute habe ich einen Teilsieg gegen mein Schlafzimmerchaos errungen. Ich hatte Gerüchte gehört, dass der Raum einen Fußboden haben soll, der mit blauem Teppich belegt ist. Irgendwie hatte mir das keine Ruhe gelassen, und so habe ich nicht nur das Bett frisch bezogen und Wäsche gewaschen, sondern auch alles weggeräumt, was mir sonst immer im Weg lag. gut, die Teppiche gehören unters Bett, weil es keinen anderen Platz für sie gibt, die Truhe bleibt auch, wo sie ist - aber sonst ist fast alles weg. Sogar das Fensterbrett kann wieder atmen. Eigentlich bleibt nur noch das Regal, aber das mag ich heute wohl nicht mehr in Angriff nehmen.
es gibt kein Vorher-Bild, weil ich mich nicht getraut habe, eines zu machen, aber es gibt zwei Nachher-Bilder. Seht und staunt (oder fragt euch, was daran so besonders ist. Ich weiß es, und wer mal bei mir war, weiß es auch):


Tja, und dass man Kerzen nicht einfach so auf einen Teppichboden stellt, weiß ich jetzt auch wieder - Wachsflecken sind blöd. Vielleicht sitze ich ja irgendwann mal mit Löschpapier und Bügeleisen auf dem Boden. Vorher gibt es aber noch einige wichtigere Dinge zu erledigen.
Es wird nicht in dem Tempo weitergehen, aber ich bin wirklich wild entschlossen, meine Wohnung wieder betretbar und gemütlich zu machen.
Tschakka!
Das ist die Theorie, und so weit ist es einfach. Nur mit der Umsetzung hapert es bekanntlich bei mir reichlich. Aber nun gut, heute habe ich einen Teilsieg gegen mein Schlafzimmerchaos errungen. Ich hatte Gerüchte gehört, dass der Raum einen Fußboden haben soll, der mit blauem Teppich belegt ist. Irgendwie hatte mir das keine Ruhe gelassen, und so habe ich nicht nur das Bett frisch bezogen und Wäsche gewaschen, sondern auch alles weggeräumt, was mir sonst immer im Weg lag. gut, die Teppiche gehören unters Bett, weil es keinen anderen Platz für sie gibt, die Truhe bleibt auch, wo sie ist - aber sonst ist fast alles weg. Sogar das Fensterbrett kann wieder atmen. Eigentlich bleibt nur noch das Regal, aber das mag ich heute wohl nicht mehr in Angriff nehmen.
es gibt kein Vorher-Bild, weil ich mich nicht getraut habe, eines zu machen, aber es gibt zwei Nachher-Bilder. Seht und staunt (oder fragt euch, was daran so besonders ist. Ich weiß es, und wer mal bei mir war, weiß es auch):
Tja, und dass man Kerzen nicht einfach so auf einen Teppichboden stellt, weiß ich jetzt auch wieder - Wachsflecken sind blöd. Vielleicht sitze ich ja irgendwann mal mit Löschpapier und Bügeleisen auf dem Boden. Vorher gibt es aber noch einige wichtigere Dinge zu erledigen.
Es wird nicht in dem Tempo weitergehen, aber ich bin wirklich wild entschlossen, meine Wohnung wieder betretbar und gemütlich zu machen.
Tschakka!
Samstag, Mai 20, 2006
Entchaotisierung #3
Nun ja, ich shcleppe mich eher durchs Aufräumen als dass ich richtig anpacke. Aber hier und da einen Ordner geleert, und schwupp ist wieder ein Karton leer. Nebenbei entdecke ich ein paar schätze in den Kisten meiner Tante, die ich schon wieder vergessen hatte, und der Stapel für ebay und Flohmarkt wird auch immer größer.
Wenn ich mich aufraffen kann, werde ich nachher mal meine Kinder- und Jugendbücher ins leere Regal im Schlafzimmer räumen (okay, leer ist relativ), dann ist der Paltz unter der Garderobe wieder frei und ein paar Kartons vom Dachboden sind dann auch weg.
Das Gefühl, wieder atmen zu können, stellt sich zwar wirklich langsam ein, aber lieber klitzekleine Schritte als gar keine.
Wenn ich mich aufraffen kann, werde ich nachher mal meine Kinder- und Jugendbücher ins leere Regal im Schlafzimmer räumen (okay, leer ist relativ), dann ist der Paltz unter der Garderobe wieder frei und ein paar Kartons vom Dachboden sind dann auch weg.
Das Gefühl, wieder atmen zu können, stellt sich zwar wirklich langsam ein, aber lieber klitzekleine Schritte als gar keine.
Mittwoch, April 12, 2006
Entchaotisierung #2
Gestern reichte es immerhin für ein gründliches Entrümpeln meiner Handtücher - was braucht eein Single eigentlich knapp 20 Stück davon? Eben, also kommen die kleinen, hässlichen und abgenutzten weg.
Eben gerade wurde ein Berg Abwasch in strahlend sauberes Geschirr verwandelt, und nachher bin ich wild entschlossen, allen Einzelgängersocken auf die Schliche zu kommen um sie zu ihren Brüdern und Schwestern ins Land der Socken und Regenschirme zu schicken.
Nur ob ich das alles in jetzt nur noch 33 Tagen schaffe, damit ich mir auch Gäste zum Geburtstag einladen kann, weiß ich noch nicht. Aufmunternde Einträge sind jederzeit willkommen! :)
Eben gerade wurde ein Berg Abwasch in strahlend sauberes Geschirr verwandelt, und nachher bin ich wild entschlossen, allen Einzelgängersocken auf die Schliche zu kommen um sie zu ihren Brüdern und Schwestern ins Land der Socken und Regenschirme zu schicken.
Nur ob ich das alles in jetzt nur noch 33 Tagen schaffe, damit ich mir auch Gäste zum Geburtstag einladen kann, weiß ich noch nicht. Aufmunternde Einträge sind jederzeit willkommen! :)
Montag, April 10, 2006
Kampf dem CHAOS
Ich habe gelernt: CHAOS = Can't Have Anyone Over Syndrome.
Tja, und daran leide ich. Und will es nicht mehr. Vielleicht ist es immer noch nicht der Weisheit letzter Schluss, und mit Sicherheit werde ich nicht exakt jeden beschriebenen Schritt befolgen, aber FlyLady.com erscheint mir als gute Hilfe.
Soeben habe ich einen Teil meines Abwaschberges erledigt und weiche nun mein Spülbecken samt Ablage in Putzmittel ein, um sie wieder zum Strahlen zu bringen. Ein ernorm gutes Gefühl!
Leider spricht meine Kamera noch nicht so richtig mit meinem iBook, aber sobald das Problem gelöst ist, werde ich hier Bilder nachtragen.
Ich versuche, in den nächsten Tagen und Wochen Schritt für Schritt meine Fortschritte zu dokumentieren.
Das erklärte Ziel: An meinem Geburtstag Gäste einladen zu können, genug Platz für alle zu bieten und keine Türen verschlossen halten zu müssen. Sind ja noch fünf Wochen.
Tja, und daran leide ich. Und will es nicht mehr. Vielleicht ist es immer noch nicht der Weisheit letzter Schluss, und mit Sicherheit werde ich nicht exakt jeden beschriebenen Schritt befolgen, aber FlyLady.com erscheint mir als gute Hilfe.
Soeben habe ich einen Teil meines Abwaschberges erledigt und weiche nun mein Spülbecken samt Ablage in Putzmittel ein, um sie wieder zum Strahlen zu bringen. Ein ernorm gutes Gefühl!
Leider spricht meine Kamera noch nicht so richtig mit meinem iBook, aber sobald das Problem gelöst ist, werde ich hier Bilder nachtragen.
Ich versuche, in den nächsten Tagen und Wochen Schritt für Schritt meine Fortschritte zu dokumentieren.
Das erklärte Ziel: An meinem Geburtstag Gäste einladen zu können, genug Platz für alle zu bieten und keine Türen verschlossen halten zu müssen. Sind ja noch fünf Wochen.
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