Mittwoch, Januar 31, 2007

Schreib(un)lust made by Erkältung

Da ist es wieder, dieses Gefühl, als wolle eine Geschichte aus mir heraus, sie klopf und pocht im Kopf herum, der Bauch grummelt ein wenig im Takt (nein, ich hab keine Blähungen, danke der Nachfrage!), die innere Unruhe stellt sich ein. Eigentlich alles prima, nur ... Das Thema fehlt.

Mal wieder eine hoffnungslos hoffnungslose Geschichte über das unendliche Thema der unerfüllbaren Liebe? Och nö, eigentlich hat die Welt davon genug. Ein paar Gedanken für meinen Jugendroman wälzen? Mache ich täglich, allerdings findet kaum etwas davon den Weg aufs Papier.

Stöbern, welche Ausschreibungen auf mich warten? Das könnte helfen.

Und wer weiß, vielleicht hilft es ja, dass mein Kopf gerade nur auf einem Viertel der üblichen Leistung läuft, denn manche meiner Geschichten habe ich selber erst nach ihrer Fertigstellung gelesen und war erstaunt über das, was passiert, wenn man nicht denkt.

Wie auch immer, ich werde mal prüfen, ob meine Kreativität zu mir zurückkehrt.

Dienstag, Januar 30, 2007

Ägypten!

Manchmal lohnen sich Netzwerke. Oder auch nur kleine, schnuckelige Mailinglisten, in denen fast nie etwas los ist.

Anfang Januar habe ich eine Anfrage gestellt, ob jemand im Februar Zeit und Lust hat, mit mir 7-10 Tage Tauchurlaub zu machen. Zunächst kam nichts, dann eine verhaltene Zusage aus München, und dann das Angebot, mit einer Gruppe von 25 weiteren Tauchern unterschiedlichster Ausbildungsstufen Ende Februar / Anfang März eine Woche nach Marsa Alam zu fliegen.

Das ging so ratz fatz, dass ich gerade mal kurz Luft schnappen konnte, bevor ich zugesagt habe.

Sieben Tage vor Ort, davon fünf Tage lang so viel Tauchen, wie Lunge, Nullzeit und Tageslicht hergeben. Ohne Aufpreis. Ein Luxus-Zimmer (mit einer anderen Mitreisenden in meinem Alter zusammen), Frühstück, Transport, Flasche, Luft und Blei inklusive.

Und weil das ganze ohne eine funktionierende Unterwasserkamera unmöglich ist, Canon für meine Digitalkamera leider kein UW-Gehäuse gebaut hat (die Schweine!) und ich nicht ohne Beweismöglichkeit Delphine, Haie oder Rochen treffen möchte, hab ich gerade bei ebay eine kleine IXUS samt UW-Gehäuse und drei kleinen Speicherkarten für wenig Geld erstanden.

Jetzt müssen nur noch die kommenden vier Wochen schnell vergehen, damit ich nicht vor Vorfreude platze!

Und danach gibt es dann ein paar Beweisbilder. Versprochen!

Donnerstag, Januar 25, 2007

Elefant versenden

Man sollte häufiger in anderen Blogs stöbern. Danke, Juvi! ;)

Falls sich jemand fragt, wie um alles in der Welt man einen Elefanten übers Internet verschickt - die Russen haben eine Lösung. Und nein, man muss kein Russisch können, um diesen Film zu verstehen (obwohl es dann vermutlich noch lustiger wäre):

Elefant versenden

Viel Spaß und gute Nacht!

Filmkritik Eragon

Ich schulde meinem Blog noch ein paar Filmkritiken. Ich stelle die einfach mal in willkürlicher Reihenfolge hier rein:

Von Eragon hatte ich mir ein hübsches Fantasy-Spektakel im Stil des Herrn der Ringe erwartet. Diese Erwartung wurde zugleich erfüllt und enttäuscht.

Positiv: Die Landschaftsaufnahmen sind ebenso atemberaubend wie im Herrn der Ringe, der Drache ist wirklich knuffig und sehr gut animiert, die Special Effects sind okay und nicht plump.

Leider hört das Lob hier fast schon auf.
Der Held ist ein lahmarschiger, nichts begreifender Milchbubi, der immer nur eines kann: Garantiert nicht auf das hören, was ihm geraten wird. Dadurch gerät er in jede Menge Schwierigkeiten, aus denen er wie von Zauberhand immer unbeschadet und als strahlender Sieger wieder herauskommt.
Sein Gefährte, stark an Aragorn angelehnt und mit Abstand die charismatischste Figur im Film, bekommt leider nicht halb so viel Raum, wie ihm zustünde und verstirbt dann auch noch, bevor es richtig losgehen kann (ich fühlte mich an "flieht, ihr Narren"-Gandalf erinnert).
Immer wieder taucht geniales Konfliktpotential auf und verpufft einfach im Raum. Der Magier ist so mächtig, dass er Eragon mit einem Blick vernichten kann? Macht nichts, der Kleine rennt trotzdem in die Höhle des Löwen und streckt den Kerl mit einem Pfeil nieder.
Der Sohn des Verräters will ihm den Weg zu den Rebellen (warum hab ich hier Star Wars im Kopf?) zeigen? Klar, vertrau ihm halt. Passiert schon nichts, am Ende wird er Dich beschützen und Dir Dein Leben retten (was auch so kommt).
Eragon hat keinen Bock auf sein Schicksal? So ein Zufall, hatte Frodo auch nicht - und konnte dabei genauso emotionslos gucken. Dass am Ende beiden die Macht ein wenig zu Kopf steigt, ist sicher auch nur eine versehentliche Parallele. Und Eragon hat den zusätzlichen Bonus, dass ihm alle immer die Kartoffeln aus dem Feuer holen.

Davon gibt es noch jede Menge mehr, und ich hab wirklich bedauert, dass man eine eigentlich nicht schlechte Geschichte ständig so sehr beschneidet, dass ihr jede Dynamik fehlt. Statt 90 hätte der Film gerne 120 Minuten lang sein und dafür sein Konfliktpotential ausschöpfen können.

Fazit: Ich werde vermutlich Teil 2 und 3 nicht im Kino sehen, dafür ist mir mein Geld zu schade. Und dass Sienna Guillory eine wirklich hübsche Prinzessin abgibt, reicht für mich nicht, um Teil 2 mit Spannung zu erwarten.

Freitag, Januar 19, 2007

2007 - es rennt und rennt und rennt ...

Genau einen Monat ist mein letzter Eintrag her. Dazwischen liegen Weihnachten, einige Fressgelage, eine wunderschöne Silvesterfeier und noch so einiges mehr.

Ich bin in das Jahr eingetreten, in dem ich 30 werde, suche nach einer neuer Wohnung (mit Badewanne, geraden Wänden und Auslauf für Alice) und noch immer nach mir selbst.

Die Prophezeiung, die ich vor etwa einem Jahr ausgesprochen habe, dass sich einiges im Jahr 2006 ändern wird, ist mit Sicherheit eingetreten, auch wenn manche Veränderungen nicht ganz so deutlich sind wie vermutet. Aber immerhin habe ich die Abteilung gewechselt, mein Studium an den Nagel gehängt, Alice bekommen, einige negative Umstände überwunden, neue Menschen kennengelernt, etwas gefunden, das mir so viel Spaß macht, dass ich mir vorstellen kann, einen Job draus zu machen - und meinem inneren Schweinehund den Kampf angesagt.

Dank einem lieben Menschen habe ich heute das wohl schafste Blog des Universums gefunden und will es euch nicht vorenthalten: Knuddel
Ist es nicht knuffig?

Alice zerlegt übrigens gerade mein Sofa und will mir damit wohl sagen, dass ich mich endlich auch mal wieder um ihr Blog kümmern soll. Mache ich, aber nicht mehr heute Nacht, ich gehöre dringend ins Bett. Sagen mein Kopf, meine Nase und die Tatsache, dass ich morgen um zehn arbeiten soll ...

Dienstag, Dezember 19, 2006

200 Dinge ... Update nach einem Jahr

Ihr erinnert euch an die 200 Dinge, die man mal gemacht haben muss?

Kaum ein Jahr später bin ich weiser, erfahrener und fürchterlich romantisch - und das mir!!!

Hier sind die aktuellen Zahlen (insgesamt habe ich 96 Punkte erreicht):

Abenteuer: 3,6
Bildung: 5,0
Crazy: 5,4
Happiness: 3,3
Körper: 3,3
Liebe / Partnerschaft: 5,6
Natur: 6,8
Reisen: 2,5
Romantik: 10,0
Selfmade: 2,4
Sex: 5,5
Soziales: 4,3
Sport: 3,8
Technik: 5,0
Tiere: 0,9
Verbotenes: 6,0

Und für alle, die es wissen wollen, hier noch mal der Link: 200 Dinge

Sonntag, November 19, 2006

AOWD!

Die Mehrarbeit ist erträglich, schlafen kann ich schließlich auch im Dezember. Nur Alice ist da etwas anderer Meinung, aber langsam einigen wir uns.

So ganz nebenbei habe ich am vergangenen Sonntag in Hemmoor meinen letzten TG für den AOWD erledigt und nun seit Mittwoch mein vorläufiges Brevet.

Das heißt, dass ich jetzt nachts, tief und noch so einiges mehr tauchen darf. Da man das aber von einem oder zwei Tauchgängen natürlich nicht *schnipp* sofort kann, heißt das vor allem: Üben, üben, üben.

Das Gefühl, den Kurs nun geschafft zu haben, ist trotzdem fein. Und nachher sitze ich im Schwimmbad und tariere, was das Zeug hält. Leider ohne Britta, die mit gebrochenem Jochbein zuhause hockt und sich vermutlich noch immer fragt, wieso sie sich breitschlagen ließ, einen Sport außerhalb des Wassers zu versuchen (Squash).

Als nächstes kümmere ich mich mal darum, den Rescue-Diver zu machen. Ist zum einen sinnvoll, zum anderen die Grundlage für weitere Ausbildung. Es kann nie schaden, etwas in der Tasche zu haben, womit man "notfalls" auch Geld verdienen kann. Falls meinem aktuellen Arbeitgeber noch weitere lustige Änderungen einfallen.

Mittwoch, November 15, 2006

Mehrarbeit

Überall jammern die Leute, dass sie keine Arbeit finden, dass ihre Stellen um 30% gekürzt werden etc.

Insofern habe ich es eigentlich ganz gut getroffen. Unterm Strich ist es jedoch so, dass ich vermutlich die einzige Betroffene in der Firma bin, die sagen kann: Naja, das pack ich schon.

Hintergrund: Am Montag abend, kurz vor sechs, ging eine Mail der Geschäftsleitung bei uns ein, dass wir ab sofort für einen Monat 40% Mehrarbeit leisten müssen. Dies sei eine Arbeitsanweisung und werde - bei erreichen der 40% - entsprechend höher vergütet. Abgesegnet vom Betriebsrat, hieb- und stichfest.

Natürlich klingt das erstmal gar nicht schlecht, mehr Geld vor Weihnachten etc.

Ärgerlich ist nur, dass alle Abteilungen das abarbeiten müssen, was in einer Abteilung aufgelaufen ist, das heißt, wir alle bekommen eine kurze Einarbeitung und dann gehts los. Dass das eh schon die Abteilung ist, der die geringste Sorgfalt unterstellt wird, wird sich dadurch wohl kaum verbessern.

Ich arbeite derzeit 25 Wochenstunden in dieser Firma. Das heißt, dass ich jetzt auf etwas über 35 Wochenstunden kommen muss. Netto. Zuzüglich Pausen etc. also knapp 40 Stunden. So schnell hat man einen Vollzeitjob.

Andere, die jetzt schon auf 40 Stunden sind, müssen 4 wochen lang 56 Nettostunden hinlegen, also mindestens 62 Bruttostunden (und das auch nur, wenn sie Nichtraucher sind, die Raucher können wohl eher mit 66 Bruttostunden rechnen). Das sind mal eben sechs Tage à 11 Stunden in der Firma. Vier Wochen, in denen außer Arbeiten, Essen, Fahrtzeit und Schlafen nichts mehr geht.

Beziehungen? Kann man noch irgendwie halten.
Haustiere? Katzen beschäftigen sich notfalls allein, Hunde brauchen eine Dogsitter.
Kinder? Tja, hier beginnt das Problem. Viele von uns haben Kinder, manche sind alleinerziehend oder haben Partner, die aufgrund von Ausbildung, Studium oder Job ebenfalls kaum zuhause sind. Das Geld, das man mehr verdient, geht in solchen Fällen vermutlich komplett für die Kinderbetreuung drauf.

Ob es das wert war, sehen wir in vier Wochen. Wenn dann die Abteilung, die wir unterstützen, dauerhaft einen aktuellen Arbeitsstand auch ohne unsere Unterstützung halten kann, hat es zumindest firmenintern etwas gebracht. da ich daran aber nicht glaube, stelle ich mich schon mal drauf ein, alle paar Wochen einen solchen Marathon erledigen zu müssen.

Ob ich nun freiwillig auf 30 oder gar 35 Stunden normaler Arbeitszeit hochgehe, kann ich auch nicht sagen - 56 Stunden packe ich nicht. Klingt arrogant, ist aber nicht so gemeint. 56 Stunden an diesem Arbeitsplatz könnten alles, was ich psychisch in diesem Jahr erreicht habe, wieder zunichte machen. Und massive Winterdepresionen auslösen.

No thanks.

Montag, November 13, 2006

Hemmoor #2

Eigentlich sollte ich gestern gemütlich am Kieler Leuchtturm das Wrack der Brake erkunden, leider wurde der Tauchgang wegen zu viel Seegangs abgesagt. Ich muss noch sehr müde und beeinflussbar gewesen sein, als Yorck fragte, ob ich heute mit nach Hemmoor fahre. Ich hab nämlich nach kurzem Überlegen, ob ich es rechtzeitig zum Essen und Gruseln in die Villa Fernsicht schaffe, zugestimmt.

In Kiel hat es geregnet, unterwegs auch, in Hemmoor schien die Sonne, als wir ankamen. Ab zum Einstieg drei, Umziehen, Hagelschauer aussitzen, rein ins Vergnügen. Ich hatte einen anderen Trockenanzug als beim letzten Mal (andere Größe), die Halsmanschette saß enger und zusätzlich hatte ich noch das hübsche blaube Würgeband drum. Und sechs Kilo Blei.

Der erste TG ging zum Rüttler runter, allerdings nicht ganz auf 30m, sondern zunächst zum LKW auf 20m und dann bis auf 27m runter zum unteren Einstieg in den Trichter. Der Abstieg war angenehm langsam und mein Trocki dicht, hurra! So konnte ich wunderbar damit tarieren und habe heute zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder den perfekten Schwebezustand erreicht.

Die Sicht war toll, der TG durch den Trichter ein Erlebnis (welches ich ja letztesmal aus Panikgründen ausgelassen hatte) und die Schwärme von Regenbogenforellen, die wir sahen, waren ein wunderbares Bonbon nebenher.

Zwischendrin warm einmummeln, lauwarmen Tee trinken (merke: Auch Stahlkannen können kaputtgehen), kurz den zweiten Tauchplatz besichtigen und dann wieder in den Trocki zwängen und rein ins Vergnügen. Diesmal gab es für mich Nitrox, womit ich jetzt meine 5 TG für den AOWD zusammen habe und demnächst mal den Papierkram fürs Brevet erledige.

Wir sind runter zum Flugzeug, was ziemlich genial ist. Ein alter Segelflieger, der auf ca. 18m aufgehängt ist und quasi frei schwebt. Hier von hier aus dann weiter an der Abbruchkante entlang, zur Straße und von dort mit Nils gemeinsam zurück, weil wir beide wenig Luft hatten. Der Rest kam aber kurz nach uns raus, so viel haben wir nicht verpasst.

Aufgrund der Tatsache, dass mein Anzug hielt, war ich trocken und warm und einfach sehr, sehr entspannt, als ich wieder rauskam.

Solche Tauchgänge, auch wenn der November etwas frisch ist, sind eine wunderbare Erinnerung, wieso ich so unglaublich gerne tauche. Nicht, weil Panik in 30m so toll ist, sondern weil Entspannung in 20m einfach wunderbar ist. ;-)

Wer weiß, vielleicht bin ich in zwei Jahren ja doch Tauchlehrerin. Lust hätte ich schon, fragt sich nur, was Geld und Zeit dazu sagen.

Freitag, November 03, 2006

Novemberschreiben?

Da bin ich. Übermüdet, mit den ersten 6.819 Wörtern in der Tasche und einem sehr lustigen Maildialog hinter mir, den ich euch nicht vorenthalten will. Vielleicht hat ja noch jemand Lust, den Damen und Herren ein paar Fragen zu stellen.

Den NaNoWriMo gibt es seit 1999, gegründet wurde er von Chris Baty in Californien. Seit 2000 findet er jährlich im November statt. November ist NaNo-Monat.

Nun gibt es seit kurzem ein Projekt "Novemberschreiben" in der Schweiz. Die Sätze, die dort zur Werbung genommen werden, klingen fast genauso wie die auf der NaNo-Seite, nur halt auf Deutsch. Zufall? Aber warum dann auch exakt 50.000 Wörter in 30 Tagen, warum auch im November? Und warum nicht der leisteste Hinweis auf deren Seite oder in den Foren? Und warum soll ich fürs Novemberschreiben teure Kurse in Anspruch nehmen, wenn ich die Motivation beim Nano kostenlos haben kann?

All diese Fragen habe ich mir gestellt. Also hab ich mich im Forum angemeldet und folgendes gepostet (Thread-Titel war "NaNoWriMo"):

Ich bin doch etwas erstaunt, dieses Forum zu finden, gibt es doch seit 1999 das weltweite Projekt NaNoWriMo, welches sich großer Beliebtheit erfreut und nach den gleichen Regeln spielt wie das Novemberschreiben.

Meine Frage: Warum muss es das doppelt geben? Und wieso braucht man kostenpflichtige Seminare? Und warum findet man hier nichts über den NaNoWriMo, der doch so offensichtlich Pate stand?

Nun ja, das erste ist ja jedem selber überlassen, aber ein Hinweis darauf, dass man dieses Projekt an das des Herrn Chris Baty aus California, USA, angelehnt hat, wäre doch schön! :)

Herzliche Grüße
chaosqueen


als ich mich einen Tag später wieder einloggen wollte, bekam ich folgende Anzeige:

Du wurdest von diesem Forum verbannt.
Kontaktiere den Administrator, um mehr Informationen zu erhalten.


Interessant. Da hab ich wohl einen wunden Punkt getroffen. Also hab ich geschaut, wie ich den Administrator kontaktieren kann, festgestellt, dass deren Forum kein Impressum hat und mich an deren allgemeine Kontaktadresse gewandt.

Folgende Mail habe ich verschickt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Erstaunen las ich eben folgende Nachricht, als ich versuchte, mich in Ihrem Forum erneut einzuloggen:

"Du wurdest von diesem Forum verbannt.
Kontaktiere den Administrator, um mehr Informationen zu erhalten."

Da ich leider anscheinend keine Möglichkeit habe, dies direkt auf der Startseite des Forums zu tun, kontaktiere ich Sie nun per E-Mail mit der bitte, um Aufklärung, gegen welche Regel ich verstoßen habe.

Mit freundlichen Grüßen
XXX (chaosqueen)


Die Antwort kam recht rasch, ich hab sie heute morgen dann gelesen:

Guten Abend Frau XXX
Vielen Dank für Ihr E-Mail.
Wie bereits im nanowrimo-Forum erwähnt, haben die Organisatoren des Novemberschreibens direkt mit Chris Baty Kontakt aufgenommen.
Chris Baty hat uns zurückgeschrieben:
"..möchte ich betonen, dass ich es wunderbar finde, dass du eine Roman-in-einem-Monat-Veranstaltung leitest. In den sieben Jahren, seit ich mit NaNoWriMo zu tun habe, sehe ich immer wieder, wie ein fester Termin und eine unterstützende Gemeinschaft wahre Wunder für Autoren bewirken können. Ich bin sicher, dass das für dich auch der Fall sein wird.."
Wir vom Novemberschreiben sind in bestem Einvernehmen mit Chris Baty und verstehen die Aufruhr nicht. Nehmen Sie doch bitte direkt mit ihm Kontakt auf.
Freundliche Grüsse
Frau YYY


Nun ja, man kann ja mal aus lauter Müdigkeit und wegen der vielen Anfragen die eigentliche Frage übersehen. Also hab ich noch eine Mail geschrieben:

Liebe Frau YYY,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!

Nur verstehe ich noch immer nicht, warum ich aus ihrem Forum verbannt wurde. Weniger denn je zuvor.

Warum wird der NaNoWriMo bei Ihnen nirgendwo erwähnt und warum wird man aus dem Forum verbannt, wenn man danach fragt?

Das kommt mir nach wie vor suspekt vor. Sie haben Zugriff auf unser Forum und können lesen, worüber diskutiert wird. Dass ihr Forum und Ihre Veranstaltung mit kommentarlosem Löschen von Usern nicht an Popularität gewinnt, sollte Ihnen doch klar sein.

Eine Begründung meiner Löschung fehlt mir nach wie vor und würde mich nach wie vor interessieren.

Chris Baty wird mir die Frage wohl nicht beantworten können, auch wenn Sie mir empfehlen, direkt mit Ihnen Kontakt aufzunehmen.

Freundliche Grüße
XXX


Und dann kam dies:

Liebe Frau XXX
Bei uns kann auch jeder im Forum lesen, worüber diskutiert wird. Nachdem uns Jassanja nahegelegt hat, wir sollen nanowrimo nicht im gleichen Atemzug wie Novemberschreiben erwähnen, halten wir uns strikte daran. Wir wollen keinen Aerger.
Das hier ist eine Angelegenheit zwischen Chris Baty und Novemberschreiben. Und diese wurde geregelt.
Freundlichst - Frau YYY


Mal abgesehen davon, dass Jassanja darum gebeten hatte, dass es doch nett gewesen wäre, Chris Baty erst darauf hinzuweisen, dass man ein vergleichbares Projekt plant, bevor man es heimlich laufen lässt und dann nicht mal aufs Original verweist, war das noch immer nicht die Antwort auf meine Frage. So richtig ernst genommen fühlte ich mich nicht mehr. Also noch mal, eventuell ist man in der Schweiz etwas langsamer, ist ja auch noch immer früh am Morgen:

Liebe Frau YYY,

langsam glaube ich, Sie wollen mich absichtlich missverstehen.

Ich habe in Ihrem forum gefragt, wieso es keinen hinweis auf den NaNoWriMo gibt.

Ihre Reaktion war, meinen Account zu löschen.

Das nenne ich weder Meinungsfreiheit noch Recht zum Lesen.

DAFÜR möchte ich noch immer eine Erklärung. Ich habe weder gehetzt noch mich sonst irgendwie ungebührlich verhalten, sondern einfach eine Frage gestellt. Wenn das ein Grund ist, mich von ihrem Forum zu verweisen, fühle ich mich in meiner Meinungsfreiheit arg eingeschränkt.

Und Jassanja sagt etwas anderes - laut Chris Baty sollte klargestellt werden, dass es sich um ein Konkurrenzprodukt handelt. Dass NaNo nirgends erwähnt wird, war nicht das Ziel der Nachfrage.

Verwunderte Grüße
XXX


Es war wohl zu erwarten, dort wird halt ein Angriff gesehen, wo keiner ist (oder zumindest keiner geplant war) und sofort geschossen, bevor man nach Freund oder Feind fragt, ist ja auch einfacher (man beachte nebenher, dass ich in meiner ersten Mail NaNo mit keiner Silbe erwähnt habe, sie wusste also sehr genau, dass ich wegen meiner Anfrage zum NaNo gelöscht wurde und schafft es nicht, dies einzugestehen):

Liebe Frau XXX
Glauben Sie mir, wir hätten es uns auch anders gewünscht. Wir wollen keinen Aerger und dabei bleibt es. Sie können sich an Chris Baty wenden und er wendet sich dann an uns. Damit ist für uns das Thema erledigt. Wir verhandeln nur mit ihm direkt.
Alles Gute - Frau YYY
PS: Sie haben meine Version gehört und die von Jassanja. Es bleibt Ihnen übelassen, was Sie glauben wollen.


*seufz*

eines ist klar, von Menschen, die weder denken noch lesen können, würde ich mir nicht das Schreiben beibringen lassen. Und schon gar nicht gegen Geld.

Meine nicht mehr freundliche Antwort:

Noch mal zum Mitlesen:

ICH WURDE FÜR IHR FORUM GESPERRT, DAS HAT NICHT CHRIS BATY ZU VERANTWORTEN SONDERN IHR ADMINISTRATOR UND DAHER WILL ICH VON IHNEN EINE AANTWORT!!!

HERRGOTTNOCHMAL, BISHER DACHTE ICH, AUCH IN DER SCHWEIZ WÜRDE MAN DEUTSCH VERSTEHEN.


So, und nun gehe ich duschen und dann frage ich mal Chris Baty, wieso ich vom Novemberschreiben gelöscht wurde. Bin mal gespannt, ob er sich mit dem Kindergarten auseinandersetzen will.

Dienstag, Oktober 24, 2006

Filmkritik Step Up

Man sollte doch keine despektierlichen Bemerkungen über Männer in seinem Blog machen ... Nun ja, die Herausforderung stand und ich habe sie angenommen, so dass wir nun auch diesen Film gesehen haben. Sehr schön!

Eigentlich ist es einfach nur ein weiterer Teenie-Tanzfilm, aber da mir Save the Last Dance sehr gut gefallen hat, konnte es eigentlich keine Katastrophe werden (ich gebe es zu: Tief in meinem Inneren bin ich immer noch das kleine, von Ballettänzerinnen faszinierte Mädchen).

Die Story ist schnell erzählt: Ein paar Jugendliche randalieren in einer Kunstschule, werden erwischt, und der, der nicht fliehen kann (Tyler), muss zur Wiedergutmachung 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit in ebendieser Schule absolvieren. Dabei lernt er Nora kennen, die gerade einen neuen Tanzpartner sucht. Nach anfänglicher Skepsis, ob ausgerechnet einer, der nicht zur Schule gehört, es schaffen kann, lässt sie sich darauf ein.

Natürlich bleibt nicht alles eitel Sonnenschein, die beiden zerstreiten sich, seine Freunde wenden sich von ihm ab und erst eine Tragödie im Freundeskreis öffnet ihm die Augen für das, was wirklich wichtig ist: Für seine Ziele zu kämpfen.

Mir hat der Film gut gefallen, weil die Story zwar nicht neu, aber schön erzählt war, weil man jede Menge schöne Menschen beim Tanzen beobachten konnte und weil netterweise am Ende Raum für eigene Interpretationen offen blieb.

Wer nicht grundsätzlich das Kettensägenmassaker braucht, um sich im Kino zu amüsieren, sondern auch mal einfach nur Bilder, Musik und eine gute Prise Humor auf sich wirken lassen kann, dem sei der Film ans Herz gelegt.

Montag, Oktober 23, 2006

Lasst Bücher reisen

Dank einem Hinweis im Forum des NaNoWriMo habe ich mich wieder daran erinnert, dass es so etwas Geniales wie BookCrossing gibt.

Jeder, der ein Buch in Umlauf bringen möchte, registriert zunächst sich auf der Seite und dann das entsprechende Buch. Das Buch bekommt eine BCID, welche man auf einen hübschen Einkleber schreibt und diesen bitte auch ins Buch klebt.
Im Journal des Buches macht man gleichzeitig einen ersten Eintrag und teilt mit, ob das Buch gerade verfügbar, unterwegs, noch zu lesen oder nicht mehr zu haben ist.

Und dann steht der Reise des Buches nichts mehr im Wege. Man kann es persönlich weitergeben, an einem öffentlichen Ort freigeben, einen Tauschring damit beginnen ...

Das Spannende: Jeder Finder hat die Möglichkeit, einen Eintrag zu dem entsprechenden Buch zu machen. Wann und wo er es gefunden hat, wie es ihm gefallen hat und ob er es weiterreisen lässt oder behält (das ist nämlich durchaus erlaubt und erwünscht, auch wenn es vorrangig um "books in the wild" geht).

Ich habe gestern mal alle Bücher, die ich doppelt habe, registriert, dazu noch eines, das bei mir einfach falsch aufgehoben ist. So nach und nach werde ich also im Kieler Raum Bücher freilassen. Hinweise gibt es dazu dann auf der Bookcrossing-Seite - sucht entweder nach chaosqueen01 oder nach Büchern im Raum Kiel.

Sonntag, Oktober 22, 2006

Veni Vidi Vici

Ich bin toll.

Okay, das wisst ihr alle längst, aber ich muss es gerade noch mal loswerden.

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere, dass ich vor einigen Monaten Probleme mit meinem WLAN hatte (ich weiß nicht, ob ich es gebloggt habe, aber Gerüchten zufolge lesen das hier auch Menschen, die mich live und in Farbe kennen). Erst kam mein iBook nicht mehr ins Netz, dann passte der WEP-Schlüssel nicht mehr, dann kam mein PC nicht mehr in die Konfiguration des Routers und letztendlich ließ sich der nicht mal resetten. *gnarf*

Gestern Abend packte mich endlich mal wieder der Ehrgeiz - erstens, weil das unverschlüsselte Netz eines meiner Nachbarn doch etwas langsam ist, und zweitens, weil ich immer ein latent schlechtes Gewissen habe, wenn ich seines mitbenutze.

Ich glaube, ich habe drei Stunden gebastelt, geflucht und Daten von A nach B übertragen. Der Router ließ wieder mit sich reden, der PC kam online - nur das iBook nicht.

Schnell herbeigerufene Hilfe in einem meiner Lieblingsforen war zwar in vielen Punkten wirklich hilfreich, schaffte es aber letztendlich auch nicht, mich zu retten, bevor ich mit dem Kopf auf der Tastatur eingeschlafen bin. Okay, ich habe es noch gerade so ins Bett geschafft.

Jetzt eben nach dem Aufstehen ließ es mir keine Ruhe. Ich wollte nicht zur Arbeit und das hier halbfertig liegen lassen. Also eine neue Methode:

Die MAC-Adressen meiner beiden Rechner herausgefunden (die vom iBook hatte ich gestern schon und auch eingetragen, nützte aber nix), in die entsprechende Freigabeliste eingetragen, gut. Denkste. Der PC mag noch immer nicht kabellos ins Netz, das iBook zunächst auch nicht.

Und dann plötzlich, nachdem ich einfach noch mal den Suchlauf gestartet habe, war mein Netz da. Zugänglich, in voller Lautstärke.

Ich bin drin!

Nein, Bobbele, so einfach ist das nicht, aber das Gefühl, den Drachen besiegt zu haben, ist gut!

Nun muss ich nur den PC neu starten, dann sollte es da eigentlich auch gehen. Und wenn nicht, ist es nicht so schlimm, ich bin eh mehr am iBook online. *g*

Dass ich heute Nacht geträumt habe, einem Hünen in Rüstung alleine mit einem kleinen Damenschwert gegenüberzustehen, dürfte eine eindeutige Deutung zulassen. ;) Ach ja, ich hab gesiegt, aber nur, weil ich das Pergament, das er so dringend suchte, in den Mund gesteckt und angedroht habe, zu schlucken. Merke: Unkonventionelle Lösungen führen zum Ziel. :)

Dienstag, Oktober 17, 2006

NaNo again

Ja, meine Freunde, ich wollte dieses Jahr nicht am National Novel Writing Month teilnehmen, weil ich vor zwei Jahren einen grottigen Text verfasst habe, der die Bezeichnung "Roman" nicht verdient, und weil ich letztes Jahr eine Menge Veränderungen in meinem Leeben hervorgerufen habe, die ohne NaNo vielleicht anders verlaufen wären. Natürlich auch, weil ich weiß, dass man in 30 Tagen keinen vollwertigen Roman schreiben kann, und weil ich Freunde habe, die mich hin und wieder sehen möchten. Alles gute Gründe dagegen.

Heute morgen kam der eine gute Grund dafür durch die Tür spaziert: Ein Plot. eine Idee, vielmehr, denn der Plot wird sich wohl beim Schreiben entwickeln. Nun hab ich den Salat, einen Protagonisten, der geschrieben werden will, eine gute Fee, die eine Botschaft verkünden und ein paar Orte, die dringend schreibend besucht sein wollen.

Wenn ihr mich im November sucht, bin ich am Schreibtisch. Wenn ich bei ICQ away bin, meine ich das ernst. Und wenn ich auf Telefonanrufe und Klingeln nicht reagiere, hilft vielleicht ein Pop-Up-Fenster auf meinem Rechner mit dem Hinweis, dass es ein Leben außerhalb des NaNo gibt, welches gerade zu mir will.

Das Tolle ist: Dieses Jahr habe ich nicht den Ehrgeiz, den Plot vorher zu kennen. Mein Prot hat 30 Tage, so wie ich. Schauen wir mal, was er in diesen Tagen alles erlebt.

Sonntag, Oktober 15, 2006

Filmkritik Der Teufel trägt Prada

Geh mit einem Mann ins Kino und er guckt garantiert keinen Tanzfilm mit Dir! ;)

Zur Wahl standen: Das Parfum, Step Up und Der Teufel trägt Prada.
Da er keinen Tanzfilm wollte und ich mir zum einen noch immer nicht sicher bin, ob ich Das Parfum nicht zuerst mal lesen will, zum anderen mein Sinn nicht nach allzu schwerer Kost stand, haben wir uns auf den Film mit dem geringsten Nährwert geeinigt.

Die Vorschau fand ich ja extrem nichtssagend, aber eine Kollegin fand den Film nicht schlecht, also rein.

Story: Andrea (genannt Andie) kommt frisch vom College und will Journalistin werden. Der einzige Job, den sie bekommt, ist zweite Assistentin bei Runway, dem angesagtesten Modemagazin der Welt. Und das, wo sie doch keinen Plan von Mode hat. Aber den Willen, ein Jahr durchzuhalten, weil ihr das Tür und Tor öffnet.
Die Story ist vorhersehbar, die Wandlung vom hässlichen Entlein (das Mädel ist bildhübsch und nicht mal durch einen kartoffelsackartigen blauen Synthetikpullover zu entstellen) zum strahlenden Schwan (teilweise in eindeutig zu abgefahrenen Klamotten) inbegriffen. Der Witz des Filmes liegt in den Dialogen und den Seitenhieben auf die Modebranche, und das macht ihn tatsächlich zu einem akzeptablen Streifen, in dem man sich weder langweilt noch genervt an den Kopf fasst.

FAZIT: Kein Film für Leute, die am liebsten unverständliche Mysterythriller mit französischem Einschlag gucken, aber gutes Popcornkino mit angenehmem Unterhaltungswert.

Dienstag, Oktober 10, 2006

Crazy World

Ich sitze nichts ahnend auf meinem Sofa, als mein Telefon klingelt. Ich gehe ran, die Leitung ist tot. Während ich noch überlege, ob mein AB schon rangegangen ist oder nicht, klingelt es wieder, diesmal ist jemand dran.

Er sagt, ich solle mich nicht wundern, er heiße Philip und sei gerade aus Wolfsburg nach Kiel gezogen. Nun hätte er einfach wild Zahlen in sein Telefon getippt und wolle mal wissen, wie spontan die Kieler so sind.

Aus dieser seltsamen Situation hat sich ein ganz witziges Gespräch entwickelt, übers Weggehen, Sport und Haustiere. Mal sehen, ob es demnächst einen neuen Taucher im BDC gibt - anrufen und nach nem Kurs fragen wollte er zumindest mal.

Fazit: Es gibt immer jemanden auf der Welt, der noch durchgeknallter ist als Du! :)

Montag, Oktober 09, 2006

Panik in 30 Meter Tiefe - AOWD 3+4

Gestern waren wir in Hemmoor am Kreidesee zum Tauchen.

Erster Tauchgang
Da wir einen Tieftauchgang gemacht haben und das Ding einfach schweinekalt ist, im Trockenanzug. Diese haben wir Samstag schon mal in der Ostsee gestestet, dank eines Klettbandes am Hals lief mir da nicht so viel Wasser durch die zu weite Halsmanschette - leider war das Klettband unauffindbar, so dass ich gestern ziemlich nass geworden bin. *brrr*

Tja, Anziehen, 2kg weniger Gewicht als am Tag zuvor, da Süßwasser bekanntlich schlechter trägt als Salzwasser, dafür aber je 500g Blei an den Füßen, damit diese nicht so viel Auftrieb haben. An der Oberfläche war noch alles gut, der Abstieg war gelinde gesagt rasant. 30 Meter in die Tiefe an einem Seil hinab - ich hab mich weder in die Waagerechte bugsieren können noch mit dem Anzug tarieren, da die Luft wirklich sofort am Hals wieder austrat und das Wasser rein wollte. Kalt.

Unten angekommen saßen wir im Kreis, mein Körper fühlte sich an, wie in einen Eisblock eingefroren. Die Hände und Lippen waren nicht mehr zu gebrauchen, alles einfach nur kalt. Mein Gehirn funktionierte immerhin noch etwas, die lustige Übung "schreibe Deinen Namen rückwärts" habe ich hinbekommen, mein Luftverbrauch war in diesem knappen zehn Minuten, die wir dort unten saßen, sehr gering (für die Tiefe, hab 40 bar in acht Minuten verbraucht, manch anderer 70 bar in fünf Minuten).

Dann ging es in den Rüttler, zunächst in eine der Luftblasen, die sich dort halten. Und da begann dann mein persönliches Drama. Schon auf dem Weg in den Rüttler stellte ich fest, wie viel Blei ich dabei habe. Im Rüttler dann versucht, mithilfe des Jackets genug Auftrieb zu bekommen, um an der Oberfläche zu schwimmen - keine Chance. Ich war mir sicher, das Jacket weitestmöglich aufgeblasen zu haben, blieb aber doch nicht oben. Dass auch andere das Problem hatten und daher immer mal wieder eine Halt suchende Hand einen anderen runterdrückte, war auch nicht prima. Ich also nach hinten, wo Divemaster Björn als Backup war, hab ihn aber leider im Schummerlicht mit Maske etc. nicht gut erkannt. An der Wand festgehalten und gemerkt, dass ich heftig hyperventiliere. Der Gedanke, dass ich 30m Wasser über dem Kopf habe und diese nicht mal eben so auftauchen kann, machte alles nicht unbedingt besser.

Björn bekam sehr schnell mit, dass etwas nicht stimmt und fragte nach, ich konnte vor lauter Hyperventilation nicht sprechen, habe mich dann aber so weit beruhigt, dass ich ihm sagen konnte, dass ich mich nicht oben halten kann. Er hat mich beruhigt, nachgefragt, und meine Luft kontrolliert. hier hab ich in zwei bis drei Minuten plötzlich 50 bar weggelutscht. Als es einigermaßen wieder ging, langsam hoch zur Oberkannte des Rüttlers, die Enten angeguckt, die dort auf dem Geländer sitzen (eine Plastikente, ein Quietscheentchen), den LKW betrachtet (inklusive Fahrer) und dann langsam hoch. Der Aufstieg war anstrengend, weil ich nach wie vor gegen das Blei ankämpfen musste, aber es ging. Als ich noch 20bar hatte, hab ich auf seinen Octopus gewechselt, wir sind dann mit Sicherheitsstopp nach oben, hier reichte meine Luft dann auch wieder, um das Jacket zu füllen und mich oben zu halten.

Fazit des ersten Tauchgangs:
Eine Stickstoffnarkose bemerkt man eigentlich erst hinterher. Ich war mir sicher, noch logisch zu denken, aber wohl doch recht verlangsamt, denn sonst hätte ich bedacht, dass ich dort unten viermal so viel Luft brauche, um das Jacket zu füllen, das Ventil also auch viermal so lange drücken muss wie an der Oberfläche. Dann hätte es vermutlich geklappt und ich wäre wesentlich entspannter durch den Tauchgang gegangen.
Dafür weiß ich jetzt, dass es einen heftigen Unterschied macht, ob man in der Karibik auf 30m runter geht oder in einem kalten norddeutschen Kreidesee. Und ich weiß, dass ich Grenzen habe. Die ich nun, nachdem ich sie erreicht habe, besser einschätzen kann, so dass ich beim nächsten Mal hoffentlich nicht so schnell in Panik verfalle.

Zweiter Tauchgang
Den zweiten Tauchgang haben wir von Einstieg 1 aus gemacht. Hier geht man einfach gemütlich mit seinem Equipment die Straße hinab ins Wasser, bis es tief genug zum Abtauchen ist. Ich hatte drei Kilo weniger Blei (je eins aus den Taschen raus und das Fußblei weggelassen), war am Anfang noch immer schlecht zu tarieren, ging dann aber. Dass mein Schlauch von Anzug erstmal ab war und ich gar nicht mehr damit tarieren konne, wurde zum Glück schnell behoben, aber die Luft schoss eh raus, also hab ich es kaum noch damit versucht.

Wir sind bis zu einer Stahlplattform, haben dort noch mal die Rolle geübt, mit der man sich wieder austariert, wenn zu viel Luft in den Füßen ist, sind dann zum Segelboot und weiter an der Steilküste. Geiles Gefühl, wenn es plötzlich unter einem quasi ins Bodenlose geht - die Wand fällt hier fast 60m ab. An der Steilküste entlang, dann langsam durch den gefluteten Wald zurück. Sehr bizarr, zwischen kahlen Ästen hindurchzutauchen. Hier begann meine Tarierung, besser zu werden. Zurück zur Straße, ein paar von uns haben dann noch eine Extrarunde gedreht, am Förderband vorbei und dann zu Einstieg 0.

Unterwegs begegneten uns Regenbogenforellen, kleine gestreifte Fische und welche mit orangen Flossenspitzen, leider war keiner von uns in der Lage, diese näher zu bestimmen. Aber hübsch waren sie! ;-)

EDIT: Die Seite des Sees behauptet, die gestreiften seien Zander und die anderen entweder Rotfedern oder Flussbarsche - leider weiß ich nicht mehr, ob sie auch Streifen hatten oder nur orange Flossen.

Fazit Tauchgang 2
Maximale Tiefe: 15m. ehr viel angenehmer, guter Luftverbrauch, bessere Tarierung. Und viel wärmer, obwohl ich diesmal deutlich nasser geworden bin.

Alles in allem ein toller Tag, den ich mit passendem Equipment bei Gelegenheit gerne wiederhole. Nicht gerade bei Eis und Schnee, aber vielleicht doch noch dieses Jahr. Mal sehen.

Zum Stöbern, See samt Skizze betrachten etc: Kreideseetaucher

Sonntag, Oktober 08, 2006

Klein, schwarz-weiß, fusselig

Alice (Codename: Lila) ist da. Und bringt Leben in meine Bude und Rhythmus in mein Leben. Vermutlich fängt sie gleich meine Finger auf der Tastatur - autsch, soeben geschehen.

Richtig geraten: Meine neue Mitbewohnerin ist eine Katze. Gut sechs Monate alt, verfressen, verspielt und unglaublich verschmust.

Lieblingsplätze: Mein Schoß, mein Bett (wenn ich drin liege), meine CD-Türme (ich muss sie dringend an der Wand festschrauben!), mein Bücherregal, Fensterbretter.

Lieblingsfutter: Alles, was aus Dosen, Pappschachteln und raschelnden Tüten kommt. Wenn es nach ihr ginge, wanderte alles Essen in dieser Wohnung in ihren Magen, aber zum Glück hab ich noch das Hauptentscheidungsrecht. Nur nicht mehr über meine Bewegungsfreiheit und meinen Schlaf - die kleine Tyrannin kann sehr laut werden, wenn man nicht um vier Uhr morgens aufspringt und sie füttert. Bisher hab ich mich aber dagegen noch durchgesetzt, Fressen gibt es frühestens um sieben. *gähn*

Die ersten Eindrücke, der Rest der Bilder ist in der Kamera, diese im Nebenzimmer und ich gerade durch 2,8kg Lebendschnurrgewicht behindert. ;)





Mehr folgt dann so nach und nach in den nächsten Tagen - die süßesten Sachen kann man nur immer so schlecht fotografieren, weil man das kleine Monster dabei meist auf dem Schoß sitzen hat. ;)

Donnerstag, Oktober 05, 2006

Live on Stage: Naked Raven

Ich komme gerade von einem kleinen aber feinen Konzert im Kieler Kulturforum. Eine meiner absoluten Lieblingsbands hat es mal wieder nach Kiel geschafft (es hatte schon immer Vorteile, nicht mainstream zu sein). Naked Raven aus Australien.

Ein wunderbarer Abend, der mir mal wieder gezeigt hat, wie wichtig Musik im Leben ist. Und wie verbindend.

Auch die Tatsache, dass die Mitglieder der Band nach dem Konzert nicht einfach verschwanden, sondern vorne am CD-Stand waren und man sich nett und ausführlich mit ihnen unterhalten konnte, war ein absolutes Plus. Dass sie nun mein Wohnzimmer beschallen, ist ein würdiger Abschluss des Abends.

Nun fehlt mir leider doch noch ein Album in meiner Sammlung.

Sollte man viel häufiger machen, so etwas. :)

Mehr? Hier: Naked Raven

Mittwoch, Oktober 04, 2006

Gathering IV

Das jährliche Treffen von kurzgeschichten.de fand vergangenes Wochenende unter dem Motto "Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren" statt.

Da ich dort regelmäßig mein Herz verliere, weil diese Stadt einfach etwas hat, das ich schwer in Worte fassen kann - abgesehen von einem wunderbaren Menschen, für dessen Freundschaft ich immer wieder von Herzen dankbar bin -, habe ich es diesmal einfach vom rechten aufs linke Neckarufer verlegt. Direkt oberhalb des Schlosses hatten wir eine nette kleine "Hütte", in der wir zwei Tage lang nach Herzenslust die Seele baumeln ließen.

Es gab leckeres Chili (wahlweise Ratatouille für die nicht vorhandenen Vegetarier) am Samstag Abend, sonst die gute alte Selbstverpflegung - für mich fielen zum Frühstück irgendwie immer die Reste in den Chipstüten an (und Sonntag ein großer Teller voll kaltem Chili, weil es keine Mikrowelle gab und ich nicht 15l Essen auf einmal heiß machen wollte).

Endlich habe ich auch mal das Schloss von Nahem gesehen, definitiv beeindruckend - selbst im zerstörten Zustand ist es noch riesig, und man kann sich gut vorstellen, wie feudal das Leben hier einmal war. Leider auch, wie dreckig es den Bauern im Tal gegangen sein dürfte.

Ein paar Impressionen in willkürlicher Reihenfolge:


Ohne geht es nicht: Das Lagerfeuer.


El Horni mit den zwei Grazien


Alternative Betten


Lucutus von Borg, Herrchen des Maskottchens Drago (leider nirgens im Bild)


Heidelberg von der Schlossterrasse aus betrachtet. Da auch noch Heidelberger Herbst war, waren die Gassen hoffnungslos verstopft (ich hab mich am Samstag Nachmittag nach unten getraut).

Da auch dieses Jahr die vielschichtigen Verwandschaftsverhältnisse von La Familia nicht geklärt werden konnten, noch immer nicht jeder weiß, wer gemeint ist, wenn man eine Flasche, ein Knicklicht und buntes Licht sieht und Drago es nach wie vor nicht geschafft hat, das Grundstück umzugraben, gibt es im nächsten Jahr eine Fortsetzung. Bei mir, genauer: Von mir organisiert, irgendwo in der Nähe Kiels an der Ostsee. Das wird ein Spaß! :)

NACHTRAG: Heute, am 05.10.2006 hat mir unser Webmaster gründlich den Spaß am Organisieren verdorben. Wo immer das Gathering V stattfinden wird, ich mag es nicht mehr organisieren. Sorry for that.