Freitag, September 22, 2006

Rezension Wir müssen über Kevin reden

Normalerweise "esse" ich etwa ein Buch pro Woche. Für dieses habe ich sechs Wochen gebraucht (okay, ich habe zwei kurze Jugendromane zwischendrin gelesen, aber die verbrauchen pro Stück nur einen Tag).

Wir müssen über Kevin reden ist ein Briefroman aus der Moderne. Eva Khatchadourian schreibt an ihren Mann, in der Hoffnung, so das Unglaubliche fassen zu können, was ihr und ihrer Familie widerfahren ist. Ihr Sohn Kevin hat ein Massaker angerichtet. In der Turnhalle seiner Schule hat er zehn Menschen zusammengetrieben und erschossen, lediglich einer hat überlebt.

Um herauszufinden, wie es dazu kommen konnte, beginnt sie, in den Briefen an ihren Mann noch einmal von der Zeit vor Kevins Geburt bis zum aktuellen Tag alles zusammenzutragen, was dorthin geführt haben könnte. Kevin war kein einfaches Kind, er sah den Sinn in Dingen und Handlungen nicht und schien alles langweilig oder ermüdend zu finden, was andere aus Zerstreuung tun. Sein einziger Zeitvertreib bestand von Klein auf in der Zerstörung, in der Hervorrufung von Wut und Trauer.

Aber so einfach ist es nicht und so einfach macht auch Eva es sich nicht. Sie schildert den ungebrochenen Optimismus, mit dem Franklin, ihr Mann, an alle Probleme heranging, die es mit Kevin gab, mit dem er Evas zaghafte Kritiken vom Tisch wischte und versuchte, ihr selber ein positives Bild vom "schwierigen, pubertierenden" Sohn zu vermitteln.

Dieses Buch enthält keine allumfassenden Weisheiten darüber, wie aus Jugendlichen Massenmörder werden können, es versucht noch nicht einmal, sie zu liefern. Und genau darin liegt seine Stärke: Dieses Buch schildert einen möglichen Weg, ohne selbst für diesen einen Absolutheitsanspruch zu fordern.

Es ist kein leichtes Buch, und man sollte es nicht unbedingt vor dem Schlafen lesen - nicht, weil es so schrecklich und grausam ist, sondern viel mehr, weil einem sonst so viele Gedankengänge und feine Zwischentöne abhanden kommen.
Die erste Hälfte ist hin und wieder etwas zäh, was daran liegen mag, dass Kevin als Kleinkind zwar Rätsel aufgibt, aber noch keine wirklichen Katastrophen auslöst, doch etwa ab der Mitte zieht einen das Buch endgültig in seinen Bann. Und bis zum Ende bleiben Fragen offen, auf deren Beantwortung man als Leser brennt. Nicht alle werden bis zur Erschöpfung beantwortet, aber man erfährt alles, was man erfahren kann, und der Anteil der nicht zu beantwortenden Fragen, die übrig bleiben, sorgt dafür, dass man das Buch nicht vergisst, sondern wohl noch lange darüber nachdenken wird. Über das Buch und ganz allgemein über die Frage: Wie kann es sein, dass ein Jugendlicher so viel Hass aufbaut, dass er eine Reihe von Menschen einfach abschlachtet?

Lionel Shriver: Wir müssen über Kevin reden.
List, 2006.
ISBN: 3-471-78679-6

Donnerstag, September 21, 2006

Testbild

Bisher habe ich meine Bilder immer brav verkleinert, bei Photobucket abgelegt und hier verlinkt. Nun stelle ich mit Hilfe von Dem Herrn Möller seinem Weblog (siehe rechts bzw. Links) fest, dass es wohl auch anders gehen soll. Hier nun also das Testbild:



Das ist ein Stück Schottland, Glen Coe, als die Wolken uns verfolgten und ich unbedingt ein paar Bilder machen musste. :)

Ich will zurück ... *seufz*

Scheint zu finktionieren mit den Bildern. :)

Ach ja: Klicken macht es groooooß!

Samstag, September 16, 2006

Intelligent und witzig

Ich bin ja ungewöhnlichen Werbestrategien gegenüber nicht abgeneigt. Was ich gerade gefunden habe, ist zwar nicht neu, aber es macht trotzdem Spaß.

Eigentlich geht es um das Album einer Band, aber da es mehr Spaß macht, im Internet Musik anzuhören, wenn man nebenbei etwas zu tun hat, wurde sie als Hintergrundmusik für ein kleines Flash-Spiel benutzt, bei dem man knobeln muss, um drei Freunde zum Rest ihrer Reisegruppe zu bringen.

Viel Spaß mit Quest for the Rest!

Wer noch mehr davon kennt und die Links weiß, darf sie mir gerne mitteilen, ich mag diese Spielchen immer wieder gern.

Donnerstag, September 14, 2006

Fun Stuff

Man kann nicht immer sinnvolle Einträge machen. Aber den lustigen Unfug des WWW kann man ja auch mal mit anderen teilen.

Hier ist der, der coolste Papagei der Welt: Papagei

Gute Nacht, ich erhole mich vom Nicht-Navigationstauchgang und bin bald wieder da. :)

Dienstag, September 12, 2006

Filmkritik Das Mädchen aus dem Wasser

M. Night Shyamalan ist für gute, ungewöhnliche Filme bekannt, und ich bin einer seiner größten Fans. Daher war natürlich klar, dass ich seinen neuesten Film ebenfalls sehen musste, auch wenn alle Kritiken, die ich bisher zu Gesicht und Gehör bekommen habe, vernichtend waren.

Worum geht es?
Der Hausmeister einer Apartmentanlage findet eine junge Frau im Pool, die nicht von dieser Welt ist. Sie hat eine Aufgabe zu erfüllen, die unsere Welt verändern kann, und danach muss sie wieder in ihre Welt. Was zunächst sehr einfach wirkt, bekommt immer neue Steine in den Weg gelegt. Es gibt Wesen, die sie an der Rückkehr hindern, und Wesen, die wiederum diese in Schach halten. Und es gibt Helfer des Mädchens, die nicht wissen, dass sie Teil des Ganzen sind. So wie der Zuschauer erfährt auch der Hausmeister Cleveland erst nach und nach in Form einer alten chinesischen Sage von all diesen Figuren und erkennt Schritt für Schritt, wer welche Rolle spielt.

Der Film lebt von seinen Einstellungen, vom sehr sparsamen Umgang mit künstlichem Licht und von den für Shyamalan so typischen kurzen Sequenzen, in denen man etwas zu sehen bekommt, das besser im Dunkeln verborgen geblieben wäre.

Ein großer Schwachpunkt des Films ist jedoch, dass er keine Aussage zu haben scheint. Abgesehen von dem Allgemeinplatz, dass die Menschen sich und ihre Umwelt zerstören und dies besser schnell ändern, wenn sie noch eine Chance haben wollen.

Ebenfalls schwach ist es, dass die Figuren des Films teilweise ewig brauchen, um herauszufinden, wer wer ist. Das ist besonders frustrierend, wenn man als Zuschauer trotz gleichen Wissensstandes schon längst viel weiter ist - nichts ist tödlicher als dumme Figuren, die von ihrem Schöpfer unterschätzt wurden (oder dumm angelegt wurden, weil der Regisseur die Zuschauer unterschätzt).

Alles in allem ist er unter meinen Top 5 der Shyamalan-Filme auf Platz 5 - was angesichts der Tatsache, dass ich fünf Filme von ihm kenne, kein rühmliches Urteil ist. Shyamalans Auftritt im Film ist jedoch zu Unrecht vom Spiegel verrissen worden, er ist nicht besser oder schlechter als der Rest der Schauspieler. Interessant ist auch, dass keine Top-Schauspieler auftauchen, wodurch der Film den Touch eines Underground-Films bekommt, was durch die extrem sparsame Wahl der Schauplätze (alles findet in der Apartmentanlage statt, fast alle Szenen spielen am Pool) noch verstärkt wird.

Fazit: Kein Muss, aber auch kein billiges Popcorn-Kino. Irgendwo undefinierbar dazwischen und damit durchaus akzeptabel.

Freitag, September 08, 2006

Blubb blubb, weg waren sie

Tauchen, schon wieder!

Heute haben Britta und ich in aller Ruhe einen Tauchgang bei Tag durchgeführt, ohne Tauchlehrer oder Divemaster. Ihre Mama hat Strandwache gespielt und auf die Autoschlüssel aufgepasst, den Rest haben wir ganz allein gemacht!

Nachdem ich noch mal zur Tauchschule zurück bin, weil mein Inflator-Schlauch nicht ans Jacket passte (keine Blödheit, sondern wohl ein Materialfehler am Anschluss), sind wir so gegen halb fünf ins Wasser und in etwa die gleiche Strecke getaucht wie am Dienstag, allerdings ein Stück weiter raus und nicht in die Spundwand rein (macht sich ohne Lampe nicht so gut, außerdem sind wir auf dem Hinweg dezent dran vorbeigeschwommen).

Spannend! Blaue Seesterne, Krebse, Fischschwärme und diverse Feuerquallen, deren Tentakel leider auch in meinem Gesicht hängengeblieben sind - gut, dass der Rest durch den Anzug geschützt war!

62min Tauchzeit, bis in 6,9m Tiefe hinab. Nicht tief, aber spannend und mein längster Tauchgang bisher. Und der erste in meinem Logbuch, der ohne Tauchlehrer stattgefunden hat. Langsam werde ich eine echte Taucherin!

Alles in allem ein wunderbarer Tauchgang, evtl. üben wir Mittwoch noch mal, bevor es am Donnerstag mit dem Kurs weitergeht.

Nachtrag: zwei Kilo weniger Blei waren auch eine gute Idee, nun bin ich echt gut austariert und hänge nicht mehr unten bei den Muscheln herum.

Donnerstag, September 07, 2006

AOWD Teil 1 - Das Helle ist der Mond

Gestern war es endlich so weit: Der erste Tauchgang meines Advanced Open Water Diver Tauchkurses fand statt. Nachttauchen. Sehr spannend!

Wir haben uns gegen acht an der Tauchschule getroffen, haben unser Equipment anprobiert (Wurst in der Pelle fühlt sich vermutlich wohl dagegen), eingepackt und sind nach Strande gefahren. Dort haben wir uns auf dem Parkplatz umgezogen und sind dann im Entenmarsch beziehungsweise Froschmannmarsch zum Strand gegangen. Ab ins Wasser, Flossen anziehen, los. Naja, so einfach war es dann doch nicht, bis wir alle unsere Flossen angezogen und nicht mehr verloren hatten, der Divemaster seinen Handschuh erstmal aufgab (er wurde dann auf dem Parkplatz wiedergefunden) und dafür unsere frischen Masken mit Seegras ausgerieben hatte, damit wir überhaupt etwas sehen, verging eine Weile. Mein Buddy Britta bekam trotz ruhiger See und Fast-Vollmond ein mulmiges Gefühl und bildete mit dem Divemaster Björn die Nachhut, ich versuchte, mich zwischen Timo und Hubert zu halten, wurde aber von meinem Übermäßigen Blei ständig nach unten gezogen und hab es bis zum Ende nicht geschafft, mich auszutarieren.

Hier ist definitiv noch einiges an Übung gefragt, notfalls mache ich auch ein Tarierungs-Specialty. Haauptsache, ich bin irgendwann endlich mal schwerelos!

Davon abgesehen, war es toll! Man sieht zwar nicht viel im Schein der Taschenlampe, aber wenn neben einem plötzlich ein riesiger Holzpoller erscheint, über und über mit Muscheln, Algen und Seesternen besetzt, unter einem die Aale spielen, neben einem Seeskorpione sich als Stein tarnen und man zum krönenden Abschluss in eine Spundwand taucht, dann ist das trotz mangelnder Tarierung ein wunderbares Erlebnis. Dass zu allem Überfluss auch noch die Biolumineszenz extrem aktiv war, hat dem Ganzen einen Sahnetupfer aufgesetzt.

Das Bier nach getaner Arbeit - ja, man muss sein Equipment hinterher auch spülen! - schmeckte gleich doppelt so gut, und als ich gegen halb drei (sic!) ins Bettchen fiel, war ich rechtschaffen müde.

Am Freitag gehen Britta und ich noch mal Tarieren und Entspannen üben, und nächste Woche Donnerstag geht es dann an die Navigation. Prost Mahlzeit, das hab ich ja schon im Karibikwasser nur durch Zufall geschafft, es kann also spannend werden. ;)

Montag, September 04, 2006

Wie war das noch mit den Kommata?

Aus aktuellem Anlass (ich bin nicht nachtragend, aber rechthaberisch!) eine nette Spielerei, mit der man sein grammatikalisches, rechtschreibendes (?) und sprachliches Wissen testen kann:

Zwiebel-Test

Viel Spaß! Ich hab übrigens 51 Punkte erreicht, wer toppt mich?

Filmkritik Das Haus am See

Ein ruhiger Liebesfilm mit Sandra Bullock und Keanu Reeves ist genau das Richtige für einen Sonntagabend. Abgesehen von zwei hübschen Hauptdarstellern, die meiner Meinung nach auch noch gute Schauspieler sind, hat mich die Story gereizt:

Eine Frau zieht aus einem Haus aus, hinterlegt eine Nachricht für den Nachmieter, und dieser findet sie - aber weil er zwei Jahre vor ihr in diesem Haus lebt, versteht er nicht, was sie meint, als sie von Pfotenspuren auf dem Weg schreibt, die dann kurz darauf vor seinen Augen erst entstehen, da ein streunender Hund durch seine frische Farbe läuft.
Es entspinnt sich ein reger Briefwechsel, und der Film umschifft bis zum Schluss alle Fallstricke, die bei Zeitreisen normalerweise lauern - um dann am Ende zu Gunsten der Romantik voll hineinzutappen.

Schade, denn wäre das Ende nicht, hätte es tatsächlich ein logisch korrekter "Zeitsprung", oder wie auch immer man das nennen will, sein können. So bleiben wunderbare Bilder, ein Hauch französischer Film und recht gutes Schauspiel, leider hin und wieder aber auch zu verwirrende Handlung.

Alles in allem okay, aber kein Film, von dem ich sage, dass man ihn gesehen haben muss. Das Haus ist allerdings sehr hübsch! :)

Donnerstag, August 31, 2006

Soap No. 2

Darf ich vorstellen? The AdvoCat:

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Bisher nur ein Bild, sie ist aber schon geschnitten.

Noch etwas weich, die Gute, immerhin hat sie sich ja auch gewehrt, einfach so eine gute Seife zu werden.

Erst war alles ganz leicht, die Fette und die Lauge sind eine harmonische Verbindung eingegangen, ich hab einen Teil mit Kurkuma gefärbt und die Seife marmoriert, und dann hab ich sie in ihrer Gelphase allein gelassen. Anscheinend hat sie mir das übel genommen, denn als ich nach Hause kam, war zwar der größte Teil fest, leider schwammen auch 180g Öl obenauf. Nicht gut.
Auch nach zwei Tagen war das Öl nicht eingezogen, und ein vorsichtiger Zungenspitzentest verriet, dass die Seife noch hübsch bitzelt.
Also hab ich schweren Herzens alles zusammen wieder eingeschmolzen und noch nen guten Schwupps Wasser dazugegeben, um sie geschmeidig zu halten. Ein Bisschen PÖ Mango (leider deutlich zu wenig), und nun ist sie hübsch einfarbig gelb.

Nun ja, bis sie trocken und waschfähig ist, dauerts wohl noch ein paar Wochen, derzeit lebt sie aufgeschnitten auf meinem Wohnzimmerfußboden - den brauche ich eh nicht, oder zumindest die Ecke nicht, die stand im letzten Jahr mit Kisten voll, fällt also nicht weiter auf.

Und wenn sie dann trocken ist und ich weiß, ob sie pflegend, schäumend und vielleicht sogar duftend ist, gibt es weitere Infos.

In meiner Liste der zu siedenden Seifen stehen derzeit folgende ganz oben:
- Kaffeeseife
- Schokoladenseife (marmoriert, und wenn hier was danebengeht, bringe ich die Seife höchstpersönlich um!)
- Chaiteeseife (weil eine Freundin völlig zu Recht meinte, dass man den Instant-Grüntee-Chai nicht trinken kann, aber für eine Seife riecht er richtig gut)

Und die Frage, wer das alles "wegwaschen" soll, werde ich dann bei Gelegenheit auch beantworten. Man hat doch immer Freunde, die Geburtstag haben, sich über eine tolle Seife freuen etc. pp. - oder?

Dienstag, August 29, 2006

Neues aus der Schreibwerkstatt #4

Wie vor zwei Wochen angekündigt ist mein Text nun endlich fertig überarbeitet und online.

Die Kritiken gehen von "da musst Du noch mal ran, die Figuren sind eindimensional und unglaubwürdig" bis hin zu "das Beste, was ich je gelesen habe". Da ich ja ein selbstkritischer Mensch bin, sehe ich meinen Text irgendwo dazwischen. Einiges ist deutlich verbesserungswürdig, anderes ist gut. Ob das Ende zu kurz ist, mag jeder selber sehen, ich bin mir selber noch nicht ganz schlüssig und für Anregungen durchaus zu haben.

Wer lesen möchte, schaue hier: Hinter grünen Augen.

Ansonsten versuche ich gerade, innerhalb von drei Tagen noch einen Text für einen Wettbewerb fertig zu bekommen. Warum sind diese bekloppten Einsendetermine immer schneller da als man gucken geschweige denn einen Text schreiben kann? Muss ein seltsames Zeitparadoxon sein und wird mit Sicherheit irgendwann von mir näher untersucht. ;)

Montag, August 28, 2006

Mein Haus, mein Boot ...

Hat mal jemand einen Lottogewinn für mich?

Ich hab mich am Samstag in ein Haus verliebt. Oder war es ein Boot? Schwer zu sagen, wenn man es genau nimmt. Es liegt im Hafen und schwankt, ist aber zum Wohnen gedacht. Genau, ein Schwimmhaus. Und es ist toll. Nur etwas teuer, weshalb es wohl ein Traum bleiben wird ...

Hier ein paar Impressionen:

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Die Außenansicht

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Der Blick von der hinteren Terrasse an der Seite entlang

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Die obere Terrasse

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Die Badewanne (ja, sie steht draußen!)

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Die Eingangstür

Wow. Und leider hab ich innen kaum Bilder gemacht, ich war viel zu beeindruckt ...

Falls jemand noch etwas genauer stöbern möchte, sei ihm dieser Link ans Herz gelegt: Living on Water.

Ich träume derweil weiter davon, mein Haus überall mit hinnehmen zu können und abends im Sonnenuntergangslicht bei leichtem Schaukeln einen Drink auf der Terrasse zu nehmen ... *seufz*

Filmkritik Trennung mit Hindernissen

Man kann sich am Sonntag Abend den Krimi im Ersten anschauen, oder man geht ins Kino. Letzteres ist eigentlich eine gute Idee, aber schauen wir mal.

Trennung mit Hindernissen verspricht, amüsantes Popcornkino zu werden. Jennifer Aniston ist zumindest niedlich anzuschauen, Vince Vaughn vielleicht nicht gerade Adonis, aber zumindest sympathisch.
Im Vorspann lernen wir, wie die beiden zusammenkamen - das allein war für mich schon so penetrant, dass ich gerne gegangen wäre. Er zwingt ihr im Footballstadion einen Hotdog auf, isst und spricht gleichzeitig und beleidigt ihren Freund. Trotzdem klappt die Masche. Frauen haben manchmal doch einen seltsamen Geschmack.

Nachdem ihr gemeinsames Leben in Fotos an einem vorbeigerauscht ist, geht es zur Sache. Er kommt nach Hause, sie steht in der Küche, denn beide Familien kommen heute zum Dinner. Nett, dass sie sich um alles kümmert, da kann er ja noch in Ruhe Football schauen ...

Der Abend endet in einem Streit, sie trennt sich von ihm, aber keiner will die Wohnung aufgeben. Er ist ein arrogantes Arschloch, sie eine intrigante Ziege, und die Kritik im Internet, die besagte, dass man als Zuschauer ein Identifikationsproblem bekommt, hat leider Recht.

Die Dialoge sind mäßig, die Gemeinheiten schlecht, Jennifer Aniston kann anscheinend nur eine Rolle spielen (nämlich Jennifer Aniston) und die Figuren sind entweder völlig farblos oder total überdreht gezeichnet - echte Menschen sind in diesem Film Fehlanzeige.

Fazit: Lena Odenthal hätte mir vermutlich besser gefallen. Aber schlauer ist man bekanntlich immer erst hinterher.

Sonntag, August 27, 2006

Braunes Blatt ohne Herbstbeginn

Da gibt es ein neues Schülermagazin in Köln, deren Macher höflich verschiedene Firmen anschreiben, ob sie nicht eine Anzeige schalten möchten - und am Ende ergibt sich eine tiefbraune Suppe, vor der auch die Anzeigenkunden entsetzt zurückschrecken.

Wer also in Köln ein Blättchen namens "Objektiv" findet, möge es doch bitte unschädlich machen - die Kaminzeit beginnt ja bald wieder, und Papier brennt so schön.

Dieser Artikel bei Spiegel online hat mir gerade mal wieder gezeigt, wie schnell noch immer braune Pilze aus dem Boden schießen, ohne dass es auch nur einer im Vorfeld merkt.

Dienstag, August 22, 2006

Die Landkarte der persönlichen Orte

Ich hab mal wieder in den Weiten des Internet etwas Schönes gefunden:




Alle rot verzeichneten Länder habe ich schon besucht. Schade, dass die USA nicht einzeln aufgelistet werden, denn eigentlich war in nur in NYC, und da sieht es doch etwas prahlerisch aus, wenn ganz Nordamerika rot ist. In Kanada war ich allerdings sowohl im Westen als auch im Osten, das ist schon eher okay.

Trinidad & Tobago kann man erahnen, genauso wie Curaçao (hier zusammengefasst als "Niederländische Antillen"), wenn man sehr gute Augen hat.

Genauso geschummelt: Ich war nur im asiatischen Teil Ägyptens. Aber das macht ja nichts. ;)

Und Schottland kenne ich zwar jetzt recht gut, aber den rest von UK so gar nicht (bis auf Farnham, Surray, wo ich vor Jahren eine Freundin besuchte).

Ich glaube, es ist noch viel übrig. Ich möchte unglaublich gerne nach Tibet, Indien, Neuseeeland, Australien, Indonesien, Japan, Zentralafrika, Südafrika, Chile ...

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Soap No. 1 - Das Ergebnis

So, nun hab ich sie noch mal eingeschmolzen, mit einer großen Portion Kokosmilch versehen und einen Hauch Kakaobutter dazugegeben, und erstaunlicherweise ist doch noch eine hübsche Seife aus ihr geworden.

Ich präsentiere: Coco.

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Ungeschnitten.

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ein Stück aus nächster Nähe.

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Alle Stücke nach dem Schneiden (und die Kugel, die ich aus den Resten im Topf und am Löffel gedreht habe).

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Hübsch drapiert mit einer ihrer Hauptzutaten, Namensgeber etc.

Sollte jemand testen wollen, einfach Laut geben, ich verschicke gegen Porto und erwarte einen Testbericht. ;)

Montag, August 21, 2006

Soap No. 1

Wer von Anfang an mein Blog liest, wird sich dunkel erinnern, dass ich irgendwann mal eine Seife versprochen habe. Dann habe ich das erstmal gelassen, weil ich eine aufgeräumte Küche dafür wollte, und dann hat sich eh keiner mehr erinnernt.

Und genau diesen Moment habe ich abgepasst, um zuzuschlagen. Hier kommt sie, die Dokumentation meiner ersten Seife:

Samstag Mittag.
Hornbach, Paradies der Heimwerker. Ich kaufe Gummihandschuhe, eine Schutzbrille und einen Siphon, weil mein Waschbecken im Bad leckt.

Etwa eine Stunde später (da waren noch zwei Umwege) bastel ich den Siphon zusammen. Es klappt mit Ächzen und Fluchen. Dermaßen bestätigt weiß ich: Heute kann ich alles.

Noch eine Stunde später, weil durchs Telefon abgelenkt, ist es dann so weit: Ich stehe am Herd und werfe ein buntes Gemisch peinlichst genau gewogener Fette in meinen Hexentopf:

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Im Waschbecken brutzelt die Lauge (angerührt aus Kokosmilch und NaOH) vor sich hin. Die Reaktion ist wesentlich weniger heftig als erwartet, um überhaupt etwas zu riechen, wedele ich leicht mit der Hand hin und her und halte meine Nase in die Nähe ("chemisch riechen" nennt der Experte das). Ja, riecht ätzend.

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Nach und nach sind die festen Fette geschmolzen, bei der Wärme waren die meisten von ihnen eh schon sehr weich.

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Dann gießen ich vorsichtig die Lauge rein, die inzwischen Puddingkonsistenz hat und sich gemütlich am Boden des Topfes ausbreitet. Wo sind die heftigen chemischen Reaktionen, vor denen man mich immer gewarnt hat?

Ich rühre um.

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Es passiert nicht viel. Der Pürierstab verwandelt die Flüssigkeit in eine herrlich cremige Masse, das Titanoxid macht diese schneeweiß. Leider keine Bilder, die hab ich im Eifer des Gefechtes vergessen.

Dann gebe ich Parfumöl (Kokos und Vanille hinzu). Das Vanilleöl färbt sich blitzschnell dunkelrot, und während ich noch denke "das sieht ja spannend aus" und weiterrühre, wird die Masse zunehmend schnell dick.

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hier sieht man den Brei kurz vor dem GAU: Danach wurde es der Masse zu heiß (das PÖ hätte ich wohl nur tröpfechenweise zugeben dürfen, außerdem fehlte es der Gesamtmasse etwas an Flüssigkeit) und sie gerann. Blöder Fehler.

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So sah es dann in der Form aus, irgendwie nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Da ich aber erstmal eine Brille retten gehen musste und Seife auch warten kann, hab ich die Lösung auf später verschoben.

Nachdem die Brille nicht zu retten war, hab ich den Kram zuhause wieder in den Topf gekippt und in den Ofen gestellt.

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Leider war ich der Meinung, genug Flüssigkeit drin zu haben, was sich als grober Fehler herausstellte. Auch nach einigen Stunden war die Masse zwar geschmolzen und hatte die Konsistenz von fluffigem Kuchenteig, wurde aber an der frischen Luft (in der Küche) mehr oder weniger sofort wieder fest im Topf.

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Wieder ab in die Form. Begeistert bin ich noch immer nicht, aber irgendwann muss der Mensch ja auch mal schlafen.

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Hab ich erwähnt, dass ich 50g Titanoxid drin hatte, ohne dass es wieder weiß wurde? Außerdem roch die Masse mehr nach Gips als nach Kokos-Vanille. Blieb nur zu hoffen, dass sich das gibt.

Sonntag Abend.
Ich schaue mir den Block an, schneide einmal quer rein und denke: "Naja, innen ganz okay, aber doch insgesamt sehr bröckelig." Also noch mal alles in den Topf, kleingeschnippelt und diesmal mit einem guten Schuss Kokosmilch verrührt.

Nach einigen Stunden ist das Ergebnis eine weiche Creme im Topf, die ich wieder in die Form gieße und über Nacht abkühlen lasse. Oder auch nicht, denn nach kurzer Zeit entwickelt sie eine heftige Gelphase: Der Kern wird heiß und fast flüssig. Das ist zur Verseifung nicht notwendig und bei Milchseifen (Kokosmilch zählt dazu) eigentlich auch nicht erwünscht, aber mir ist es egal, Hauptsache, das Schätzchen wird Seife. :)

Montag Morgen.
Der Block ist abgekühlt und fest, will aber nicht aus seiner Form (Gestern flutsche er einfach raus). Ich stelle ihn ins Eisfach, danach sollte es gehen.

Sobald er dort raus und geschnitten ist, gibt es weitere Infos.

Mittwoch, August 16, 2006

Es ist da!!!

Ich hab ein neues Auto! Naja, eigentlich ist es gar nicht so neu, aber gut erhalten, acht Jahre alt, 52.000km auf dem Zähler und schnurrt wie ein Kätzchen. Bilder folgen, war heute noch nicht in der Lage, welche zu machen.

Es ist ein kleiner, silberner Toyota Corolla, Dreitürer, Super-Bleifrei-Fresser ... Naja, ich denke, wir werden eine lange, glückliche Beziehung eingehen. :)

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Da mal wieder seltsame Dinge geschehen, sei einfach all meinen Bloglesern etwas gesagt:
Dass ich mich nicht mit meinem Namen am Telefon melde, ist reiner Selbstschutz. Meistens ist es nämlich eh die Marktforschung, und die müssen nicht gleich wissen, wen sie an der Strippe haben.
Trotzdem gebietet es die Höflichkeit, mir zu sagen, wer man ist, wenn man anruft. Und spielchen a la "Rate mal" und "weißt Du echt nicht, wer ich bin?" kann ich gar nicht haben. Durfte derjenige, der das gerade versucht hat, nach exakt 57 Sekunden auch erfahren. Mag sein, dass es jemand wirklich Nettes war, und falls Du dieses Blog liest, dann sei Dir gesagt: Ruf noch mal an, sag mir, wer Du bist, und dann lege ich vermutlich auch nicht auf.

Gute Nacht! :)

Filmkritik Fluch der Karibik 2

Da ist er nun wieder, der gute Jack Sparrow. Montag habe ich mir noch mal Teil 1 auf Englisch angesehen - defintiv empfehlenswert, sich den Film im Original anzuschauen! - und gestern saß ich überraschend in Teil 2. Ich war gespickt mit guten und schlechten Kritiken, hatte meine Erwartungen also vorsichtshalber weit heruntergeschraubt. Und bin am Ende mit Lachmuskelkater aus dem Kino gekommen.

Natürlich kann man sich hier und da fragen, warum etwas ist, wie es ist. Zum Beispiel, warum ein magischer Kompass immer auf das zeigt, was man sich am sehnlichsten wünscht - nun, ich denke, weil er magisch ist. Mehrläufige Kanonen haben den Vorteil, dass man drei Schüsse nacheinander abfeuern kann, ohne nachzuladen, und mehrere Hängebrücken übereinander haben heutzutage einen anderen Namen, aber die gleiche Funktion: Man nennt es Treppenhaus. Aber bevor ich weiter die Fragen anderer Beantworte, schreibe ich lieber mein eigenes Urteil:

Jack Sparrow ist wie eh und je der tuntigste Hetero-Pirat aller Zeiten und damit schon mal ein guter Grund, den Film zu sehen.
Es gibt mehr Action, mehr Handlung und mehr Schauplätze als im ersten Film, und das könnte man sowohl positiv wie negativ werten, denn natürlich wird es etwas unübersichtlich, wenn ständig neue Gefahren auftauchen, dafür ist dies aber ein guter Ausgleich dafür, dass man in einem zweiten Teil nie die Überraschungseffekte des ersten Teils toppen kann.

Wer Jack Sparrow mal wieder tollpatschig durch die Gegend wandeln sehen möchte und sich fragt, wieso um alles in der Welt ein Fruchtspieß mit Paprika gewürzt wird, wer wissen möchte, ob Will und Elizabeth nun endlich heiraten dürfen, was Jack sich am sehnlichsten wünscht und wieso Frauen an Bord noch immer Unglück bringen, dem sei der zweite Teil ans Herz gelegt.
Wer in Filmen immer nur Logik, Ernsthaftigkeit und künstlerischen Wert sucht, der mag hier falsch sein. Ich jedenfalls hatte meinen Spaß!

Und da man bereits seit Teil 1 weiß, dass es drei Teile geben wird, ist das halboffene Ende auch gut zu ertragen - warten wir halt noch zwei Jahre auf Teil 3 - auch wenn ich ihn gerne morgen schon sähe.

Dinge, die das Leben schreibt

Es gibt so Sätze und Szenen, die einem in einer Geschichte niemand abnimmt, und auch in einem Film dürften sie nur vorkommen, wenn dieser zumindest einen ziemlich schrägen Touch hätte.
Folgendes ist eben tatsächlich passiert:

Ben und ich gehen aus dem Kino und kommen bei Subways vorbei, wo alle Jalousien herabgelassen sind bis auf eine, die auf halber Höhe steht. Man sieht zwei schlanke Beine in engen Jeans und einen deutlich weiblichen Po, der zu den Beinen gehört.
Ben rutscht folgender Satz heraus:
"Hm, wo kommt denn der süße Arsch her?"
Und während ich noch drüber nachdenke, ob sie das wohl gehört hat, tönt von innen eine weibliche (und somit vermutlich zu den Beinen gehörende) Stimme:
"Den hab ich mal für drei Euro auf dem Flohmarkt gekauft."

Solltet ihr euch also je wieder fragen, woher der eine oder die andere dieses knackige Körperteil hat - schaut einfach mal wieder auf einem Flohmarkt vorbei! ;)