Montag, März 20, 2006

Song des Moments

Vielleicht nicht hundertprozentig zutreffend, aber dennoch ein Song, der mir derzeit nicht aus dem Kopf will. Zumindest der Refrain nicht, und eigentlich ist der Bezug auch ganz falsch ...
Der eine oder die andere wird es verstehen, der Rest sollte einfach mal in den Tiefen der Musikgeschichte graben und sich das Stück anhören. So alt wie ich und noch kein Bisschen Staub angesetzt, das will etwas heißen! :)

Chris deBurgh: If You Really Love Her, Let Her Go

Please give me one more chance,
I'm begging you, just one more chance
If you'll listen ...
This is not some Movie Romance,
Or everlasting love at a glance,
Won't you listen ...
she is a part of me now,
She's the very heart of me now, so ...
If you really love her, let her go.

She's your daughter and I know that you care,
But like a lost bird in the cold night air
She is lonely ...
Thinking back to the days you were young,
When the pain of loving was so very strong,
Weren't you lonely?
She is no longer a child,
She's a woman with love in her eyes, so ...
If you really love her, let her go.

Oh she is like a bird
Yearning for the winter wind
If you let her go
she'll come again in springtime,
But if you make her stay
And hold her freedom in your hand,
In the morning you will wake
And she'll be gone away ...


she is no longer a child,
She's a woman with love in her eyes, so ...
If you really love her, let her go,
If you really love her, let her go,
If you really love her, let her go ...

Mittwoch, März 15, 2006

Rezension Simulacra

Philip K. Dick gilt als Klassiker der SF-Literatur. Das ist er wohl auch, allerdings habe ich wohl in mancher Hinsicht einen anderen Anspruch an Literatur als Mr. Dick und seine Anhängerschaft - vielleicht habe ich einfach nicht verstanden, dass SF per definitionem immer toll ist und daher nicht auf sprachliche und logische einheit geachtet werden muss.

Zunächst fiel mir auf, dass es eine Einteilung der Menschen in zwei Kategorien gibt, Bes und Ges. Hier sagt mein Gehirn laut und deutlich "aha, kenne ich von Aldous Huxley!" - anscheinend war also die Klassenteilung eines der Grundthemen der SF, oder zumindest eines, das von unterschiedlichen Autoren als wahrscheinlich erachtet und somit auch aufgegriffen wurde.

Was mir nicht plausibel erschien, war die krasse "Verdummung" der Bes. Da ist seit 70 Jahren ein hübsche junge Frau an der Regierungsspitze, und keinem fällt auf, dass sie eigentlich längst vergreist sein müsste? Wohl kaum, wenn nicht gerade eine tiefgreifende psychische Manipulation vorgenommen wird, die allerdings keine Erwähnung findet.

Bleiben wir gleich mal bei der Dame, Nicole Thibodeaux. Auf der einen Seite heißt es, die Welt lebe in einem Matriarchat, auf der anderen Seite sieht der Leser, dass sie nur eine Marionette des Rates ist. Dafür wiederum hat sie erstaunliche Befugnisse, denn sie darf einstellen und entlassen und Entscheidungen treffen, ganz, wie es ihr gefällt. Das erscheint mir weit über die Kompetenzen einer Schauspielerin hinauszugehen.

Besonders schwer fiel es mir, die männlichen Figuren auseinanderzuhalten. Meistens tauchen sie als Zweiergruppen auf, aber irgendwie gibt es keine wesentlichen Unterscheidungsmerkmale. Schade, denn so nehme ich als Leser auch nicht teil an ihrem schicksal sondern bleibe distanzierter Beobachter.

Die titelgebenden Simulacra, künstliche Menschen, spielen eine erstaunlich geringe Rolle. Zwar werden sie den Auswanderern auf den Mars als neue Nachbarn mitgegeben (und werfen gleich eine neue Frage auf: Warum um alles in der Welt werden dort keine zusammeenhängenden Kolonien gegründet?), aber auf der Erde finden sie kaum Erwähnung. Dass dann wiederum der Präsident ein Simulacrum ist und ausgerechnet diese Nachricht die Welt erschüttert, kam mir zu überstürzt daher.

die Menschen nutzen ständig das Element der Zeitreise, um Prognosen anzustellen, im entscheidenden Moment versagt diese Methode aber natürlich. Überhaupt ist es doch sehr vereinfacht, zu sagen, ein Mensch, der ständig durch die Zeiten reist, sei unsterblich, da er ja einfach aus einer anderen Zeitebene wiederkommen könne, wenn er einmal tot ist - und dann wird er einfach erschossen? Seltsam unausgegoren, meine ich.

Überhaupt habe ich das Gefühl, Philip K. Dick hat eine Menge interessanter Ideen als Versatzstücke zusammengeschustert und das Ergebnis unkontrolliert auf seine Leser losgelassen. Die Figuren denken sich hochkomplizierte Methoden aus, um etwas zu erreichen, und sobald ihnen jemand sagt, er wisse, was los ist, knicken sie alle ein. Nicole gibt zu, eine Schauspielerin namens Kate zu sein, der Auftraggeber gibt sich Dr. Superb zu erkennen und Goltz lässt sich einfach so erschießen, weil er glaubte, dieser Fall sei sehr unwahrscheinlich. Vor allem der Rest des Rates benimmt sich statisch, kein entsetzen, kein Jammern, keine Panik - sie lassen sich einfach abschlachten wie die Opferlämmer. Sehr unwahrscheinlich.

Goltz: Auf der einen Seite ist er Regierungsmitglied, auf der anderen Seite Anfüherer einer Bewegung, die gegen die Regierung arbeitet. Hä?!

Dann ist da noch Kongrosian, der irgendwie skurril ist aber keinen tieferen Sinn zu haben scheint. Nett, aber sonst?

Fazit:
Selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Roman Anfang der 60er Jahre geschrieben wurde, ist er schwach. Es fehlt ihm an stringenten Figuren, logischer Handlung und einer Aussage.

Angaben zu ISBN etc. folgen.

Sportlich #1

Okay, ich hab es getan. Ich war beim Aikido-Training.

Eigentlich wollte ich ganz alleine dorthin, da ich ungerne bekannte Menschen in der Nähe habe, wenn ich mich zum Löffel mache, aber der Plan hielt genau bis zum Betreten der Umkleide. Da saßen nämlich zwei mir gut bekannte Damen, eine jünger, eine älter als ich - logisch, sie sind nämlich Mutter und Tochter.

Na gut, dann sportel ich halt doch unter "Aufsicht".

Lernfaktor 1: Man verbeugt sich, wenn man in die Halle geht.

Lernfaktor 2: Das ist ein ganzheitlicher Sport. Sehr schön, genau das wollte ich.

Lernfaktor 3: Die Begriffe klingen, als kämen sie von einer Sushi-Speisekarte, nur leider kann ich sie mir nicht so gut merken, weil irgendwie der haptische und der visuelle eindruck fehlen. Ob die Rolle jetzt Ukemi, Sashimi oder Doris heißt, rauscht links rein und rechts wieder raus. Ich hoffe, dass ich das irgendwann drauf hab.

Lernfaktor 4: richtig zu rollen lernt man zunächst aus dem Sitzen. Und ich werde nie wieder verstehen, warum Kinder im turnverein (und im Sportunterricht) damit gequält werden, über Kopf und Wirbelsäule zu rollen. Es ist zwar etwas ungewohnt und zunächst auch schwieriger, über die Schulter zu rollen, ist am Ende aber definitiv effektiver und schmerzfreier.

Lernfaktor 5: Ich stehe ganz am Anfang. Und leider verstehe ich nicht, was ich tun muss, wenn ich nicht jeden Handgriff in Zeitlupe erklärt bekomme. Leider begriff das mein letzter Trainingspartner auch nicht, weshalb ich nach mehrfachen Verdrehungen meines Handgelenkes ("Nicht loslassen, bevor es wehtut!" - "Ich dachte, es tut schon weh ...") und ziemlich sinnentleerten Diskussionen für die letzten 15min eine Pause eingelegt habe. Am Ende saß ich aber wieder mit auf der Matte, habe brav die Dinger auf den Wagen gehievt (die Teile sind so schwer, dass vermutlich der Großteil meines Muskelkaters daher kommt) und dann versucht, einen Bus zu bekommen.

FAZIT:
Ich habe einen sehr, sehr langen Weg vor mir. Und ich habe sehr, sehr viele Muskeln, die sich über die ungewohnte Beanspruchung beschweren. Aber ich hatte unterm Strich jede Menge Spaß und auch ein paar kleine Erfolgserlebnisse. Und da ich ja Herausforderungen liebe, bleibe ich dabei. Vorerst, man kann ja nie wissen.

Nächsten Montag geht es weiter. Hoffe ich. :)

Montag, März 13, 2006

Hörbar - ein Lesungsbericht

Am Samstag war es mal wieder so weit: Ich habe in bochum in der Honey Hair Bar gelesen.

Thema war diesmal "Sex und so", was wohl nicht alle im Publikum so richtig mitbekommen hatten ...

Den Auftakt machte Frauke mit einer großartigen Story über den ersten Vibratorkauf einer leicht verklemmten Mitbürgerin und hatte damit die Lacher auf ihrer Seite.

Danach kam ich mit Tango to Evora, was nicht zufällig nach dem gleichnamigen Stück von Loreena McKennitt benannt ist, welches auch im Hintergrund lief. Das Publikum war totenstill, allerdings wurde mir berichtet, dass ein Pärchen sich ab der Stelle mit den Handschellen ständig kichernd in die Seiten piekste. Vermutlich haben die beiden nur Sex, wenn sie Kinder zeugen wollen. Selbstverständlich mit Decke drüber, Licht aus und ja nicht zu vielen unanständigen Bewegungen.

Insgesamt hatten wir eine angenehme Mischung aus Texten, in denen es in den verschiedensten Varianten um Sex und Erotik ging. Ob nun die Vagina der Freundin versucht, dem Kerl klarzumachen, dass er ein Versager ist, der Geliebte buchstäblich zerfloss (nein, das war nicht meine Geschichte und auch nicht so ganz mein Fall, aber Geschmäcker sind nunmal verschieden) oder ein körperloses Alien nach Vereinigung mit einer Menschenfrau sucht, es war auf jeden Fall ein rundum gelungener Abend.

Alles in allem war der Abend kurzweilig und abwechslungsreich, und die cocktails wie immer lecker. Nur das Eis auf den Straßen war zumindest bei der Anfahrt etwas hinderlich.

Mittwoch, März 08, 2006

Rezension Das Buch der Illusionen

Ich lese endlich mal wieder genug. Seit Anfang des Jahres im Schnitt ein Buch pro Woche, mal etwas mehr, mal etweas weniger. Ohne WoW wären es vemrutlich zwei, aber man kann ja nicht alles haben.

Da niemand alles lesen kann, was auf dieser Welt geschrieben wurde (diese Erkenntnis traf mich im zarten Alter von etwas über zehn Jahren reichlich unvorbereitet und äußerst hart), werde ich ab sofort das eine oder andere Buch hier vorstellen, um dem einen oder anderen eine Hilfe geben zu können, was lesenwert ist und was vielleicht weniger.

Beginnen wir also mit Paul Auster: Das Buch der Illusionen:

Paul Auster war mir bisher als Meister des Verwirrspiels bekannt, als Autor mit einem sehr besonderen Blick auf die Welt. Gerade angesichts des Titels war ich dementsprechend auf alles gefasst, auch darauf, am Ende mit einem großen Fragezeichen dazustehen oder mittendrin entnervt das Buch aus der Hand zu legen.
Aber nein, nichts dergleichen.

Der Protagonist David Zimmer verliert durch einen Flugzeugabsturz seine Frau und zwei Kinder. Dieses Ereignis stürzt ihn in eine Lethargie, aus der er sich selbst kaum befreien kann. Erst, als er zufällig beim Zappen an einem Film Hector Manns hängenbleibt, ändert sich seine Weltsicht wieder zum Positiven.

Hector Mann, ein fast vergessener Stummfilmkomiker aus den Zwanzigern, verschwand auf mysteriöse Weise kurz nach dem Ende der Dreharbeiten zu seinem letzten Film. Auch die Filme waren Jahrzehnte verschollen und sind nun, in den Achtzigern, an verschiedenen Orten in der gesamten westlichen Welt aufgetaucht, zwölf an der Zahl.

David beschließet, sie alle anzusehen und ein Buch darüber zu schreiben. Er reist durch die USA und Europa, seziert jeden einzelnen Film und wird für das entstandene Werk von der Filmszene hoch gelobt.

Eines Tages bekommt er einen Brief, in dem eine Frau behauptet, Hector sei noch am Leben und sie seine Ehefrau. Er gibt nicht viel darauf, doch als sie hartnäckig bleibt und ihn einlädt, sie zu besuchen, wird er hellhörig. Dennoch muss erst eine junge Frau mit einem Revolver bei ihm auftauchen, um ihn wirklich nach New Mexico zu verfrachten.

Hier endlich trifft er den längst tot geglaubten Hector Mann und macht die ENtdeckung, dass er sich nicht so weit vom Filmgeschäft abgewandt hat, wie man glauben sollte. Doch ehe er Zeit hat, alles in Ruhe anzuschauen, überstürzen sich die Ereignisse, und am Ende steht er mit leereren Händen da als zu Beginn.

Der Roman spielt mit den Möglichkeiten, die sich ergeben und weider zerrinnen, er weckt Hoffnungen und zerstört sie fast im gleichen Moment wieder, und doch steht am Ende ein Mensch, der an seinem Leid und den Absurditäten des Lebens gereift ist und eine Hoffnung in sich trägt, die ihm seine Freude und seinen Lebensmut zurückgibt.

Zunächst hatte ich leichte Startschwierigkeiten, doch je weiter ich gekommen bin, desto tiefer hat mich das Buch in seinen Bann gezogen, und während der letzten 100 Seiten musste ich mich zwingen, auch mal zu schlafen. Die Geschichte lebt von den ruhigen Tönen, von der erzählerischen Dichte und einer wunderbaren schöpferischen Kraft, vom Ideenreichtum und der Stille, die zwischen den Zeilen liegt und jeder der Figuren auf unterschiedliche Art zueigen ist.

Ich habe es gerne gelesen und kann es allen empfehlen, die sich gerne überraschen lassen, die weder Slapstick noch Knalleffekte brauchen und die gerne mit einem guten Buch gemütlich auf der couch sitzen (oder im Bus oder der Bahn oder wo auch immer man eben am liebsten liest).

Auster, Paul: Das Buch der Illusionen. rororo Taschebuch
ISBN 3-499-23526-9, €9,90

Montag, März 06, 2006

Berlin, Berlin und sonstige News

Dieses Wochenende war es mal wieder so weit: Ich war in Berlin. Die Stadt ist selbst für mich immer noch viel zu groß - und das, wo ich alles, was kleiner ist als Hamburg, nie wirklich als Stadt betrachtet habe. Da müsste Berlin doch eigentlich in die Kategorie "Stadt, nur ein Bisschen größer" fallen. Aber wenn man eine Stunde ins Zentrum braucht, dann ist das halt beeindruckend.

Anlass war ein Treffen meines geliebten kleinen forums, in dem es schon lange nicht mehr ausschließlich um Kosmetik geht, aber eben auch. Das sah man nicht nur am Samstag nachmittag, als wir uns zunächst noch zu dritt von Lush über Douglas zum KaDeWe vorarbeiteten, nicht, ohne gehörige Portionen Geld dort zu lassen, nein, das sah man auch ganz besonders am Abend, als wir mit 15 Personen ein winziges malayisches Restaurant unsicher gemacht haben: so ziemlich jeder hatte irgendwas für einen der anderne mitgebracht. Kosmetik wohin man sah - ob Amy (die Besitzerin des Restaurants) wohl sehr irritiert war? Ich denke nicht, da sie einige von uns schon länger kennt.

Das Essen war sehr lecker, allerdings saß ich neben unserer raupenhaften Forumsmama, und irgendwie hätte es für mich noch mehr Essen sein können. Andererseits sagt meine Waage, dass ich dieses Wochenende genug hatte, und da ich nicht verhungert bin, war es wohl ausreichend.

Damit ich endlich mal wieder in Form komme, werde ich es wagen: Heute abend gehe ich zum ersten Mal in meinem Leben zum Aikidotraining. Mal sehen, ob hinterher noch etwas von mir übrig ist. Bericht folgt.

Draußen schneit es schon wieder, sollte heute npoch mal die Sonne herauskommen, werde ich eine Handvoll Fotos machen und mal einstellen - endlich ein richtig weißer Winter, den kann ich einfach nicht undokumentiert lassen!

Montag, Februar 27, 2006

Wer ist noch mal Yishala?

Das war ungefähr meine Frage, als ich am Donnerstag aufbrach, um endlich mal wieder ein LARP zu besuchen. Für alle Uneingeweihten: LARP = Live Action Role Playing, also Live-Rollenspiel. Mit Latexwaffe, Gewandung und jeder Menge Monster. Normalerweise jedenfalls.

Yishala, um zur Ausgangsfrage zurückzukommen, ist die Bardin, die ich derzeit spiele. Und ich weiß verflixt wenig über sie, da ich sie im Herbst 2004 (!) zuletzt gespielt habe. Immerhin ist mir ihr Name wieder eingefallen. Und das Meiste vom Rest auch.

Da ich mich auf einem Akademie-Con befand, gab es keinerlei Plot, was hin und wieder im Verlauf der letzten knapp vier Tage recht langweilig wurde. Aber es gab auch sehr schöne Momente, in denen ich mit anderen nicht nur ins Gespräch kam, sondern auch spielen konnte. Und drei Vorlesungen ("Grundzüge der Alchemie", "Die anderen Lehrlingszauber" und "Sterben mit Stil") habe ich auch mitgemacht, wobei die erste praktischerweise in meiner Hütte stattfand, so dass ich unauffällig dabei schlafen konnte. Trotzdem habe ich mir so einiges gemerkt - ob Lernen im Schlaf doch funkitioniert?

Am Samstag Abend gab es ein opulentes Festmahl zu Ehren des Sultans. Immerhin acht Gänge wurden aufgetischt, und zwar folgende:

Erste Vorspeise: Gemische Antipasti mit dünnem Fladenbrot, Minzquark und Tomatenbutter. Köstlich, vor allem die Butter!

Zweite Vorspeise: Salat mit einer Zwiebelvinaigrette.

Dritte Vorspeise: Ein Zimtei mit Buttersauce. Sehr gewöhnungsbedürftig, aber eigentlich gar nicht schlecht.

Vierte Vorspeise: Tomaten-Zwiebel-Suppe. Ich war noch immer nicht satt.

Erster Hauptgang: Shishkebab mit Couscous und brauner Sauce. Sehr lecker, leider nicht mehr ganz warm. Den Grund lieferte der Ansager in bestem Samarkandisch: "Tut mir Leid Ihr haben gemusst warten. War etwas nicht geworden gut so wir haben gemusst neu."

Zweiter Hauptgang: Huhn gekocht mit Gemüse, dazu Auberginenmus und Krautsalat. Auf das Mus habe ich verzichtet, der Rest war köstlich. Mein Magen merkt zum ersten Mal an, dass er genug hat.

Erste Nachspeise: Dattelröllchen mit Orangenscheiben. Sie hätten etwas länger ziehen können, waren aber auch so eine klebrig-süße Köstlichkeit. Obwohl ich satt bin, nehme ich ein zweites Röllchen und frage mich, wieso.

Zweite Nachspeise: Schokoladenmousse mit Mandeln. Und unglaublich viel Ei drin, was nicht gerade mein Völlegefühl verringerte.

Ich habe noch nie acht Gänge verspeist und ebenfalls noch nie sechs Stunden mit eienr Mahlzeit zugebracht. Es war unglaublich kurzweilig, zumal zwischen den Gängen diverse Kleinkunst wie Musik, Geschichten und Bauchtanz stattfanden. Nicht geplant, aber auch großartig war die Einlage einer der Schankmaiden, die "versehentlich" einem Herren einen Krug Wasser überschüttete. Was haben wir gelacht!!!

Unvergessen auch die Darbietung des Samarkandi, der beim Händler aushalf: Mit unbewegtem Gesicht führte er eine kleine Discokugel vor, stupste sie mit dem Finger an und sang dazu monoton: "Nightfever, nightfever, here in Samarkand!" - Nun ja, man muss dabei gewesen sein, um lachen zu können, schätze ich.

Alles in allem habe ich noch nie so viel auf einem Con geschlafen, was am fehlenden Plot lag. Ich habe sogar mein Buch vermisst. Das Fazit lautet also: Immer wieder gerne nach Samarkand, aber nicht noch mal zur Akademie - auch, wenn ich dann das Festmahl verpasse.

Mittwoch, Februar 22, 2006

Filmkritik Æon Flux

Gestern Abend verschlug es mich spontan ins Kino.

Die Münze entschied gegen Herrn Cage und für SF. So also kam ich zu Æon Flux, einer Leinwandadaption er gleichnamigen und mir leider unbekannten MTV-Serie.

Inhalt:
Im Jahre 2011 bricht ein Virus aus, das fast die ganze Menschheit ausrottet. Ein Mann namens Trevor Goodchild schafft es, ein Gegenmittel zu kreieren und rettet so etwa 5 Mio Menschen, die daraufhin in der wunderbaren Stadt Bregna leben, die gut gegen den umgebenden Dschungel abgeschottet ist.

400 Jahre später:
Alles könnte wunderbar friedlich und harmonisch sein, würden nicht immer wieder auf unerklärliche Weise Menschen verschwinden. Eine Gruppe Rebellen versucht, gegen Trevor Goodchild, dessen Familie seit der Rettung durch seinen Vorfahren die Regierung bildet, vorzugehen, da sie vermuten, dass er der Schlüssel zu allen seltsamen vorfällen ist. eine von Ihnen ist Æon Flux.

Als ihre Schwester getötet wird, konzentriert sie sich nur noch auf ihren auftrag, doch als sie Trevor Goodchild gegenüber steht, erinnert sie sich an etwas längst Vergangenes und kann ihn nicht töten. Fortan versuchen sie gemeinsam, hinter das Geheimnis von Bregna zu kommen ...

Der Film lebt vor allem von wunderbaren Bildern, einer ganz eigenen Architektur, tollen Kostümen und artistischen (Kampf-)Szenen. Charlize Theron ist als Titelheldin absolut glaubhaft, auch die weiteren Figuren sind gut besetzt.

Leider leider gibt es am Ende jede Menge offene Fragen, die sich nicht erklären lassen. wie leider immer wieder hat hier wohl jemand Versatzstücke aus verschiedenen SF-Geschichten und -Ideen verwendet, ohne darauf zu achten, ob sie alle zusammen passen. Wer die geheimnisvolle Auftraggeberin ist, ist nur eine von vielen Fragen, hier und da werden Techniken vorgestellt, die toll anzuschauen sind, aber selbst von den Figuren, die in einer insgesamt kaum futuristischen Welt leben, zu selbstverständlich akzeptiert werden.

FAZIT:
Der Film ist kurzweilig und meistens sehr spannend, wer Action und hinreißende Bilder einer durchgehend stringenten Story vorzieht, ist hier definitiv richtig. Genauso wie jeder, der nicht alles bis ins kleinste Detail erklärt bekommen muss, um einen Film zu genießen.

Wer nicht auf SF steht, sollte vielleicht doch eher etwas anderes anschauen, auch wenn es hier nicht um Geballere im Weltraum geht, sondern um die ganz konkrete Zukunft der Erde.

Ausgeträumt

Sechs Wochen lang habe ich gehofft, gebibbert und gezittert.
Nun habe ich Klarheit: Ich habe zu wenig Berufserfahrung, um einen Job zu bekommen.

Tja, und was macht man dagegen? Noch mehr Praktika, die nicht bezahlt werden, bis ich steinalt und runzelig bin? Wohl nicht. Erstmal vergrabe ich mich wohl irgendwo, und dann sehe ich weiter. Es muss auf dieser verdammten Welt doch einen Job abseits von grünen Telefonhörern und Internetleitungen geben. *grrr*

Donnerstag, Februar 16, 2006

Trägt mich wer die Treppe hoch?

Es sportelt wieder.

Vorausgesetzt, es ist noch Mittwoch, weil ich noch nicht im Bett bin, dann habe ich nach meinem ersten zaghaften Laufen am Dienstag heute den nächsten Versuch gestartet: Ich war mal wieder schwimmen.
Ca. 35min im Wasser, in der Zeit mit kleinen Pausen und Staus 50 Bahnen geschafft. Meine Beine wissen noch nicht recht, was sie damit anfangen sollen, tun aber einfach prophylaktisch schon mal weh. Aber guuuut! :-)

Leider sieht Schwimmen in der Unisporthalle ungefähr so aus:

Umziehen, abduschen, rein ins Wasser. Fünf Bahnen sind freigegeben, leider nur auf halber (25m) Länge. in jeder sind etwa acht Leute. In der ersten Bahn ziehen zwei ältere Damen ihre Kreise. Kopf weit oben, Füße ganz unten, kaum Bewegung. Ich schaffe zwei Bahnen, wenn sie eine machen, sofern ich überholen kann, denn meistens schwimmen sie in der Mitte (noch nie was von Kreisverkehr gehört?).

Eine Bahn weiter: Zwei Jungs, die nur herumalbern und ebenfalls nicht vom Fleck kommen. Zum Spielen könnten die einfach woanders hingehen, hier trifft man sich zum Schwimmen. *Augenverdreh*

Zwischendrin entleere ich ungefähr hundertmal das linke Glas meiner Schwimmbrille. Wer hat eigentlich gesagt, dass diese Dinger perfekt passen, wenn sie sich im Laden an den Augen festsaugen? Das machen meine sogar im Schwimmbad, und trotzdem läuft immer Wasser rein. Wer Tipps hat, darf sie bitte gerne bei mir abladen. Danke!

In der dritten Bahn ist ein Crack, der zwei Bahnen schafft, während ich eine mache, und zwei Mädels, die gemütlich ihre runden drehen. Dazwischen ich, immer auf Ausweichkurs.

Nach 50 Bahnen höre ich vernünftigerweise auf, obwohl meine Kondition nicht im Keller ist. Aber meine Beine geben so komische Signale ab.

Fazit: Das war toll, ich bin fit und frisch und munter, und dass ich jetzt einen Treppenlift benötige, stört ja außer mir und meinen Vermieter kaum wen. :D

Dienstag, Februar 14, 2006

Ich schmecke nach Mokka

Tja, unnötige Tests gibt es wie Sand am Meer. Früher waren sie in der Bravo, Frau im Spiegel oder HörZu, heute sind sie im Internet, vorzugsweise unter www.tickle.com - Link siehe rechts.

Heute habe ich erfahren, wie meine Persönlichkeit schmeckt:

Sie schmecken nach Mokka!

Hmm, Mokka. Stark, intensiv und nicht zu süß – Sie schmecken nach langen Nächten und frühen Morgenstunden. Man trifft Sie regelmäßig in Cafés, wo Sie eine Aura tiefer Gedanken verbreiten. Denn Sie haben eine Menge Grips vorzuweisen! Bekannte bezeichnen Sie als intellektuell, und das gefällt Ihnen. Sie sind tiefgründig und nachdenklich und haben ein Faible fürs akademische Umfeld. Oder zumindest den Drang und die Disziplin, Ihr Wissen zu vervollkommnen. Und was ist in langen, einsamen Nächten am Schreibtisch geeigneter als die Gesellschaft einer Tasse Mokka? Sie sind aromatisch und intensiv, ein wahrer Leckerbissen!

Nun ja, ich mag Mokka, und lustigerweise habe ich seit wenigen Tagen ein Duschgel, das nach Irish Coffee riecht, so dass ich vermutlich nach dem Duschen auch danach schmecke. Obs stimmt, werde ich wohl nicht aausprobieren, seifiger Geschmack ist einfach nicht so mein Fall.

Ich habe noch immer keine Nachricht bezüglich meines Jobs, und suche dennoch fleißig nach Wohnungen. Es gibt zum Glück eine ganzer Reihe, die groß genug, nah genug und erschwinglich genug sind. Hauptsache, genug gerade Wände, damit all meine Bücher auch ein Zuhause bekommen!

sportlich war ich an diesem frühlingshaften Tag auch: Die Sonne hat mich aus den Federn gelockt und verführt, 20min Joggen zu gehen. Noch nicht wieder die alte Form, aber ein guter Anfang, Morgen gehe ich dann mal wieder schwimmen, damit meine Fitness zunimmt und meine Rückenverspannungen nach Hause gehen.

Montag, Februar 13, 2006

Der Song des Tages

Sowieso und überhaupt einer meiner Lieblingssongs, heute hat er mich schwungvoll durch den Tag begleitet und soll euch daher - zumindest vom Text - nicht vorenthalten bleiben. Da ich ja nix Illegales mache, gibt es keinen Download, aber Neugierige können ja bei iTunes etc. stöbern gehen. :-)

Within Temptation: - Stand My Ground

I can see
when you stay low nothing happens
Does it feel right?
Late at night
things I thought I put behind me
haunt my mind

I just know there's no escape now
once it sets its eyes on you.
But I won't run, have to stare it in the eye.

Chorus:
Stand my ground, I won't give in.
No more denying, I've got to face it.
Won't close my eyes and hide the truth inside.
If I don't make it,
someone else will stand my ground.

It's all around, getting stronger,
coming closer, into my world.
I can feel that it's time for me to face it,
can I take it?

Though this might just be the ending
of the life I held so dear.
but I won't run,
there's no turning back from here.

repeat chorus

All I know for sure is I'm trying.
I will always stand my ground.

Chorus:
Stand my ground, I won't give in.
I won't give up, no more denying.
I've got to face it.
Won't close my eyes and hide the truth inside.
If I don't make it,
someone else will stand my ground.
I won't give in, no more denying.
I've got to face it.
Won't close my eyes and hide the truth inside.
If I don't make it,
someone else will stand my ground.

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Dieses Jahr wird mich verändern, so oder so. Was am Ende dabei herauskommt, steht im Dezember in diesem Blog. Vielleicht schon früher, vielleicht ein wenig später, aber in einem Jahr wird vermutlich wenig noch so sein, wie es derzeit ist.

Am Samstag war mal wieder Lesung in Bochum, erneut mit mir als Zuhörerin, nicht ganz so entspannt wie beim letzten Mal. Beim nächsten Mal lese ich wieder, und vielleicht wohne ich bei der April-Lesung ja schon um die Ecke.

Es wird viel passieren, um mal eine bekannte deutsche Soap zu zitieren. *g*

Sonntag, Februar 05, 2006

Ups

Hm, ich scheine auch online im Winterloch verschwunden zu sein.

Ich gelobe Besserung - allerdings kann es auch noch seltener werden, nämlich dann, wenn mein derzeit sehnlichster Wunsch nach einem festen Job - und zwar einem ganz bestimmten - wahr wird. Dann heißt es Sachen Packen und umziehen, ins Ruhrgebiet. Was eine echte norddeutsche Karnevalsgegnerin dort zu suchen hat, wird bei Gelegenheit näher hier erläutert, auf jeden Fall werde ich dann beruflich solide. Und was den Rest angeht, zumindest ein wenig geordneter.

Abgesehen vom Job in greifbarer Nähe (noch bin ich im Rennen und bekomme in spätestens zwei Wochen weitere Nachrichten) kümmere ich mich endlich wieder auch etwas mehr um meine Karriere als Schriftstellerin. Im Januar entstand "Kreuzung Bochumer Straße, tot", eine Hommage an die fast gleichnamige Geschichte von Uwe Post. Beide auf kurzgeschichten.de in der Rubrik Seltsam zu finden.

Außerdem habe ich Karls Weg überarbeitet und beim MDR-Literaturpreis eingereicht, Daumen drücken ist ausdrücklich erwünscht.

Das literarische Jahresziel: Jeden Monat an einem Wettbewerb teilzunehmen und somit auch nach möglichkeit jeden Monat mindestens eine Geschichte zu schreiben.

Außerdem habe ich immernoch diesen Jugendroman im Kopf herumspuken, der gerne beim Peter-Härtling-Preis eingereicht werden will, ob ich ihn allerdings bis Juni tatsächlich geschrieben haben werde, kann ich derzeit nicht abschätzen. Ich bin ja eher jemand, der alles auf den letzten Drücker macht, könnte also noch klappen. Muss aber nicht.

Am 17.03.2006 lese ich gemeinsam mit Uwe Post und Florian Tietgen im Rahmen von Leipzig liest in der Schaubühne Leipzig. Publikum ist ausdrücklich erwünscht.

Seife gibts immer noch nicht, und neue Filmkritiken auch nicht unbedingt.

Okay: Narnia hat mich enttäuscht, war moralisierend und nicht für Kinder unter 12 geeignet, aber mehr Kommentar ist mir der Film nicht wert.

Mehr demnächst in diesem Kino!

Montag, Dezember 05, 2005

Filmkritik: Serenity und Robotic Angel

Serenity

Ein Film von Joss Whedon, der auch Buffy und Angel geschrieben hat. Und wie zu erwarten gibt es deutliche Spuren seiner Handschrift.

Wir haben ein ramponiertes Raumschiff namens Serenity, welches eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Flugente hat (Danke an Bianca für diesen Vergleich!), eine Besatzung, die sich nicht immer einig ist, und ein junges Mädchen, das seltsame Flashbacks und - durch Schlüsselworte hervorgerufen - beängstigende Kräfte hat. Hier ist ganz klar eine Parallele zu Buffy zu finden, aber auch immer wieder in den Dialogen, denen es oft gerade in den brenzligen Situationen nicht an Witz fehlt. So ist eines meiner Highlights ganz klar der Satz von Kaylee, als sie sagt, sie habe in den letzten zwei Jahren nichts in ihrer Tiefgarage gehabt, das nicht batteriebetrieben war.

Es gibt reichlich Action und Kampfszenen irgendwo zwischen Buffy, Matrix und Doom, hübsche Planeten und Raumschiffe und jede Menge Weltraum, aber leider reicht es nicht ganz, um einen wirklich guten Film auszumachen, denn wie auch schon immer mal wieder bei Buffy tauchen arge Logiklücken auf.

So bleibt völlig ungeklärt, wieso River anscheinend als einzige die Katastrophe auf ihrem Heimatplaneten überlebt, wie es sein kann, dass sie jahrelang in Labors verschwindet, aber ihr Bruder angeblich immer auf sie aufgepasst hat, wieso er nicht auf diesem Planeten gelebt hat und ihn nicht einmal kennt. Desweiteren natürlich die Frage, warum die Guten immer edel, schön und weiß, die bösen aber wild, hässlich und farbig sein müssen.

Hier und da fühlte ich mich an die alten Star Wars Filme erinnert, was durchaus reizvoll ist, aber nicht recht zu diesem Film passen wollte.

Sehr positiv fand ich, dass man fast nur neue und unbekannte Gesichter auf der Leinwand gesehen hat, das hat dem Film viel Frische verliehen. Besonders die Hauptdarstellerin ist genial in ihrer glaubwürdigen Darstellung des verschreckten und traumatisierten Kindes auf der einen Seite und der entfesselten Kampfmaschine auf der anderen.

Für SF-Fans, die auf große Bilder und Action stehen, denen aber ein perfekt ausgeklügelter Hintergrund nicht so wichtig ist, ist dieser Film definitiv empfehlenswert. Die anderen sollten den inneren Wissenschaftler zuhause lassen und trotzdem genießen, was sie sehen, oder auf bekannte Filme zurückgreifen, die ihnen zugesagt haben.

Robotic Angel

Ein Anime vom Feinsten. In Metropolis - der Kulisse des berühmten Films deutlich nachempfunden, aber um einige moderne Aspekte erweitert - gibt es verschiedene Sektoren. Roboter sind meistens nur einem Sektor zugeteilt, wenn sie ihren verlassen, werden sie eliminiert.
Ein etwas seltsamer Regierungschef lässt sich von einem Wissenschaftler einen Superroboter bauen, der wie ein kleines Mädchen aussieht und selbst nichts von sich weiß. Der Ziehsohn des Politikers will den Plan vereiteln, weil sein Weltbild unvereinbar ist mit einem Roboter auf dem Thron der Macht. Er zerstört das Labor, in dem der Wissenschaftler stierbt, das Mädchen Tima aber wird gerettet. Ihr Retter ist der Sohn eines Privatdetektivs, der ebenfalls auf den wissenschaftler angesetzt ist.
Verfolgungsszenen, Hilfe von Robotern, Revolution und immer wieder die bunte Kulisse einer atemberaubenden und beängstigenden Welt wechseln sich ab, bis am Ende der Plan scheitert und Tima ins Bodenlose stürzt, um in allen anderne Robotern weiterzuleben. Oder so.

Eindeutig ein Film, den ich mir ein zweites Mal ansehen muss, aber definitiv empfehlenswert für alle, die nicht alles vorgekaut bekommen möchten, sondern es lieben, mitzurätseln. Und natürlich ein film für Freunde bunter, opulenter Animes.

Freitag, November 25, 2005

Literarische Werbung

Auch solche muss hin und wieder sein, vor allem, wenn es sich um ein Projekt von kurzgeschichten.de handelt.
Genaugenommen ist es ein Projekt des Web-Site-Verlages, bei dem kurzgeschichten.de teilgenommen hat.

Worum es geht:
19 Literaturplattformen - online wie offline - treten mit je einer anthologie gegeneinander an. Die Themenwahl der Texte blieb jedem Literaturforum überlassen, ebenso wie die Frage, ob nun Prosa oder Lyrik.
Jeses Buch kostet €12,00 und ist als Hardcover erschienen. Das eine oder andere eignet sich sicher auch als Weihnachtsgeschenk. ;)

Die Form des Wettbewerbs:
Ab sofort sind die Titel im Handel erhältlich oder über die Seite des Web-Site-Verlages. Den Link findet ihr in meiner Linkliste.
Das Projekt, dessen Buch bis zum 01.04.2006 die meisten Exemplare verkauft hat, gewinnt €600,00

kurzgeschichten.de ist mit dem Titel Das Sterben ist ästhetisch bunt ins Rennen gegangen, welches skurrile, morbide, ausgefallene, witzige und nachdenkliche todesfälle vereint. So weit ich bisher gelesen habe, hat es mich überzeugt. Nicht alle Geschichten sind nach meinem Geschmack, aber jede hat doch ihre Berechtigung.

Über weitere Titel aus dem Projekt kann ich nicht berichten, obwohl ich noch ein weiteres hier liegen habe, aber natürlich hat das kg.de-Buch Heimvorteil. ;)

Mein eigenes Buch hat Pause. NaNo schaffe ich nicht mehr, aber ich werde das Projekt an sich nicht aufgeben. Der Winter steht im Zeichen von Plotten und Recherche, und das Frühjahr werde ich dann hoffentlich verstärkt mit Schreiben verbringen. Der NaNo war ein guter Anreiz, aber ich merke, dass ich noch einige Fingerübungen hinter mich bringen muss, bevor ich mich an einen Text in Romanlänge wagen darf.

Sonntag, November 20, 2005

Es läuft wieder

Gestern noch sagte mir ein fieses Berechnungsprogramm, ich würde bei dem Tempo am 19. Januar mit meinem Roman fertig. Heute habe ich knapp 3.300 Wörter geschrieben, und nun ist es schon der 9. Januar. Wenn ich die Menge für den Rest der Tage beibehalte, sollte ich mich am 30. November mit meinem Text vereint bei 50.000 Wörtern treffen! ;-)

Kleine Lebensweisheiten am Rande: Wenn man schon Schokoladelippenbalsam einer gewissen englischen Kosmetikfirma kauft, sollte man zwei Dinge beachten: Lasst niemanden mit einem scharfen Messer versuchen, die Dose zu öffnen, wenn sie verklemmt ist. Und wenn er dann doch ein Loch reingepiekt hat, weil ihr euch gerade auf den (Links-)Verkehr konzentriert habt und nicht schnell genug "NEIN!" geschrien habt, dann passt wenigstens auf, dass das Ding nicht auch noch mit der Weißwäsche in die Maschine gerät.
Schokoladenflecken sind echt nicht schön. Zum Glück gibt es ja jede Menge Wäscheweiß, Bleichmittel und Oxy-Ich-Ätz-Alles-Weg, es ist also noch mal gut gegangen.

Morgen früh schlage ich mir den Bauch voll (Brunch in der Kulisse, für alle Kieler und Kielbesucher wirklich sehr zu empfehlen), und nachmittags werde ich die nächsten 3.300 Wörter in Angriff nehmen.

Ideen jeglicher Art nehme ich übrigens gerne entgegen. :)

Samstag, November 19, 2005

*räusper*

Sorry, Leute, ich bin vor Freude in Ohnmacht gefallen und jetzt erst wieder auferstanden.

Also, der Reihe nach: Mein iBook fand den Weg am Mittwoch, den 09.11. zu mir. Es wäre auch schon am 07.11. bei mir gewesen, hätte ich nicht ab 15.00h arbeiten müssen. TNT darf nämlich nichts bei den Nachbarn lassen. *grummel*
Und hätte der nette Bote mir einen Zettel hinterlassen, hätte ich es am Dienstag gehabt, aber nun ja, es ist hier und ich möchte auch niemanden mehr mit faulen Salatköpfen bewerfen.

Dann habe ich mehrere Fehler gemacht: Zum einen habe ich World of Warcraft installiert, was gar keine gute Idee ist, wenn man einen NaNo schreibt. ansonsten ist das eine sehr gute Idee, vorausgesetzt, man hat viel Zeit und eh kaum Freunde. Oder solche, die auch die ganze Zeit spielen.

Kleine Warnung: Menschen, die anfällig für Computerspiele sind, sollten die Finger davon lassen!!! Alle anderen dürfen sich mir gerne anschließen, wir sehen uns auf dem Server baelgun. Immerhin spiele ich selten länger als drei Stunden und definitiv nicht jeden Tag. Naja, aber fast jeden ...

Der andere Fehler war, meinen Roman umstrukturieren zu wollen. für alle NaNos: Lasst es, solange noch November und euer Roman nicht fertig ist!!! Schreibt einfach anders weiter und kittet später, es frisst zu viel Zeit.
Ich habe die Perspektive geändert (von der Ich-Perspektive zu einem auktorialen Erzähler), da ich damit einfach mehr Spannung reinbringen kann. schauen wir mal, was wird.

Und dann hab ich mich auch noch viereinhalb Tage mit einer Erkjältung herumgeschlagen, die in den letzten Zügen liegt.

Fazit: Ich hinke schlappe 18.000 Wörter hinterher und habe noch 12 Tage. 12 Tage für 38.000 Wörter, das macht gut 3.000 pro Tag. Nun ja, das sollte doch zu schaffen sein? Jeden Tag drei Sitzungen a 1.100 Wörter, und ich bin bald wieder voll dabei. Jetzt werde ich jedenfalls die ersten 1.100 für diesen Tag voll machen und mich dann endlich ins Bett begeben.

Ab sofort gibts auch wieder häufiger Nachrichten in diesem Theater.

Montag, November 07, 2005

Gruseln und Geduldsspiele

Halloween in der Villa Fernsicht war mal wieder ein Erlebnis. Nach Fledermausragout und Drachenblut ging es in die Burg der Fortescue. Im letzten Jahr haben wir die äußerst böse veranlagte Dame erfolgreich in eine Kiste gesperrt, doch nun müssen wir erfahren, dass der Schatten, den sie vor über tausend Jahren bannte und der seine Bosheit auf sie übergehen ließ, versucht, sich zu befreien. Nur eine Reise in die Vergangenheit kann uns helfen, und so steigen zehn mehr oder minder mutige Menschen in Zeitis Zeitmaschine, um in das Jahr 834 zurückzureisen.

dort ist es verdammt dunkel und wir marschieren im Gänsemarsch durch ein Labyrinth, dessen Stille und Dunkelheit nur gelegentlich von plötzlich erscheinenden Geistern erhellt und mit markerschütternden Schreien durchbrochen wird.

Wir landen auf dem Friedhof der verlorenen Seelen und können uns gerade noch retten, bevor die Zombies auferstehen. Und weiter geht es durch das Labyrinth, geführt von Nicole, die im entscheidenden Augenblick die Klappe nicht halten konnte. Leider war sie auch nie bei den Pfadfindern, so dass wir manchen Weg zweimal gehen oder umdrehen müssen. Immer wieder stoßen wir auf Geister und Aufgaben, die uns weiterbringen - nun ja, sogar die Geister haben hin und wieder ein Einsehen mit unserer Orientierungslosigkeit und kreischen "hier entlang!"

Ich möchte mich noch einmal in aller Form bei dem Gespenst entschuldigen, dass ich mit einem kräftigen "BUH!" fast zum Weinen brachte (noch einige Meter weiter konnte man es jammern hören, wie gemein ich gewesen sei, ein harmloses Gespenst derart zu erschrecken). Es war nicht bös gemeint, ich hatte mich doch nur so vor Dir erschrocken!

Am Ende hatte jeder mal eine Aufgabe erfüllen müssen, mir kam die Ehre zuteil, Lady Fortescue - zum Glück vor ihrer Verwandlung in eine bösartige Hexe - das Gift zu überreichen, um den Schatten zu töten. Dieser entkam zwar kurzzeitig, aber mit vereinten Kräften konnten wir ihn besiegen.

Zu guter Letzt kam Zeiti und holte uns wieder in ihre Maschine, in der wir noch das weitere Leben der Lady bewundern durften. So war sie nicht nur bei den Pyramiden und als tatkräftige Jägerin zu bewundern, sondern durfte auch als eine der ersten das Weltall erkunden. Im Jahre 888 starb sie dann, und wir legten eine Schweigeminute ein.
Wohlbehalten erreichten wir das Jahr 2005 und konnten erleichtert und voller Heldenmut nach Hause fahren.

Mein iBook ist natürlich nach wie vor nicht bei mir, TNT kann gerade kein Tracking ausführen, und ich mus gleich zur Arbeit. Vielleicht kommt es ja noch und meine Nachbarn nehmen es entgegen.

Dann kann ich endlich meinen Rückstand von 1100 Wörtern aufholen. Ich mag nicht mehr Tag und Nacht am Schreibtisch sitzen, ich muss hier auch mal raus!

Samstag, November 05, 2005

Warten auf Godot

Mein iBook ist laut Tracking am 27.10. in Shanghai ins Flugzeug gestiegen und am 03.11. in Amsterdam wieder ausgestiegen. Dann wurde es angeblich an mich verschickt, aber es ist einfach noch nicht angekommen. Ob es sich verlaufen hat? Ich könnte es sooo gut gebrauchen, genau jetzt, genau dieses Wochenende.

Der Grund ist klar: Der NaNoWriMo schreitet fort. ich schreibe zwar an meinem Rechner, aber hin und wieder fände ich es klasse, in einem Café, an der Schwentine oder an der Förde zu schreiben. Einfach eine andere Umgebung auf mich wirken zu lassen, den Spuren meiner Figuren zu folgen und sie dadurch authentischer wirken zu lassen.

Im Augenblick hinke ich etwas hinterher, meine Statistik behauptet, ich würde am 5. Dezember fertig, wenn ich so weitermache wie bisher. Da ich dass nicht will, muss ich wohl noch einen Schlag reinhauen. Was wiederum gerade etwas schwierig ist, da mir die Sonne auf den Bildschirm scheint. Sonne ist ja wirklich toll, aber wenn ich nicht sehe, was ich schreibe, kann es einfach nichts werden!

Nun ja, ich hinke mit 1.200 Wörtern hinterher, die schaffe ich auch noch irgendwie. Keks- und Teespenden sowie gute Wünsche und gedrückte Daumen nehme ich gerne an!

Heute Abend werde ich mich mal wieder in die Villa Fernsicht zum alljährlichen Halloween-Spektakel begeben, "Der Fluch der Fortescue" erlebt diesmal seinen dritten und wohl letzten Teil. Immerhin ist es nicht so kalt wie im letzten Jahr, außerdem gibt es diesmal erst Essen (Fledermaus auf Kürbisbett?) und dann Grusel, so dass ich gestärkt bin und mich kein Gespenst umhauen kann. Der Bericht wird folgen.

Dienstag, November 01, 2005

Schreibrausch

Seit 25 Minuten ist der NaNo los, und ich habe immerhin bereits eine Seite, oder in Zahlen: 494 Wörter. Ich mache nach dem Schlafen weiter, dann muss ich nicht so viel löschen. Immerhin hatte ich die ersten zwei Absätze neulich schon im Kopf und habe sie jetzt "verfeinert" und verewigt. Hoffentlich.

Mein kleines i ging am 27. in Shanghai auf Reisen, ich hoffe, dass es mich morgen erreicht. Mal sehen, wie schnell sich OpenOffice für Mac installieren lässt.

Heute erreichte mich die erste von einer mir zumindest online bekannten Person selbstgemachte Seife. Rosa-lila mit Glitzer und Heidelbeerduft, wirklich großartig! Ich habe aber die Auflage, sie noch reifen zu lassen. Mal schauen, wie lange ich meine Neugier bezwingen kann.

Das wars für heute Nacht erstmal, morgen gibt es weitere Zwischenstände. Vermute ich jedenfalls.